Auf ins Viñales-Tal
01.03.2016 | Autor: Enrico Faustmann

Auf ins Viñales-Tal

Wir verlassen unsere erste Station – das wunderschöne Havanna – und brechen auf in Richtung Viñales-Tal.

Lotti, eine deutschsprachige Uniprofessorin, die nun für Cuba Real Tours arbeitet, hilft uns beim Ausfüllen des lästigen Papierkrams für die Mietwagenübernahme und kurze Zeit später sitzen wir startklar in unserem mietwagen, einem nagelneuen Seat Ibiza. Lotti hat uns vorab gewarnt, dass es auf der kubanischen Autobahn keine verlässliche Beschilderung gibt. Kein Problem denken wir uns, wir verlassen uns einfach auf unsere Intuition, den Stand der Sonne und zur Not fragen wir einfach nach dem Weg. Das stellte sich jedoch als Trugschluss raus, denn die Autobahn ist absolut menschenleer. Nach schier endlosen 150 Kilometern begegnen wir auf der entgegenkommenden Fahrbahn einem Bauern mit seinem Schubkarren. Ungefähr 150 Kilometer später erreichen wir die Ausfahrt Viñales – unserem heutigen Tagesziel. Nach einer weiteren Stunde Landstraße erreichen wir dann das Hotel La Ermita. Es liegt auf einer Anhöhe und bietet einen wunderschönen Blick über das Viñales-Tal mit seinen grün bewachsenen Kegelkarstfelsen, die wie schlafende Dinosaurier über die Ebene verstreut sind.

Im Hotel werden wir ganz herzlich begrüßt, beziehen unser Apartment und beschließen die noch verbleibenden Stunden am Pool zu verbringen. Mit einem kühlen Cocktail in der Hand werden wir Augenzeugen des atemberaubend schönen Sonnenuntergangs. Das abendliche Buffet wird auf der Terrasse eingenommen und lässt wirklich keine Wünsche offen. Erschlagen fallen wir in unsere Betten und schlafen sofort ein. Die Sonne weckt uns bereits gegen 6 Uhr morgens und voller Tatendrang, der nötigen Abenteuerlust und einem tropischen Früchtemix starten wir in diesen neuen Tag.

Nur 2 Kilometer vom Hotel entfernt befindet sich das Dorf La Esperanza hier startet unsere Führung durch das Viñales-Tal mit einem einheimischen Guide und drei weiteren Deutschen. Wir kommen vorbei an den Tabakfeldern und bekommen vom Anbau bis hin zur Fermentierung alles ganz genau erklärt. Mein persönliches Highlight ist der Besuch einer kleinen Tabakfarm, wo wir ganz frische und handgedrehte Zigarren probieren dürfen. Weiter geht unsere Wanderung vorbei an Feldern, wo in mühevoller Arbeit mit Ochsengespann die Tabak- und Maniokfelder bestellt werden. Wir erfahren, dass die riesigen Karstfelsen Wasser und Wärme speichern und dies wiederum der Erde im Viñales-Tal zugutekommt, die dadurch besonders fruchtbar ist. Wir begegnen Elias, einem 80 Jahre alten Bauern, der gerade mit seinem Ochsen sein Maniokfeld bearbeitet. Er erzählt uns, dass er sein Tal noch nie verlassen hat und vollkommen zufrieden ist mit seinem Leben. Ich denke an Deutschland und an unsere 80-Jährigen und bin überrascht, wie fit Elias noch ist. Als ich ihn frage, woran das liegt, verrät er mir, dass sein Geheimnis aus 2 Gläsern Rum und 2 Zigarren am Tag besteht. Faszinierend.

Nach 4 Stunden dieser absolut lohnenswerten und interessanten Tour kommen wir wieder im Dorf La Esperanza an und haben mächtig Kohldampf. In einem kleinen Paladar – so bezeichnet man in Kuba eine private Wirtschaft – setzen wir uns an einen der Tische und lassen e uns ganze 2 Stunden lang schmecken. Wir sind die einzigen Kunden und so bekommen wir immer wieder etwas Neues aufgetischt und wirklich alles schmeckt hervorragend. Satt und glücklich kehren wir am späten Nachmittag ins Hotel zurück und lassen diesen Tag am Pool ausklingen.

  • Kuba Vinales Tal Aussicht
  • Kuba Vinales Tal Strassenschild

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