Abenteuer Regenwald
05.07.2019 | Autor: Sina Lais

Abenteuer Regenwald

Keine Langeweile in der La Tigra Rainforest Lodge

Robinson Crusoe, Huckleberry Finn oder Winnetou waren die Helden eurer Kindheit? Und auch heute noch lasst ihr keine Gelegenheit ungenutzt, den Alltag mal wieder mit einem Abenteuer aufzufrischen? Dann werdet ihr bestimmt bei dem Wort „Regenwaldabenteuer“ hellhörig! Hier die guten Nachrichten für euch: In der La Tigra Rainforest Lodge im tiefgrünen Dschungel von Costa Rica kann euer Traum vom Regenwaldabenteuer wahr werden! Was mich bei meinem abenteuerlichen Aufenthalt in der Wildnis von Costa Rica erwartet, erzähle ich euch hier.

Ausblick von der Terrasse der La Tigra Rainforest Lodge

Das Abenteuer beginnt

Für mich beginnt das Regenwaldabenteuer in Costa Rica bereits, als ich die geteerte Straße in der Gemeinde La Tigra verlasse. Die letzten Kilometer bis zur Regenwaldlodge kämpfe ich mich mit meinem Geländewagen auf einem steilen und steinigen Feldweg in die Berge der costa-ricanischen Provinz Alajuela hinauf. Der Regenwald am Wegesrand wird immer dichter und nach einer erlebnisreichen Fahrt erreiche ich endlich die Oase: Herzlich willkommen in der La Tigra Rainforest Lodge! Nach einem frisch gepressten und herrlich schmeckenden Begrüßungsdrink bekomme ich eine Karte des Geländes und eine Taschenlampe ausgehändigt. Wofür ich die wohl brauchen werde? Aber egal, jetzt heißt es erst mal ankommen.

Die herzlichen Mitarbeiter der Regenwaldlodge führen mich anschließend zu meinem Schlafplatz – eine liebevoll gestaltete und ausschließlich aus Naturmaterialien gebaute Hütte. Auf hohen Stelzen thront sie über dem Regenwald und wird nur von den größten Regenwaldbäumen eingefasst. Das Besondere an den Hütten ist, dass die Seitenwände lediglich aus Planen bestehen und der Raum zum Balkon hin offen ist. So bin ich ganz dicht dran, am faszinierenden costa-ricanischen Dschungel! Auf den Komfort eines Badezimmers und eines bequemen Bettes muss ich glücklicherweise bei meinem Regenwaldabenteuer in Costa Rica nicht verzichten.

Mit Taschenlampe im Dunkel des Regenwaldes auf der Pirsch

In meiner Hütte angekommen, frage ich mich als neugieriger Abenteurer, was ich die nächsten zwei Tage hier an diesem überschaubaren Ort Spannendes erleben könnte?! Ein bisschen überkommt mich die Angst, dass mein Regenwaldabenteuer in Costa Rica vielleicht doch nicht so abenteuerlich werden könnte... Doch weit gefehlt – zum Glück! Langweilig wird es in der La Tigra Rainforest Lodge nie.

Nach dem Abendessen geht das Programm auch schon los: Mit meiner Taschenlampe gewappnet, pirsche ich gemeinsam mit einem fachkundigen Guide und weiteren Gästen auf den Wanderwegen der Lodge umher und suche nach nachtaktiven Tieren. Im Schein der Taschenlampe können wir verschiedene Frösche, unter anderem den beliebten Rotaugenlaubfrosch, Spinnen und andere Tiere erspähen. Jetzt hoffe ich allerdings, dass die Frösche und Spinnen auf den Blättern der Pflanzen sitzen bleiben und mich nicht in meiner Hütte besuchen. Mit einem etwas mulmigen Gefühl lege ich mich später schlafen und lausche der wunderbaren Geräuschkulisse des Regenwaldes. Nach kurzer Zeit kann ich tatsächlich entspannt einschlafen.

Costa Rica Rotaugenlaubfrosch

Zur Schule gehen in der Mitte von Nirgendwo

Ausgeschlafen und voller Spannung auf das bevorstehende Regenwaldabenteuer starte ich mit einem landestypischen Frühstück in den Tag. Als erster Programmpunkt steht der Besuch der kleinen Schule San Jorge auf dem Plan. In der Dorfschule werden Kinder verschiedener Altersgruppen aus der Umgebung gemeinsam unterrichtet. Die Kleinen begrüßen uns mit traditionellen Tänzen in farbenfrohen Kostümen. Ich freue mich auf den Austausch mit dem Lehrer und bin gespannt, wie das Schulsystem mit Kindern in unterschiedlichen Klassenstufen funktioniert, wenn alle gemeinsam am Unterricht teilnehmen. Reihum erzählen wir von unserer Heimat im fernen Deutschland und die Kinder stellen Fragen. Der Lehrer der Schule findet die Kooperation mit den Gästen der Lodge sehr wichtig, um den Kindern die Welt außerhalb der costa-ricanischen Landesgrenzen authentisch näherbringen zu können.

Natur- und Artenschutz hautnah

Nun ist gutes Schuhwerk gefragt, denn wir wollen Regenwaldbäume pflanzen. Ich habe ein Mandelbäumchen bekommen und bin erwartungsvoll, an welchem Ort er seine Wurzeln schlagen darf. Ein Mitarbeiter der Lodge informiert uns über das Aufforstungsprojekt und übergibt uns unseren Baumsetzling. Nach einem kurzen Fußmarsch ist es dann soweit. Ich denke, die Nachbarschaft passt und setze mein kleines Bäumchen in das dafür vorgesehene Loch. Zum Glück muss keiner von uns graben… Mit GPS-Geräten wird der genaue Standort des Baums vermessen, sodass wir auch in ein paar Jahren mal wieder bei unseren Bäumen vorbeischauen können. Ohne eine Markierung würden wir die mächtigen Regenwaldriesen später wahrscheinlich nicht mehr erkennen. Langsam überkommt mich der kleine Hunger und so bin ich froh, als wir zu Otto fahren. Der Landschaftsgärtner hat sich ganz allein sein kleines Paradies geschaffen – eine eigene Finca mitten in einem verträumten Garten mit exotischen Pflanzen und kleinen Wasserspielen. Hier werden wir von Ottos Frau mit einem köstlichen, landestypischen Mittagessen empfangen und dürfen die naturnahe Oase für ein paar Stunden genießen.

Essen auf costa-ricanisch

Als wir am Nachmittag wieder in der La Tigra Rainforest Lodge ankommen, erwartet uns das Koch-Duo der Lodge. Gemeinsam wollen wir Empanadas machen. Wir werden in die Zubereitung eingeweiht, formen aus Maismehl Fladen und füllen diese mit Käse. Auf dem Holzofen werden sie dann in Öl goldbraun ausgebacken und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Mit Tomatensalsa und einer Tasse frisch aufgebrühtem Kaffee lassen wir uns die Teigtaschen schmecken. Richtig lecker! Mit vollen Bäuchen vertreten wir uns noch ein bisschen im Permakulturgarten die Füße und besuchen die aufgeweckten Hühner. Ich frage mich, welche Zutaten aus dem Garten wohl beim Abendessen auf den Tellern landen…
Und tatsächlich, am Abend gibt es das heimische Gericht Cassado costaricana mit frischen Kräutern und Salat aus dem Garten. Ich genieße das leckere Abendessen in geselliger Runde, bevor es anschließend mit der Taschenlampe noch einmal auf Streifzug geht. Auf dem Grundstück der Lodge suchen wir nach Fröschen, die sich auf den Pflanzen oder entlang der Bachläufe verstecken. Nach diesem ereignisreichen Tag freue ich mich, als ich ins Bett fallen und meine müden Augen schließen kann. So ein Regenwaldabenteuer in Costa Rica hält einen ganz schön auf Trab!

Costa Rica Baum pflanzen in den Bergen rund um La Tigra

Kochen auf einem Holzofen in Costa Rica

Zurück in der Zivilisation

Nach den aufregenden Tagen in der La Tigra Rainforest Lodge kehre ich mit gemischten Gefühlen in die Zivilisation zurück. Zum Glück dauert die Fahrt in das Dorf auf dem holprigen Feldweg ein bisschen länger, denn so habe ich genügend Zeit, die Erlebnisse meines Regenwaldabenteuers noch einmal Revue passieren zu lassen. Eins ist klar, ich würde jederzeit wiederkommen!

Ein Aufenthalt in der La Tigra Rainforest Lodge ist Bestandteil unserer Gruppenreisen Costa Rica Pur und Costa Rica Perfecto. Auf Wunsch organisieren wir euer persönliches Regenwaldabenteuer auf einer Individualreise nach Costa Rica oder ergänzen eure Reise durch den Baustein der La Tigra Rainforest Lodge. Eurem eigenen Wildniserlebnis steht nichts im Weg – sprecht uns einfach an!


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