Kuba - das etwas andere Reiseziel
14.05.2009 | Autor: Sally Rahusen

Kuba - das etwas andere Reiseziel

Zwei spannende Wochen auf der Karibikinsel

Dieses Jahr hat es mich mal nach Kuba gezogen... und wie bei jeder meiner Reisen habe ich vorher fleißig Reiseführer gewälzt. Wenn man das tut, kommt man natürlich nicht drum herum, sich ein Bild von Kuba zu machen, bevor man überhaupt dort ist. Dieses Bild, oder besser gesagt, die Bilder wurden auf dieser Reise kräftig über den Haufen geworfen.... hier mal ein paar Eingeständnisse meinerseits über die großte Antilleninsel und meiner Meinung nach eines der tollsten Reiseziele der Welt.

  1. Kuba wird immer als ein "recht armes" Land beschrieben. Naja, ich finde, dass kann man so nicht sagen. Zwar hat in Kuba keiner viel, auch das Geld und die Möglichkeit zu reisen, fehlt den Kubanern nahezu gänzlich, aber: es hat auch (nahezu) keiner wenig. Ich habe auf meiner Reise, die mich durch das ganze Land geführt hat keinen Obdachlosen, sichtlichen Alkoholiker oder Menschen die irgendwie anders durch das gesellschaftliche Raster gefallen sind gesehen. Zudem haben die Kubaner eine unheimliche Lebensfreude, die Sie mit Salsa und anderen Lateinamerikanischen Rhytmen gerne zum Ausdruck bringen.
     
  2. Ich dachte mir, von anderen Reisen geprägt, auch in Kuba wird es wohl auf dem Land kleine Bars etc. geben - Pustekuchen, die gab es definitiv nicht (zumindest nicht im Osten). In Städten wird in Bars gefeiert und getanzt, aber auf dem Dorf macht man das wohl zu Hause.... jedenfalls war ich da nicht dabei...schluchz
     
  3. Wir hatten einen Platten - und sind aufgrund dessen zu einer Autowerkstatt gefahren. Dort wollten wir den Reifen dann wechseln. Hier hatte ich gleich 2 falsche Annahmen: Ich dachte zu einer Autowerkstatt kommen Autos - auch auf Kuba, aber da lag ich falsch, wir hatten dort das einzige Auto, sonst waren da noch ein alter russischer Truck, eine Fahrrad-Risksha, und natürlich eine Pferdekutsche. Außerdem ging ich davon aus, in einer relativ großen Stadt gibt es Reifen zu kaufen... auch hier wurde ich eines Besseren gelehrt, den nächsten Reifen hätte es in Santiago, ganze 300 km entfernt gegeben...aber zum Glück sind die Kubaner ja richtige Reparaturhelden und haben unseren Reifen sofort mit einer Art Kaugummi geflickt.
     
  4. Kubas Straßen: Jeder kennt die Unterteilung auf Straßenkarten in rot - für große Straße, gelb für mittelgroße Straße und weiss für kleine Straße, auch auf Kubanischen Karten gibt es diese Unterteilung. Nachdem wir schon eine relativ gute und sogar geteerte weiße Straße durch die Sierra Maestra gefahren waren, dachte ich naja, dann können wir ja auch eine andere "gelbe" fahren. Doch auch hier wurden wir eines Besseren belehrt... unsere gelbe Straße hatte mehrere Flussdurchfahrten, rießige Steine, keine weiteren Autos (aber das waren wir ja eh schon gewöhnt) und Fahrten längs durch Flußbette. Umgedreht sind wir dann, als Kinder in unserer Straße gebadet haben...

  5. Die Unterwasserwelt der Antilleninsel soll toll sein - die ist nicht nur toll, die ist einfach genial! Ich muss sagen selbst mit den abgelegensten Südseearchipelen kann Kubas Unterwasserwelt super mithalten! Bei unseren Schnorchelausflügen haben wir so viele Meerestiere gesehen, dass wir davon die nächsten Monate mindestens zehren können.

Ich hoffe, nun kann sich jeder ein besseres Bild von Kuba machen als ich es vor der Reise gemacht habe. Auch wenn man hier und da mit ein paar Schwierigkeiten rechnen muss, da es auf Kuba nunmal nicht alles wie bei uns im Überfluss gibt, sind es gerade die Menschen vor Ort, die einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich kann jedem eine Kuba-Reise nur ans Herz legen. Und wenn ihr noch Platz im Koffer habt, nehmt ein paar extra Handtücher, Kosmetika wie Shampoo und Duschgel etc. mit, das ihr an die Kubaner geben könnt. Die werden sich riesig darüber freuen.  


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