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Brasilien Reisen | Brasilien Urlaub

Brasilien Reisen

Auf eigenen Wegen das spannendste Land Südamerikas bereisen

Das bevölkerungsreichste Land Südamerikas und eine der bedeutendsten Volkswirtschaften weltweit, ist ein Land der Extreme. Das fünftgrößte Land der Erde, in dem ganz Europa Platz hätte, ist ein Land voller Schönheit und Sehnsucht, getragen vom Bossa Nova und seinen melancholischen Texten.

Es ist ein Land der Gegensätze, in dem sich hoch industrialisierte Regionen und eine wie aus der Zeit gefallene indigene Bevölkerung gegenüber stehen.

Sinnbild dieser Gegensätze ist Rio de Janeiro, wo mit der Copacabana einer der berühmtesten Strände der Welt liegt. Der halbmondförmige Strand, auch „Kleine Meerprinzessin“ genannt („Princesinha do Mar“), hat seine goldenen Zeiten aus den 50er und 60er Jahren hinter sich, doch der Ruhm der Boheme ist geblieben. So wie das Lied vom „Girl from Ipanema“.

Rio, das ist Brasilien, doch Brasilien ist nicht nur Rio. Je weiter nördlich man fährt, umso schöner wird Brasilien. Wanderdünen, die 20 Kilometer ins Land hineinragen, versteckte Süßwasserseen und natürlich das riesige Amazonasbecken, das annähernd den gesamten nördlichen Teil des südamerikanischen Kontinents bedeckt. Dort befindet sich mehr als die Hälfte des weltweit verbliebenen Tropenwaldes und ein unvorstellbarer Artenreichtum.

Wer Brasilien bereist, tut gut daran, die einzelnen Stationen bereits daheim genau zu prüfen. Welcher Strand, welche Route, Gruppenreise oder individuell arrangiert. Denn Brasilien hält unglaublich viele verlockende Möglichkeiten bereit.

Chaotisch wie die scheinbar unentwirrbaren Kabel an den Strommasten, atemberaubend schön wie der Regenwald und leicht wie eine Brise am Strand - Brasilien.

Brasilien individuell

Brasilien - ein Land, hundert Möglichkeiten. Entdecken Sie Brasilien auf eigene Faust und lassen Sie sich von einem ganz besonderen Charme verzaubern.

Brasilien individuell


Tipps und Infos für den Brasilien Urlaub in Kürze

Reisezeit

Prinzipiell kann Brasilien ganzjährig bereist werden. Die nördlichen Küstengebiete eignen sich von Juli bis Dezember für eine Reise, das Amazonasgebiet von Juni bis Oktober und die Südküste mit Rio de Janeiro von Dezember bis März. In diesen Zeiten ist die Aussicht besonders gut, mit viel Sonnenschein und wenig Regen zu reisen. Dank der hohen Wassertemperaturen kann man das ganze Jahr über im Meer baden.

Impfungen

Derzeit werden keine Impfungen für die Einreise nach Brasilien verlangt. Dennoch ist es ratsam, sich über eine Gelbfieber-Impfung zu informieren: Große Teile des Landes sind Gelbfieber-Epidemiegebiet. Außerdem empfehlen sich die Standard-Impfungen gegen Tetanus, Diphterie, Pertussis, Mumps, Masern, Röteln, Influenza, Pneumokokken, Hepatitis A und B sowie gegen Typhus.

Währung/Geld

Die allgemeine Währung in Brasilien ist der Brasilianische Real, kurz BRL. Meistens kann man in Brasilien mit Kreditkarte bezahlen. Wer jedoch in abgelegene Regionen reist, hebt vorher am besten in einer Bankfiliale einen passenden Geldbetrag ab. Generell sollte man darauf achten, dass keine Vorrichtung zur Kopie der Karte oder Aufzeichnung der Geheimzahl installiert ist. Und: Immer die Karte im Auge behalten.

Visum/Einreise

Deutsche Staatsbürger dürfen ohne Visum bis zu drei Monate in Brasilien bleiben. Bei der Einreise sollte der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Für Minderjährige mit nur einem Elternteil gelten besondere Einreisebestimmungen: Hier ist die Einverständniserklärung des jeweils anderen Elternteils notwendig, beglaubigt von einem brasilianischen Konsularbeamten. 



Ausführliche Informationen rund um die Brasilien-Reise


Must Do's

Ein Fischer, mit seinem kleinen Fischerboot auf dem Amazonas.

Amazonien ist weltbekannt für dem größten Fluss der Erde, der ungeheure Wassermassen mit sich führt - mehr als der Mississippi, der Nil und der Jangtsekiang zusammen. Und für eine unermeßliche Artenvielfalt sowie das Sauerstoffreservoir im Tiefland des Amazonas, das als das größte der Erde gilt. In diesem weltweit unvergleichlichen Ökosystem leben unzählige, bislang noch nicht entdeckte Arten sowie beispielsweise der seltene Jaguar, der dort ein Rückzugsgebiet gefunden hat.

Nicht nur der Regenwald, der im Norden von einer ausgedehnten Savanne abgelöst wird, ist ein unvergleichliches Naturreich, auch der Amazonas selbst besitzt beeindruckende Eigenschaften. So führt er derart viel Süßwasser mit sich, dass man mit der Durchflussmenge von nur 30 Sekunden den Durst der gesamten Menschheit für einen Tag stillen könnte. In der Regenzeit überflutet der Amazonas ein Gebiet, das fast zweimal so groß ist wie Deutschland.

Neben einem Besuch des beeindruckenden Regenwaldes lohnt sich die Besichtigung der Stadt Manaus, die im Zuge des Kautschukbooms Ende des 19. Jahrhunderts zur Millionenstadt angewachsen ist. Im gesamten Amazonasgebiet sind nur sehr wenige Ansiedlungen zu finden, was diese riesige, naturbelassene Region einzigartig macht.

Das Pantanal (portugiesisch für Sumpf) zählt mit einer Fläche von etwa 200.000 km² zu den größten Binnenland-Feuchtgebieten der Erde. Die riesige, größtenteils in Brasilien gelegene Schwemmebene, wird vom ständigen Wechsel der Regen- und Trockenzeit bestimmt. Während der Regenzeit steigen die zahlreichen Flüsse an und überfluten das angrenzende Umland. Die auf diese Weise transportieren Nährstoffe setzen sich bei Rückgang der Überschwemmung auf der Erde ab und sichern unzähligen Tierarten das Überleben.

Neben den über 600 verschiedenen Vogelarten leben hier vor allem Pantanal-Hirsche, Wasserschweine, Fischotter und Kaimane. Das Pantanal ist für seine vielen Jaguare bekannt, die man an manchen Stellen beinahe garantiert zu sehen bekommt. In der Region sind zudem über 2.000 Pflanzenarten heimisch.

Obgleich das riesige Biosphärenreservat unter Naturschutz steht und im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde, wird das Feuchtbiotop massiv von Industrialisierung, Abholzung und Wilderei bedroht. Die ungefilterten Abwässer von Ethanolfabriken dringen in die weit verzweigten Flüsse des Pantanal vor und zerstören das Ökosystem. Monokulturen wie Zuckerrohr-, und Sojaplantagen bedrohen das Pantanal ebenfalls, Pestizide, Dünger und die durch das fehlende Wurzelwerk der Bäume verstärkte Erosion stellen eine akute Gefahr dar. Nachhaltiger Tourismus, Umweltschutzprojekte und soziale Initiativen sollen die Bedrohung abwenden, damit dieses einzigartige und vielfältige Erbe der Natur fortbestehen kann.

Affe im Regenwald

Die 'Costa Verde', die 'Grüne Küste' erstreckt sich fast 600 km zwischen den beiden Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo. Der Landstrich zählt zu den regenreichsten Regionen Brasiliens, hier ist ein dichter Regenwald entstanden, der eine riesige Artenvielfalt beheimatet. Die ebenfalls grünen Berge reichen bis an das Meer, was einen ganz besonderen landschaftlichen Reiz ausmacht. Nicht weit entfernt liegt die Illha Grande, auf der Brasiliens schönste Strände zu finden sind.

Musik, brasilianische Rhythmen, jahrhundertealte Gesänge und Bewegungsabläufe, die aus Elementen des Kampfsports, des Tanzes und der Akrobatik bestehen - das ist Capoeira! Das Wort stammt aus dem portugiesischen und bedeutet "Hahnenkäfig" abgeleitet von capoa, dem "Hahn".

Bei diesem brasilianischen "Kampftanz", der seinen Ursprung im afrikanischen NíGolo ('Zebratanz') hat, wird ein Kreis (Roda) in den Sand gezeichnet, um den herum die Zuschauer stehen, sozusagen die Arena. Die Musik stammt vorwiegend von Trommeln, einem Pandeiro (Tamburin) und einer Berimbau, ein gebogener Holzstock, an dessen Enden ein Draht als Saite befestigt ist und einem ausgehöhlten Flaschenkürbis, der als Resonanzkörper dient.

Die Wurzeln dieses Kampfsports reichen bis in die Zeit des 16. Jahrhunderts, als auf den brasilianischen Zuckerrohr- und Tabakplantagen eine enorme Nachfrage nach Arbeitern bestand. In diese Zeit wurden mehr als zwei Millionen Afrikaner entführt und gezwungen, als Sklaven zu arbeiten. In den Senzalas, den Unterkünften der afrikanischen Sklaven, entwickelte sich die Frühform des Kampfsports, nicht zuletzt als Selbstverteidigung gegen die Sklavenhalter. Um die Aufseher zu täuschen, fügten die Arbeiter tänzerische Elemente und Musik hinzu und tarnten Capoeira als Tanz. Mit der Zeit entwickelte sich der 'Kampftanz' weiter, aus der ehemaligen "Capoeira angola" wurde die "Capoeira regional" ableitet, die heute weltweit getanzt wird.

llha Grande, die große Insel, ist ein Paradies für jeden, der wunderschöne Strände, eine reiche Natur und Ruhe sucht. Mit ihren beinahe 100 Stränden zieht die Insel Naturliebhaber an, die die ehemalige Pirateninsel zu Fuß erkunden, denn Autos gibt es hier nicht. Wanderungen in den artenreichen Dschungel werden hier zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Mit knapp 5.000 Einwohnern ist die Insel vergleichsweise normal besiedelt. Die Einheimischen leben meist vom Fischfang oder, wie im Hauptort Vila do Abraão, vom Tourismus. Wer verweilen möchte, findet dort Cafés und Restaurants oder auch Pousadas, kleine Pensionen, die ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in das Umland sind. Besonders die Wanderung auf den 982 m hohen Pico de Papagaio ist ein Erlebnis und mit etwas Glück sind von dort oben sogar Guyana Delfine im Meer zu sehen.

Auch unter Wasser hat das Naturreservat mit dem türkisfarbenen Wasser der Lagoa Azul einiges zu bieten. Neben zahlreichen Fischen, Korallen, Quallen und Tintenfischen liegen hier Schiffswracks auf dem Meeresgrund - Taucher und Schnorchler werden begeistert sein.

Besonders von April bis November, in der Nebensaison, ist die Ilha Grande ein geradezu paradiesischer Ort - freundliche und lebensfrohe Menschen, tropische Früchte in Hülle und Fülle und eine nicht enden wollende Anzahl von wunderschönen Orten. Die Strände der Praia Dois Rios und der Praia de Lopes Mendes laden zu einem Bad geradezu ein. In der Höhle Gruta do Acaiá kann man ein atemberaubendes Farbenspiel beobachten und der Leuchtturm Farol de Castelhanos ragt majestätisch an der Küste empor. Was Sie bei einen Besuch der traumhaften Insel unbedingt beachten müssen: Nehmen Sie genügend Bargeld mit. Denn in diesem Paradies werden Sie weder Geldautomaten noch eine Bank finden.

Was kommt einem in den Sinn, wenn man an Rio de Janeiro denkt? Genau: Christusstatue, Copacabana und, natürlich, der Zuckerhut. Der "Pão de Açúcar", auf Deutsch "Brot aus Zucker", trägt seinen Namen aufgrund seiner kegelförmigen Gestalt, die portugiesische Seefahrer des 15. und 16. Jahrhunderts stark an Gefäße erinnerte, mit denen Zucker transportiert wurde, eben ein Zuckerhut.

Lange Zeit galt der Granitberg als unbezwingbar, bis 1817 die Engländerin Henrietta Carstairs den 395 Meter hohen Felsen bestieg. Seine besondere Form erhielt der Zuckerhut unter anderem aufgrund einer Schuppenbildung, das heißt, dass sich im Laufe der Zeit schalige Gesteinsplatten ablösten und der Fels seine heutige Form annahm.

Möchte man den atemberaubenden Blick von der Aussichtsplattform des Zuckerhuts genießen, gibt es die Möglichkeit mit der "O Bondinho", einer Drahtschwebebahn, in zwei Teilschritten zum Gipfel des Felsens zu gelangen. Der erste Abschnitt reicht knapp 530 m von der Talstation Praça General Tibúrcio bis zur 226 Meter hoch gelegenen Bergstation Morro da Urca. Nun steigt man eine Treppe hinab und trifft auf eine zweite Bergstation, deren Gondeln zum 735 Meter entfernten Gipfel führen. Eine Besonderheit dieser Fahrt ist das leichte Schwanken, das aufgrund des trägerlosen Baus und der Länge der Strecke eintritt. Die rundherum aus Glas bestehende Gondel ermöglicht schon während der Fahrt einen beeindruckenden Ausblick. Auf dem Gipfel schließlich genießt man den wunderschönen Ausblick über den Atlantik, die Christusstatue, die Strände Praia Vermelha und natürlich die Copacabana.


Landesinformationen

Deutsche Staatsangehörige brauchen für die Einreise nach Brasilien grundsätzlich kein Visum. Bei Aufenthalten, die länger als drei Monate dauern, wird jedoch ein Visum verlangt. Ein Reisepass muss bei Einreise mindestens sechs Monate gültig sein, außerdem benötigt jedes Kind sein eigenes Ausweisdokument. Kurz vor Ein- bzw. Ausreise muss zudem eine Ein- und Ausreisekarte ausgefüllt werden, die bei der Ausreise vorgelegt werden muss.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen:

Minderjährige, die nicht in Begleitung beider Elternteile oder Erziehungsberechtigten nach Brasilien einreisen, benötigen eine Einverständniserklärung des nicht mitreisenden Elternteils. Diese Erklärung muss von einem brasilianischen Konsularbeamten einer brasilianischen Auslandsvertretung oder bei einem brasilianischen Notariat beglaubigt werden.

Nicht eingeführt werden dürfen neben überall verbotenen Dingen wie Waffen oder Drogen sämtliche Nahrungsmittel sowie Vögel und Pflanzen. Wer ein Haustier mitnehmen möchte, setzt sich vorher mit der brasilianischen Botschaft in Verbindung und plant für den gesamten Vorgang einen nicht unerheblichem Aufwand ein.

Zollfrei ein- und ausgeführt werden dürfen maximal 400 Zigaretten oder 250 Gramm Tabak sowie maximal 2 Liter Spirituosen. Brasilianische Waren, die ausschließlich zum Export bestimmt waren, dürfen unter keinen Umständen wieder nach Brasilien eingeführt werden!

Geldbeträge, die den Gegenwert von R$ 10.000,- übersteigen, müssen unabhängig von Währung und Form (bar, Schecks,…) bei der Einreise deklariert werden.

Verschreibungspflichtige Medikamente ebenso wie bestimmte Nahrungsergänzungsmittel dürfen eingeführt werden, allerdings nur unter Vorlage eines Arztrezeptes, das den Namen des Patienten und des Medikaments/Ergänzungsmittels eindeutig erkennen lässt.

Nähere Informationen dazu sowie Formulare sind auf der Website der brasilianischen Botschaft unter berlim.itamaraty.gov.br/de/ zu finden.

In Brasilien zahlt man mit dem Brasilianischen Real, kurz BRL. Die Preise werden mit R$ ausgezeichnet. Neben dem Brasilianischen Real gibt es den Centavo (100 Centavos = 1 BRL). Grundsätzlich ist es in Brasilien möglich, mit deutschen Kreditkarten oder EC-Maestro-Karten an entsprechenden Geldautomaten Bargeld abzuheben. Was jedoch nicht immer reibungslos funktioniert: Es wird empfohlen, bei fehlgeschlagenen Barabhebungen alle Bankbelege aufzuheben, da der Betrag möglicherweise trotzdem vom Bankkonto abgebucht wurde.

Grundsätzlich sollte beim Abheben vom Geldautomaten darauf geachtet werden, dass keinerlei Vorrichtungen zur Kopie der Karte oder Aufzeichnung der Geheimzahl installiert sind. Die sicherste Variante bleibt das Abheben von Bargeld, tagsüber in einer Bankfiliale. Außerdem ist es ratsam, sich vor Beginn der Reise bei der Bank zu erkundigen, in wie weit und mit welcher Begrenzung es möglich ist, Bargeld abzuheben. Meist liegt diese zwischen 500,- und 2000,- BRL pro Tag. Die genaue Höhe ist allerdings abhängig von der jeweiligen Region des Landes. Um sich vor Überfällen und Diebstahl zu schützen ist es ratsam, nur mit einer geringen Bargeldmenge auf die Straße zu gehen und den Rest in einem Safe zu verwahren, zum Beispiel im Hotel.

Bei Einreise in Brasilien werden derzeit keine Impfungen verlangt. Da jedoch weite Teile Brasiliens unter Gelbfieber leiden, empfiehlt sich eine Gelbfieberimpfung, besonders im Hinblick auf die Weiterreise in bestimmte Drittländer. Das Auswärtige Amt rät für folgende Gebiete dringend, sich gegen Gelbfieber impfen zu lassen: Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima, und Tocantins.

Für bestimmte Gebiete in den folgenden Staaten wird ebenfalls eine Gelbfieberimpfung empfohlen: Bahia, Paraná, Piauí, Rio Grande do Sul, Santa Catarina und São Paulo sowie beim Besuch der Iguaçu-Wasserfälle . Nicht notwendig hingegen ist eine Impfung beim ausschließlichen Besuch der Küstenstädte Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador, Recife und Fortaleza.

Des Weiteren empfiehlt sich eine Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten) sowie gegebenenfalls gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Außerdem werden bei längeren Aufenthalten Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie gegen Typhus empfohlen. Sprechen Sie vor der Reise auf jeden Fall mit Ihrem Arzt über einen individuellen Impfschutz.

Die Netzspannung in Brasilien beträgt zwischen 110 und 220 Volt. Die meisten deutschen Geräte sind mit 110 oder 230 Volt gekennzeichnet - das Aufladen von mobilen Geräten ist daher meist problemlos möglich. Zur Sicherheit nehmen Sie am besten Adapter mit, denn gerade ältere Häuser haben Steckdosen, die nicht mit europäischen Steckertypen kompatibel sind. In moderneren Einrichtungen sollte das Aufladen mit der schlanken Eurosteckervariante jedoch kein Problem sein.

Mit dem Handy können Sie in alle GSM-Netze telefonieren. Grundsätzlich verfügt jede europäische Telefongesellschaft über ein internationales Roaming-Abkommen mit brasilianischen Betreibern. Das immer besser ausgebaute Telefonsystem ermöglicht vermehrt offene W-LAN Hotspots, vor allem in Hotels und Restaurants. Viele große Einkaufszentren haben ebenfalls Hotspots eingerichtet, die allerdings während der Hauptgeschäftszeiten häufig überlastet sind.

Die Landesvorwahl von Brasilien ist 0055.

Wie in allen Schwellenländern mit hoher Armut und Kriminalität kommt es auch in Brasilien vor, dass Touristen Opfer von Überfällen und Diebstählen werden. Um die Gefahr zu verringern empfehlen wir, am besten ohne Wertgegenstände zu reisen. Tragen Sie Geldkarten, Bargeld, Fotokameras und Reisepässe immer verdeckt am Körper, wenn Sie mit öffentlichen Bussen oder anderen Verkehrsmitteln reisen.

Bei Tagesausflügen ist es sicherer, den Rucksack oder die Handtasche vor der Brust zu tragen, um so eine bessere Kontrolle über das Mitgeführte zu haben. Hängen Sie Ihre Rucksäcke und Handtaschen nicht über Rückenlehnen von Stühlen in Restaurants - das würde einen Diebstahl erleichtern. Auf Märkten, öffentlichen Plätzen oder vollen Straßen sollte nicht erkennbar mit Geld hantiert werden. Auch empfehlen wir, nur das Nötigste an Bargeld mit zu nehmen und große Geldmengen, Geldkarten, Smartphones und Reisepass im Hotelsafe zu hinterlegen. Ebenfalls empfehlenswert: Bei Ausflügen statt des Originals nur eine Kopie des Reisepasses bei dabei zu haben, am besten am Körper und nicht im Gepäck.

Rechnen Sie in Großstädten wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, São Luiz, Maceio, Rio de Janeiro oder São Paulo mit erhöhter Kriminalität. Ebenfalls von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten, da diese Gebiete teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert werden. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was erheblich sicherer ist. 

Seit 2008 gibt es in Brasilien nur noch drei anstatt vier Zeitzonen. So beträgt der Zeitunterschied zwischen Deutschland zu Rio de Janeiro, São Paulo, Brasília Ende Oktober bis Mitte Februar -3 Stunden, Mitte bis Ende Oktober / Mitte Februar bis Ende März -4 Stunden und März bis Mitte Oktober -5 Stunden.

Der Unterschied von Deutschland und Salvador beträgt dagegen Ende Oktober bis Ende März -4 Stunden und Ende März bis Ende Oktober -5 Stunden.

In der letzten Zeitzone zwischen Deutschland und Manaus (Amazonas) beträgt die Zeitumstellung Ende Oktober bis Ende März -5 Stunden und Ende März bis Ende Oktober -6 Stunden. 

Das ist deshalb so kompliziert, weil die Sommerzeit in Brasilien nicht überall ihre Gültigkeit hat und in einigen Bundesstaaten ganzjährig die Winterzeit gilt.

Fotografieren

Wie in allen Ländern, so sollte man auch in Brasilien die Einheimischen fragen, bevor man ein Foto von ihnen macht und ein ‘Nein’ akzeptieren. Viele lassen sich gerne ablichten, einige verlangen jedoch etwas Kleingeld als Entschädigung. Generell sollte man darauf achten, seine Kamera nicht zu auffällig zu präsentieren und an einem sicheren Ort zu verwahren. 

Trinkgeld

In Brasilien ist ein Trinkgeld in Höhe von 10 Prozent meist schon in der Rechnung enthalten und ausgewiesen. Sollte das nicht der Fall sein, empfehlen wir ein entsprechendes Trinkgeld in dieser Höhe. Im Taxi hingegen wird meist nur auf den nächst höheren Betrag aufgerundet. 

Allein reisen

Generell sollte man sich abends und nachts nicht allein in einsamen Gassen aufhalten, keine größeren Geldbeträge bei sich führen und sich allgemein eher unauffällig verhalten. Sicher ist es, in einer Gruppe mit anderen zu reisen und, bei einer unserer Gruppenreisen durch Brasilien, auch schöner.


Gut zu Wissen

Brasilien kann ganzjährig bereist werden. Und wegen der hohen Wassertemperaturen können Sie zu jeder Zeit im Meer baden. Aufgrund der enormen Größe wird das Land in verschiedene klimatische Zonen unterteilt. Begibt man sich in die nördlichen Küstengebiete, sollte man die Monate Juli bis Dezember einplanen, denn in dieser Zeit fällt sehr wenig Regen. Soll die Reise in der Zeit von Juni bis Oktober stattfinden, eignet sich besonders die Amazonasregion, denn dort kommt es in der anderen Jahreshälfte zu starken Niederschlägen, die mitunter das Reisen deutlich erschweren oder verhindern. Bei Touren speziell durch das Pantanal sollte die Reisezeit ebenfalls zwischen Ende  April und September liegen. Im südlichen Teil des Landes herrscht zwischen Juni bis September der südliche Winter, der sich mit Kühle und Trockenheit sowie nur wenigen Sonnenstunden zeigt. Für Reisen an die Südküste Brasiliens sowie nach Rio de Janeiro ist es deshalb ratsam, die Monate Dezember bis März zu wählen. In dieser Zeitspanne findet außerdem der berühmte Karneval statt, zu dem die ganze Stadt und zahlreiche Reisende auf den Beinen sind. Zu dieser Zeit werden die Unterkünfte schnell knapp, buchen Sie also rechtzeitig.

Mit einer Küstenlänge von 7.450 km und einer Gesamtfläche, die etwa 24 mal so groß ist wie Deutschland, ist Brasilien das größte Land Südamerikas sowie das fünftgrößte Land der Erde. Brasilien besitzt mit allen südamerikanischen Staaten eine gemeinsame Grenze, ausgenommen Chile und Ecuador.

Brasilien kann in zwei große Flächen eingeteilt werden: Im Süden besteht das Land zu 60% aus einer Hochebene, die von Gebirgen durchzogen ist. Im Norden liegt das Flachland mit seinen großen Regenwäldern im Amazonas-Tiefland. Im Gegensatz zu den Savannen des Mittelwestens, die von Landwirtschaft geprägt sind, befinden sich die Millionenstädte in der Nähe des Atlantischen Ozeans.

Der längste Fluss, der Brasilien durchzieht, ist der Amazonas, der mit 6.448 km Länge als der größte Fluss der Welt gilt. Seine wichtigsten Nebenflüsse sind der Rio Negro, der Rio Purús und der Rio Tapajós.

Auch die einzigartigen Ausblicke von Brasiliens Bergen zählen zu den einprägsamen Reiseerlebnissen. Vom besteigbaren Pico da Bandeira mit seinen 2.891 Metern Höhe oder vom 710 m hohen Corcovado, auf dem sich die berühmte 30 m hohe Christusstatue befindet, hat man wunderschöne Ausblicke.

Neben der beeindruckenden Landfläche besitzt Brasilien mehrere Atlantik-Inseln sowie die  Vulkan-Inseln Trindade und Martim Vaz. Die Flussinsel Marajó, im Mündungsbereich des Amazonas gelegen, ist mit einer Fläche von 48.000 km² die größte Insel Brasiliens. Allerdings kann Marajó wegen der regelmäßigen Überschwemmungen in der Regenzeit nur teilweise besiedelt werden. 

Schon vor mehreren tausend Jahren hatten Indianerstämme damit begonnen, Brasilien zu besiedeln. Etwa 10.000 v. Chr. erreichten die sogenannten Paläo-Indianer das Land. Da wegen der klimatischen und landschaftlichen Gegebenheiten im Amazonasbecken das Leben für die indigenen Völker sehr entbehrungsreich war, gehen Forscher davon aus, dass Brasilien anfangs nur spärlich besiedelt war. Hauptsächlich nomadische und halbnomadische Gruppen von Jägern und Fischern wagten sich in das Amazonasgebiet vor. Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass einheimische Völker durch das systematische Verbreiten bestimmter Pflanzen die Entstehung des Amazonasbeckens, wie wir es heute kennen, überhaupt erst ermöglicht haben; lange vor der Kolonialisierung Brasiliens.

Nachdem Amerika im Jahr 1492 von Christoph Kolumbus entdeckt wurde, teilte Papst Alexander VI. die 'neue Welt' unter Spanien und Portugal auf. Brasilien wurde Portugal zugeteilt, welches den Auftrag erhielt, die einheimische Bevölkerung konsequent zum Katholizismus zu bekehren. Obwohl bereits lange zuvor viele indigene Stämme Brasilien bevölkerten, wurde das Land offiziell erst am 22. April 1500 von Pedro Álvares entdeckt, einem portugiesischen Seefahrer.

Brasilien erhielt seinen Namen vom ersten großen Exportprodukt des Landes, dem 'Brasilholz', einer heute bedrohten Baumart, die lange eine wichtige Färberpflanze war. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden große Bestände komplett abgeholzt, weshalb der Baum heute kaum noch in Brasilien zu finden ist und unter Naturschutz steht. Bis zum Jahr 1600 stieg das Land zum größten Zuckerproduzenten der Welt auf. Da Zucker damals als teures Gut galt, setzten die ersten adligen Siedler auf den Anbau von Zuckerrohr. Auf den teils riesigen Plantagen wurden hauptsächlich afrikanische Sklaven eingesetzt, deren Traditionen bis heute die Kultur Brasiliens prägen. 1549 wurde Salvador de Bahia, damals noch São Salvador da Bahia de Todos os Santos, zur Hauptstadt erklärt. 

1567 gründete Mem de Sá, ein portugiesischer Adliger und sein Neffe, die heutige Millionenstadt Rio de Janeiro. Während Napoleon auf der iberischen Halbinsel vorrückte, flohen der portugiesische König João IV., sein Hofstaat sowie ein Großteil der wohlhabenden Bevölkerung nach Brasilien, in die Hauptstadt Rio de Janeiro. Das hatte einen erheblichen Zuwachs der Einwohnerzahl zur Folge, in der Stadt wie im gesamten Land. Zudem änderte sich dadurch der Status Brasiliens: Aus der abhängigen Kolonie Portugals wurde ein gleichgestellter Bestandteil des Mutterlandes - der Aufbruch Brasiliens in die spätere Unabhängigkeit. Vollständig unabhängig wurde das Land 1823, als brasilianische Streitkräfte die Portugiesen immer weiter aus Brasilien drängten, nachdem 1815 auf dem Wiener Kongress die ehemalige Kolonie gegenüber Portugal formal gleichgestellt wurde. 

Nach zwei Kaiserreichen sowie zwei großen Aufständen der Cabanagem und der Gaúchos, beendete Brasilien 1853 die Sklaverei. Im Ersten Weltkrieg stellte sich das Land formell an die Seite der Alliierten, blieb jedoch unbeteiligt. Anschließend folgte von 1930-1945 und von 1950-1954 die Ära des Präsidenten Vargas, der das Land erst diktatorisch und später als gewählter Präsident regierte. In seine Zeit fallen neben einem kräftigen Wirtschaftsaufschwung auch die ersten sozialen Leistungen für Arbeiter. Im Zweiten Weltkrieg, in dem 500 Brasilianer ihr Leben ließen, spielte Brasilien ebenfalls keine große Rolle. Von 1964-1985 herrschte dann eine Militärdiktatur, unter der Führung des Generals Humberto Castelo Branco, verloren die Menschen Brasiliens ihre bürgerlichen Freiheiten, sowie das Recht auf freie Wahlen des Präsidenten und Vizepräsidenten. In den Folgejahren bis 1984 veränderte sich die Politik, zum Teil auch wegen der erneuten Wirtschaftskrise, sodass 1985 freie Wahlen zugelassen wurden. Die Brasilianer wählten Tancredo Neves als ihren neuen Präsidenten, ein Signal für das Ende der jahrelangen Militärdiktatur.

Neves starb jedoch schon vor seinem Amtsantritt an bisher ungeklärten Umständen und Fernando Collor de Mello wurde neuer Präsident. Unter seiner Amtszeit kamen illegale Goldgräber nach Brasilien, wurde eine neue Verfassung verabschiedet sowie ein neuer Umweltschutzplan beschlossen. Die Inflation stieg in dieser Zeit auf bis zu 1.000 %. Schließlich wurde 1991 der sogenannte Mercosur beschlossen, ein "Gemeinsamer Markt des Südens", bestehend aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay, mit dem die Rolle Südamerikas gestärkt werden sollte.

Brasilien gilt als Land der vielen Sprachen. Grundsätzlich ist Portugiesisch die übliche Amtssprache, Muttersprache von etwa 97% der Bevölkerung. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Aussprache und der Grammatik. Am deutlichsten zeigen sich diese Unterschiede zwischen dem europäischen und dem brasilianischen Portugiesisch.

Englisch ist weniger verbreitet, allerdings sind in vereinzelten Regionen englisch- oder spanisch-sprachige Gebiete zu finden. Im Süden stößt man auf teils deutsch-, französisch- oder italienischsprachige Brasilianer, insbesondere in Santa Catarina, Paraná oder Rio Grande do Sul. Die indigenen Völker haben ihre eigenen Sprachen bis heute erhalten - etwa 180 Indianersprachen sind in Brasilien präsent.

Die enorme Sprachenvielfalt hängt mit der Geschichte des Landes zusammen, da ein großer Teil der Bevölkerung von Einwanderern aus anderen Kontinenten abstammt. Auch die deutsche Sprache ist in Brasilien vertreten. So existiert eine Minderheit von Brasilianern, die Deutsch als ihre Muttersprache angeben. Außerdem wird in mehreren Regionen im südlichen Brasilien Deutsch als offizielle zweite Amtssprache anerkannt. In manchen Teilen Brasiliens gibt es sogar einen verpflichtenden Deutschunterricht in der Schule.

Wie die meisten südamerikanischen Länder, ist auch Brasilien mit etwa 80% der Bevölkerung römisch-katholisch geprägt und nur zu etwa 10% protestantisch. Die restlichen 10% gliedern sich auf in Minderheiten von Buddhisten, Moslems, Juden, Bahai, Naturreligionen, kleine christliche Gemeinschaften und afrobrasilianischen Kulte. Auffallend ist, dass es sehr viele Mischformen gibt, die teilweise selbst zu eigenständigen Religionen wurden.

In Brasilien gibt es bestimmte Feiertage, die im ganzen Land gefeiert werden. Dies können sowohl wichtige Ereignisse in der Geschichte Brasiliens sein sowie religiöse Feste oder Volksfeste, die ausführlich gefeiert werden. Die folgenden Feiertage gelten im ganzen Land:

  • 1. Januar: Neujahr (Confraternização Universal)
  • 13. Februar - 18. Februar: Karneval (Carnaval)
  • 25. März: Karfreitag (Sexta-Feira Santa)
  • 27. März: Ostersonntag (Pàscoa)
  • 21. April: Tiradentes (Nationalheld Brasiliens)
  • 1. Mai: Tag der Arbeit (Dia do Trabalho)
  • 5. Mai: Christi Himmelfahrt (Ascensão do Senhor)
  • 15. Mai: Pfingsten (Pentecostes)
  • 19. Juni: Fronleichnam (Corpus Christi)
  • 7. September: Unabhängigkeitstag Brasiliens (Independência do Brasil)
  • 12. Oktober: Schutzpatronin Brasiliens (Nossa Senhora Aparecid)
  • 2. November: Allerseelen (Finados) 
  • 15. November: Ausrufung der Republik (Proclamação da República)
  • 25. Dezember: Weihnachten (Natal)

Zusätzlich zu den landesweiten Feiertagen gibt es einige regionale Feiertage, die nur in einzelnen Bundesstaaten und Städten gefeiert werden. Die wichtigsten sind:

  • 20. Januar: Sankt Sebastian (São Sebastião) in Rio de Janeiro
  • 25. Januar: Gründung von São Paulo (Aniversário de São Paulo) in São Paulo
  • 23. April: Sankt Georg (São Jorge) in Rio de Janeiro
  • 9. Juli: Konstitutionelle Revolution (Revolução Constitucionalista) im Bundesstaat São Paulo
  • 20. November: Tag des Schwarzen Selbstbewusstseins (Dia da Consciência Negra), der in den Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Amazonas, Amapá, Mato Grosso sowie in Mato Grosso do Sul gefeiert wird.

In Brasilien leben etwa 185,7 Millionen Menschen, die vielen verschiedenen Ethnien angehören. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Brasilien relativ stark ausgeprägt - eine Mittelschicht, wie wir sie kennen, existiert dort kaum. Trotz der hohen Einwohnerzahl gilt das Land mit durchschnittlich 21,6 Einwohnern pro km² als vergleichsweise dünn besiedelt, was auf seine enorme Größe zurückzuführen ist. Dass dennoch Millionenstädte entstanden sind, hängt mit der wirtschaftlichen Konzentration in den Küstengebiete zusammen. So leben heute über 70% der Bevölkerung in Großstädten, die an der Küste liegen.

Brasilien ist bekannt für seine Liebe zum Sport. Fußball ist quasi Nationalsport, was sich nicht zuletzt in fünf Weltmeistertiteln widerspiegelt. Doch nicht nur Fußball ist sehr beliebt, Brasilien hat sich auch in vielen anderen Sportarten weltweit einen Namen gemacht wie Volleyball, Tennis, Leichtathletik oder Motorsport.

Brasilien zählt mit etwa 3.000 Wirbeltierarten, 3.000 Süßwasserfischarten und rund 55.000 Blütenpflanzenarten zu den artenreichsten Ländern der Erde. In dem riesigen Land leben außerdem über 500 Säugetierarten sowie etwa 1.600 verschiedenen Vogelarten. Forscher gehen davon aus, dass nicht wenige Arten bislang unentdeckt geblieben sind. Leider sind viele Tierarten vom Aussterben bedroht, vor allem durch den Rückgang des Biosphärenreservats im immergrünen Amazonasgebiet, wo über die Hälfte der Pflanzenarten beheimatet sind. Zu deren bekanntesten zählen unter anderem der Gummibaum, auch Caucho genannt, der Palisanderbaum sowie der Paránussbaum. Außerdem sind hier zahlreiche Orchideenarten vertreten. Im Gegensatz zum feucht-tropischen Amazonasbecken, erstrecken sich im Nordosten Brasiliens riesige Zuckerrohrplantagen, sowie, in Form von kleinen Mangrovenwäldern, einige wenige Überreste des ehemaligen atlantischen Regenwaldes.

Im Landesinneren herrschen halbwüstenähnliche Savannenwälder vor, die durch trockenes Dornstrauchwerk gekennzeichnet sind. Im Süden mit seinen Mangrovenwäldern und ausgedehnten Graslandschaften herrscht eher subtropisches Klima. In Brasilien leben zwar außerordentlich viele Tierarten, jedoch nur wenige größere Säugetiere. Zu ihnen gehören die Faultiere, Affen, Ameisenbären, Tapire sowie Jaguare und Pumas. Die größte Gruppe der Wirbeltierarten stellen mit knapp 1.700 verschiedenen Arten die Vögel dar. Zu den geläufigsten zählen die Aras, die Tukane und die Kolibris. Die meisten Vögel kann man im Pantanal beobachten, hier gibt es auch Wachteln, Enten sowie viele verschiedene Falken- und Geierarten – ein absolutes Paradies für Vogelbeobachter.

Durch die Industrialisierung sind jedoch mehr als die Hälfte aller Tierarten vom Aussterben bedroht, beispielsweise der rosa Flussdelfin, der Fischotter, der Jaguar und die Amazonas-Seekuh. Mit nachhaltigem Tourismus sollen Einheimische und Touristen für den Erhalt dieser Tierarten sensibilisiert werden, damit auch die nachfolgenden Generationen die Artenvielfalt Brasiliens bestaunen können.

So facettenreich und vielfältig sich Brasilien präsentiert, so reichhaltig ist die Landesküche, die stark von den Einwanderern der Kolonialzeit geprägt ist, vor allem den Portugiesen. Daneben bestehen die Grundlagen der Küche aus landestypischem Reis, schwarzen Bohnen und Maniok.

Bei einer Reise durch Brasilien kommt man Nationalgericht nicht vorbei: Dem Bohneneintopf. Die Feijoada, besteht neben Bohnen aus Rind- und Schweinefleisch, Zwiebeln und Knoblauch. Dazu wird meist Reis oder Grünkohl (Farofa) serviert. Ebenso beliebt ist der sogenannte Churrasco, ein Spießbraten mit Schweine-, Rind-, oder Hähnchenfleisch sowie die traditionelle Tacacá, eine Suppe aus Maniok, Krabben, Chili und Jambublättern.

Im Norden mit seinen starken indianischen Einflüssen wird häufig Fisch serviert, im Nordosten des Landes hingegen Bohnen, Reis und getrocknetes Fleisch. Im Südosten wiederum finden Bohnengerichte aller Art den Weg auf den Teller. Ganz im Süden sind die Gerichte europäisch geprägt, hier stehen Rind- und Schweinefleisch auf der Speisekarte. Aus der brasilianischen Küche nicht wegzudenken ist der Knoblauch, in fast jedem Gerichte vertreten. Auch Koriander darf nicht fehlen, vor allem bei Fischgerichten. Ebenso die Pimenta Malagueta: Die aromatischen, pikanten Pfefferschoten schmecken nicht nur gut, sondern sind auch gesund und antibakteriell.

Zu trinken gibt es in jeder Ecke des Landes selbstverständlich Kaffee, denn Brasilien gehört zu den größten Anbaugebieten der Kaffeebohne. Auch der in Deutschland bekannte Caipirinha erfreut sich größter Beliebtheit. Wer lieber alkoholfrei trinkt, der sollte auf jeden Fall einen der vielen Fruchtsäfte aus Ananas, Banane, Mango oder Melone probieren, die es, mit Wasser verdünnt oder als Milchshake, an jeder Straßenecke zu kaufen gibt. Ebenso lohnt sich ein Schluck aus einer frischen Kokosnuss sowie frischgepresster Zuckerrohrsaft. Wer nach Brasilien reist, finde neben einer unglaublich vielfältigen Natur und Kultur auch eine reichhaltige Küche vor.


Nationalparks

Die unglaublichen Igazu Wasserfälle

Der Nationalpark, der sich bis nach Argentinien hinein erstreckt, schützt in Brasilien die letzten verbliebenen Reste des Atlantischen Regenwaldes. Berühmt ist der Park vor allem wegen der riesigen Iguazú-Wasserfälle, die neben den Niagara- und den Victoria-Fällen zu den größten der Welt gehören. Seit 1934 steht der 555 km² große Park (argentinische Seite) unter Schutz und zählt seit 1984 und 1986 zum Weltnaturerbe. Auf brasilianischer Seite erstreckt sich der Iguazú-Nationalpark 1.700 km² ins Landesinnere. 

Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 20 Grad und ganzjährig hohen Niederschlägen ist es im Nationalpark Iguazú immer feuchtwarm. Die stärksten Regenfälle gibt es zwischen Januar und März. 

Viele bedrohte Säugetierarten wie der Jaguar, der Riesenotter und das Flachlandtapir leben im Park. Außerdem kann man bei einer Tour durch den dichten Regenwald auch Brüllaffen, Ameisenbären, Nasenbären und mit etwas Glück einen Ozelot entdecken. Der Park beherbergt außerdem knapp 70 Säugetierarten, 422 Vogelarten, über 40 Reptilien- und mehr als 800 Schmetterlingsarten.

Das 1.500 km² große Dünengebiet liegt an der Nordküste, im Bundesstaat Maranhão und steht seit 1981 unter Naturschutz. Hier befindet sich Brasiliens einzige Wüste, deren Wanderdünen bis zu 40 km ins Landesinnere reichen. Die Temperaturen variieren in diesem stark windigen Teil des Landes von 16° bis 36°.

Besonders beeindruckend sind die im Nationalpark gelegenen türkisblauen Lagunen, die je nach Niederschlag mal mehr, mal weniger Wasser aufnehmen. Die bekanntesten Lagunen „Lagoa do Peixe“ und die „Lagoa Bonita“ sind jedoch immer mit Wasser gefüllt.

Im Lençois Maranhenses Nationalpark ist die Fauna im Gegensatz zu den Regenwäldern etwas spärlicher, so suchen Krebse und Schildkröten nur vereinzelt die Strände des Parks auf, um dort ihre Eier abzulegen. In den Lagunen sind gelegentlich Fische und Shrimps zu finden, teilweise als "Mitreisende" von Zugvögeln oder nicht vollständig ausgetrockneter Laich.

Altlantischer Regenwald

Wenn vom brasilianischen Regenwald die Rede ist, denken viele an das Amazonasgebiet, doch an der Atlantikküste gibt es ebenfalls Regenwälder. Der ursprünglich über 350.000 km² große Atlantische Regenwald – etwa die Fläche von Italien oder England – zog sich knapp 8.000 Kilometer an der Küste entlang. Die ersten Entdecker wie Charles Darwin, müssen hier eine unvorstellbare Fülle unterschiedlichster Flora und Fauna vorgefunden haben. Seither wurden annähernd 95% dieses Regenwaldes durch Abholzung zerstört. Von den Restbeständen werden wiederum nur knapp 1% durch Nationalparks und ähnliche Initiativen geschützt.

Dennoch beherbergen die Überreste des Atlantischen Regenwaldes, die Mata Atlântica, eine der höchsten Biodiversitäten der Erde. Bedingt durch die verschiedenen Höhenlagen und Breitengrade sind hier völlig verschiedenartige Pflanzen- und Tierarten zu finden. Die teils bis zu 60 Meter hohen Bäume bilden ein geschlossenes Blätterdach, unter dem sich eine unglaublich vielfältige Vegetation entwickeln konnte. Insekten eingerechnet, soll es bis zu 1,6 Millionen Arten im Atlantischen Regenwald geben. Etwa 8.000 Tier-  und Pflanzenarten sind endemisch, was bedeutet, sie kommen nur dort vor. Vom Aussterben bedroht sind das Kragenfaultier, die Büschelaffen und das Löwenäffchen. Um diese Tiere besser zu schützen, erklärte die UNESCO 1999 den Südöstlichen Mata Atlântica in Sao Paulo sowie den Costa do Descombrimento in Bahia und Espírito Santo zum Weltnaturerbe. Außerdem werden verschiedene Projekte zur Wiederaufforstung des Regenwaldes gefördert.

Als Anfang des neunzehnten Jahrhunderts in Chapada Diamanten gefunden, brach eine regelrechte Invasion über den noch völlig unberührten Regenwald herein. Chapada bekam den funkelnden Beinamen Diamantina und zählte zur Blütezeit bis zu 30.000 Einwohner. Heute versteht man unter dem Namen Chapada Diamantina ein Mittelgebirge im brasilianischen Bundesstaat Bahia. Der im knapp 40.000 km² großen Nationalpark gelegene Pico do Barbado ist mit seinem 2.033 m hohen Gipfel der höchste Berg des Chapada Diamantinas. Die von November bis März andauernde Regenzeit begünstigt eine vielfältige Flora, vor allem am Ostrand des Chapada, wo fast das ganze Jahr hinduch Niederschläge fallen. Außerdem gibt es ein Binnendelta, die Marimbus-Sümpfe sowie diverse Trockenwald- und Savannenlandschaften. Da auch der Chapada Diamantina von Abholzung bedroht ist, stehen heute fast 10% des Regenwaldes unter Naturschutz.


Städte

Die in nur 3,5 Jahren erbaute Hauptstadt Brasilia war der Versuch, eine ideale Stadt zu erschaffen, die alle Bedürfnisse ihrer Bewohner erfüllt. Die Stadt mit dem Grundriss eines Kreuzes ist seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe.

Die Planung von Brasilia sah vor, dass an der Längsachse des Kreuzes Staatsgebäude sowie Monumente gebaut werden, an der Querachse hingegen Wohngebiete und Geschäftsviertel. Am Schnittpunkt der beiden Achsen wurde ein 700 Meter langer Busbahnhof errichtet, zentraler Verkehrsknotenpunkt für die Pendler der angrenzenden 29 Satellitenstädte. Ursprünglich für etwa 600.000 Menschen geplant, beherbergt Brasilia heute etwa 2,8 Millionen Einwohner. Als Lúcio Costa, der Planer der Stadt feststellte, dass die vorgesehene Entfernung zwischen dem Nord- und Südflügel zu groß wurde, beschloss er in seinem „Plano Piloto", in die Längsachsen einen leichten Bogen einzubauen. So wirkt der Umriss der Stadt heute von der Luft aus betrachtet weniger wie ein Kreuz, sondern eher wie ein Flugzeug.

Blickt man entlang der Längsachse in Richtung Osten, so sieht man auf eine sechsspurige Straße, an deren Rändern 18 gleichförmige Häuser stehen, Brasiliens Bundesministerien. Die Straße endet am imposanten „Platz der drei Gewalten", auf welchem sich der Präsidentenpalast, der oberste Gerichtshof und der Nationalkongress befinden. Alle drei Gebäude bilden zusammen ein gleichseitiges Dreiecks. Doch nicht nur beeindruckende Gebäude sind in der Planstadt zu finden: So wurde im östlichen Teil ein künstlicher See angelegt, neben dessen 40 km² sich Wohnblocks befinden. Eine weitere Besonderheit ist das System für die Adressen der Häuser. So kann eine Adresse zum Beispiel „SQS 708 H 44“ lauten. Einheimische lieben die dahinterstehende Logik, die besagt, welches Gebäude (44) in welchem Block (H) welches Superquadrats in der Südzone (SQS) auf welcher Höhe (700) in welcher Längsachse (8) liegt. 

Ursprünglich sollte Brasilia eine Stadt werden, in der soziale Gleichheit herrscht. Allerdings mussten die Planer bald ernüchtert feststellen, dass diese Idee gewaltig fehlgeschlagen war: Heute gilt Brasilia als Symbol größter sozialer Ungleichheit, wo außerhalb der Stadtgrenzen das größte Armenviertel Südamerikas zu finden ist. Schätzungen zufolge leben etwa 80.000-150.000 Menschen in diesem Favela-Komplex, dessen hohe Kriminalitätsrate die Hauptstadt und ihren Bundesdistrikt in den brasilianischen Kriminalitätsstatistiken weit nach oben katapultiert hat. Hält man sich jedoch von dieser Gegend fern, ist ein Besuch der Hauptstadt Brasiliens eine einzigartige Erfahrung, die man nicht missen sollte.

Die größte Stadt Brasiliens sowie der südlichen Welthalbkugel ist das siebtgrößte Ballungsgebiet der Erde und gilt als wirtschaftliches Zentrum des Landes. In São Paulo hat jedes 4. brasilianische Unternehmen seinen Sitz, etwa 1.200 deutsche Firmen sind dort mit eigener Produktionsstätte angesiedelt. 

São Paulo ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Schätzungen zufolge leben etwa 12 Millionen Menschen auf 1.523 km², im gesamten Ballungsgebiet mit 7.644 km² sollen es sogar 21,6 Millionen Menschen sein. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen zwischen Arm und Reich, wie die Favelas zeigen. São Paulo kam relativ lange Zeit nur geringe wirtschaftliche Bedeutung zu, was sich schlagartig im 19. Jahrhundert mit dem Anbau von Kaffee änderte. In dieser Zeit platzte die Stadt förmlich aus allen Nähten, was viele Strukturprobleme zur Folge hatte.

Noch heute verfügt São Paulo nur über ein vergleichsweise schlecht ausgebautes Verkehrssystem. Etwa ein Viertel des gesamten brasilianischen Autoverkehrs konzentriert sich auf die Straßen São Paulos, was zu endlosen Staus führt, die längst zum Leben der Paulistanos gehören.

Wer sich von der Masse der Menschen und Autos nicht abschrecken lässt, der kann in São Paulos viel erleben. Neben beeindruckender Architektur, Wolkenkratzern und luxuriösen Einkaufsoasen bietet die Millionenstadt interessante Museen, schöne Parks und ein außergewöhnliches Nachtleben. Ob bei einem der vielen großen oder kleinen Events, in einer Musikkneipe oder einer der zahlreichen Ausstellungen - São Paulos Kalender ist jeden Tag gut gefüllt.

Die nach São Paulo zweitgrößte Stadt Brasiliens liegt an der Guanabara-Bucht im Südosten des Landes. Mit rund 6,4 Millionen Einwohnern sowie 11,9 Millionen Menschen in der Metropolregion, zählt Rio de Janeiro weltweit zu den Mega Cities. Der Name Rio de Janeiro, zu Deutsch „Januar-Fluss“, beruht auf einem Irrtum des Seefahrers Gaspar de Lemos, der die Bucht im Januar 1502 entdeckte und fälschlicherweise für eine Flussmündung hielt.

Für über 140 Jahre war Rio de Janeiro die Landeshauptstadt, bis dieser Titel 1960 an Brasília ging. Dennoch ist die Metropole bis heute eines der wichtigsten Handels- und Finanzzentren des Landes. Berühmt ist Rio de Janeiro unter anderem für die 38 Meter hohe Christusfigur auf der Spitze des Corcovado, dem „Zuckerhut“, sowie dem berühmtesten Strand der Welt, der Copacabana. Ebenso populär ist der jährlich stattfindende Karneval von Rio, auf der die farbenprächtigen Sambaschulen auf einer der größten Paraden der Welt ihr Können zum Besten geben.

In der drittgrößten Stadt des Landes haben aufgrund der Historie etwa 80% der Bevölkerung afrikanische Wurzeln. Salvador de Bahia gilt als Geheimtipp, bislang finden nur wenige Touristen den Weg dorthin. Besonders die Altstadt ist einen Besuch wert und spätestens, seitdem das in der Oberstadt gelegene Viertel Pelourinho zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, ein absolutes Muss auf einer Brasilienreise.

Die Stadt besteht aus einer Oberstadt, "cidade alta" genannt und einer Unterstadt, der "cidade baixa". Die beiden Stadtteile werden von einer Bergkette getrennt und können über einen Schnellaufzug, den „Elevador Lacerda“ oder mithilfe von Bussen erreicht werden. 

Bei einem Spaziergang durch die seit dem 18. Jahrhundert bestehende Altstadt lohnt ein Besuch in der Kirche Sao Francisco, deren Inneres komplett mit Blattgold ausgeschmückt ist. Im Künstlerviertel Pelourinho, dessen aus der Zeit der Sklaverei stammende Name mit „Pranger“ übersetzt werden kann, reihen sich kleine Kneipen und Restaurants aneinander. Gratiskonzerte einheimischer Musiker sowie ein reges Nachtleben in Clubs und Kneipen gehören hier zur Normalität.

Ein weiteres Highlight ist der „Carnaval da Bahia", mit bis zu 2,7 Millionen Teilnehmern eines der größten Festen der Welt, das sechs Tage und Nächte andauert. Alles in allem ist Salvador de Bahia eine Stadt, die für jeden Besucher ein Highlight bereit hält.

Florianopolis ist die Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina und in zwei Hälften geteilt: Die eine Hälfte liegt auf dem Kontinent, die andere befindet sich auf der Insel Ilha de Santa Catarina. Viele Einheimische nennen sowohl die Stadt als auch die Insel einfach nur Floripa. Die beiden Hälften der Stadt sind durch zwei Brücken verbunden, von denen die Ponte Hercílio-Luz-Brücke die größte und wohl am häufigsten fotografierte Brücke Brasiliens ist. Der bunte, quirlige Inselteil steht für kulturelle Vielfalt, unter anderem ist dort der Mercado Publico zuhause, ein Markt mit rund 140 Obst-, Gemüse-, Fisch- und Handwerksständen.

Und die Ilha de Catarina hat noch mehr zu bieten. Nicht ohne Grund wird sie auch Ilha da Magia genannt, Magische Insel. Hier scheint alles grün zu sein, wenn man nicht gerade am Strand entspannt. Bis zu 100 kleinere Strände bieten sich dafür an, einige können teilweise nur zu Fuß erreicht werden. Neben einer riesigen Lagune, der Lagoa Florianopolis, ist auf der 18 km breiten und 54 km langen Insel auch eine beeindruckende Hügellandschaft beheimatet, von der etwa 40% unter Naturschutz stehen. Die faszinierende Natur, verbunden mit vergleichsweise wenig Armut und einer gastfreundlichen Bevölkerung, machen die Insel zu einem echten Paradies. 


Warum Brasilien?

Nicht nach Brasilien zu reisen kommt einer Weigerung gleich, nicht das Paradies betreten zu wollen. Das Land der Superlative ist für uns Europäer zugleich ein anspruchsvolles Land, voller ungewohnter Gegensätze, ausgestattet mit „einer verwirrenden Üppigkeit“, wie der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig befand: „Hier hat die Natur in einer einmaligen Laune von Verschwendung alles auf einen Raum gedrückt, was sie sonst auf mehrere Länder verteilt“.

Deshalb lohnt es sich, auf Brasilien vorbereitet zu sein. Sich vorher zu überlegen, welchen Dimensionen dieses riesigen Landes man begegnen möchte. Stoff für einen Traumurlaub oder gar mehrere gibt es in jedem Fall.

Und es berührt. „Brasilien", so der französische Soziologe Michel Maffesoli, "verkörpert das Emotionale und Gefühlsbetonte wie wenige andere Kulturen der Welt“. Brasilien lässt niemanden kalt.


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