Mit dem „El Chepe“ durch die Kupferschluchten Mexikos
07.12.2018 | Autor: Friederike Storch

Mit dem „El Chepe“ durch die Kupferschluchten Mexikos

Mexiko hat mehr als traumhafte Sandstrände, atemberaubende Maya Pyramiden und charmante Kolonialstädte zu bieten? Auf jeden Fall! Das sollte mir meine lang ersehnte Reise in den Norden Mexikos, genauer gesagt durch die Hochebene Chihuahuas, wieder einmal vor Augen führen. Lest selbst von meinem Trip im El Chepe.

Eine Reise mit dem Zug durch die Kupferschlucht, von Los Mochis an der mexikanischen Pazifikküste in die Hochebene der Sierra Madre nach Chihuahua, zählt zweifellos zu den außergewöhnlichsten Eisenbahnreisen der Welt. Die Landschaft des Schluchtensystems der Barranca del Cobre ist nicht nur weiter und größer, sie ist auch um einiges spektakulärer als der Grand Canyon in den USA, jedoch nicht halb so bekannt. Die Flüsse haben hier stattliche Schluchten in die Felsen der Sierra Madre Occidental gegraben. Der Legende nach soll irgendwo hier in dieser entlegenen und einsamen Bergregion - geschaffen durch die Gewalt der Natur in Millionen von Jahren - der geheimnisvolle Schatz der Sierra Madre verborgen sein. Ich glaube der eigentliche Schatz, ist die schlichte Schönheit des Kupfer Canyon.

Mit dem Zug nach Chihuahua

Im Frühjahr des letzten Jahres reiste ich von Guadalajara nach Chihuahua, dem „trockenen Platz“ in der schluchtenreichen Wüstenlandschaft der Sierra Madre. In der Stadt im Herzen des gleichnamigen Bundesstaates angekommen, spürt man sofort das es sich hierbei um eine Industriestadt mit kolonialem Charme in einer sandigen Umgebung handelt. Durch die Nähe zu den USA haben sich hier die mexikanischen Traditionen mit denen nordamerikanischen vermischt und deshalb sieht man viele Chihuahuenses, die in Cowboystiefeln, den typischen Hüten und ihrem Familienclan durch die Straßen schlendern. Auf den öffentlichen Plätzen herrscht reges Treiben: man sieht Musiker und viele ältere Granjeros, die gemeinsam Schachspielen.

Romantik pur, irgendwo im Nirgendwo

Man rollt in der Küstenebene von Los Mochis los und spätestens bei El Fuerte beginnt der spektakulärste Abschnitt der Bahnstrecke. "El Chepe", wie der Zug liebevoll genannt wird, quält sich hier in abenteuerlichen Spitzkehren über 2000 Meter hoch bis in die Sierra Madre. Über zahlreiche Brücken und Tunnel überwindet man das wilde Schluchtensystem der Barranca del Cobre. Der Nervenkitzel zahlt sich aus, denn man hat eine atemberaubende Sicht in die Tiefe der Schluchten des Rio Urique und des Rio Batopilas. Bei Divisadero legt der Zug einen kurzen Halt ein, der perfekte Augenblick, um wenigstens ein ruckelfreies Foto schießen zu können. Auf der Hochebene der Sierra Madre erblickt man fantastische Wasserfälle und stille Bergseen, ausgedehnte Kieferwälder und bizarre Felsformationen.

Ich würde empfehlen die Strecke in Los Mochis an der mexikanischen Pazifikküste nach Chihuahua zu fahren, denn so bekommt man die schönsten Etappen bei Tageslicht zu Gesicht. Man erlebt Mexiko noch einmal von einer ganz anderen Seite. Ich würde diese Reise immer wieder machen und dann am liebsten noch ein bisschen mehr mit dem Zug fahren. Es hat so etwas Entschleunigtes. Wenn ihr auch Lust habt auf ein Abenteuer der etwas außergewöhnlichen Art, dann fragt uns! Wir organisieren im Rahmen einer individuellen Mexikoreise gerne eine Fahrt mit "El Chepe" für euch!


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