Viele Reisende zieht es nach Cartagena, in den Amazonas, in die Kaffeeregion oder an die traumhaften Küsten Kolumbiens. Doch was, wenn man bewusst die ausgetretenen Pfade verlassen möchte? Wenn einen die Neugier packt und es einen tiefer hinein ins Unbekannte zieht?
Genau dafür ist Huila der perfekte Ort.
Im März 2026 habe ich an einer Gruppenreise teilgenommen und möchte diese besondere Woche in Huila mit euch teilen. Wir sind zu zehnt gestartet – mit unserem Guide waren wir schließlich elf. Es war eine meiner ersten Gruppenreisen, und ich muss sagen: Die Gruppengröße war für mich genau richtig. Groß genug, um spannende Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse zu haben, und gleichzeitig klein genug, damit jeder seinen Raum findet. Langeweile? Ganz sicher nicht.
Tag 1 – Ankommen, Durchatmen und Eintauchen
Wir sind in der Akawanka Lodge angekommen… und ich muss sagen ich habe schnell gemerkt, dass dieser Ort etwas Besonderes hat. Die Lodge strahlte unglaublich viel Charme aus – sei es durch das herzliche Personal, den beeindruckenden Ausblick oder das gesamte Ambiente. Es war ein Ort, an dem man sofort zur Ruhe kommen konnte und sich gleichzeitig willkommen und gut aufgehoben fühlte.
Besonders schön fand ich, dass die Anlage weder zu klein noch zu weitläufig war. Es gab genug Raum, um sich auch mal zurückzuziehen und eigene ruhige Ecken zu finden – etwas, das ich gerade bei einer Reise in einer festen Gruppe als großen Vorteil empfinde.
Noch am selben Tag stand auch schon unser erster Ausflug an: der Besuch einer Kaffeefarm. Dort wurden hauptsächlich Arabica-Bohnen angebaut, und wir durften gemeinsam mit den Inhabern alle Schritte des Prozesses durchgehen – von der Kaffeekirsche bis zur fertigen Bohne. Es war unglaublich spannend, einen so detaillierten Einblick zu bekommen.
Was mich besonders überrascht hat: Aus den Kaffeekirschen lassen sich auch richtig leckere Drinks herstellen – wieder etwas dazugelernt.
Unser Guide Milton hat uns mit seiner charmanten Art durch den Tag begleitet und alles verständlich ins Englische übersetzt. Man hat gemerkt, wie viel Leidenschaft hinter dem steckt, was er tut.
Und naja… ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich ein echter Kaffeeexperte bin – aber sagen wir mal so: Für kolumbianischen Kaffee habe ich seit diesem Tag definitiv ein ganz neues Verständnis entwickelt.
Tag 3 – Zu Pferd durch die Natur
Tag 3 wurde für uns etwas aktiver – es ging auf einen Ausritt durch die beeindruckende Landschaft rund um unsere Unterkunft. Für mich war das tatsächlich eines der Erlebnisse, bei denen man die Umgebung nochmal auf eine ganz andere Art wahrnimmt.
Schon beim Start war eine gewisse Ruhe zu spüren. Sobald man im Sattel sitzt, passt man sich automatisch dem Tempo der Pferde an – alles wird entschleunigter, bewusster. Der Weg führte uns durch grüne Hügel, vorbei an kleinen Wegen und immer wieder mit Ausblicken, bei denen man am liebsten kurz innehalten wollte.
Tag 4 – Farbenrausch im Vogelparadies
Tag drei stand ganz im Zeichen der Natur – genauer gesagt: Birdwatching. Kolumbien ist ein Land voller Farben, und das spiegelt sich auch eindrucksvoll in seiner Vogelwelt wider. Mit rund 1.900 Vogelarten, davon etwa 620 endemisch, gehört Kolumbien zu den artenreichsten Ländern der Welt, wenn es um Vögel geht. Von schillernden Kolibris bis hin zu imposanten Tukanen – die Vielfalt ist einfach überwältigend. Besonders spannend: Selbst die endemischen Arten unterscheiden sich je nach Region noch einmal deutlich.
Wir waren in der Nähe von Pitalito, im Encanto-Vogelreservat. Empfangen wurden wir von einer Familie, die diesen Ort mit unglaublich viel Leidenschaft führt. Man hat sofort gespürt, wie sehr ihnen die Natur am Herzen liegt.
Maria, die Mutter, kümmert sich liebevoll um den Garten – wobei „Garten“ fast untertrieben ist, denn große Teile davon sind ursprünglicher Wald. Sie sorgt auch dafür, dass die Vögel genug Nahrung finden. Ihre Tochter zaubert in der Küche wahre Köstlichkeiten, während ihr Mann sich um die Organisation und Pflege des Reservats sowie längere Touren in die umliegenden Wälder kümmert.
Viele dieser Touren führen tief in die Natur hinein und dauern mehrere Tage – mit etwas Glück kann man dort sogar seltene und scheue Tierarten beobachten. Wir hatten zwar eine kürzere Variante, konnten aber dennoch unglaublich viel entdecken: vor allem die Kolibris, die in allen Farben schimmerten und nahezu schwerelos durch die Luft zu tanzen schienen.
Auch das Gelände selbst war beeindruckend: ein Stück Primärwald mit uralten Baumarten, die man sonst vor allem aus dem Amazonas kennt.
Ein persönliches Highlight für mich waren die sogenannten „Katzenpflanzen“ – so ungewöhnlich und irgendwie skurril, dass man einfach schmunzeln musste. Ich zeige sie euch im Bild unten – wirklich etwas ganz Besonderes.
Tag 5 – Die Tatacoa-Wüste: Kolumbiens unerwartete Seite
An Tag 5 hieß es: früh in den Bus und auf nach Neiva – unser Ausgangspunkt für die Tatacoa-Wüste. Wüste und Kolumbien? Das war für mich vor der Reise ehrlich gesagt keine Kombination, die ich auf dem Schirm hatte. Aber genau das ist es ja, was solche Reisen so besonders macht: Orte entdecken, mit denen man nie gerechnet hätte.
Die Fahrt dauerte etwa sechs Stunden – also kein kurzer Abstecher, aber definitiv jede Minute wert. Von Neiva aus ging es dann noch rund 40 Minuten weiter, bis wir unser Ziel erreichten.
Unser erster Stopp war ein kleines Museum, in dem wir einen Einblick in die Vergangenheit der Region bekommen haben. Besonders spannend war zu sehen, welche Tierarten hier früher gelebt haben – ein ganz anderer Blick auf diese heute so trocken wirkende Landschaft.
Danach ging es endlich in die Wüste selbst. Und was soll ich sagen: Die Tatacoa ist alles andere als eintönig. Bei einem Spaziergang durch die Landschaft konnten wir die unterschiedlichen Formationen bestaunen – von rötlichen, fast marsähnlichen Strukturen bis hin zu helleren, graueren Abschnitten. Es fühlte sich teilweise an, als würde man durch verschiedene Welten laufen.
Zwischendurch gab es auch einen kleinen Snack – optisch wie eine pinke Paprika, geschmacklich eher tomatig. Ein perfektes Beispiel für das, was Kolumbien für mich ausmacht: überraschend, farbenfroh und immer ein bisschen anders als erwartet.
Wir möchten das Reisen mit eurer Hilfe besser machen. Für jeden von uns.Unsere SigNature Reisen
Mein Fazit
Huila hat mir echt super gut gefallen. Es waren zwar nur einige Tage, die ich dort verbrachte, aber ich konnte dank des Gruppenprogramms echt sehr viel mitnehmen. Ich kann wirklich jedem ans Herz legen, nicht nur die Standardregionen abzuhaken sondern auch mal weiter südlich in Kolumbien vorbei zu schauen. (abseits der kriminellen Gegenden) Super viel Natur, bergige Landschaft mit unfassbar viel Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt kann man sich hier gönnen! Das archeologische UNESCO Kulturerbe in San Austin darf man natürlich auch nicht verpassen.
Reisevorschlag
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