Reisebericht: Dominikanische Republik

14.05.2018 | Erstellt von Tamara Sautter |
Kategorie
Dominikanische Republik

Noch vor ein paar Tagen, lagen wir am schönen Karibikstrand, badeten im kristallklaren Meer, lernten die überaus freundlichen Dominikaner kennen und durften auch in deren Leben blicken. Mein Freund Timo und ich haben 2 Wochen auf der Dominikanischen Republik verbracht, in denen wir sehr viel über Land und Leute erfahren haben. Trotz abenteuerlicher Autofahrten würden wir die Reise genau so noch mal machen und hatten eine wunderschöne Zeit.

Ankunft in der Karibik

Nachdem wir im September 2017 aufgrund des Hurrikans Maria nicht in die Dominikanische Republik fliegen konnten, war uns klar, dass die Reise zwar aufgeschoben war, allerdings nicht aufgehoben. Daher machten wir uns am 29.03.18 auf den Weg. Unseren Flug haben wir über Condor direkt ab Frankfurt bis Santo Domingo gebucht. Zum Glück war alles pünktlich und wir kamen planmäßig um 2 Uhr morgens in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik an. Unser Transfer wartete schon auf uns. Schon bei dieser ersten Fahrt haben wir den dominikanischen Fahrstil erlebt, was uns etwas stutzig gemacht hat. Da nachts aber nicht so viel Verkehr ist, haben wir uns auch nichts weiter dabei gedacht und wussten ja auch noch nicht, was uns bevorstehen wird. Nach einer ca. 30-minütigen Fahrt kamen wir im Hotel an, wo der Rezeptionist schon auf uns wartete. Das Hotel Hodelpa Caribe Colonial, ist ein schönes Hotel, in der Zona Colonial gelegen.

Erster Tag, erste Eindrücke
Am nächsten Tag holten uns Angelo, Darika und deren Tochter Nuria am Hotel ab. Angelo und Darika arbeiten bei unserer Partneragentur Caribbean Tours, mit der wir in der Dominikanischen Republik zusammenarbeiten. Die beiden haben sich die Zeit für uns genommen, uns wichtige Tipps über das Land zu geben und uns die Hauptstadt zu zeigen. Da Karfreitag war, waren viele Geschäfte geschlossen und wir konnten das 4-D Kino leider nicht besuchen. Hier erfährt man in einem kurzen Film, viel über die Altstadt und allgemein über Santo Domingo.

Wir schlenderten über die Plaza España, mit dem Alcázar de Colón welches heute als Museum dient, vorbei an dem Museo de las Casas Reales, entlang der Calle el Conde mit dem Palacio Consistorial, tranken ein Bier an der Plaza Colón (nach dem wir Ewigkeiten nach einem kühlen Bier gesucht haben, da Karfreitag war und viele Restaurants/Bars kein Alkohol ausgeschenkt haben) und haben ein sehr leckeres Eis am Stiel in der Eisdiele neben dem Hotel gegessen. Später haben wir im Restaurant „Buche“ zu Abend gegessen. Das Restaurant hat einen Hinterhof, der sehr schön eingerichtet ist. Das Restaurant ist etwas exklusiver und die Gerichte sind sehr lecker.

Mit dem Mietwagen nach Barahona
Am nächsten Tag liefen wir eigenständig durch die Straßen Santo Domingos, bis wir um 12 Uhr von einem Vertreter der Mietwagenfirma am Hotel abgeholt wurden. Dieser brachte uns bis zur Mietwagenfirma, wo wir unseren Mietwagen erhielten. Nach einer kurzen Abwicklung machten wir uns auf den Weg in Richtung Barahona. Auf dem Weg dorthin sahen wir die verschiedenen Landschaftsbilder und die immer trockener werdende Vegetation. Nach ca. 3,5 Stunden Fahrt kamen wir ziemlich erschöpft in unserem Hotel an. Die Straßen an sich waren gut, allerdings hat uns die Fahrweise der Dominikaner und die vielen Motorräder, die uns von allen Seiten überholt haben, etwas zu schaffen gemacht. Im Hotel El Quemaito angekommen, haben wir uns im Pool erfrischt und die Aussicht aufs Meer genossen.

Trekking ins Grüne
Am nächsten Tag mussten wir etwas früher aufstehen, denn wir wurden um 7:30 Uhr am Hotel für unser Trekking durch den Nationalpark Sierra Baoruco, abgeholt. Nach einer kurzen Fahrt starteten wir hoch in die Berge, umgeben vom üppigen Regenwald. Unterwegs reichten Giovanni und Josi, unsere Guides, uns unterschiedliche Früchte, die wir probieren durften. Es war wirklich beeindruckend zu sehen, was hier alles wächst. Auf unserem Weg haben wir viele Haitianer und Dominikaner gesehen, die hier in den Bergen leben. Viele waren morgens auf dem Weg in den Ort um dort Produkte zu kaufen bzw. tauschen. Hier haben wir alles gesehen, von vollgepackten Autos, über Motorräder, bis hin zu Pferden oder auch zu Fuß. Die Menschen leben hier in sehr ärmlichen Verhältnissen und leben von ihrer Landwirtschaft.

Eine Rast zum Mittagessen machten wir bei einem Dominikaner zu Hause. Er besaß 3 Hütten, 2 waren für seine Tiere und eine für sich und seine Familie. Die „Küche“ bestand aus einer kleinen Feuerstelle, welche überdacht war. Josi bereitete uns hier unser Mittagessen zu, welches aus Nudeln mit Soße und Yuka bestand. Nach unserer Verschnaufpause ging es wieder nach unten. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Badestopp in einem Fluss. Das Wasser kam aus den Bergen, war kühl und sehr klar. Irgendwann kamen wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück, wo unser Fahrer schon auf uns wartete. Gegen 16 Uhr kamen wir, mit vielen tollen Eindrücken, wieder im Hotel an.

Einsame Strände & beeindruckende Flora und Fauna
Am Montag hatten wir den Tag frei und keine Programmpunkte waren geplant. Nach dem Frühstück haben wir uns in der Umgebung des Hotels umgeschaut und anstatt am größeren Strandabschnitt „El Quemaito“ zu entspannen, haben wir uns an eine kleine Strandbucht in der Nähe des Hotels hingelegt. An dem einsamen Kieselstrand, der von Palmen umgeben war, haben wir den perfekten Platz gefunden, um zu entspannen.

Am nächsten Morgen mussten wir uns etwas früher richten, da unsere Guides uns schon um 7 Uhr abgeholt haben. Der Kombiausflug führte uns zur Laguna de Oviedo und der Bahia de las Aguilas.
Nach ca. 1 Stunde Fahrt kamen wir an der Laguna de Oviedo an. Die Lagune ist ca. 28 m² groß und in ihr befinden sich 24 kleine Inseln, auf denen man unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten bestaunen kann. Ganz besonders hervorheben, möchte ich die kleine „Leguan-Insel“. Wir haben an der Insel angelegt, sind auf der Insel rum gelaufen und haben sehr viele, riesige Leguane gesehen, welche sogar auf uns zugelaufen kamen und gar nicht scheu waren. Nach einem kurzen Stopp sind wir weiter gefahren, an Inseln vorbei und haben einige Vogelarten sehen können.

Irgendwann kamen wir dann auch zur Flamingokolonie. Leider waren nicht mehr viele da, da die ausgewachsenen Flamingos im Januar/Februar nach Florida fliegen. Nur die jungen Flamingos werden zurückgelassen. Trotzdem war es ein Erlebnis, da wir das erste Mal, frei lebende Flamingos gesehen haben. Danach fuhren wir wieder zurück und machten uns mit dem Bus auf den Weg zur Bahia de las Aguilas.

Auch hier mussten wir wieder mit einem Boot zum Strand fahren, da dieser nur sehr schlecht mit dem Auto erreichbar ist. Der Strand war wunderschön, sicher einer der schönsten, den ich in meinem Leben gesehen habe. Weißer Sand und glasklares Wasser – ein Traum! Es war zum Glück nicht viel los und wir hatten genug Zeit im Meer zu baden, Bilder zu machen und uns dort zu erholen. Unsere Guides richteten unser Mittagessen (Reis, schwarze Bohnen, Fisch und Salat), während wir einige Bilder schossen. Gegen 15 Uhr holte uns das Boot wieder ab und brachte uns zum Ausgangspunkt. Nach einer etwas längeren Fahrt mit dem Bus, waren wir dann um 17:30 zurück im Hotel.

Auf ins Inland
Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Constanza. Dies war, mit 5,5-6 Stunden, unsere längste Fahrt. Dort angekommen fiel mir als aller erstes der unglaubliche Temperaturunterschied auf. Es war zwar angenehm, aber abends musste man hier lange Sachen anziehen, da es im Vergleich zu den vorherigen Orten, doch etwas kühler war. Ebenfalls wurde nun an den Straßen viel mehr Gemüse angeboten, als nur Früchte, wie zuvor. Das Altocerro Hotel liegt etwas abgelegen mit sehr schönem Blick auf die Berge. Die Unterkunft bietet eine kurze Zipline-Strecke an, hat einen Campingplatz, mit Grillstellen und einen eigenen großen Garten in dem viel Gemüse und auch Pflanzen angebaut werden.
Zu unserem nächsten Hotel fuhren wir am 05.04. nur eine kurze Strecke von ca. 1 Stunde. Hier fiel uns auf dem Weg auf, dass es hauptsächlich Erdbeerstände gab, bei denen man die frischen Früchte oder auch Marmelade kaufen konnte. Kurz vor Jarabacoa, bietet sich die Möglichkeit einen Stopp bei einem der Wanderwege, zu den Wasserfällen der Region einzulegen.

Das Hotel Gran Jimenoa liegt etwas abgelegen, in Jarabacoa, an einem schönen Fluss. Die Anlage des Hotels ist sehr grün und schön gestaltet. Das Restaurant befindet sich an einem Fluss, mit einem sehr schönen Blick auf das Wasser und die Brücke, die vom Hotel gebaut wurde und über die man auf die gegenüberliegende Flussseite gelangt. Als wir im Hotel ankamen, erfrischten wir uns im Pool und spielten Billard und Tischtennis. Am Nachmittag fing es sehr stark an zu regnen, weshalb wir den Abend im Hotel verbrachten. Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück auf der Terrasse des Hotelrestaurants, mit Blick auf den Fluss. Wir machten uns auf nach Jarabacoa, um etwas durch die Stadt zu laufen. Gegen Mittag fing es wieder an zu regnen, weshalb wir ins Hotel zurück mussten.

Surfers Paradise Cabarete
Als Nächstes stand der Surferort Cabarete auf dem Programm, an den wir am 07.04. ab Jarabacoa für ca. 3 Stunden hinfuhren. Unsere Unterkunft war das „Cabarete Surf Camp“. Es war alles sehr schön angelegt und unser Zimmer hatte sogar eine kleine Küchenzeile und einen Balkon. Eine sehr schöne Unterkunft, in einer lockeren Atmosphäre. Zum Strand läuft man von hier aus ca. 15 Minuten und kann sich dort dann in eine der vielen Bars setzen und den Surfern zuschauen. Abends gibt es dann viele Happy Hour Angebote und viele Leute genießen das Essen und die Cocktails mit Blick aufs Meer.

Mein Highlight
Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf, in den kleinen Ort Cabrera. Nach einer ca. 1,5-stündigen Fahrt kamen wir in unserem wunderschönen Hotel Baoba Beach an. Das Hotel gehört Deutschen, die allerdings nicht in der Dominikanischen Republik leben und alles Organisatorische an 2 Dominikaner abgegeben haben. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt, das Hotel war sehr sauber, das Personal total freundlich und die Anlage perfekt gelegen. Der Strand war sehr schön, mit vielen Palmen und glasklarem Wasser. Wir waren die einzigen Gäste in dieser Nacht, weshalb wir ein zweistöckiges Apartment bekommen haben. Man hat gemerkt, wie sehr die Besitzer aufs Detail geachtet haben und dass Sie sich Mühe gegeben haben, dass die Gäste sich wohlfühlen. Ich wär hier sehr gerne noch etwas länger geblieben, es war einfach traumhaft!

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, zeigte uns ein Angestellter des Hotels, wie man mit einer Machete eine Kokosnuss öffnet, dies wollten wir unbedingt mal sehen. Er machte sich auf, Kokosnüsse für uns zu suchen und machte zwei, mit unterschiedlichem Reifeprozess, mit der Machete auf. So viel Kokosmilch wie in einer Nuss drin ist, kann man gar nicht auf einmal trinken und das Fleisch war sehr zart, ganz anders als bei denen, die man hier in Deutschland bekommt.

Las Terrenas – in touch mit den Einheimischen
Danach mussten wir leider wieder unsere Sachen packen und sind nach Las Terrenas gefahren. Nach einer ca. 2-stündigen Fahrt kamen wir im Hotel Playa Colibri an. Man hat gemerkt, dass der Ort viel touristischer ist, als die Orte die wie zuvor besucht haben. Das Hotel war schön und die Lage super, direkt an einem schönen Strand, mit einer kleinen Strandbar! Abends sind wir noch in den Ort rein gelaufen und haben im „Pueblo de los Pescadores“ zu Abend gegessen und sehr leckere Cocktails getrunken. Die einzelnen Bars/Restaurants haben alle eine Terrasse, von denen man einen schönen Blick aufs Meer hat. Später haben wir noch mit Dominikanern Billard gespielt, was wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.

Per Schnellboot auf die Bacardi-Insel
Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück nach Samaná. Wir hatten zuvor von Cayo Levantado gelesen, welcher auch als „Bacardi-Insel“ bekannt ist und wollten diese unbedingt sehen.
In Samaná wurden wir direkt schon angesprochen und von Dominikanern umzingelt, die uns auf die Insel bringen wollten. Natürlich versuchten wir noch etwas zu verhandeln, denn uns wurde die Hin- und Rückfahrt für umgerechnet ca. 50€ für zwei Personen angeboten. Runterhandeln konnten wir sie schlussendlich auf 35€. Wir wurden von einem Schnellboot abgeholt und auf die Insel gebracht. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, da der Fahrer Vollgas gegeben hat und wir teilweise sogar etwas Angst davor hatten, vom Boot zu fallen. Beruhigt hat uns eigentlich nur, dass der Bootfahrer dies ja sicher täglich mehrmals machte und sehr geübt wirkte.

Man merkt, dass die Insel von vielen Touristen aufgesucht wird und die Dominikaner dies durch Verkauf von Schmuck, Souvenirs und Sonstigem ausnutzen. Auch die Preise für Essen und Trinken sind hier etwas höher. Der Strand war schön und auch das Wasser, allerdings waren wir hier natürlich nicht die Einzigen. Erst gegen Abend wurde der Strand leerer, jedoch wurden auch wir dann um 17 Uhr, wie vereinbart von unserem Schnellboot abgeholt.

Touri-Hochburg Punta Cana
Am nächsten Morgen machten wir uns auf, zu unserem letzten Hotelstopp in Punta Cana, was ca. 4 Stunden dauerte. Das war natürlich noch mal ein krasser Gegensatz zu den vorherigen Orten. Das Hotel war voll mit Amerikanern und sonstigen all-inclusive Urlaubern. Das Essen im Hotel war sehr sehr gut und auch das Personal war sehr freundlich. Wir wurden direkt schon auf Englisch angesprochen (was uns zuvor auch nie passiert war), da das Personal schon davon ausging, dass wir kein Spanisch sprechen. Die große Anlage hat einen eigenen Strandabschnitt und eine große Poollandschaft. Abends gab es oft Programm, was aber nicht weiter störend war. Sehr cool waren die Flamingos die den Tag über, in der Anlage herumgelaufen sind und sich vor den Menschen überhaupt nicht scheuten. Sollte Ihnen doch mal jemand zu nah gekommen sein, wurden diese mit einem kurzen laut der Flamingos auch direkt zurechtgewiesen.

Rückflug & Fazit
Nach 2 Tagen Entspannung, sind wir am Freitag 13.04. mit der Condor ab Santo Domingo wieder heimgeflogen. Die Anfahrt von Punta Cana zum Flughafen dauerte ca. 2 Stunden.

Wir verließen die Dominikanische Republik mit vielen neuen Eindrücken und hatten eine tolle Zeit. Autofahren ist hier nicht so einfach und teilweise hatten wir auch etwas Angst mal einen der vielen Motorradfahrer umzufahren, da diese oft ohne zu schauen aus allen Richtungen angefahren kamen. Jedoch gewöhnt man sich dran, und auch wenn es bei uns nicht so gängig ist, muss man sich teilweise an den Fahrstil der Dominikaner anpassen und eben auch mal Hupen, um auf sich aufmerksam zu machen. Die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen, und wenn ich zurückblicke, weiß ich, dass das nicht meine erste und letzte Reise in dieses vielfältige Land gewesen ist. Dies war nur ein kurzer Auszug unserer 2 Wochen, gerne beantworte ich noch weitere Fragen und berate Sie zu dieser Urlaubsdestination, der Dominikanischen Republik.