Bio-Kaffee aus Costa Rica
16.08.2019 | Autor: Rainer Stoll

Bio-Kaffee aus Costa Rica

Fairtrade-Kaffee aus dem costa-ricanischen Hochland

Bis letztes Jahr konntet ihr bei uns Kaffee bestellen, der direkt aus Costa Rica kam. Seit April übernehmen Carolina Zuniga und Florian Kubsch die Abwicklung eurer Bestellungen mit ihrem Kaffee-Start-up "Columbus Coffee Company".

Wir haben mit den beiden gesprochen, um euch einen Einblick in die Anfangsphase ihres Kaffee-Projekts zu geben.

Von der Idee zum Start-up

Rainer Stoll:
Hallo ihr zwei! Seit April verkauft ihr Kaffee, den ihr direkt aus Costa Rica importiert. Wie ist die Idee, euer Start-up "Columbus Coffee Company" zu gründen, entstanden?

Carolina:
2017 besuchten wir Familie Bello und ihre Farm in San Ramon in den Bergen von Monteverde zum ersten Mal. Damals ahnten wir natürlich noch nicht, wohin sich die neue Bekanntschaft entwickeln würde. Vom ersten Moment an waren wir jedoch begeistert von den Bellos, die uns so unglaublich warmherzig empfingen, und ihrer Farm, auf der sie im Einklang mit der Natur leben und einen hervorragenden Kaffee produzieren. Bei einem Rundgang erzählte Adolfo Bello stolz davon, wie sein Urgroßvater einst in diese Gegend kam. Eigentlich wollte er Gold suchen, fand dann aber sein Glück im Anbau von Kaffee. Die Tradition, hochwertigen Kaffee zu produzieren, wird jetzt bereits in vierter Generation weitergeführt. Nach dem Besuch entstand bei uns der Wunsch, die Bellos und meine Heimat Costa Rica zu unterstützen. So haben wir angefangen, das Projekt zu entwickeln.

Warum es sich lohnt, Café Tilawa zu probieren

Rainer Stoll:
Was ist das Besondere an dem Kaffee?

Florian:
Bis heute wird auf der Farm 100 % Arabica-Kaffee auf traditionelle Weise angebaut. Das heißt, hier steht nicht Kaffeepflanze neben Kaffeepflanze, so weit das Auge reicht, sondern das Land wird durch eine Mischkultur bewirtschaftet. Zwischen dem Kaffee findet man immer wieder andere Pflanzen wie Papaya-Bäume, Zuckerrohr oder Bananenstauden. Und auf den Einsatz von künstlichen Pestiziden und Düngemitteln wird gänzlich verzichtet. So wird eine reiche Biodiversität sichergestellt und der Kaffee kann auf natürliche Weise reifen. Es entsteht ein Kaffee von außergewöhnlicher Qualität.

Carolina:
Eine weitere Besonderheit ist, dass die Bellos ihren Kaffee selbst endverarbeiten. 1971 gründete Adolfo Bellos Vater gemeinsam mit einigen anderen Bauern des Dorfes die Kooperative COOPELDOS. Hier können die Kaffeebauern von San Ramon ihren eigenen Kaffee nach der Ernte fachgerecht rösten und verpacken. Sie verkaufen diesen unter der Marke "Café Tilawa". So liegt die Wertschöpfungskette zu 100 % bei den Kaffeebauern; sie können einen angemessenen Ertrag für ihre harte Arbeit erzielen und der Kaffee ist Fairtrade zertifiziert.

Wie kann man euren Kaffee bestellen?

Rainer:
Nun sind die ersten Monate mit eurem Start-up rum. Wie sind eure bisherigen Erfahrungen?

Florian:
Die Anfangszeit war super spannend für uns – ein Start-up gründet man schließlich nicht alle Tage. Wir haben viel positives Feedback von unseren Kunden bekommen. Neben dem ausgezeichneten Kaffee schätzen sie vor allem den direkten Kontakt zu uns. Wir antworten allen unseren Kunden persönlich. Ich glaube, das sind die meisten in Zeiten großer, anonymer Unternehmen gar nicht mehr gewohnt. Zudem haben wir viele positive Rückmeldungen zum Geschmack und der Qualität unseres Kaffees aus Costa Rica erhalten. Darüber freuen wir uns natürlich sehr.

Rainer:
Was kostet euer Kaffee und wie kann man bei euch bestellen?

Carolina:
1 kg des Kaffees kostet 24,95 € und wir arbeiten mit einer Versandpauschale von 4,95 €. Ab einer Bestellmenge von 5 kg Kaffee verschicken wir versandkostenfrei. Bestellungen nehmen wir gerne per E-Mail an.

Florian:
Vor kurzem ging auch unsere Facebook-Seite an den Start. Dort können Kaffeeliebhaber mehr über uns und den Kaffee erfahren, Bilder vom Projekt in Costa Rica sehen und selbstverständlich auch Kontakt mit uns aufnehmen. Wir freuen uns über jeden Besucher – schaut einfach mal vorbei!


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