Autosafari Tansania

Tansania steckt auch im Süden voller Überraschungen

29.10.2018 | Erstellt von Elisa Stoll |
Kategorie
Tansania

Afrika ist definitiv immer eine Reise wert. Davon konnte ich mich auch dieses Jahr bei einer Reise in den Süden Tansanias wieder überzeugen.

Premiere im Süden Tansanias
Wenn man an Tansania denkt, kommen den meisten sofort die unendlichen Weiten der Serengeti, der Ngorongoro-Krater sowie der Kilimandscharo in den Sinn. Meine Familie und ich konnten uns jedoch nicht vorstellen, dass nur der Norden des Landes für Touristen attraktiv sein soll, da sich hier die sogenannten „Highlights“ befinden. Wir waren uns fast sicher, dass auch der Süden einiges zu bieten haben musste, denn nicht umsonst ist Tansania für seinen beeindruckenden Naturreichtum und die abwechslungsreiche Landschaft bekannt. Zudem würden wir das erste Mal in der Regenzeit in Afrika sein, worauf wir ebenfalls sehr gespannt waren. Nach einiger Recherche hatten wir uns für eine Tour entschieden, die uns durch drei, wie wir später erfahren sollten, absolut unglaubliche und völlig verschiedene Nationalparks bringen sollte.

Ankunft und der erste Eindruck
Etwas umständlich landeten wir endlich in Daressalam, was nicht zuletzt deshalb schon ein kleines Abenteuer war, da wir nur mit einer ganz kleinen Propellermaschine von Sansibar aufs Festland fliegen konnten. Abgeholt wurden wir von Omari, der uns auf unserer gesamten Reise als Guide und Fahrer begleiten sollte. Unser erster Stopp würde der Mikumi-Nationalpark sein. Auf der Fahrt dorthin konnten wir uns schon einmal einen kleinen Eindruck von diesem Land mit seinen fast 60 Millionen Einwohner machen, die fast alle auf der Straße zu sein schienen. Unglaublich wie glücklich diese Menschen, trotz ihrer – jedenfalls für deutsche Verhältnisse – mühseligen und ärmlicheren Lebensumstände doch wirkten. Überall sah man lachende Kinder, die gerade auf dem Weg in Schule waren, Familien, die gemeinsam im Schatten unter den mächtigen Baobabs saßen und Männer und Frauen, die ihrer Arbeit nachgingen.

Beeindruckende Nationalparks
Nach einer ca. fünfstündigen Autofahrt erreichten wir schließlich unser Ziel. Der Mikumi-Nationalpark, übrigens einer der größten des Landes, erinnert etwas an die Serengeti mit seinen weitläufigen Savannen und Akazienbäumen. Riesige Herden von Impalas und Giraffen begrüßten uns. Im Verlauf des Tages sahen wir dann noch einige Büffel, Elenantilopen, Elefanten, Gnus, Zebras, Paviane und viele bunte Vögel. Nachdem wir den Mikumi-Nationalpark ausgiebig befahren hatten, sollte unser nächster Stopp der Ruaha-Nationalpark sein. Übernachten würden wir in der Ruaha Hilltop Lodge, in der Nähe des Parks. Neben einem österreichischen Pärchen waren wir die einzigen Gäste der Lodge und hatten so den atemberaubenden Blick über Akazien- und Affenbrotbäume für uns. Der Sonnenuntergang von hier oben war einfach gigantisch und am Lagerfeuer konnten wir uns von der doch etwas anstrengenden Fahrt erholen und uns auf den nächsten Tag freuen. Denn der Ruaha-Nationalpark ist neben den Parks im Norden einer der bekanntesten und beliebtesten, da hier besonders viele Tiere beobachtet werden können. Wieder wurden wir nicht enttäuscht. Der Park war einfach unglaublich. Die Schönheit der Natur hier mit den riesigen Baobabs, den mäandrierenden Flüssen, in denen Elefantenherden ein erfrischendes Bad nahmen, Wildhunde – eine vom Aussterben bedrohte Art –, all das war einfach nur traumhaft. Und zu allem Überfluss begegnete man den ganzen Tag keiner Menschenseele, was im Gegensatz zum Norden Tansanias eine ruhige und willkommene Abwechslung ist und man das Gefühl hat, der ganze Park gehöre nur uns ganz allein.

Highlights ohne Ende
Aber es stand ja noch ein weiterer Park auf unserer Liste. Das Selous Game Reserve. Es ist das größte kontrollierte Wildschutzgebiet in ganz Afrika und beherbergt zahlreiche Wildtiere und Vögel. Unsere Pirschfahrt führte uns erst durch ewige Akazienwälder, dann zu einem riesigen See, in dem Flusspferde gemütlich weideten, über Hügel und zu Flüssen und schließlich zu einer steppenartigen Landschaft, in der einige Palmen, unter denen Giraffen den Schatten genossen, das Bild von einem einzigartigen und abwechslungsreichen Afrika vervollständigten. Zudem erlebte ich das erste Mal einen richtigen Regenschauer in Afrika, der dunkle Himmel, der Regenbogen, die blitzblanken Zebras auf einer grünen Wiese, das muss man einfach mal gesehen haben.

Mein schönster Moment
Das Highlight an diesem Tag waren jedoch nicht die Löwen, die wir faulenzend unter ein paar Büschen beobachten konnten, sondern ein paar Karminscharlachspinte, eine knallrote Bienenfresserart, die uns für eine Weile neben dem Auto begleiteten und wie Delfine um den Jeep herumschwirrten, da sie die von den Rädern aufgescheuchten Insekten fraßen. Ein wunderschöner Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden. Mit dieser Safari endete unser zweiwöchiger Trip durch den Süden Tansanias leider schon wieder, wir sind uns aber alle sicher, dass dies nicht unser letzter Urlaub in dieses vielseitige Fleckchen Erde war, denn es gibt sicher noch viel mehr zu entdecken.

Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

OK