Lateinamerika Reisen | Regenwaldprojekt La Tigra/Costa Rica - travel-to-nature
Lateinamerika Reisen | Regenwaldprojekt La Tigra/Costa Rica

Costa Rica - Regenwaldprojekt La Tigra

Bereits beim ersten Besuch unseres Geschäftsführers Rainer Stoll in Costa Rica vor über 20 Jahren, war seine Liebe zu diesem grünen Land entflammt. Ein paar Jahre später kaufte er sich gemeinsam mit seinem costa-ricanischen Freund Paul Valenciano ein kleines Stück Land. Beide hatten die Idee Regenwald aufzuforsten, um später damit das Studium der Kinder zu finanzieren. Über die Jahre wuchsen die Setzlinge zu einem richtigen Wald heran. Rainer besuchte die Fläche regelmäßig und war überrascht, wie schnell die Bäume hier wachsen. Stolz auf seinen kleinen Wald mit den darin lebenden Tieren entschied sich Rainer für den erhalt dieses Lebensraumes. 

Jedoch empfindet nicht jeder so und Profitgier macht auch vor dem ökologisch orientierten Costa Rica nicht Halt. So werden immer größere Flächen Regenwald abgeholzt und die Lebensgrundlage der Tiere schwindet nach und nach – fatal für ein Land wie Costa Rica. Bei Rainers regelmäßigen Besuchen in Costa Rica trifft er sich immer wieder mit Geschäftspartnern und Freunden. 2013 kam erneut das Thema Naturschutz auf und alle waren sich einig – es muss etwas dafür getan werden. So kaufte travel-to-nature eine 8,5 ha große Fläche, mit dem Ziel ein Naturschutzprojekt mit sozialem Charakter zu realisieren. Auf einer 5,5 ha großen Wiese, die nachweislich seit mehr als 20 Jahren nicht mehr bewaldet war, fingen wir an mit unseren Gästen einen neuen Regenwald zu pflanzen. Wir wollen damit zeigen, dass es möglich ist, frühere Fehler (Umweltzerstörung) wieder gutzumachen. Ebenso ist uns wichtig mit Regenwaldaufforstung nachhaltige Einnahmen zu erzielen, ohne die Bäume anschließend wieder zu fällen. Als nachhaltiger Reiseveranstalter legt travel-to-nature viel Wert darauf, das ökologische Gleichgewicht in den Zielländern zu wahren und die einheimische Bevölkerung durch den Tourismus zu unterstützen. So bieten wir den Reisenden vor Ort ein „echtes Dschungelerlebnis“ und geben gleichzeitig der Natur Costa Ricas ein Stück zurück.


Aktuelles aus der La Tigra Rainforest Lodge

06.10.2017: Bau einer Aussichtsplattform im Garten für die Kochkurse.

04.08.2017: Die ersten Affen auf dem Gelände der Reserva Bosque La Tigra

13.07.2017: Eröffnung des Permakultur-Gartens

01.06.2017: Einweihung des Hühnerstalls

05.02.2017: Fertigstellung eines Hühnerstalls. Die frischen Eier werden für die Zubereitung der Speisen für die Gäste verwendet.

31.01.2017: Fertigstellung des 6. Wandertrails durch das Gelände

15.01.2017: Fertigstellung des 5. Froschteiches, weitere befinden sich im Bau. Es wurden bereits über 13 Froscharten gezählt.

05.12.206: Neuer Barbecue Grill, um die Gäste kulinarisch zu verwöhnen.

10.10.2016: Neue Kochkurse in der Lodge. Wer möchte kocht unter professioneller Anleitung das costa-ricanische Abendessen.

19.04.2016: Anlegen eines eigenen Permakulturgartens in La Tigra

05.03.2016: Inbetriebnahme einer Solaranlage, die das warme Wasser für die Gäste bereitstellt.


Die Idee

Die Idee eines natürlich aufgeforsteten Regenwaldes nimmt langsam Form an und es entwickelt sich daraus die Konzeption zur La Tigra Rainforest Lodge. Reisegäste sollen eine Möglichkeit haben so naturnah wie möglich zu übernachten und zusätzlich etwas „Gutes“ dabei tun. Auf dem hügeligen Gelände sollen frei stehende Zeltbungalows mit eigenem Balkon und Badezimmer entstehen. Jeder Gast soll 2-3 Tage im Dschungel verbringen und umweltschonende Aktivitäten unternehmen können. Das Essen wird frisch zubereitet und kommt von Bauern aus der unmittelbaren Region. Die Mitarbeiter der Lodge sind Costa Ricaner aus der Region, die mit Herzblut im Projekt mitarbeiten. Fachkundig werden die Gäste über Umweltschutz und natürliche Aufforstung aufgeklärt, um einen Beitrag zur Sensibilisierung der Reisenden zu erreichen. Hauptbestandteil der Übernachtung im Dschungel ist die Aufforstung des Regenwaldes. Jeder Gast pflanzt einen Regenwaldbaum, der per GPS vermessen wird. Dabei wenden wir das Prinzip der „Natural Reforestation“ an.


Natural Reforestation – natürliche Regenwaldaufforstung   

Die La Tigra Rainforest Lodge ist im Besitz von 5,5 ha brachliegender Wiese ohne Bäume. Das ist wichtig, denn wir wollen keinen Regenwald zerstören, um dann später dort aufzuforsten. Wir pflanzen nun mit der Hilfe unserer Gäste einheimische Baumarten an. Diese bilden den „Grundstock“, also das Dach für einen künftigen Regenwald. Die ersten 3 Jahre werden die Bäume gepflegt und im Anschluss sich selbst überlassen. So fördern wir das natürliche Waldwachstum. Nicht jeder Baum wird es schaffen, denn nur die stärksten werden groß. Aber jeder einzelne Setzling leistet einen wichtigen Beitrag zu einem neuen Regenwald. Tiere aus dem nahe gelegenen „Bosque Eterno de los Niños“ überfliegen die zu bewaldende Fläche auf der Suche nach Nahrung. So sorgen sie ganz natürlich für die Verbreitung der Pflanzensamen und der Wald kann wachsen. Wir hoffen, dass so in 7 bis 20 Jahren ein intaktes Ökosystem entsteht. Der Wald bleibt – solange travel-to-nature das Grundstück besitzt – bestehen und wird nicht wieder abgeholzt werden. 



Wie profitieren die Tiere von dem neuen Wald?

Zwischen zwei Wäldern oder Schutzgebieten müssen die Tiere oftmals große Strecken Weideland durchqueren, um sich auszubreiten. Stellen Sie sich nur vor ein Faultier, müsste 500 Meter ohne Bäume zurücklegen. Das ist sehr gefährlich und auch sehr anstrengend für die Baumbewohner. Wir sorgen uns aber nicht nur um Säugetiere, uns sind auch Amphibien, Vögel und Insekten wichtig. Alle sollen ein kleines Refugium mehr bekommen, in dem sie sich wohl und sicher fühlen können. So soll der neue La Tigra Wald als Korridor zwischen den umliegenden Regenwäldern dienen und den Tieren Schutz bieten beim Durchqueren der Wälder. Durch das Gelände der La Tigra Rainforest Lodge fließt ein kleiner Dschungelfluss, der an den Ufern noch gut bewaldet ist. Das soll auch so bleiben. Dieser Bach und seine Saumwälder bilden einen natürlichen Lebensraum für wild lebende Tiere. Kinkajous (Wickelbären), verschiedene Affenarten (Klammer- und Brüllaffen), Ameisenbären, Gürteltiere aber auch Frösche, Reptilien und viele Vögel sollen den Abschnitt auf dem Weg in tiefer liegende Gebiete nutzen können. 


Wie die La Tigra Rainforest Lodge entsteht

Einige fragen sich vielleicht, warum man auf ein paradiesisches Stückchen Erde eine Lodge für Reisende bauen möchte? Sollte man nicht besser die Natur, die wir aufforsten, wahren? Ja und nein! Denn mit unserem Projekt möchten wir zeigen, dass Naturschutz und Tourismus keine unvereinbaren Gegensätze sind und wenn viele partizipieren, etwas Großes daraus entstehen kann. Reisende sollen sich vor Ort einen Eindruck davon machen können, was es bedeutet, sich für Natur- und Artenschutz einzusetzen. So entschieden wir uns 2014, mit dem Bau der Lodge zu beginnen. Für den Bau wurde lediglich Altholz aus der über 10 Jahre alten Plantage von Rainer Stoll und Paul Valenciano genutzt. So entstanden nach und nach rustikale und charmante Zeltunterkünfte mit eigenem Badezimmer – ein wenig Komfort mitten im Dschungel. Zu Beginn der Bauarbeiten wucherten lediglich viele kleine Büsche auf dem Gelände. Mittlerweile sind die Unterkünfte regelrecht zugewachsen und vermitteln so den Eindruck sich mitten im „Wohnzimmer der Natur zu befinden“. Mit der Lodge bieten wir Reisenden einen Platz mitten im Herzen des Projektes. Hautnah erleben Sie die tägliche Arbeit vor Ort mit und können selbst aktiv werden. 



Was ist nachhaltig an der Unterkunft?

Neben der ökologischen Bauweise mit eigenem Tropenholz und nachhaltiger Energiegewinnung versuchen wir, die Wertschöpfung so weit wie möglich in der Region stattfinden zu lassen. Alle Mitarbeiter, die innerhalb des Projektes arbeiten, stammen aus der Gegend um La Tigra. Das ist uns sehr ein großes Anliegen. Wir möchten Arbeitsplätze für die Einheimischen schaffen. Ein paar der Mitarbeiter entschieden sich für Anteile an der Lodge, anstatt sich ihren Lohn ausbezahlen zu lassen. So hat die La Tigra Rainforest Lodge heute 6 Anteilseigner. Das freut uns sehr, denn so gibt es immer wieder viele neue Ideen für die Lodge und das Gelände. Eine davon war ein Permakulturgarten. Neben der Lodge sollte eine kleine Pflanzenoase entstehen. Mittlerweile wachsen und gedeihen hier Wurzeln, Kräuter, Gemüse und saftiges Obst. Alles können wir leider nicht selbst anpflanzen. Diese Lebensmittel beziehen wir von Bauern aus der Region. 

Nachhaltig – nicht im Lodgebetrieb an sich – aber als Bestandteil des Projektes, ist die Integration einer kleinen Schule (Escuela San Jorge). Die Schule mit ihren rund 8 Schülern in unterschiedlichen Jahrgängen stand kurz vor dem Aus, da Geld und Perspektive fehlten. Jeder Besucher von La Tigra unterstützt die Schule nun mit USD 4. Mit diesem Geld können Unterrichtsmaterialien gekauft, die Schule renoviert oder PCs angeschafft werden. Unsere Gäste besuchen die Schule an Schultagen und oftmals erlebt man auch traditionelle Tänze vor Ort. Das können wir nicht garantieren, denn wir möchten die Schüler keinesfalls überfordern, sondern lediglich einen Einblick in das Schulsystem gewähren und für einen Kulturaustausch sorgen. Die Besuche unserer Reisegäste sind mit dem Schulamt der Provinz abgesprochen und Teil des Lehrplans. Wir können garantieren, dass sich die meisten Schüler über den Besuch und den Kulturaustausch freuen. Sie können gerne vor Ort selbst nachfragen. Wahrscheinlich werden Sie es aber an der Offenheit und den vielen Fragen seitens der Schüler an Sie selbst merken.


Übernachten in der La Tigra Rainforest Lodge

Jeder Costa Rica Reisende möchte sicher einmal in den Urwald. Und zwar richtig in den Urwald, nicht nur mal kurz, sondern mit Haut und Haaren, mit allen Sinnen. Kaum einer möchte jedoch in direkten Kontakt mit Insekten oder wilden Tieren treten oder auf ein Badezimmer verzichten. Gemeinsam mit unseren costa-ricanischen Freunden haben wir überlegt, wie wir eine Lodge aufbauen können, die die Nähe zur Natur ebenso wie ausreichend Komfort bietet. 

Wir haben uns entschieden robuste Canvas-Zelte zu nehmen, die auf Plattformen aus einheimischen Hölzern gebaut wurden und möglichst resistent gegen Insektenbefall (Termiten und Ameisen) sind. Jedes Canvas-Zelt hat ein privates Bad mit Dusche, ein gemütliches Twin Bett und eine Veranda mit extra gefertigten Holzstühlen, wo man richtiges „Urwaldfeeling“ verspürt. Man soll nachts die Geräusche des Regenwaldes hören können und trotzdem ein sicheres, angenehmes und ruhiges Gefühl haben. Ein bisschen Luxus in der Wildnis – das ist unser Konzept. 

Costa Rica La Tigra Rainforestlodge Team

Zu Gast bei Freunden mit Herz

Erleben Sie was es heißt auf Reisen nicht nur zu übernachten, sondern die Zeit unter Freunden zu verbringen. Wir freuen uns auf Sie!

La Tigra Rainforest Lodge

Ausgezeichnetes Projekt

Wir von travel-to-nature waren von Anfang an überzeugt vom Erfolg unseres Projektes und sind stolz darauf, was bisher daraus entstanden ist. Nach über 2 Jahren Betrieb in der Lodge bekommen wir immer wieder konstruktives Feedback, um uns zu zeigen, was wir noch besser machen können und sehr viele positive Rückmeldungen von unseren Gästen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und bestärkt uns natürlich immer wieder das Projekt weiterzuentwickeln. 

Von Anfang an wollten wir mit La Tigra auch in der Tourismusbranche einen Meilenstein setzen und zeigen, dass Tourismus nicht gleichbedeutend ist mit Umweltzerstörung. Wir wollten zeigen, dass man mit Tourismus auch viel Gutes erreichen kann für den Arterhalt in einem grünen Land wie Costa Rica und für dessen Bevölkerung. Es freut uns sehr, dass wir auch hier immer wieder positive Rückmeldungen erhalten. 2016 wurde La Tigra von der travelOne mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und 2017 erhielt das Projekt sogar die Goldene Palme für soziale Verantwortung im Tourismus der GEO Saison


Rainer Stoll bei der Preisverleihung der Goldenen Palme auf der ITB 2017 für die La Tigra Rainforest Lodge

Wie geht es weiter? 

Diese positiven Rückmeldungen vonseiten unserer Reisegäste und auch in der Branche machten uns die Entscheidung leicht, weiter in das Projekt zu investieren und es auszubauen. Da wir mit der Aufforstung langsam an die Kapazitätsgrenze der Fläche stoßen, wollen wir nun einen Schritt weiter gehen und neue Fläche dazu kaufen. Denn nachhaltige Aufforstung soll auch weiterhin das Kernthema des Projektes bleiben. Ein Konzept sowie einen Namen für die neue Fläche gibt es bereits und wir freuen uns schon jetzt darauf, zukünftig mehr Reisende und auch Einheimische damit für den Natur- und Artenschutz in Costa Rica zu begeistern. Unterstützen Sie das Projekt "Reserva Bosque La Tigra"!

Costa Rica Regenwald, Baumkronen

Weiterentwicklung des Projektes La Tigra

Unterstützen Sie uns dabei das Projekt weiterzuentwickeln. Mit "Reserva Bosque La Tigra" soll auf über 14 ha mit Ihrer Hilfe neuer Regenwald entstehen.

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