Wie geht es eigentlich unseren Freunden...auf den Azoren?
03.09.2020 | Autor: Elisa Stoll

Wie geht es eigentlich unseren Freunden...auf den Azoren?

Letzte Woche haben wir euch Pastora Donoso aus Ecuador vorgestellt, heute ist es Tanja Hausmann von den Azoren. Auch sie gibt uns einen Einblick in das Leben in Zeiten von Corona und erzählt uns von ihren Hoffnungen und Zielen für das kommende Jahr. 
 

Zu den Azoren-Reisen

Wie sieht dein Alltag momentan aus?

Wir kümmern uns voller Elan um unsere in diesem Jahr reisenden Gäste, die Betreuung vor Ort ist intensiver als in „normalen“ Zeiten. Dies hat mit regelmäßigen spontanen Flugzeitenänderungen, den Pflicht-Corona-Tests etc. zu tun. Das schöne dabei ist: Alle Gäste, die bisher auf die Azoren gereist sind, sind sehr zufrieden und froh, gereist zu sein! Ansonsten sind wir nun mit vielen Umbuchungen unserer in diesem Jahr stornierten Gäste auf 2021 beschäftigt, generell am Planen des nächsten Jahres. 

Wie ist der Lockdown auf den Azoren gestaltet? Kann man normal rausgehen, einkaufen? Mit Maske? Zu bestimmten Zeiten? 

Es gibt keinen Lockdown hier, alles läuft ganz normal ab – nur eben mit Maske (in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Fähren und Flugzeugen, geschlossenen Räumen wie Supermärkten/Restaurants, auf Walbeobachtungsbooten…)

Wie gehen die Einwohner der Azoren mit der Situation um?

Sehr gut, es scheinen sich alle an das Maskentragen gewöhnt zu haben. Da es momentan keinerlei inselinternen Verbreitungslinien von Covid-19 gibt, ist man auf den Azoren super entspannt.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf die Menschen, sind viele arbeitslos und steigt dadurch die Gefahr, dass das Virus sich schneller verbreitet?

Das Coronavirus verbreitet sich schon seit geraumer Zeit gar nicht mehr auf den Azoren aus; es kommt nur zu positiv bei der Einreise getesteten Fällen, die sich in Quarantäne befinden. Arbeitslose gibt es aufgrund von Corona keinen, da die Regierung ein Schutzprogramm und finanzielle Hilfen für Firmen bei der Bezahlung der Löhne zumindest bis Ende des Jahres ins Leben gerufen hat. Denn die Hilfe zu beanspruchen bedeutet, dass keinem Mitarbeiter gekündigt werden darf.

Können die Menschen getestet auf den Azoren werden, werden regelmäßige Tests durchgeführt?

Man muss sich zur Einreise auf die Azoren testen lassen bzw. einen Negativtest mitbringen, der nicht älter als 72 Stunden vor Abflug sein darf. Das ist Pflicht. Ebenso ein Wiederholungstest an Tag 6 vor Ort, der aber keine Isolation/Quarantäne mit sich bringt, Touristen also diesen Tag auch ganz normal urlauben können.

Wie geht es euch, der Partneragentur, und all den anderen Leistungsträgern (Reiseleiter, Hotels, Fahrer,...)?

Es ist ein Jahr zum Vergessen, dennoch sind wir alle vor Ort sehr froh, dass bisher zumindest die Azoren so gut von Corona verschont blieben. Dass es den Menschen gut geht steht doch an erster Stelle, ebenso der Schutz der Inseln – auch wenn er strenge Einreiseregeln und somit noch größere Schwierigkeiten für den Tourismussektor bedeutet. Für viele vor Ort wird der kommende Winter entscheidend sein, was das Überleben anbelangt. Wird es dann Buchungen für 2021 geben? Wie ist dann die Corona-Lage in Europa? Sieht es für das kommende Jahr sehr schlecht aus, werden viele Firmen aufgeben.

  • Walbeobachtung auf Pico auf den Azoren

Was sind eure Hoffnungen, Ziele für 2021?

Die Hoffnungen/Ziele für meine Firma vista verde azores sind, dass wir im kommenden Jahr so viel touristische Bewegung auf den Inseln haben, dass für den Tourismussektor vor Ort im Groben ein Nullsummenspiel herauskommt. Ein Verlustjahr wie dieses wird kaum eine Firma mehr stemmen können, auch wir nicht. Gewinn zu wünschen wären unrealistische Ziele. Solange unsere laufenden Kosten und Fixkosten und unsere bescheidenen Gehälter bezahlt werden können, ist für 2021 alles bestens. Das ist meine große Hoffnung!


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