Bocas del Toro – Inselparadies mit Erlebnisfaktor
09.04.2019 | Autor: Angelika Schmidt

Bocas del Toro

Inselparadies mit Erlebnisfaktor

Als wir uns dazu entscheiden, eine Woche auf Bocas del Toro zu verbringen, habe ich sofort ein Bild vor Augen: Wir entspannen gemütlich in Hängematten unter Schatten spendenden Kokospalmen, die sich sanft im Wind hin und her wiegen. Das Ganze noch abgerundet mit einem kühlen Cocktail – der perfekte Aufenthalt in der Karibik! Und das ist er wirklich. Ihr wollt wissen, was man auf den Inseln von Bocas del Toro noch so alles erleben kann? In meinem Beitrag erzähle ich euch davon.  

Wir stehen am Steg und warten auf unsere Fähre, denn heute beginnt unser Karibik-Abenteuer auf Bocas del Toro in Panama. Die Überfahrt ist recht unspektakulär und wir freuen uns, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Während des Transfers zum Hotel bekommen wir einen ersten Einblick, was uns die nächsten Tage erwarten wird. Einen der weißen Sandstrände wollen wir auf jeden Fall direkt besuchen und uns in die karibischen Fluten stürzen. 

Auf in den Sattel und los geht's zur Inselerkundung

Wer jetzt direkt an Pferde denkt, liegt falsch, denn darum geht es nicht. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es auf Bocas überhaupt Pferde gibt. Wir wollen eine Fatbike-Tour unternehmen und sind sehr gespannt. Auch als geübte Radfahrer stehen wir den Bikes mit den riesigen Reifen erst einmal eher skeptisch gegenüber. Sitzt man dann aber im Sattel, ist das Gefühl schnell vergessen. Kaum ein paar Meter gefahren, wagen wir es doch tatsächlich, in den Sand zu steuern und was soll ich sagen – es war super! Wo sonst kann man eine Radtour direkt am Strand unternehmen? Wir genießen die Sonne und das Meer und lassen uns ein bisschen treiben...

Ganz „un“-verschwitzt erreichen wir unser erstes Ziel, den Starfish Beach. Okay, ich muss zugeben, wir haben uns für die E-Bike-Variante entschieden, um das Ganze als gemütlichen Ausflug zu unternehmen. Bei der teils kräftigen Brise müssen wir dennoch etwas strampeln. So richtig im Urlaubsmodus angekommen, genießen wir einen kühlen Drink an der Beachbar von Starfish Beach, bevor wir uns wieder in den Sattel wagen. Zur Halbzeit unserer Tour – und gerade recht zur Mittagszeit – erreichen wir den Playa Bluff. Wir stellen die Räder ab und setzen uns in ein kleines Restaurant unmittelbar am Strand. Von Seafood über Fleisch und vegetarische Gerichte findet sich in der Karte alles wieder und das Essen ist echt richtig lecker! Danach halten wir ein bisschen die Füße ins Meer und genießen die karibische Atmosphäre am Strand. Zum Schwimmen ist die Strömung hier fast zu stark. Am Nachmittag radeln wir dann entspannt wieder zurück. Wer die Tour lieber etwas sportlicher mag, der kann sich natürlich auch ein Bike ohne Motor ausleihen, um die Insel zu überqueren.

Kaffee und Erdbeerfröschchen

Anstatt an einem der traumhaften Strände zu relaxen, zieht es uns heute auf eine unserer Nachbarinseln, die Isla Bastimentos. Generell ist die Insel sehr grün und es gibt viel Regenwald, was man von so einer kleinen Insel nicht unbedingt erwartet. Schon von weitem im Wassertaxi sehen wir den Bergkamm, den es zu erklimmen gilt. Wir schauen uns an und fragen uns, ob wir es wirklich in einer halben Stunde schaffen, die auf dem Berg gelegene Organic Farm zu erreichen. Also machen wir uns direkt auf den Weg, der uns durch den „Dschungel“ leitet. Und tatsächlich, keine 30 Minuten später stehen wir auch schon Javier gegenüber, der mit seiner amerikanischen Frau hier lebt und die Farm aufgebaut hat. 

Der Duft von Kaffee und Schokolade lockt uns direkt zur großen Terrasse mit tollem Ausblick. Wir bestellen uns zwei Heißgetränke, lassen unseren Gedanken freien Lauf und lauschen dem Zirpen der vermeintlichen Grillen. Wo verstecken sie sich denn? Kein Wunder, dass wir sie nicht sehen können, denn die Geräusche kommen von den winzigen Erdbeerfröschchen (rana roja). Kaum zu glauben, dass solche Winzlinge diese Töne hervorbringen können. Um die Fröschchen zu finden, muss man sehr genau hinschauen. Javier ist ein wahrer Meister darin und zeigt seinen Gästen gern, wohin sie blicken müssen. Nach der gemütlichen Pause schauen wir uns noch die hausgemachten Produkte im kleinen Shop an. Neben Öko-Kakao stellt das Ehepaar auch Pflegeprodukte wie Lotionen aus Kokosöl oder Zitronengras her. Dann geht es zurück nach unten.

Wir wollen uns nun dem berühmten Red Frog Beach widmen, dem das Erdbeerfröschchen seinen Namen gegeben hat. Hier sehen wir zwar keinen der Winzlinge, dafür lässt es sich herrlich entspannen und wir können Surfern aus aller Welt beim Wellenreiten zuschauen – mein absoluter Lieblingsstrand.

Mangroven und Delfine

Was wäre die Welt ohne Flipper und seine Artgenossen? Langweilig? Ja, denn diese Tiere sind einfach wahnsinnig faszinierend. Bei einem Bootsausflug zu den Islas Zapatillas haben wir das Glück, dass ein paar Delfine das aufgewirbelte Wasser unseres Bootes als Turnplatz nutzen und uns so über eine längere Strecke folgen. Einfach nur schön, hier zuzuschauen. Wir fahren durch die Mangroven und sind begeistert von den verschieden geformten Ästen und mächtigen Bäumen, die aus dem Wasser ragen. Fast hätten wir es übersehen. Doch dann hat es sich bewegt. Und wir freuen uns über ein Faultier im Geäst.

Glücklich erreichen wir anschließend eine der beiden Inseln und wir merken sofort – das ist Karibik-Feeling pur! Feinster weißer Sand und klares Wasser, in dem man beim Schnorcheln ziemlich weit sehen kann. Wir sind überrascht, was die Mangroven-Unterwasserwelt hier zu bieten hat. Jede der beiden Inseln lässt sich in einem ungefähr einstündigen Spaziergang umrunden, sodass man sich irgendwo zwischendrin ein gemütliches Plätzchen am Strand suchen und Sonne und Meer genießen kann. Damit die Insel-Idylle nicht jäh von einem grummelnden Magen gestört wird, sollte man sich auf jeden Fall Wasser und etwas zu essen einpacken. Die Inseln sind nämlich unbewohnt.

Abhängen und gut essen 

Bei gutem Wetter wollen wir den ein oder anderen Tag einfach nur abhängen – was man natürlich trotzdem mit einem Inselhopping verbinden kann. Mit dem Wassertaxi erreicht man schnell die Nachbarinseln, sodass dort viel Zeit zum Entspannen bleibt. Auf den bewohnten Inseln findet man fast überall Restaurants und kleine, schnuckelige Bars an den Stränden. Die Cocktails sind grundsätzlich immer zu empfehlen und das Essen ist meist auch gut. 

Wer sich das Ganze in einem netten Rahmen vorstellt, der kann zum Beispiel bei Bibi auf der Terrasse direkt am Meer essen. Hier wird man mit gutem Essen und Getränken versorgt und gratis dazu gibt es ein eigentlich unbezahlbares Ambiente. Wenn man Glück hat, sieht man unter der Terrasse Rochen entlang schwimmen. Wen es selbst ins Wasser zieht, nur zu! Einfach reinspringen und abkühlen. Getoppt wird das Ganze regelmäßig mit mitreißender karibischer Live-Musik und einem Blick auf die glutrote Sonne, die im Meer versinkt. 

Unser Fazit: Ja, Bocas del Toro ist ein kleines karibisches Paradies, wie man es sich vorstellt. Und ja, man kann eine Woche lang auch einfach nichts tun und das Meeresrauschen genießen. Da wir aber nicht unbedingt die Typen dafür sind, haben wir uns ein paar Ausflüge eingebaut und die Woche ging wie im Flug vorbei. Wenn ihr also in Panama unterwegs seid: Ein Abstecher auf die Inseln lohnt sich immer – egal, was ihr vor Ort machen wollt. Tauchen kann man hier übrigens auch bestens; darüber kann ich allerdings nichts berichten, da wir keine Taucher sind und es nicht ausprobiert haben. Wenn ihr eine Rundreise plant, schaut euch mal unsere Panama Verde oder das traumhafte Panama an. Beide Reisen sehen einen Stopp bei Bocas del Toro vor.


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