#teardownthiswall
26.04.2017 | Autor: Natalie Rinas

#teardownthiswall

Musikalisches Happening an der mexikanischen Grenze

Sie erhalten viel Zuspruch für ihr geplantes Projekt am 3. Juni 2017 entlang der 3.100 km langen Grenze zwischen den USA und Mexiko. Sie, das sind die Musiker der Dresdner Sinfoniker. Ein Orchester das seit nun mehr 20 Jahren zeitgenössische Musik mit sozio-politischen Themen verbindet. Sie kämpfen für Freiheit und Menschenrechte mit einem riesigen Happening entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze.

Das Ensemble arbeitet ausschließlich projektorientiert und besteht aus Musikern der verschiedensten Orchester Europas. Sie bezeichnen sich selbst als „ein Laboratorium für Multimediaprojekte“ – die Zuschauer hören nicht nur, sie sehen auch. Es geht darum Mauern einzureißen, in den Köpfen der Menschen und ein Zeichen zu setzen für den Frieden. Mauern und Grenzen die immer zu unsagbar viel Leid, und bis heute andauernden Hass geführt haben, wie etwa zwischen Israel und Palästina, der Türkei und Armenien oder Russland und der Ukraine.

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Unterstützen und mitmachen

Viele der Musiker des Orchesters haben den Fall der Berliner Mauer live miterlebt, so wie Mitbegründer und Intendant Markus Rindt – der damals über die Bundesdeutsche Botschaft in Prag nach Westdeutschland flüchtete und erst nach dem Fall der Berliner Mauer nach Dresden zurückkehrte. Er und seine Kollegen wissen, wie es ist eingesperrt und isoliert zu sein. Deshalb möchten sie verhindern, dass mehr Mauern und Grenzen errichtet werden und haben das Projekt #teardownthiswall ins Leben gerufen, dass sich an all diejenigen richtet die einstehen wollen für Freiheit und Menschenrechte. Ziel ist es überall entlang der Grenze zeitgleich Konzerte, Kunstaktionen oder Perfomances zu initiieren und dadurch ein riesiges Happening entstehen zu lassen.

Jeder, der sich entschließt zu kommen, ist herzlich eingeladen seine Aktion an der Mauer zu filmen und unter dem Hashtag #teardownthiswall zu twittern oder auf anderen sozialen Netzwerken zu teilen. Die Dresdner Sinfoniker werden eine Auswahl der Videos auf ihren eigenem Twitterkanal, ihrer Facebook-Seite und ihrer Webseite veröffentlichen um mit der Botschaft möglichst viele Menschen zu erreichen. Finanziert wird das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Insgesamt ist ein Budget von 15.000 Euro nötig um das Ganze umsetzen zu können, etwas mehr als die Hälfte wurde bereits von knapp 250 Unterstützern gespendet.

Aber nur wenn bis zum 6.5.2017 das Finanzierungsziel erreicht ist, wird das Projekt finanziert. Die Dresdner Sinfoniker sind eine non-profit Organisation, die Finanzierungsgelder dienen nur den Flügen, der Unterkunft und Verpflegung, sowie der professionellen Aufnahme des Events. Wir finden das Projekt absolut wundervoll und hoffen sehr, dass die 15.000 Euro zusammen kommen. Wenn ihr auch einen Beitrag leisten möchtet, es aber bis Anfang Juni nicht nach Mexiko schafft, dann spendet doch einfach ein paar Euro und erhaltet als kleines Dankeschön schon bald eine Postkarte aus Dresden oder Mexiko.

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Größen der internationalen Musikszene

Das Konzert kann man am 3. Juni auch ganz bequem von zu Hause aus mitverfolgen. Es wird einen Live-Stream geben und die musikalische Darbietung wird von bekannten Popsongs bis hin zu speziell für das Projekt komponierte Werke reichen. Neben regionalen Künstlern haben sich auch wahre Größen der internationalen Musikszene angemeldet, wie etwa Frank Zappa, Carlos Santana, Chicago, die Maya-Sängerin Sara Curruchich und Pink Floyd. Gemeinsam werden Sie ein Statement abgeben, gerichtet in erster Linie an Donald Trump und seine geplante „schöne Mauer“, aber auch an die Menschen in Europa, die sich durch die Wahl ihrer politischen Vertreter zunehmend abschotten. Let´s make this world a better place und teilt diesen Beitrag, erzählt euren Freunden und der Familie davon oder spendet, damit dieses Projekt der Dresdner Sinfoniker stattfinden kann!


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