Meine erste Woche in Nicaragua
05.03.2015 | Autor: Nicola Späth

Meine erste Woche in Nicaragua

¡Hola a todos! Am Montag den 23. Februar hat meine Reise nach Mittelamerika begonnen - die nächsten 11 Wochen ist Nicaragua meine neue Heimat!

Angefangen hat natürlich alles mit der weiten Anreise. Es war nicht mein erster Langstreckenflug, ich war also vorbereitet auf langes Sitzen und relativ wenig Platz. Ein Buch, Musik im Ohr und Schokolade lag griffbereit! Die Zeit verging dann aber doch „wie im Flug“ und da stand ich auch schon in Managua! Schön warme Luft kam mir entgegen, die Sonne schien, ich war definitiv nicht mehr in Deutschland!Da ich in San José umsteigen musste und mich dort schon an das deutlich angenehmere Klima gewöhnen konnte, hatte ich mich schon aus ein bis zwei Schichten meines Zwiebellooks gepellt. Der Flughafen in Managua ist sehr übersichtlich, man muss sich also keine Sorgen machen, dass man sich verläuft. Mit dem Taxi wurde ich erst ins Büro von Vapues gebracht, wo ich nett empfangen wurde und alle kurz kennenlernen konnte. Danach ging es zur Unterkunft. Mein erster Eindruck von Managua war, dass es eine sehr volle Stadt ist, das liegt natürlich auch am starken Autoverkehr und daran, dass hier knapp 2 Millionen Menschen leben. Weiter außerhalb finden sich auch ruhigere Orte. Mit der Zeit werde ich bestimmt noch mehr von Managua sehen. Da sich mein Spanisch doch noch sehr in Grenzen hält, war die Kommunikation etwas erschwert. Mein Taxifahrer hat sich aber alle Mühe gegeben, mir auf der Fahrt bereits eine kleine Stadtführung zu geben und sich ein bisschen mit mir zu unterhalten. Wenn Ihr euch also Sorgen macht, dass Euer Spanisch nicht ausreicht, dann kann ich Euch beruhigen. Bisher waren alle sehr nett und versuchen einen zu verstehen, auch wenn man nur sehr gebrochenes Spanisch spricht. Ein paar grundlegende Wörter und ein Wörterbuch sind aber sicher hilfreich.

Um das Land kennenzulernen, durfte ich auch bereits mit auf einen Tagesausflug. Gemeinsam mit zwei Reisenden, einem Fahrer und einem Guide ging es los Richtung Granada. Der erste Stopp war am Vulkan Masaya. Bereits auf dem Weg zum Krater sind die Reste des letzten Ausbruchs zu sehen. Schwarzes Lavagestein liegt rechts und links der Straße, die Pflanzen haben bereits ihren Weg hindurchgefunden. Am Krater angekommen hat man eine faszinierende Sicht auf den Krater. Weiße Wolken steigen auf und begrenzen die Sicht in den Kraterschlund hinein. Kurz nach unserer Ankunft zog es ein wenig zu, man konnte die aufsteigenden Gase riechen und es war deutlich zu spüren, dass der Vulkan wirklich noch aktiv ist. Daher habe ich leider auch kein Foto, das die Sicht in den Krater richtig zeigt. Unser englisch sprechender Guide erklärte uns alles und führte uns herum. Weiter ging es zum Kunsthandwerksmarkt in Masaya, wo sich alle Arten von Souvenirs finden lassen – von Taschen, über Hängematten, Schuhe bis hin zu leckerem Essen. Die Mittagspause verbrachten wir in dem kleinen Örtchen Catarina. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick auf den Kratersee Apoyo. Auch beim Mittagessen saßen wir direkt am Fenster und konnten bei gutem Essen die Aussicht genießen. Zum Abschluss der Tour ging es nach San Juan de Oriente. Ihr kennt doch sicher alle diese schönen Tongefäße, die es auf vielen Märkten zu kaufen gibt. Hier kann man sehen, wie viel Arbeit und Zeit in so einem Gefäß steckt! Jeder Schritt, von der Materialbeschaffung, über das Formen, Lackieren und Trocknen, wird alles genau erklärt. Danach hat man natürlich die Möglichkeit sich ein kleines Andenken zu kaufen. Die Auswahl ist groß! Mein Favorit war natürlich die Arche! Endstation war dann in Granada. Ich bin von dort aus allerdings mit dem Bus zurück nach Managua gefahren, was einfach und günstig ist. Die Tour ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert um einen Teil Nicaraguas kennen- und verstehen zu lernen! Im Vergleich zu unseren Fahrkarten kann man hier supergünstig mit dem öffentlichen Bus fahren. Da ich etwas außerhalb wohne, bin ich morgens so in die Innenstadt gefahren. Nach einem weiteren Tag im Büro stand auch schon das Wochenende vor der Tür, das ziemlich ruhig war.

Mal schauen, was nächste Woche so alles passiert. ¡Hasta pronto, Nicola!


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