Mariana auf Reisen in... Nicaragua!
21.06.2011 | Autor: Mariana Dentsch

Mariana auf Reisen in... Nicaragua!

Im vergangenen Wonnemonat Mai war es wieder einmal so weit und ich durfte das frühsommerlich heiße Deutschland verlassen. Eigentlich unnötig (meint man!), wenn es in Deutschland schon so heiß ist, dass man sich nur noch mit Eis von innen und im Pool von außen kühlen kann. Aber ich sollte ja nicht zum reinen Vergnügen verreisen, denn zumindest der erste Teil meiner Reise war auch meiner Arbeit bei travel to nature gewidmet.

Also bin ich am 26. Mai morgens in Frankfurt in den Flieger gestiegen und los ging es nach Managua in Nicaragua. Dort fand zum ersten Mal die internationale Tourismusmesse FENITOUR statt, zu der Mitarbeiter von Reiseveranstaltern und Reisebüros aus der ganzen Welt eingeladen waren. Aus der ganzen Welt? Nun ja, das trifft es nicht ganz, denn aus Europa habe ich sage und schreibe vier weitere Touristiker getroffen: zwei Franzosen, eine Engländerin und eine Spanierin. Die übrigen Teilnehmer kamen hauptsächlich aus Nord- und Südamerika. Das zeigt recht eindrucksvoll, wie unbekannt das mittelamerikanisch Nicaragua als Reiseziel diesseits des Atlantiks ist. Zu Unrecht, wie ich in den folgenden Tagen feststellen sollte!

Nach der Landung am späten Abend in der Landeshauptstadt Managua und einem lang ersehnten, landestypischen Frühstück mit Gallo Pinto im Hotel Seminole startete ich zur Messe, wo ich den ganzen Tag über mit unterschiedlichen Tourenanbietern und Hotelbesitzern gesprochen habe. Das eigentlich Interessante der Messe und der Teil, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, begann jedoch erst am nächsten Tag: das Nachprogramm!
Drei Tage ging es durch den südlichen und südwestlichen Teil des Landes. Zuerst bestiegen meine lustige Reisegruppe und ich den Vulkan Masaya, der immer noch aktiv ist und entsprechend stinken kann. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte sich definitiv vor diesem Geruch nach faulen Eiern in Acht nehmen. Trotzdem sind der Vulkan und vor allem das hervorragend gepflegte und hergerichtete Museum im Nationalpark sehenswert. Hier kümmern sich Studenten um die anschaulichen Plastiken, Landkarten und Reliefs, die die Entstehung und Geschichte des Vulkans erklären.
Nachdem wir auch den Markt für Kunsthandwerk in Masaya besucht hatten, fuhren wir dann Richtung Granada, einer der wichtigsten Städte im ganzen Land. Dort kamen wir kurz vor Einbruch der Dämmerung an und nicht nur wir, sondern scheinbar auch die Stechmücken Granadas waren hungrig. Komischerweise schienen sie es nur auf mein Blut abgesehen zu haben, denn wie immer wurde der Rest der Reisegruppe verschont. Da ich ja aber schon öfter in Mittelamerika unterwegs war, war dies auch nicht weiter tragisch. Kleiner Tipp (was mir leider immer schwer fällt): auf keinen Fall kratzen, denn erst dann verteilt sich alles und der Stich wird zur Plage.
Wir spazierten dann noch ein bisschen durch die Gassen Granadas, wo auch sich auch fast die gesamte Stadt zu einer Aufführung zusammengefunden hat. Überhaupt spielt sich das gesamte Leben draußen ab und auch wir genossen am späten Abend noch ein kühles Tona (Bier aus Nicaragua) vor kolonialer Kulisse.

Zwei weitere Highlights des kurzen Nachprogramms waren der Besuch am Strand von San Juan del Sur, einem lebendigen Küstenort mit tollem Sandstrand an der Pazifikküste Nicaraguas sowie die Insel Ometepe im Nicaragua See. Ometepe besteht im Grunde aus zwei Vulkanen, dem aktiven Vulkan La Concepción und dem erloschenen Maderas und sie ist die einzige Vulkaninsel weltweit, die in einem Süßwassersee liegt. Hört sich nicht nur beeindruckend an, sie ist auch wirklich schön anzusehen und wenn es möglich gewesen wäre, wäre ich gerne länger dort geblieben – schließlich gibt es da nämlich einen wunderschönen weißen Sandstrand zum Entspannen!
Nach drei lustigen Tagen zusammen mit neun Touristikern aus acht Nationen und einem nicaraguanischen Reiseführer bin ich dann nach Managua zurückgekehrt, von wo aus es dann weitergehen sollte nach… El Salvador – Fortsetzung folgt also :-)

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