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Strand in der Schweinebucht auf Kuba

Kuba Rapido - ein Kuba-Einblick von Geschäftsführer Rainer Stoll

17.08.2017 | Erstellt von Rainer Stoll |
Kategorie
Kuba

Anfang Juli war Rainer Stoll auf Einladung unserer Partneragentur auf Kuba. Er wollte mal wissen, wie sich Kuba anfühlt, wie es riecht, wie es "funktioniert" (oder auch mal nicht funktioniert). Er schreibt:

Als Reiseveranstalter braucht man ein Gespür für ein Land, man muss die Seele eines Landes kennen und erst dann kann man auch gute Reise dorthin entwickeln. Natürlich habe ich viel über Kuba gehört: Begeisterung, Ärger, Enthusiasmus genauso wie größere Beschwerden. Kuba scheint die Geister zu spalten. Deswegen ist es immer besser, man schaut sich selbst einmal um, um sich ein Bild zu machen.

Dazu habe ich mir eine Reise von Enrique Perez – unserem Kuba Spezialisten – ausarbeiten lassen und war gemeinsam mit ihm auch im Mietwagen unterwegs. Riki ist Kubaner und mit der Seele des Landes bestens vertraut. Wir sind mit einem Mietwagen der Mittelklasse gefahren. Das Auto war sehr zuverlässig. Allerdings kann das Tanken in Kuba zu einem wahren Abenteuer werden. Nicht an jeder Tankstelle gibt es das richtige Benzin und wenn man dringend eine Tankstelle braucht, sind diese auch noch Mangelware. Klarer Tipp: Immer noch mit einem guten Rest im Tank die nächste(n) Tankstelle(n) ansteuern und wieder voll tanken. Bitte nicht warten, bis das Lämpchen leuchtet, wie man es zu Hause vermutlich machen würde. Da kann es unter Umständen eine böse Überraschung geben.

Welche Unterkünfte sind empfehlenswert?

Vor Ort haben wir alle Arten von Unterkünften getestet: von US$ 20 bis US$  350 pro Nacht. Und hier kann ich eine klare Empfehlung aussprechen: Casas Particulares im Mittel- und Hochpreissegment sind der klare Gewinner. Billige Casas kann ich nicht empfehlen. Da schlafe ich persönlich lieber im Zelt. Der Krach schlecht- oder gar nicht funktionierender sog. „Air Conditions“ kommt Flughafenlärm nahe. Ich wurde von Tieren besucht, die in dem bekannten Lied „La cucaracha“ besungen werden. Muss ich nicht haben. Nicht in meinem Alter.

Das koloniale Drei-Sterne Hotel in Kubas Hauptstadt Havanna war natürlich viel besser, oberflächlich wunderbar, aber das Bett war kaputt und wurde auch nicht repariert. Der Klodeckel war defekt und im Bad reichlich Schimmel. Es kam direkt etwas „DDR-Feeling“ in mir auf. Natürlich habe ich es genossen, mitten in der Stadt zu wohnen und es war dadurch sehr schön. Trotzdem ist der Preis nicht gerechtfertigt. Die sozialistische Arbeitsteilung führt dazu, dass jeder nur so viel macht, wie unbedingt sein muss. Ein Kellner sagte zu uns: "Ich tue so, als ob ich arbeite, weil der Staat so tut, als ob er mich bezahlt.“ Das ist ein gerechtfertigtes Argument und leider Realität in vielen staatlichen Einrichtungen Kubas. Ganz anders die privaten „Casas Particulares“. Top gepflegt, liebevoll eingerichtet, moderne Klimaanlagen. Das Frühstück exzellent, frisch und reichhaltig, auch wenn es nicht unbedingt mit anderen Ländern vergleichbar ist. 

Land und Leute – die Seele Kubas

Die Seele Kubas sind die Menschen, karibische Lebenskünstler, exzellente Musiker an jeder Ecke, phantastische Tänzer und kongeniale Werkstattzauberer, die wunderschöne Autos aus den 50er Jahren am Laufen halten, dass einem das Herz höher hüpft. Überall wird improvisiert und gebastelt, dass es eine Freude ist zuzusehen. Mit Riki besuche ich bestens gerüstet auch einen Schachklub. Leider ist das Glück nicht auf unserer Seite und wir müssen eine deftige Niederlage einstecken. Zefix!

Die Natur hat mich begeistert, obwohl die Säugetiervielfalt – bis auf dort lebende Baumratten – sehr übersichtlich ist. Es gibt es eine artenreiche Vogelwelt mit hochinteressanten Endemiten und eine atemberaubende Unterwasserwelt, die ich mir beim Schnorcheln ansehen konnte. Noch nie habe ich ein so türkisblaues Unterwasserrevier mit so vielen bunten Fischen erkundet.

Was man noch wissen sollte 

Das Bier ist gekühlt einwandfrei. Gebraut nach deutschem Reinheitsgebot. Und "Rum" ist ein ganz eigenes Thema. Diesem exklusiven Getränk möchte ich bei Gelegenheit einen eigenen Beitrag widmen. Riki hat ständig das einheimische Malzbier getrunken, auch hier mein Urteil: schmeckt! Auch das Essen ist sehr, sehr lecker! Wie schon gesagt, man darf hier nicht mit anderen Destinationen vergleichen, da es auf Kuba vieles nicht gibt. Aber wenn man sich auf das Land und die Gegebenheiten einlässt, kann man hier sehr gut essen. Probiert die Langusten! 'A Draum' würde der Franke sagen. Nicht so gut ist das Frühstück in den staatlichen Hotels, in den guten Casas dagegen einwandfrei. Was auch sehr gut schmeckt sind die kubanischen Zigarren. Sie gehören zwar nicht zu meiner Spezialdisziplin, schmecken aber tatsächlich sehr lecker! Und es sieht halt einfach gut aus, in einem Oldtimer-Cabrio durch Havanna zu fahren und nebenbei eine Zigarre zu paffen!

Mein Kuba Fazit

Vor der Reise war ich wirklich skeptisch – nicht zuletzt weil ich leidenschaftlicher Beobachter von Säugetieren bin und auf Kuba einfach nicht so viele Arten vorkommen. Aber mit dem richtigen Guide kann man auch im kubanischen Regenwald auf einige andere hochspezialisierte Tiere, insbesondere Vögel, treffen. Und eine guter Bekannter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es ein Eldorado für Amphibien und Reptilien ist. Generell kann ich nun sagen, dass ich positiv überrascht wurde und jederzeit wieder nach Kuba reisen würde - auch mit Familie. Natürlich nur mit den Spezialisten von travel-to-nature, die alle schon auf Kuba gelebt haben und wissen, wie die Baumratte läuft.

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