Sri-Lanka-Pilotreise: Tierbeobachtungen vom Allerfeinsten

14.12.2018 | Erstellt von Rainer Stoll |
Kategorie
Sri Lanka

Auf Tuchfühlung mit einem Leoparden zu gehen ist eher eine Seltenheit? Ja, da habt ihr recht – doch unmöglich ist es nicht. Denn Sri Lanka, die Perle des Indischen Ozeans, verbirgt viele Schätze, die man nicht erwartet. Unser Geschäftsführer Rainer hat sich im November mit 17 Reisegästen auf eine Sri-Lanka-Pilotreise gewagt und zahlreiche Hotspots zur Tierbeobachtung gefunden. Welche wilden Tiere er getroffen hat? Und wer ist eigentlich dieser Egg Hopper? Rainer erzählt euch von seiner Rundreise durch Sri Lanka.

Am 7. November geht es los: Die Koffer sind gepackt und die Vorfreude ist groß. Sri Lanka ist eines der Länder, das der Weltenbummler Rainer bislang selbst nur aus Erzählungen kennt. Mit einem erfahrenen Partner vor Ort hat er die neue travel-to-nature-Naturreise „Wildes Sri Lanka“ ausgearbeitet. Jetzt brennt es ihm unter den Nägeln und er möchte mit eigenen Augen sehen, was die Reise zu etwas Besonderem macht. Als leidenschaftlicher Tierbeobachter hat er hohe Erwartungen an die Sri-Lanka-Pilotreise und soll im Verlauf auch nicht enttäuscht werden. Aber lest selbst…

Wie der Egg Hopper Rainer durch Sri Lanka begleitet

Bereits am ersten Tag ist es soweit. Direkt beim Frühstück kann Rainer ihn entdecken: den legendären Egg Hopper. Er ist sofort hin und weg von dieser kleinen Augenweide. Ein sehr guter Start in den Tag, wie er findet. OK, wir sprechen hier nicht von einem wilden, äußerst seltenen Tier Sri Lankas, sondern von einem Pfannkuchen-Spiegelei. Aber lasst euch davon nicht täuschen, der Egg Hopper ist eine wahre Gaumenfreude. Ein ausgebackener Reismehl-Pfannkuchen, auf dem ein Spiegelei gebraten wird, garniert mit Zwiebel-Chutney und Schnittlauch. Besonders die Entscheidungsmuffel sind von diesem 2-in-1-Frühstück begeistert. Von nun an trifft die Reisegruppe fast jeden Morgen auf den Egg Hopper und genießt die singhalesische Spezialität.
 
Wie die Nase gleich zu Beginn geimpft wird 

Das erste Hotel der Reise liegt in Colombo, was die Reiseleiter Vernon und Krishna als Chance sehen, die empfindlichen, europäischen Nasen der Reisegruppe olfaktorisch herauszufordern. Das Ziel ist Colombos Fischmarkt am Strand. Das Spektakel ist nicht zu vergleichen mit einem Markt in Deutschland. Auf einem riesigen Areal bieten die Fischer hier ihren frischen Fang an, verarbeiten die Fische an Ort und Stelle, trocknen sie. Wer welchen kaufen möchte, ist herzlich eingeladen. Da die europäische Nase jedoch bereits hundert Meter vor dem Markt reagiert, verzichtet die Gruppe auf den Einkauf. „Wir versuchen, durch den Mund zu atmen und widmen uns den zahlreichen Wasservögeln, die sich am Strand zusammengefunden haben, um sich die Mägen vollzuschlagen“, berichtet Rainer.

Wilpattu, Wasgamuwa, Tissamaharama und Udawalawe

Komische Namen sind das? Da habt ihr recht, aber hinter ihnen verbergen sich Orte mit den aufregendsten Nationalparks Sri Lankas, die prall gefüllt sind mit Leben: Elefanten, die Flüsse durchqueren und sich eine kleine Abkühlung gönnen, bunte Pfauen, wilde Ceylonhühner oder Leoparden, die auf leisen Sohlen durch den Urwald streifen. So trifft die Reisegruppe schon am ersten Tag im Wilpattu-Nationalpark u.a. auf einen der seltenen Lippenbären, aufspringende Sambarhirsche, faul wirkende Krokodile oder quirlige Hutaffen. Was für ein Einstieg! Die Kamera wird ebenso im Wasgamuwa-Nationalpark gleich gezückt, denn hier befindet sich ein hochinteressantes Vogelschutzgebiet. Neben bekannten Arten wie Bienenfresser und Schwalben können Rainer und seine Mitreisenden auch einige endemische Arten wie Ceylon-Grautoko, Ceylontaube oder Schmuckbülbül beobachten. Ein besonderes Highlight für die Reisegruppe ist die Bootsfahrt durch die eindrucksvolle Landschaft des Gal-Oya-Nationalparks. Die Spiegelungen auf der Wasseroberfläche, die schillernden Wasserpflanzen und die Ruhe, die die Umgebung ausstrahlt, verleihen dem Ganzen etwas Mystisches. Gebannt schauen die Reisenden ans Ufer, ob nicht vielleicht jemand zum Trinken an den Stausee kommt. Warten müssen sie nicht lange, nach kurzer Zeit bewegt sich etwas. Es hat zwar kein Elefant Durst, aber ein Krokodil kommt ans Ufer, als möchte es vor den Besuchern regelrecht posieren. 

Vier Leoparden auf einer Rundreise – was für ein Spektakel!

Da sagt man noch, die Tiere wären scheu und nur mit viel Glück zu beobachten. Davon hatten die Teilnehmer auf unserer Sri-Lanka-Pilotreise wohl einiges. Rainer verrät, dass es an seinem Sohn Paul liegen müsse. Dieser habe mit Tierbeobachtungen auf Reisen immer besonders viel Glück, z.B. dass genau dann, wenn er in der ersten Reihe im Safari-Jeep sitzt, eine außergewöhnliche Beobachtung bevorsteht. So auch in diesem Fall. Gleich im ersten Nationalpark der Sri-Lanka-Rundreise – dem Wilpattu-Nationalpark – machen die Reisenden die erste Begegnung mit einer der samtpfotigen Wildkatzen. Und das gleich zweimal. Was für ein Tag! Dass sie noch Bekanntschaft mit zwei weiteren Leoparden machen würden, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Auch im Yala-Nationalpark, zugegebenermaßen dem Hotspot für Leoparden, und in einem benachbarten Reservat sind die Wildkatzen nicht scheu. Ganz im Gegenteil, sie scheinen sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. So unterzieht sich ein Leopard der ausgiebigen Fellpflege, indem er sich wild am Boden wälzt. Ein zweiter erkundet von einem Baum aus die Gegend als wäre er der Herrscher des Areals.

15 Tage voller Abenteuer

Noch mehr Abenteuer? Na klar, denn nicht nur die vielen Tierbeobachtungen mit mehr als hundert Elefanten, dem seltenen Lippenbären, Leoparden, Hirschferkeln, Muntjaks oder 180 Vogelarten machten die Sri-Lanka-Pilotreise zu einem besonderen Erlebnis. Schon allein die Übernachtungen an sich, die in 5-Sterne-Hotels, Öko-Lodges oder Zeltcamps stattfinden, lassen die Tour zu dem werden, was man sich unter einer Naturreise vorstellt. Gut, die Wanderung durch dichten Dschungel im Sinharaja-Regenwald, bei der man sich vor den fiesen, überall lauernden Blutegeln in Acht nehmen muss, ist womöglich etwas viel Natur. Wenn man allerdings dank Reiseleiter Vernon bestens mit Gamaschen ausgestattet ist und mit der Begegnung eines Froschmauls und eines Spornhuhns belohnt wird, sieht man über die kleinen Blutsauger gern hinweg. Mit Vernon ist die Reisegruppe jedenfalls rundum betreut. Und das Beste: Er sorgt fast jeden Abend für eine bombastische Stimmung, denn Singen scheint seine große Leidenschaft zu sein. Wer Lust hat, macht einfach mit! So wie Rainer und seine Mitreisenden!

Die Reise warein intensives Erlebnis, wie Rainer findet. Viele unbekannte Düfte, Bräuche und Gerüche, herzliche Menschen, traditionsbewusste Ureinwohner, super Spots zum Tiere beobachten und vor allem sehr, sehr leckeres Essen. Wer schon immer einmal mit der Hand aus einem Bananenblatt essen wollte, der wird hier ganz sicher die Möglichkeit bekommen. Insgesamt ist sich die Reisegruppe einig: Die Sri-Lanka-Pilotreise war ein voller Erfolg und mit ein paar kleinen Anpassungen, die nach dem hautnahen Test vorgenommen wurden, ist die Reise für 2019 buchbar. Erlebt auch ihr, was Sri Lanka alles zu bieten hat, und reist mit uns zur Perle des Indischen Ozeans!

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