Costa Rica Vulkan Poas

Der Nationalpark Vulkan Poás ist wieder geöffnet

04.09.2018 | Erstellt von Natalie Rinas |
Kategorie
Costa Rica

UPDATE: Seit dem 1. September 2018 hat der Nationalpark Vulkan Poás wieder geöffnet.

Er zählt zweifellos zu den Hauptattraktionen im besonders bei Ökotouristen beliebten Costa Rica: der Vulkan Poás. Mit seiner türkisblauen Lagune und den schönen Wanderpfaden durch den Bergregenwald gehört der 1971 als vierter Nationalpark des Landes gegründete Parque Nacional Volcán Poás schon seit Jahren zu den hochfrequentierten Touristenattraktionen des Landes.

Der Weg zum Nationalpark
Der Park befindet sich knapp 30 Kilometer nördlich von Alajuela und ist besonders leicht zugänglich. Mit dem Auto oder Bus parkt man bequem auf dem nur 600 Meter vom Kratersee entfernten Besucherparkplatz und läuft von dort aus auf einem asphaltierten Weg bis zum Hauptkrater der Laguna Caliente. Das Besondere am Vulkan Poás ist, dass er nicht die typisch konische Form eines Vulkans aufweist. Auf dem Weg vom Tal bis auf die 2708 Meter bis zum Kraterrand kommt man vorbei an zahlreichen Kaffeefincas. Die fruchtbaren Flanken des Vulkans eignen sich perfekt für den Anbau des braunen Goldes. Aber auch nicht heimische Früchte wie Erdbeeren und Zierpflanzen werden hier, meist für den Export, angebaut.

Nicht selten startet man unten bei strahlendem Sonnenschein, doch je näher man sich den Pforten des Nationalparks nähert, desto diesiger und nebliger wird es. Das Wetter hier oben ist generell unberechenbar. Festes Schuhwerk, ein Pulli und eine Regenjacke sind daher fast unabdingbar. Aber auch wenn man zur Öffnung des Parks um 8 Uhr morgens parat steht, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass man die Laguna Caliente, die 1 500 Meter breit und 300 Meter tief ist, in ihrer türkisfarbenen Pracht zu Gesicht bekommt. Die Lagune zählt zu den saubersten Kraterseen der Welt und ist - ebenso wie ihre kleine Schwester, die Laguna Botas - mit Regenwasser gefüllt. Während die eine immer zwischen 35 bis 95°C heißes Wasser führt, ist die nur etwa 14 Meter tiefe und 400 Meter breite Laguna Botas bereits erkaltet. Sie war aber vor 7 500 Jahren das Zentrum der vulkanischen Aktivität des Poás. Entstehung und Geschichte des Vulkans kann man sich im Besucherzentrum genauer ansehen. Hier gibt es auch ein Restaurant, Toiletten und einen Souvenirshop.

Kraterseen und Nebelwälder
Egal, ob man die berühmte türkisblaue Lagune des Poás zu sehen bekommt oder nur vor einer nach Schwefel riechenden weißen Wand steht, der Besuch im Parque Nacional Volcán Poás lohnt sich schon allein wegen der schönen Senderos – Wanderpfade –, die rund um die zwei Kraterseen verlaufen. Die Vegetation wechselt, je nachdem, ob man sich auf der der Karibik oder der dem Pazifik zugewandten Seite befindet. Subtropischer Bergregenwald geht über in Nebelwald. Man begegnet ab und zu auch kleineren Säugetieren. Bis zu achtzig Vogelarten wurden hier bereits gesichtet, darunter auch der Göttervogel Quetzal. Riesige Blätter sind vor allem für die kleinen Besucher faszinierend, sie erinnern an eine mystische Märchenwelt.

Der Poás und seine Aktivität
Da der Vulkan Poás zu den aktivsten Vulkanen des Landes gehört, kommt es hin und wieder vor, dass die seismische Aktivität deutlich ansteigt. Die Folge sind Mikroerdbeben oder (wie im vergangenen Jahr vermehrt aufgetreten) Eruptionen mit kilometerhohen Asche- und Gaswolken. Seit April 2017 waren der Park und auch die Zufahrtsstraßen daher aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die gute Botschaft knapp 16 Monate später lautet nun: Wiedereröffnung am 1. September 2018! Zu beachten ist allerdings, dass man den Eintritt jetzt vorreservieren muss. Das freut uns natürlich ungemein, denn nun müssen wir euch diesen wunderschönen Nationalpark nicht mehr länger vorenthalten.

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