Reisebericht Costa Rica - Fussballteam Edition
14.07.2022

Warum nicht einmal Fußballspielen in Costa Rica?

Fußballverrückte Hobbykicker, die schon in vielen europäischen Städten Spiele gegen Gleichgesinnte ausgetragen haben, hatten die etwas hochtrabende Idee, einmal gegen Ticos in Costa Rica zu spielen. Eine günstigere Pauschalreise kam für unser 16köpfiges Team nebst Begleiterinnen nicht in Frage. So fanden wir in travel-to-nature ein Unternehmen, das unsere individuellen Reisewünsche genauso umsetzen konnte, wie wir es gewünscht haben. Mit Frau Schreck hatten wir eine ausgesprochen kompetente Costa Rica-Expertin, mit der wir in monatelangen Vorbereitungen unsere Route festgelegt haben.  

17 Tage waren wir unterwegs mit eigenem komfortablen Bus, einem herzlichen Busfahrer Chito und einem fantastischen deutschsprachigen Reiseleiter Edwin Fernandez. Am Rückflugtag wurde am Flughafen in San José so manches Tränchen vergossen, so gut und herzlich waren die Beiden. 

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Spannende Eindrücke gleich zu Beginn der Reise

In San José haben wir am Anfang und am Ende der Reise jeweils eine Nacht in einem guten und ruhigen Hotel verbracht. Die Hauptstadt selbst hat jedoch wenig zu bieten, so dass wir nur empfehlen können, auf die Übernachtung am letzten Tag in S.J. zu verzichten. 

Nach einer mehrstündigen Busfahrt hat uns Chito dann am Kanal von Tortuguero abgesetzt. Mit einem kleinen Motorboot ging es zur Pacuare Lodge, einer kleinen Holzhüttensiedlung im Tieflandsregenwald an der Ostküste Costa Ricas. Mehrere geführte Wanderungen und Bootstouren auf dem Kanal bestimmten den Tagesablauf. Edwin erwies sich als hervorragender Kenner der heimischen Flora und Fauna. Imposant waren die vielen Reiher, einige wenige Krokodile und Kaimane und die Kapuziner- und Brüllaffen. Letztere beendeten die Nachtruhe morgens jeweils gegen 5 Uhr mit wahnsinnigem Gebrüll. Aber genau diese Geräusche gehören zu einem Urwaldaufenthalt. Zwei Tage später hat uns Chito mit dem Bus in Puerto Limón abgeholt und uns in die sehr schöne Namuwoki-Lodge am Rande des Cahuita Nationalparks gebracht. Dieser Nationalpark und der mindestens genauso schöne kleinere Nationalpark Gandoca-Manzanillo lassen sich unter sachkundiger Führung hervorragend erkunden. Das Baden im Karibischen Meer kann man in beiden Parks jederzeit einplanen. Hier hat uns Edwin erstmals auch die hochgiftige Lanzenotter aus nächster Nähe gezeigt. Sein Spruch: „Nach einem Biss dieser Schlange wird man nie wieder ein lebendes Tier sehen.“ 

In Cahuita wurde uns auf offener Straße zu abendlicher Stunde auch etwas zu rauchen angeboten, worauf wir als Sportler aber lieber verzichtet haben. Einige wenige Gruppenteilnehmer haben eine einstündige Busfahrt zum indigenen Stamm der BriBri unternommen, die im Grenzgebiet zu Panama leben. Dort haben wir Interessantes über pflanzliche Heilmittel und Farbstoffe der Indigenen erfahren, eine insgesamt vierstündige Fahrt, die sich lohnt. Leider waren wir nur 3 Tage an der Karibik. Hier könnte man gern einen Tag länger einplanen, zumal man sich auch gut ein Fahrrad ausleihen kann.  

Unser erstes Fußballspiel und einzigartige Natur rund um La Fortuna

Von der Karibikküste ging es weiter ins Landesinnere nach La Fortuna am Rande des imposanten Schichtvulkans Arenal. Für manche Reisende verhüllt sich der majestätische Vulkan tagelang. Wir hatten Glück und haben ihn täglich vom schönen Hotel aus und bei einer Wanderung zum Fuße des Vulkans gesehen. Auch der Wasserfall von La Fortuna ist unbedingt sehenswert. Wer es kalt mag, kann auch in seinem „Poolwasser“ schwimmen oder baden. In La Fortuna stand dann das von uns gewünschte Fußballspiel an. Rainer Stoll, der Inhaber von travel-to-nature hat für uns ein Spiel gegen eine Auswahl von Hotelangestellten organisiert. Das Spiel ging leider 3:8 verloren, tat dem anschließenden Grillabend mit beiden Mannschaften und ihren Angehörigen aber keinen Abbruch.

Die nächste Nacht haben wir in der Regenwaldlodge La Tigra in offenen Hütten (Toilette und Dusche in jeder Hütte !) verbracht. Höhepunkte waren hier eine Baumpflanzaktion und eine nächtliche Wanderung rund um das Haupthaus von La Tigra zu den Fröschen. Hier konnte man aus nächster Nähe Pfeilgift-, Rotaugen-, Jeans- und Leopardenfrösche beobachten. 

Durch die Baumkronen im nebellosen Nebelwald

Die vorletzte Station der Reise sollte ein Besuch der Nebelwaldregion von Monteverde sein. Den Nebel gab es zwar kaum, was dort oben eher ungewöhnlich ist, dafür war die Sicht aber perfekt. Nach einer zweistündigen von Edwin geführten Wanderung über mehrere Hängebrücken sollte das Canopy zu einem der schönsten Eindrücke der ganzen Fahrt werden. Mehr als 10 „Flüge“ am Seil über den Bergregenwald sind unvergesslich. Ein „Flug“ war 1400 m lang, einfach fantastisch. Hier haben wir den selten zu sehenden Quetzal entdeckt. Als Abschluss der Reise wollten wir noch drei Tage am Pazifik in Playa Samara entspannen.  Auch hier waren wir in einer sehr schönen kleinen Hotelanlage untergebracht, die von einem Schweizer Ehepaar geleitet wurde. Das früchtereiche Frühstück war jeden Morgen ein Traum. 

Nach der Rückreise ist die nächste Reise schon geplant

Am Rückreisetag konnten wir noch frühmorgens zum Vulkan Irazú auf über 3400m hoch fahren. Bei guter Sicht lohnt sich die einstündige Bergfahrt sehr, lässt sich aber vielleicht am ersten Reisetag genauso einplanen, um die letzte Übernachtung in San José einzusparen. 

Die ganze Fahrt war einfach für uns alle traumhaft. Deshalb geht es nach der Coronazwangspause in fast gleicher Besetzung mit travel- to- nature im April 2023 nach Kuba. 

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