Wie reist es sich mit Bahn und Flugzeug in Zeiten von Corona?
20.07.2020 | Autor: Paul Stoll

Wie reist es sich mit Bahn und Flugzeug in Zeiten von Corona?

Die Unwissenheit darüber, wie sicher die Verkehrsmittel - besonders das Flugzeug - in Zeiten von Corona wirklich sind, hält viele Menschen davon ab, wieder in den Urlaub zu fliegen. Elisa und Paul Stoll haben sich für Euch auf den Weg nach Estland gemacht, um sich selbst ein Bild über die aktuelle Lage zu machen und Euch ein bisschen die Angst vor dem Reisen zu nehmen. Wie unsere Anreise verlief, erfahrt ihr im Blogbeitrag. 

Hier geht´s weiter zur Estland-Reise!

Flug nach Estland

Mit der Bahn zum Flughafen

Als wir uns früh morgens auf dem Bahnhof einfinden, ist alles menschenleer. Kein Wunder, denn es ist 5 Uhr am Morgen und Sonntag. Unser Zug kommt pünktlich da wir uns natürlich an die offizielle Bestimmung zu COVID-19 an die Maskenpflicht halten, setzen wir brav unsere Gesichtsbedeckung auf. Von Freiburg benötigen wir lediglich 2,5 Stunden zum Frankfurter Flughafen, da liegt es für uns natürlich auf der Hand, komfortabel mit der Bahn anzureisen. Wir machen die Beobachtung, dass ein paar Leute auf dem Bahnsteig keine Masken tragen, dafür aber so gut wie alle in den Zügen selbst. Heute ist zum Glück wenig los und man kann sich gut aus dem Weg gehen. Mehrmals wird man über Lautsprecheransagen auf die Pflicht eine Maske zu tragen, hingewiesen. Beim Essen und Trinken darf man die Maske dennoch selbstverständlich abnehmen und auch im Bordbistro ist ein Aufenthalt ohne Maske für 20 Minuten möglich.

Corona-Management am Flughafen

Endlich erreichen wir das Terminalgebäude. Unzählige Male bin ich inzwischen schon hier gewesen und dennoch hat der Frankfurter Flughafen nichts an seinem Zauber verloren. Es ist wirklich schön, wieder hier zu sein. Nach kurzer Suche erreichen wir die Gepäckaufgabestelle und schon finden wir uns, vom schweren Reisegepäck erleichtert, im Security-Bereich wider. Eines kann ich jetzt schon sagen: So schnell wie heute sind wir noch nie durch den Sicherheitsbereich gekommen. Die Abflugtafeln, die den Weg zum Gate säumen, bestätigen was man sowieso in den Nachrichten vernimmt: Fast keine Flüge sind unterwegs. Gefühlt ist hier nichts los. Wir flanieren vorbei an Bänken, die mit speziellen Vorrichtungen versehen sind, um Abstand zu halten. Aus den Lautsprechern ertönt alle fünfzehn Minuten eine Ansage, dass im gesamten Flughafen Maskenpflicht herrscht. Uns stört das weniger, habe wir uns sowieso schon an die Maske gewöhnt. 

Mit Maske im Flugzeug

Nachdem wir viel zu früh am Gate angekommen sind, ist nun endlich Boarding. Wir sollen grüppchenweise einsteigen, erst die hinteren Gäste, dann wir. Klappt eher mittelmäßig. Eine freundliche Flugbegleiterin drückt uns beim Einsteigen einen Umschlag mit Maske und Desinfektionsmittel in die Hand, dazu ein Zettel mit Verhaltenskodex für das richtige Verhalten an Bord. An sich fühlen wir uns ziemlich wohl hier, auch weil die Flugbegleiter immer wieder ein Auge drauf haben, dass jeder auch wirklich den Mund- und Nasenschutz richtig trägt. Persönlich muss ich sagen, dass ich der Nasenbedeckung durchaus Positives abgewinnen kann - ich habe zum ersten Mal keine Probleme mit trockener Luft und unangenehme Gerüche werden direkt neutralisiert. 

Zwischenlandung in Riga – Flughafen im Ausnahmezustand

Da es aufgrund der geringen Auslastung leider noch keinen Direktflug nach Tallinn gibt, landen wir in Riga zwischen. Der Flughafen hier erscheint wie ausgestorben. Gefühlt kilometerweit sieht man keinen anderen Menschen, ein wirklich interessantes Erlebnis. Die geringe Anzahl der Passagiere spiegelt sich auch auf unserem Weiterflug wider: Ganze 11 Reisende haben sich in unserem Airbus A220 ins estnische Tallinn eingefunden, perfekt um Abstand zu halten. Wir nutzen die Gelegenheit, um noch schnell eine Mütze Schlaf nachzuholen. Als wir in Estland landen, ist es 12 Uhr. Hier trägt niemand Masken, denn das dünn besiedelte Land hat wenige Probleme mit dem neuartigen Virus. Wir bekommen direkt unser Auto am Flughafen übergeben und schon geht es los ins Abenteuer Baltikum.

Reisen in Zeiten von Corona ist also nicht so furchterregend wie man es sich zunächst vorstellt. Elisa und Paul haben sogar einige Vorteile entdeckt. Gut 2,5 Wochen nach ihrer Rückreise sind die beiden noch immer gesund und munter und freuen sich schon auf ihre nächste Reise. 


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