Kolumbien Reiseinformationen
Kolumbien Reiseinformationen

Reiseinformationen für Ihre Reise nach Kolumbien

Aktuelle Infos zu Land und Leuten, Nützliches, praktische Reisetipps und häufige Fragen

Eine Reise nach Kolumbien bedarf im Vorfeld einer guten Organisation. Gerade wenn Sie zum ersten Mal nach Kolumbien reisen und vielleicht auch mit der ganzen Familie unterwegs sind, wollen Sie sich sicherlich genau wissen, worauf Sie sich einlassen. Nicht nur in Sachen Reiseplanung im Vorfeld, sondern auch wenn es um Kleinigkeiten vor Ort geht, die in der Heimat anders sind. Nachfolgend erhalten Sie interessante Infos, die das Reiseland Kolumbien betreffen. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, rufen Sie uns gern an unter +49 7634/5055-0 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@traveltonature.de.

Landesinformationen

Um nach Kolumbien einzureisen, benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass. Dieser sollte mindestens für die Zeit des Aufenthaltes gültig sein. Da sich diese Regelungen auch mal kurzfristig ändern können, empfehlen wir jedoch einen Reisepass mitzuführen, der eine Gültigkeit von mindestens 6 Monaten nach Ihrer Einreise hat. Bei Urlaubsreisen ist die Beantragung eines Touristenvisums vor Einreise nach Kolumbien nicht erforderlich. Die Immigrationsbehörde, „Migración Colombia“, macht nach Ankunft am Flughafen in Bogotá einen Stempel in den Reisepass. Hier wird dann die Anzahl der Tage, die Sie im Land bleiben dürfen, festgelegt. Damit ausreichend Tage, für die Zeit der Reise, eingetragen werden, empfehlen wir, schon am Flughafen, bei Anreise, ein Abflugticket vorzulegen. So weiß der Grenzbeamte, wie lange Sie im Land bleiben möchten. Es wird auch empfohlen die Anzahl der vom Grenzbeamten eingetragenen Tage genau zu überprüfen, um so, möglichen Problemen bei der Ausreise, vorzubeugen. Maximal dürfen Touristen 180 Tage in Kolumbien als Tourist verweilen. Beachten Sie bitte auch die aktuellen Angaben auf der Webseite des Auswärtigen Amtes: www.auswärtiges-amt.de.

Persönliche Gegenstände dürfen zollfrei nach Kolumbien eingeführt werden. Wenn sie aber an die Mitnahme von Nahrungsmitteln, wie Fleisch, andere Tierprodukte, Gemüse und Pflanzensamen denken, so raten wir dringend davon ab. Diese Nahrungsmittel dürfen nicht eingeführt werden. Mehr als 10.000 USD Bargeld müssen deklariert werden. Beim Erwerb von Souvenirs aus Kolumbien ist Vorsicht geboten, denn das Ausführen von originalen Kulturgütern ist verboten. Beim Einkauf von wertvolleren Gegenständen, wie Goldschmuck, ist darauf zu achten, einen Einkaufsbeleg mit sich zu führen. Vor allem für die Rückreise nach Deutschland dürfen keine Produkte die Coca enthalten mitgeführt werden. Coca-Blätter, Coca-Teebeutel oder ähnliche Produkte mit Coca fallen in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Es kann bei der Einfuhr von Coca-haltigen Produkten sogar zu einer Gefängnisstrafe kommen.

Da sich die Bestimmungen immer wieder ändern, empfiehlt es sich vor Abreise bei den entsprechenden Behörden unter www.zoll.de und www.bootschaft-kolumbien.co zu informieren.

Die offizielle Währung in Kolumbien ist der Peso Colombiano (COP). Im Umlauf sind Banknoten im Wert von 50.000, 20.000, 10.000 und 5.000 COP. Münzen gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20 und 10. Allerdings werden die Münzen im Wert von 10, 20 und 50 nicht mehr produziert, sie sind aber noch im Umlauf. Bargeld kann am besten am Flughafen in Wechselstuben oder in den Städten in Banken eingetauscht werden. Am gängigsten ist der Tausch von USD in COP. Es können aber auch Euro in COP getauscht werden, hier ist allerdings der Wechselkurs oft nicht so günstig. Generell kommt man mit einer Kreditkarte, wie Visa oder MasterCard, auch gut an Bargeld. In den meisten Städten gibt es Bankautomaten, die den Kolumbianischen Peso ausgeben.

Derzeit sind keine Impfungen zur Einreise nach Kolumbien verpflichtend. Allerdings kommt es vor, dass vor allem im Süden ein Nachweis zur Gelbfieberimpfung verlangt wird. Ebenso kann es vorkommen, dass ein Nachweis über die Gelbfieberimpfung bei Weiterreise in ein Drittland wie Panama oder Costa Rica, verlangt wird. Es empfiehlt sich also vor Einreise nach Kolumbien eine Gelbfieberimpfung vorzunehmen. Der Impfpass sollte auf der Reise mitgeführt werden. Die Impfung muss mindestens 10 Tage vor Einreise erfolgen. Außerdem sollten die Standardimpfungen wie Influenza, Tetanus, Diphterie, Pertussis (Keuchhusten), evtl. auch gegen Mumps, Masern Röteln und Pneumokokken vervollständigt werden. Bei Reisen in das Amazonasgebiet und zur Pazifikküste ist die Einnahme von Malariaprofilaxen in Erwägung zu ziehen.

In Kolumbien ist die Netzspannung mit 110 V geringer als in Deutschland. Die Frequenz ist 60 Hz (zum Vergleich in Deutschland 50 Hz). Bitte kontrollieren Sie Ihre elektrischen Geräte. Oft sind Ladegeräte von Handys, Kameras, Laptops und elektrischen Rasierern mit INPUT 100-240 V und 50/60 HZ gekennzeichnet und funktionieren normal im Land. Ein Reiseadapter ist aber meist notwendig, da die Steckdosen in Kolumbien mit flachen Kontakten versehen sind. 

In den meisten Unterkünften ist W-LAN (manchmal nur gegen eine Gebühr) erhältlich. In den Städten gibt es auch einige Internetcafés. Grundsätzlich ist das Kommunikationsnetz gut ausgebaut in Kolumbien. Festnetz ist überall vorhanden und in den Städten können in Telefonbüros internationale Anrufe getätigt werden. Die Vorwahl von Kolumbien nach Deutschland ist 0049, in die Schweiz 0041 und nach Österreich 0043. Die Vorwahl um in Kolumbien aus Europa anzurufen ist 0057. Um teure Roaming-Gebühren bei Anrufen mit Ihrem Handy in die Heimat zu sparen, bietet es sich an, eine lokale SIM Karte zu kaufen. Alternativ, kann der in den Straßen angebotene Service, bei dem meist von jungen Frauen Handys für Anrufe zur Verfügung gestellt werden, in Anspruch genommen werden.  

Kolumbiens Sicherheitslage hat sich seit dem Jahr 2002 kontinuierlich verbessert. Im Juli 2015 wurde der Waffenstillstand der Guerillagruppe FARC ausgesprochen und damit sind auch deren Aktivitäten zurückgegangen. Anschläge auf touristische Ziele sind in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Außerhalb der Großstädte, wie z. B. im berühmten Kaffeedreieck, reisen viele Touristen. Gebiete wie diese, gelten als sehr sicher. 

Es gibt aber auch Regionen im Land, von denen abgeraten wird, dorthin zu reisen. Dazu zählen vor allem Grenzregionen, zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá. Hier gibt es immer noch Guerillagruppen sowie Drogenhandel und -Produktion. Für tagesaktuelle Informationen zur Sicherheitslage in Kolumbien bietet die Webseite des Auswärtigen Amtes weitere Informationen an.

Besonders die Großstädte sind mit den anderen Metropolen Lateinamerikas vergleichbar. So sind wie in allen Großstädten dieser Welt, auch in den Metropolen Kolumbiens, gewisse Verhaltensregeln zu befolgen. 

Dazu gehört, dass man auf offener Straße keinen teuren Schmuck tragen sollte. Auch empfehlen wir nicht viel Bargeld und lediglich eine Kopie des Reisepasses bei Ausflügen mit sich zu führen. Der originale Reisepass kann im Safe in der Unterkunft gelagert werden. Bitte tragen Sie keine Wertsachen bei Tagestouren mit sich. Diese sind sicherer zu Hause oder im Hotelsafe. Nachts sollte man sich nicht draußen aufhalten. Das ist zu gefährlich. Generell empfehlen wir in abgelegenen Regionen nur in der Gruppe und mit erfahrenen Reiseleitern zu reisen. Auf belebten Märkten und vollen Plätzen ist besondere Vorsicht geboten, denn vor allem an diesen Orten treiben sich Taschendiebe herum. Vermeiden Sie es sich in einsamen Straßen, an verlassenen Bahnhöfen oder Bushaltestellen aufzuhalten.

Falls Sie mit dem Mietwagen unterwegs sind, dann nehmen Sie keinesfalls Anhalter mit. Parken Sie Ihren Mietwagen an bewachten Parkplätzen. Lassen Sie keine Taschen sichtbar im Auto liegen. Buchen Sie Ihre Unterkünfte über travel-to-nature im Voraus, damit ein reibungsloser Ablauf der Reise gewährleistet ist. Wenn Sie mal ein Taxi brauchen, dann lassen Sie sich ein sicheres von der Hotelrezeption per Telefon bestellen oder nehmen Sie ein Taxi an den autorisierten Taxiständen, die es in den großen Städten gibt. Bitte winken Sie keine Taxis am Straßenrand heran. Diese sind oft nicht offiziell und Sie laufen Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden. Wenn Sie mal mit Kreditkarte bezahlen möchten, dann geben Sie diese nie ohne Ihre Aufsicht aus der Hand. Generell empfehlen wir Bargeld nur tagsüber an Bankautomaten in belebten Straßen, Einkaufszentren und Banken abzuheben. Sollte es zu dem unwahrscheinlichen Fall eines Überfalls kommen, so leisten sie auf gar keinen Fall Widerstand.

In Kolumbien gibt es keine Sommer- oder Winterzeit. Die Uhrzeit bleibt das ganze Jahr über gleich. Während der Sommerzeit in Deutschland, von Ende März bis Ende Oktober, beträgt der Zeitunterschied nach Kolumbien -7 Stunden. Wenn es also in Deutschland 19 Uhr ist, dann ist es in Kolumbien 12 Uhr Mittag. In der deutschen Winterzeit beträgt der Zeitunterschied nur -6 Stunden nach Kolumbien. Dann ist es z. B. um 13 Uhr in Kolumbien, 19 Uhr in Deutschland.

Die außergewöhnliche Flora und Fauna, sowie die Freude, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Menschen im Land, sind der Puls Kolumbiens. Demnach lassen sich die Kolumbianer normalerweise auch gerne fotografieren. Um den Respekt zu wahren, sollte man aber immer fragen, bevor man einen Kolumbianer ablichten möchte. Einige Völkergruppen, wie z. B. indigene Stämme, lassen sich aus religiösen Gründen nicht fotografieren. Es kann auch vorkommen, dass sie etwas Geld pro Foto verlangen. Seien Sie vorsichtig beim Fotografieren von Gebäuden wie militärischen Anlagen und Flughäfen. Die dürfen nämlich nicht abgelichtet werden. Grundsätzlich sollte man auch etwas vorsichtig beim Fotografieren von Menschengruppen sein, die z. B. in eine politische Demonstration oder sogar Drogenhandel verwickelt sein könnten. Das würde zu unnötigem Ärger führen. Kameras sollten, wenn möglich, unauffällig, am besten in einer Tasche, mit sich geführt werden, da sie sonst Taschendiebe einen Anreiz zum Stehlen geben können.

Bezüglich des Trinkgeldes in Kolumbien, so gilt die Faustregel 10 % zusätzlich zum Rechnungsbetrag. Vor allem in den touristischen Regionen wird diese Menge an Trinkgeld erwartet. In manchen Belegen werden die 10 % Trinkgeld als Service („Servicio“) bereits mitausgewiesen und es muss kein zusätzliches Trinkgeld dazu gegeben werden. Wenn es aber vorkommt, dass Sie mit dem Service nicht zufrieden waren, so kann auch eine Rechnung verlangt werden, bei dem der Service nicht mit eingerechnet wird. Sollten Sie den Service eines Gepäckträgers in Anspruch nehmen, dann ist ein kleines Trinkgeld angemessen. Taxifahrer erhalten aber kein Trinkgeld. Reiseführer hingegen, freuen sich über Anerkennung einer gelungenen Reise. 

Wer den Liebsten zu Hause eine Postkarte schicken möchte, der muss mit einer Versanddauer von ca. 6 – 8 Wochen rechnen. Eine staatliche Post gibt es z. B. in den großen Städten in Shopping-Centern.

Bei vielen Reisenden kommt die Frage auf, ob Frauen auch alleine in Kolumbien reisen können. Hier ist die Antwort klar. Egal ob Mann oder Frau, es kommt auf das Reiseverhalten der Einzelnen an. Im Abschnitt „Sicherheit und Kriminalität“ haben wir detaillierte Verhaltensregeln für Sie aufgelistet, an die man sich halten sollte, damit ein entspannter Urlaub gewährleistet ist. Das einzige Thema, dass Frau vermutlich mehr als Mann betrifft, ist das Thema Flirten. Denn das können die Kolumbianer nur zu gut. So wird besonders blonden Frauen gerne mal ein freundliches „Hola chica bonita“ oder „amore mio“ zugerufen. Das ist Teil der Südamerikanischen Kultur und sollte nicht negativ aufgefasst werden. Als Antwort genügen ein freundliches Lächeln und der Weitergang zum eigentlichen Ziel.  

Gut zu wissen

Kolumbien kann das ganze Jahr durch gut bereist werden. Sein tropisches Klima hat das Land vor allem seiner Lage am Äquator zu verdanken. Es gibt grundsätzlich sehr wenige Temperaturschwankungen, wie z. B. jahreszeitlich bedingte Klimawechsel. 

Kolumbien kann aber in verschiedene Klimazonen eingeteilt werden, wo die Temperaturen auf Grund der Höhenlagen stark variieren. Grundsätzlich kann man sagen, je höher man kommt, desto kälter wird es. So liegen die Durchschnittstemperaturen an der Karibikküste bei etwa 24 °C. In den Regionen von 1.000 bis 2.000 Höhenmetern herrscht ein gemäßigtes Tropenklima mit Temperaturen von 17 bis 24°C. Bogotá, die Hauptstadt Kolumbiens, befindet sich auf 2.600 m und liegt mit 14°C Jahresdurchschnittstemperatur, etwas unter den Durchschnittstemperaturen, die normalerweise auf diesen Höhenmetern herrschen. Auf den Bergregionen, z. B. in den Anden, liegen die Durchschnittstemperaturen unter 12°C. 

Es gibt auch zwei Trockenzeiten, in denen besonders die Kolumbianer gerne Reisen. Das betrifft die Monate Dezember bis März und Juni bis August. In den anderen Monaten, welche die Regenzeit ausmachen, regnet es zwar fast täglich aber nicht ununterbrochen. Der Regen fällt dann bei häufig tropischem Klima, meist nur einmal am Tag. Auch regnet es nicht gleichmäßig im ganzen Land. Der meiste Niederschlag fällt im Westen, dort wo die Anden beginnen. Hier regnen sich die vom Pazifik kommenden Wolken ab. Es fallen dann an manchen Orten bis zu 15.000 mm Niederschlag pro Jahr. An der Karibikküste hingegen sorgt der Passatwind für wenige Niederschläge und es ist mit rund 500 mm Regen pro Jahr relativ trocken. In den Hochtälern Kolumbiens kommen auch nur ca. 1.000 mm Regen im Jahr zusammen. 

Im Nordwesten Südamerikas gelegen, grenzt Kolumbien im Nordosten an Venezuela, im Südosten an Brasilien, im Südwesten an Peru und Ecuador und im Nordwesten an Panama. Zwei Meere umgeben das Land: Der Atlantische Ozean sowie der Pazifischen Ozean. 

Im Süden Kolumbiens wird das Land vom Äquator durchkreuzt. Vom Meeresspiegel aufsteigend erreicht der höchste Gipfel im Land über 5.500 m. Durch die vielen verschiedenen Höhenlagen im Land ist es gleichzeitig eines der artenvielfältigsten Länder der Erde und somit attraktives Reiseziel für Natur- und Tierfreunde. Unter anderem gibt es wilde Jaguare, viele verschiedene Affenarten, exotische Faultiere, seltene Ameisenbären, rosafarbene Flamingos und über tausend weitere Vogelarten! 

Nach Peru, ist Kolumbien das viertgrößte Land Südamerikas und ca. dreimal so groß wie Deutschland. Bei einer Gesamtfläche von 1.140.000 km² lässt sich das Land geografisch in fünf verschiedene Regionen einteilen: Die Andenregion, die Pazifikküste, das Amazonasgebiet, Die Karibikküste und Llanos Orientales (zwischen Venezuela und der Ostkordillere). Die Hauptstadt Bogotá, mit ihren fast 8 Millionen Einwohnern, liegt in einer sehr fruchtbaren Andenregion auf etwa 2.640 m Höhe über dem Meeresspiegel. In der nahen Umgebung liegt das Dorf Villa de Leyva. Es gilt als eines des Schönsten Dörfer Südamerikas. Ebenfalls in der Andenregion sind die Städte Medellín und Cali.

Kolumbien ist von einer sehr bewegten Geschichte geprägt, mit vielen unterschiedlichen Besiedlungen über die letzten Jahrtausende hinweg. Der Mix aus verschiedenen Völkergruppen, der Kolumbien bis heute charakterisiert, ist somit ein Erbe der vielen Veränderungen die Kolumbien in der Vergangenheit durchmachte.

Folgt man den Spuren der archäologischen Funde im Land, so haben sich vor 5.000 Jahren die ersten Bevölkerungsgruppen im Land niedergelassen. Dazu gehören die Kulturen der Chibcha, Tairona und San Augustin. Sie lebten vom Maisanbau oder als Jäger und Sammler in den Andenregionen. Bis zur Ankunft von Christoph Kolumbus im Jahr 1498 in Argentinien und später auch Südkolumbien, waren kleine Fürstentümer im Land unter der Herrschaft des Inka Anführers Rachacutec Yupanqui. Etwa 600 n. Chr. kam die Zeit der Chibcha Hochkultur. Sie werden bis heute auch Muisca genannt. Zu ihren besonderen Fähigkeiten gehörten das Weben und Färben von Baumwolle und auch das Bauen von imposanten Tempelanlagen. Eine dieser Tempelanlagen ist die Ciudad Perdida (Verlone Stadt), eine der größten präkolumbianischen Städte Amerikas, und bis heute ein noch recht geheimes Ausflugsziel für Kolumbien Urlauber.

Um 1509 kamen dann die Spanier nach Kolumbien und besiedelten weite Teile des Landes. Der Spanier Gonzalo Jimenéz de Quesada unterwarf große Gebiete im ganzen Land. Er ist auch Mitgründer der heutigen Hauptstadt Bogotá. In den Jahren 1527 und 1533 entstanden dann die kolonialen Städte Santa Marta und Cartagena de Indias an der Karibikküste. Bis heute zwei sehr gut erhaltene Schätze aus der Kolonialzeit. 

Dann, im 17. Jahrhundert, wurden Sklaven aus Afrika nach Kolumbien gebracht. Ziel war es Unterstützung in der Landwirtschaft, dem Kaffeeanbau und in der Goldgewinnung zu bekommen. Später, um 1850, wurden statt Sklaven, günstige Tagelöhner angeheuert. 

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts kämpften die Bewohner Kolumbiens gegen die Spanier und für eine Unabhängigkeit. Nach der Schlacht von Boyacá gelang es Simón Bolívar den Kampf zu gewinnen und er gründete die Republik Großkolumbien. Großkolumbien bestand aus den heutigen Ländern Venezuela, Panama, Ecuador und Kolumbien. Von langer Dauer war diese Einheit jedoch nicht. Schon um 1830 zerfiel Großkolumbien in Teile und zurück blieben einzelne Länder. In Kolumbien folgten Kriege, Instabilität und einige Regierungswechsel. Dann im Jahr 1886 entstand die Republik Kolumbien. Aber erst 1903 trennte sich Kolumbien endgültig von Panama.

Es folgte eine wirtschaftlich gute Zeit in Kolumbien mit sozialen Reformen und vor allem Kaffeeexport. 1948 kam es aber zu einem offenen Bürgerkrieg im Land, wo Liberale und konservativ Gesinnte aneinandergeraten sind. Etwa 200.000 Menschen starben und einige Kolumbianer verließen das Land. 

Der Bürgerkrieg wurde mit dem neuen General Gustavo Rojas Pinilla und der Errichtung eines Militärregimes im Jahr 1953 beendet. 1957 verbündeten sich die Liberalen mit den Konservativen und bildeten mit der „Nationalen Front“ ein Abkommen, dass vorsah, alle 4 Jahre einen Regierungswechsel vorzunehmen. Dies wiederum passte den Linken nicht und es bildeten sich die heute noch so bekannten Guerilla Gruppen, die mit Hochdruck gegen die Politik kämpften. Im Land herrschte viel Terror und Gewalt, was jährlich mehrere tausend Todesopfer nach sich zog. In den darauffolgenden Jahren, kämpften die verschiedenen Regierungen immer weiter für mehr Frieden. Meist jedoch ohne nennenswerte Erfolge.

Dem liberalen Präsident César Gaviría Trujillo gelang es schließlich im Jahr 1990 die Guerillaorganisation M-19 und andere Terrorgruppen vom Kampf abzubringen. Trotzdem stieg die Zahl der Anschläge und Entführungen durch die Drogenmafia an. Absoluter Ausnahmezustand herrschte im Land. Mit dem in Kraft treten einer neuen Verfassung, wo Provinzgouverneuren mehr Macht erlassen wurde, war ein erster Schritt zur Verbesserung der schlimmen Lage getan. So wurde der Chef des Drogenkartells Pablo Escobar in Medellín und knapp 1.800 weitere Mitglieder festgenommen. Drogenfarmen flogen auf und wurden zerstört. Der volksnahe Führungsstil von Präsident Álvaro Uribe Vélez hat ebenfalls durch seinen harten Kampf gegen die Guerillas einen großen Teil dazu beigetragen die Sicherheit und Stabilität in Kolumbien zu verbessern.

Seit 2010 ist Juan Manuel Santos Calderón Präsident im Land. Unter seiner Führung finden Gespräche mit der Guerillabewegung FARC statt, wobei es immer wieder um die Entwaffnung der Rebellen und auch Entschädigungen von Opfern geht. 

Seit Einzug der Spanier zur Kolonialzeit ist die Amtssprache in Kolumbien Spanisch. In den Unterkünften der Städte kommt man aber meist mit Englisch gut weiter. Die indianische Bevölkerung spricht eine Reihe von verschiedenen Sprachen wie z. B. Quechua und Chibcha. Diese Sprachen existieren aber nur in Minderheiten. Auf den Inseln San Andrés und Providencia wird Englisch gesprochen. 

Etwa 90 % der Kolumbianer sind katholisch. Das ist sicherlich ein Erbe aus der Kolonialzeit, als die streng römisch-katholischen Spanier im Land eingezogen sind. Die Anzahl anderer Religionen ist stetig ansteigend. So hat auch der US-amerikanische Evangelikalismus Einzug gehalten. Jüdische und muslimische Glaubensrichtungen sind nur wenig vertreten. Vor allem wird dem katholischen Glauben in Kolumbien nachgegangen. So sieht man häufig Menschen in den Kirchen beten oder beichten. Es kann auch schon mal vorkommen, dass sich Taxifahrer, wenn sie an Kirchen oder heiligen Stätten vorbeifahren, kreuzigen und beten.

Lebensfreude, ein ganz besonders stark ausgeprägter Charakterzug der Kolumbianer. Sie feiern wirklich sehr gerne. Sei es im Rahmen der Familie, mit Freunden bei Ausflügen an Wochenenden oder an den verschiedenen Feiertagen im Land. Überall in den unterschiedlichen Regionen Kolumbiens, trifft man auf die warmherzigen Menschen, die vor allem durch Tanz und Gesang ihre Freude am Leben und den Stolz über ihr Kulturerbe im Land ausdrücken. Neben den klassischen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten, gibt es jeden Monat auch andere Feiertage und Feste. Dann wird ausgelassen und friedlich zusammen gefeiert.

Feiertage

  • 1. Januar: Año Nuevo - Neujahrstag
  • 6. Januar: Día de los Reyes Magos - Heilige Drei Könige
  • 19. März: Día de San José - Heiliger Joseph
  • März/April: Jueves Santo, Viernes Santo & Domingo de Pascua - Gründonnerstag, Karfreitag & Ostersonntag
  • 1. Mai: Día del Trabajo - Tag der Arbeit
  • Mai: La Ascensión del Señor - Christi Himmelfahrt
  • Mai/Juni: Corpus Christi - Fronleichnam, El Sagrado Corazón de Jesús - Herz Jesu (Pfingsten)
  • 17. & 18. Juni: Vatertag
  • 29. Juni: San Pedro y San Pablo - Peter & Paul
  • 20. Juli: Día de la Independencia - Unabhängigkeitstag
  • 7. August: Batalla de Boyacá - Befreiung (Schlacht von Boyacá)
  • 15. August: Asunción de Nuestra Señora - Mariä Himmelfahrt
  • 12. Oktober: Día de la Raza - Kolumbus-Tag (Entdeckung Amerikas)
  • 1. November: Día de todos los Santos - Allerheiligen
  • 11. November: Independencia de Cartagena - Unabhängigkeitstag Cartagenas
  • 8. Dezemer: Inmaculada Concepción - Mariä Empfängnis
  • 25. Dezember: Navidad - Weihnachten

Feste

  • Anfang Januar: Carnaval de Blancos y Negros - Karneval der Schwarzen und Weißen, Feria de Manizales - Volksfest in Manizales
  • Februar: Carnaval de Baranquilla - Karneval in Baranquilla
  • März/April: Festival Iberoamericano de Teatro - Theaterfestival in Bogotá
  • Mai: Kulturfest der Wayuu - La Guajira, Kulturfest von Ibague, Fest der Folklore und Krönung von Bambuco, Internationales Tunier “Joropo” in Villavicencio
  • Juni: Festival Folclórico y Reinado Nacional del Bambuco - Folklore-Festival und Wahl der Nationalen Bambuco-Schönheitskönigin
  • Juli: Rock al Parque - Internationales Rockfestival in Bogotá
  • August: Feria de las flores - Blumenfest in Medellín
  • September: Festival de Salsa - Salsa Festival in Cali, Festival de Jazz - Jazzfestival in Bogotá
  • Oktober: Festival de Tambores - Tamborinfestival an der Karibikküste, in Palenque de San Basilio
  • November: Independencia de Cartagena - Unabhängigkeitstag Cartagenas
  • Dezember: Feria de Cali - Volksfest in Cali

Kolumbien ist kunterbunt und sehr abwechslungsreich. Das spiegelt sich auch in der Bevölkerung wieder. Denn in Kolumbien leben viele verschiedene ethnische Gruppen. Dazu gehören z. B. die Mestizen in Bogotá, die europäischen Einwanderer in Medellín und die Nachfahren einiger Sklaven aus Afrika. Insgesamt leben etwa 45 Millionen Menschen im Land. So hat Kolumbien nach Brasilien die höchste Bevölkerungsdichte in Südamerika. Die große Landflucht hat bewirkt, dass sich die meisten Menschen in den Städten Bogotá, Medellín und Cali angesiedelt haben (knapp 74 % der Gesamtbevölkerung). Viele Menschen leben auch an der Karibikküste und in den Andenregionen. Die Gegenden um Amazonien, Orinokien und dem Chocó sind hingegen, mit insgesamt nur einer Million Menschen, sehr dünn besiedelt. Ein ganz besonderer Schatz befindet sich im Süden Kolumbiens. Hier leben im Amazonasgebiet und in den Bergregionen, sogar noch einige Ureinwohner nach alten traditionellen Bräuchen. 

Kolumbien ist geschmückt von einer enorm großen Artenvielfalt und zählt durch diese unglaubliche Menge an unterschiedlichen Vegetationszonen zu einem der abwechslungsreichsten Länder der Erde. Hier gibt es etwa 10 % aller Pflanzen- und Tierarten weltweit. Las Land beheimatet u. a. wunderschöne Flamingos, den für Südamerika so bekannten Flachlandtapir, wilde Jaguare und Pumas, den fast schon außerirdisch wirkenden Ameisenbär, hunderte exotische Reptilien wie Kaimane, und viele weitere farbenfrohe Vögel. 

Und genau diese Vielzahl an Vögeln macht die Fauna in Kolumbien so interessant. Denn Kolumbien ist auf Rang eins der Vogelvielfalt. Hier leben etwa 1.885 verschiedene Vogelarten! Das macht ungefähr 20 % der weltweit existierenden Vogelgattungen aus. Am besten lassen sich die Vögel in den Gegenden Amazonas, Chocó, Llanos Orientales, Valle del Cauca, Sierra Nevada de Santa Marta und natürlich in der Kaffeezone beobachten. 

Auch die Flora in Kolumbien ist einzigartig und unglaublich vielseitig. Etwa 50 % der Landesfläche sind mit Wäldern (v. a. tropischer Regenwald sowie Berg- und Nebelwälder) bedeckt. Der Rest besteht aus Trocken- Feucht- und Sumpfgebieten sowie Savannen, Mangrovenwäldern und offenem Gras- und Buschland. Wenn man bedenkt, dass es in Kolumbien alleine 3.500 verschiedene Orchideenarten gibt, dann ist klar, dieser Reichtum an Flora und Fauna muss geschützt werden. Und das wird er auch. Mittlerweile machen Naturschutzgebiete und Nationalparks rund 32 % der gesamten Landesfläche Kolumbiens aus.

Mango, Papaya, Maracuja und Granadilla! Klingt das nicht lecker? Diese exotischen Früchte und noch sehr viele mehr, gedeihen in Kolumbien. Besonders beliebt bei Einheimischen und Besuchern sind die daraus frischgepressten Fruchtdrinks, die fester Bestandteil einer jeden Menükarte im Land sind. Und wer es etwas feuriger mag, der verleiht seinem Fruchtcocktail einen Pfiff, mit einem Schuss echtem kolumbianischen Rum.

Auf den Speisetellern im Land, spiegelt sich die geografische Vielfalt Kolumbiens wieder. So stößt man häufig auf interessante Kompositionen, mit Einfluss von den Inseln der Karibik, dem tropischen Regenwald und der Hochebene in den Anden. Zu den kulinarischen Klassikern zählen Arepas (Maisfladen), Tamales (in Bananenblätter gekochte Maismehltaschen mit Hackfleisch, Reis und Gemüse) oder auch Empanadas (in verschiedenen Variationen gefüllte Maismehltaschen). Wer es deftig mag, für den gibt es Lechona, überbackenen Schweinebauch oder Ajiaco, eine Suppe aus Hühnerfleisch mit drei Kartoffelarten Avocado, Kapern und Mais. Pro Region werden aber auch sehr unterschiedliche Speisen angeboten. So bekommt man vor allem in den Küstengegenden verschiedene Fischgerichte gereicht. In den Andenregionen wird zu bestimmten Feiertagen auch mal Meerschweinchen als Delikatesse zubereitet.

Das Nationalgetränk der Kolumbianer ist Aguardiente. Der mit Kräutern und Anis versetzte Zuckerrohrschnaps darf auf keiner Feier fehlen. In den Bergregionen wird er sogar dem Kaffee beigemischt, um so der Kälte entgegen zu wirken. Chicha, ein typisches Maisgetränk in den Hochländern Südamerikas, wird auch in Kolumbiens Andenregionen zubereitet.  Ach ja, da wäre noch der berühmte Kaffee aus Kolumbien erwähnenswert. Denn ohne ihn, wäre Kolumbien sicherlich nur halb so bekannt, wie es heute ist. Ein klassischer Kaffee nennt sich hier Tinto. Mild, schwarz und leicht gezuckert wird er immer gerne getrunken. Mit etwas Milch wird er dann zum Périco bzw. mit viel Milch zu einem Pintado. Ein Genuss für jeden Kaffeefreund!

Nicht verpassen!

Kirche in der Altstadt von Cartagena

Der ideale Mix aus traumhafter Karibik-Atmosphäre und einer wunderschönen Altstadt im Kolonialstil, trägt den Namen Cartagena de Indias. Die Stadt ist eine wahre Perle in der Karibik und ein außerordentliches Highlight auf einer jeden Kolumbien Reise. Rhythmische Salsa-Klänge in den Straßen, kunterbunte Gassen in der Altstadt und überaus glückliche Menschen überall, vermitteln schöne Urlaubsgefühle. Schon seit 1984 sind Cartagena’s Hafen und die Altstadt UNESCO Weltkulturerbe. Mit ihren vielen im andalusischen Stil verzierten Kolonialbauten, historischen Plätzen und Festungsanlagen, versprüht Cartagena Romantik pur. Die über 400 Jahre alten architektonischen Meisterwerke versetzen Sie in eine andere Zeit. Und das alles kann man bei tropisch-warmen Temperaturen bestaunen! Ein Besuch an die Nordküste Kolumbiens lohnt sich also auf jeden Fall. Von hier aus lassen sich auch tolle Ausflüge machen, wie z. B. auf die Islas Rosario, einem Archipel bestehend aus 27 Inseln. Hier küsst weißer Sandstrand, türkisfarbenes Meer – ein wahres Paradies für Taucher, Schnorchler und Sonnenanbeter!

Kolumbianische Kaffeebauern bei der Ernte

Herrlich duftender Kaffee – dafür steht Kolumbien. Ein Besuch in dieser Gegend ist für die meisten Gäste im Land ein absolutes MUSS! Denn auf einer relativ kleinen Fläche vereint die Zona Cafetera die schönsten Kaffeeanbaugebiete Kolumbiens. Das Erlebnis in der Natur steht hier im Vordergrund. Auf traditionellen Kaffeefarmen wird den Gästen aufgezeigt, wie der weltbeste Kaffee produziert wird. Das ganze Jahr über ist es hier angenehm warm und die Natur saftig grün. Da bieten sich ausgedehnte Spaziergänge an, bei denen man sich so richtig gut erholen kann. Das Kaffeedreieck Kolumbiens ergibt sich aus den Departamentos Risaralda, Caldas und Quindío. So kann man in Quindió herrliche Ausflüge in das Cocora-Wachspalmen Tal unternehmen oder im Departamento Risralda in einem der Thermalbäder von San Vicente im Nationalpark Los Nevados baden. 

Inmitten der Kaffeezone liegt das wunderschöne Cocora-Palmen Tal. Auf einer beträchtlichen Höhe von 1.800 m – 2.400 m, ragen die riesigen Cera Palmen, aus fruchtbarem Boden, hoch hinaus in den Himmel. Die von Nebelschleiern umspielten Berggipfel, die das Tal umrahmen, verleihen ihm eine einzigartige Schönheit. Das erstaunliche an der Cocora-Palme ist, dass sie bei einer geringen Temperatur von unter 15 °C wächst, und sie bis zu 60 Meter hoch werden kann. Das saftig-grüne Tal, in dem die Cera Palmen ihren Lebensraum haben, gehört zum Nationalpark Los Nevados, der ca. 58.000 Hektar groß ist. Bei ausgedehnten Spaziergängen sieht man hier nicht selten exotische Vögel wie farbenfrohe Tukane, hübsche Kolibris und anmutige Andenkondore. Es gibt aber auch große Säugetiere, wie Brillenbären, Faultiere und Pumas. 

Ein Paradies auf Erden! Auf der einen Seite schlägt das Karibische Meer auf große, den feinen Sandstrand umrahmende, Vulkanfelsen. Auf der anderen Seite ragt der tropisch-grüne Amazonas Regenwald direkt bis ans Meer. In der Ferne sind über 5.000 m hohe, mit Schnee bestäubte Andenberge, zu sehen. Das ist der paradiesische Tayrona Nationalpark! Die Flora und Fauna direkt an der Karibik Küste ist wunderschön. Im Park selbst leben 59 verschiedene Säugetier- und 40 Fledermausarten. Am besten lässt sich das 12.000 Hektar große Areal auf Mehrtagestouren erkunden. Ob in der Hängematte, in einer Hütte oder einem Zelt – Urlaub im Tayrona Nationalpark bedeutet Erholung im Paradies.

Ein besonderer Ort in Kolumbien ist die Salzkathedrale von Zipaquirá. Sie liegt nördlich von Bogotá und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Noch bevor die Eroberer das Land besetzten, befand sich in Zipaquirá ein Handelszentrum für Salz. Dieses Mineral war früher notwendig, um Lebensmittel haltbar zu machen. Heute ist Zipaquriá aber vor allem bekannt durch seine katholische Salzkathedrale, die im Herzen des Salzbergwerks, etwa 180 m tief unter der Erde, liegt. Beeindruckend sind die verschiedenen Räume und Winkel der Kathedrale, sowie die in Salz gehauenen Skulpturen und das 16 Meter hohe Kreuz, direkt hinter dem Altar. Wer schon mal in Zipaquirá war, der vergisst den Besuch so schnell nicht. Denn die vielen verzweigten Gassen, Gewölbe und sogar auch die Akustik unter der Erde, hinterlassen doch bei den meisten Besuchern ein beeindruckendes Gefühl.

Vielleicht das schönste Kolonialstädtchen in Südamerika – Villa de Leyva! Der Ort liegt etwa 3 Stunden von der Hauptstadt Bogotá entfernt, in der Region Boyacá, und ist Teil des Kulturerbe Kolumbiens. Villa de Leyva lädt Besucher auf eine authentische Zeitreise in die Kolonialzeit ein. Die steingepflasterten Straßen sind geschmückt von weißen Häuserfassaden mit großen Holztüren, anmutigen Plazas und Kirchen im Kolonialstil. Durch sein angenehm mediterranes Klima, war Villa de Leyva zu Kolonialzeiten Wohnsitz der Adelsfamilie des Vizekönigreichs. 

Die Wüste Kolumbiens liegt etwa 40 km nördlich von Neiva in der Region Huila. Noch vor über 3 Millionen Jahren lebten hier prähistorische Quartärsäugetiere in einem Meer. Die Tatacoa-Wüste erinnert heute an eine sehr trockene Mondlandschaft mit einer üppigen Kakteenvegetation, einigen Tälern und wenig Wasser. Über die vielen Jahrtausende hinweg haben Sonne und Wind tolle Steinformationen gebildet. Wie in den meisten Wüsten der Welt, ist es hier tagsüber sehr heiß. Ganz besonders schöne Schattenspiele erzeugen die Strahlen der Abendsonne, wenn sie auf die roten Steine der Wüste und die großen Kakteen scheinen. 

Tänzerinnen bei Karneval in Kolumbien

Kunterbunt, ein bisschen schrill und ganz schön viel Rhythmus – das ist Karneval in Baranquilla! Hier findet jährlich an den vier Tagen vor dem Aschermittwoch, eine der größten Veranstaltungen der Welt statt. An der Karibikküste in Baranquilla, etwa 120 km nordöstlich von Cartagena, wird dann gemeinsam mit Besuchern aus der ganzen Welt Karneval gefeiert. Es ist ein Fest voller Fröhlichkeit, Farben und Folklore – eine einzigartige Verschmelzung katholischer Traditionen, afrikanischer Zeremonien und heidnischer Feste. Pro Jahr zieht es über eine Million Besucher zu den Feierlichkeiten. Sogar die UNESCO hat den Karneval in Baranquilla zum Meisterwerk des mündlichen und geistigen Kulturerbes der Menschheit erklärt. Wer also Ende Februar/Anfang März in Kolumbien reist, der sollte sich die Party seines Lebens beim Karneval in Baranquillo auf keinen Fall entgehen lassen.

Die geheimnisvolle San-Agustín Kultur kommt aus dem Süden Kolumbiens. Die indianische Hochkultur existierte etwa vom 33. Jahrhundert v. Chr. bis in das 16. Jahrhundert hinein. Somit ist sie eine der ältesten Kulturen in Südamerika. Die bis heute noch recht unerforschte Kultur, hat monumentale menschliche Statuen, rein geometrische und anthropomorphe Figuren sowie zoomorphe Mischwesen aus Vulkangestein hinterlassen. Mittlerweile weiß man von etwa 400 Ausgrabungen. Aber nicht nur die in Stein gehauenen Figuren und Formen sind für die San Agustín Kultur bekannt. Auch die bunten Grabstätten namens Alto de las Piedras sind wertvolle Hinterlassenschaften die erkundet werden können. Wer sich also für eine längst vergangene Kultur in schöner Natur interessiert, der sollte sich auf die spannende Entdeckungsreise auf den Spuren der San Agustín machen. Hier gibt es viel zu entdecken!


Geografie Kolumbiens

Nationalparks

Im Herzen der Kaffeezone, der Zona Cafetera, liegt der Parque Nacional Natural Los Nevados. Der von schneebedeckten Bergspitzen und Vulkanen geschmückte Nationalpark, offenbart eine atemberaubende Aussicht auf die Zentralkordillere der Anden. Hier kann man wunderbare Trekkingtouren über mehrere Tage hinweg unternehmen. Für Gipfelstürmer lohnt sich ein Aufstieg auf den Nevado del Ruiz, den höchsten Vulkan in dieser Bergkette (5.325 m). Besonders beindruckend sind die teilweise aktiven Vulkane, die türkis-blauen Lagunen, die heißen Quellen, die vielen schönen Schmetterlinge, die hübschen Kolibris und Papageien. Mit etwas Glück bekommt man auch die dort seltenen Kondore oder einen Tapir zu Gesicht.

Ein traumhaft exotisches Bild erstreckt sich vor dem Auge eines jeden Besuchers an der Küste des Tayrona Nationalpark. Denn hier, an der Nordküste Kolumbiens, peitschen die Wellen vom Karibischen Meer auf die den Strand umzäunenden Vulkanfelsen. Ein Blick auf die andere Seite überrascht. Denn hier scheint der tropische Regenwald des Amazonas bis in die Karibik zu reichen und direkt in das Meer zu münden. Insgesamt umfasst das Naturschutzgebiet 12.000 Hektar. Neben den 40 verschiedenen Fledermausarten, leben 59 verschiedene Säugetierarten im Park. Ganz besonders entspannend sind Mehrtageaufenthalte bei denen man die Pfade im Gebiet auf Pferden erkundet oder auch einfach mal die Seele baumeln lässt und in den gemütlichen Hängematten, Zelten oder Hütten das Leben genießt. Den Namen verdankt der Park den Tayrona Indianern. Sie lebten dort bis zum 16. Jahrhundert, als die Kolonialmächte das Land eroberten.

Mit Sicherheit eines der spektakulärsten Naturschutzgebiete in Kolumbien ist der Nationalpark El Cocuy. Umgeben von schneebedeckten Bergspitzen, türkisfarbenen Berglagunen und grandiosen grünen Tälern, ist die Landschaft ein traumhaftes Naturreiseziel. El Cocuy hat das größte zusammenhängende Gletschergebiet im Land. Der Park liegt in der Cordillera Occidental, der höchsten Erhebung der Ostkordillere in den Anden. Von Bogotá aus kommt man mit dem Bus in 12 - 13 Stunden Fahrt zu der wunderschönen Gebirgskette. Insgesamt umfasst El Cocuy eine Fläche von etwa 306 Hektar. Dort ist also viel Raum, um ein, zwei oder sechs tägige Trekking-Touren zu unternehmen. Diese lassen sich am besten von den Orten El Cocuy oder Güicán aus organisieren. 

Nordöstlich von Villa de Leyva gelegen, ist der Iguaque Nationalpark. Der Park verdankt seinen Namen der Berglagune Iguaque, einem Heiligen See der Muiscas, einer indigenen Bevölkerungsgruppe in Kolumbien. Das Ökosystem in Iguaque ist gekennzeichnet durch Moorgebiet, mit Frailejon Pflanzen (Strauchpflanze), Farn, Flechten und Riesenbromelien. Die Durchschnittstemperatur im Park beträgt etwa 12 °C. Im Park kann man sogar bis auf die Bergspitzen wandern – es lohnt sich, denn auf einer Höhe von etwa 3.550 m und 3.700 m gibt es wunderschöne Bergseen. Am besten ist der Park mit dem Bus von Villa de Leyva aus über die Arcabuco Strasse zu erreichen.

Paradiesisches Dschungelabenteuer pur! Das verspricht ein Besuch in der Sierra Nevada de Santa Marta. Sie liegt in der gleichnamigen Gegend von Santa Marta, einer beliebten Region vor allem für Touristen, im nördlichsten Teil der Zentralkordilleren Kolumbiens. Hier sind auch die beiden höchsten Berge Kolumbiens beheimatet. Der Pico Cristobál Colón und der Pico Simón Bolivár erreichen beide eine Wahnsinnshöhe von 5.775 m. Durch die Nähe zum Karibischen Meer ist diese Bergkette auch gleichzeitig das höchste Küstengebirge weltweit. Unser Geheimtipp: Machen Sie einen Ausflug in das Kaffeedorf Minca und einen Trek zur Ciudad Perdida. Generell lassen sich in der Sierra Nevada de Santa Marta kristallklare Flüsse und rauschende Wasserfälle in wunderschöner grüner Dschungellandschaft erkunden. 

Inmitten der Zona Cafetera, der wunderschönen Kaffeezone Kolumbiens, liegt der Nationalpark Tatamá, eingebettet in die Cordillera Occidental der Anden. Mit seinen 51.000 Hektar und Höhenlagen von 2.000 bis 4.200 m finden sich hier verschiedene Vegetationen wieder. So gibt es neben feuchtem Nebelwald, Flüssen und Wasserfällen auch zahlreiche verschiedene Tierarten im Park. Vor allem Vögel lassen sich hier sehr gut beobachten. Aber es gibt auch verschiedene Säugetiere und Reptilien. So kann man mit etwas Glück exotische und vom Aussterben bedrohte Brillenbären, Jaguare und den Südamerikanischen Fischotter beobachten. Besonders schön ist auch der Páramo Tatamá, eine Vegetationsform gekennzeichnet durch Korbblütler, Farne und Kräuter sowie Schopfbäume. Bedingt durch die Nähe zum Pazifik, regnet es hier auch mal. 

Städte

Bogotá ist der Puls Kolumbiens, die Hauptstadt des nördlichsten Staates Südamerikas, auf einer Höhe von 2.640 m gelegen. Hier trifft Moderne auf Antike. Mit ihrer kolonialen Altstadt und den überaus modernen Business-Vierteln, zieht es jährlich sowohl viele Einheimische als auch einige Touristen in die 6,8 Millionen Menschen Metropole. Die Stadt ist multikulturell und abwechslungsreich. Hier leben Menschen aus allen Regionen des Landes. Bogotá ist auch sehr sauber und grün. Geschmückt durch viele Parks und umringt von einer Bergkette im Osten, können Besucher sich selbst in einer Großstadt wir Bogotá gut erholen. Wer nach Bogotá kommt, der sollte sich eine Gondelfahrt oder alternativ einen Fußmarsch auf den Monserrate Berg nicht entgehen lassen. Von dort aus hat man eine herrliche Panorama-Aussicht auf die Großstadt. Zudem bietet die Stadt eine sehr interessante Geschichte, gute Gastronomie, Kultur und Unterhaltung. Zwei bis drei Tage Aufenthalt in Bogotá lohnen sich also.

Von Bogotá lassen sich aber auch wunderschöne Ausflüge machen. Ganz besonders schön ist die unterirdische Salzkathedrale von Zipaquirá. Sie liegt etwa 48 km von Bogotá entfernt und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein Tagesausflug nach Villa de Leyva ist auch sehr zu empfehlen. Der Ort ist das besterhaltene Kolonialdorf in Südamerika! 

Medellín ist die zweitgrößte Stadt in Kolumbien und beheimatet mittlerweile rund 2,4 Millionen Einwohner. Noch vor 20 Jahren war die Stadt für Touristen unzumutbar. Der Drogenbaron Pablo Escobar herrschte über die Stadt mit seinem Kartell. Heute ist die Sicherheitslage längst geklärt und die Metropole wieder zu dem zurückgekehrt, was sie wirklich ist: Die Hauptstadt der Blumen und des ewigen Frühlings. Auf einer Höhe von 1.538 m, im Aburrá-Tal, im Nordwesten Kolumbiens, ist die Stadt besonders bekannt für ihre bunte Blumenvielfalt und grüne Gartenanlagen. Eingebettet in eine malerische Berglandschaft, wachsen im Großraum Medellín u. a. auch zauberhafte Orchideen. Hier kann man erholsame Ausflüge auf Blumenfarmen machen und sich von einheimischen Landwirten die Kunst der Blumenzucht erklären lassen. Ein besonderes Spektakel ist das jährlich stattfindende Blumenfest bei dem die ganze Stadt in einem herrlich-bunten Blumenmeer versinkt.

In der Großstadt gibt es auch viel Kulturelles zu erkunden. Die bekannten Skulpturen von Fernando Boteros schmücken das Stadtbild. In den Museen kann sowohl moderne Kunst als auch Historisches über die Geschichte Kolumbiens erforscht werden. Aber auch für Feierfreudige hat Medellín eine magische Anziehung. In den Stadtvierteln Barrio Colombia und El Poblado laden zahlreiche Bars, Restaurants und Clubs zum Tanzen bis tief in die Nacht ein. Zu den rhythmischen Beats von der kolumbianischen Künstlerin Shakira und noch vielen anderen lokalen Musikern, wird hier unter freiem Himmel, Salsa, Merengue, Bachata und Raggaeton getanzt. 

Von Medellín aus, lassen sich aber auch wunderschöne Tagesausflüge machen. So kann man z. B. in den Ort Santa Fe de Antioquia fahren. Der Ort wurde als UNESCO Weltkulturerbe benannt und verzaubert durch seine authentischen Kolonialhäuser.

Perle der Karibik – das ist ganz klar die schönste Kolonialstadt in Kolumbien. Nicht ohne Grund wurde schon 1984 Cartagena’s Altstadt und der Hafen zum UNESCO Kulturerbe ernannt. Die Stadt strahlt durch ihr einzigartiges Flair, eine nie vergehende Romantik aus. Auch die vielen Farben in den Gassen der Altstadt und die Einheimischen versprühen Karibikfeeling pur durch ihre ausgelassene Freude am Leben. Ein Highlight ist das Castillo de San Felipe de Barajas, eine ehemalige Festungsanlage, die trotz ihres langen Bestehens noch in sehr gutem Zustand ist. Die Straßen der Altstadt, die von einer Stadtmauer umgeben sind, zieren über 400 Jahre alte architektonische Meisterwerke. Zahlreiche Paläste im andalusischen Stil, die prunkvollen Kirchen, schöne Museen, und von Palmen geschmückte Plazas versetzen Sie in eine andere Zeit. Da versteht es sich von selbst, dass es jährlich sehr viele Besucher nach Cartagena zieht.

Durch die geografische Lage, ist es in Cartagena de Indias tropisch heiß. Abends wird die Stadt jedoch meist von einer frischen Brise vom Karibischen Meer her verwöhnt. Dann ist es besonders angenehm durch die Gassen der kolonialen Altstadt zu schlendern. Auch für Sportaktive ist Cartagena interessant. Zum einen laden die Strände in der Umgebung zum Schwimmen ein, zum anderen hat sich hier auch ein kleines Schnorchel- und Taucherparadies entwickelt. 

Ein wahr gewordener Traum sind die Islas de Rosario. Das 27 Inseln Archipel, südwestlich von Cartagena, ist genau das, was wir uns doch alle unter der Karibik vorstellen. Wärmende Sonne, weißer Sandstrand, türkisblaues Meer, zauberhaft schöne Korallenriffe und kleine Inseln, mit nur einer kleinen Strohdachhütte versehen. Einfach schön! Am besten lassen sich die Inseln auf einer geführten Tour mit dem Boot von Cartagena aus erkunden. 


Unsere Reiseinformationen lehnen sich an die Veröffentlichungen des Auswärtigen Amtes an. Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen. Einreisebestimmungen können sich jederzeit ändern. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit können wir nicht übernehmen. Stand Februar 2017. Die vollständigen Reiseunterlagen erhalten Sie nach Buchung Ihrer Reise. Sie können die aktuellen Einreisebestimmungen jederzeit auf der Website des Auswärtigen Amtes nachlesen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/kubasicherheit/212208 

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