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reisterassen sapa mit wasser gefüllt

Eine Reise durch Vietnam – Mutter und Tochter auf Entdeckungstour

Landschaften, Kultur und Abenteuer im Herzen Südostasiens

Gastbeitrag / 10.09.2026 Blog author avatar

Asien hat einfach einen großen Platz in meinem Herzen … wahrscheinlich kommt es daher, dass ich nach meinem Abitur damals direkt nach Thailand flog und dort auch ein Jahr verbracht habe.

Ich habe mit einer Gastfamilie gelebt und auch nicht allzu lange gebraucht, um zu erkennen, dass die Menschen hier sehr freundlich, hilfsbereit und warm sind. Neben meinen soziologischen Erkenntnissen konnte ich natürlich auch feststellen, wie unfassbar lecker das Essen dort war und wie beeindruckend die Natur und Kultur generell sind. Es war eine komplett neue Welt, der ich damals begegnet bin.

Naja, so stieg über die Jahre auch mein Verlangen immer mehr von Asien zu entdecken und Vietnam stand schon eine Ewigkeit auf meiner Liste.

Mittlerweile bin ich keine 19 Jahre mehr. Backpacking wie damals ist nicht mehr ganz das, was ich brauche, und das Bedürfnis, mit den engsten Menschen tolle Momente zu schaffen, ist mir mittlerweile Gold wert. Warum also nicht mit der eigenen Mutter auf Rundreise gehen und gemeinsam Erinnerungen schaffen? Das bleibt doch bestimmt in Erinnerung.

Wir waren schon lange nicht mehr zusammen unterwegs und eine Fernreise hatten wir gemeinsam tatsächlich noch gar nicht erlebt. Als ich es meiner Mutter vorschlug, war sie direkt von der Idee angetan und das Pläneschmieden war ab sofort in vollem Gange.

Auf nach Vietnam – der Flug

Dann ging es auch bald los… Mitte März stiegen wir in den Flieger und Anfang April ging es wieder zurück. Wir sind direkt von München mit China Airways nach Shanghai geflogen und von dort aus dann weiter nach Vietnam. Es gibt auch Direktflüge mit Vietnam Airlines, wir haben uns aber für die günstigere Option entschieden.

Der Service und auch das Essen waren auf dem Hinflug sehr lecker. Die Maschine war allerdings etwas älter und die Bildschirme nicht ganz so modern wie bei anderen Airlines, mit denen ich zuvor geflogen bin.

Nach ungefähr 17 Stunden waren wir dann endlich in Vietnam angekommen und unser Abenteuer konnte beginnen.

Hanoi: Eine kunterbunte Stadt mit viel Kultur und tollem Essen (Tag 1-2)

Unsere Reise startete in Hanoi. Wir hatten zwei Tage Zeit, um die Stadt kennenzulernen, bevor es weiter in Richtung Natur ging.

Was direkt auffällt: Hanoi ist bunt, laut und irgendwie immer in Bewegung. Überall hängen kleine Fahnen, Motorroller fahren kreuz und quer durch die Straßen und dazwischen findet man immer wieder kleine Garküchen, Cafés und Tempel.

Zwischen Tempeln und Geschichte

Hanoi hat aber nicht nur Chaos und Streetfood zu bieten. Besonders schön fanden wir den Literaturtempel Văn Miếu. Er wurde bereits im Jahr 1070 gegründet und gilt als eine der wichtigsten historischen Stätten der Stadt. Zwischen traditionellen Gebäuden, Innenhöfen und kleinen Gärten ist es erstaunlich ruhig, obwohl man sich mitten in Hanoi befindet.

Auch die Kaiserliche Zitadelle von Thăng Long ist einen Besuch wert. Die ehemalige kaiserliche Anlage gehört heute zum UNESCO-Welterbe und erzählt viel über die Geschichte Vietnams.

Wer es etwas ruhiger mag, sollte außerdem einen Abstecher zum West Lake machen. Rund um den See fühlt sich Hanoi gleich ein bisschen entspannter an. Hier liegt auch die Tran-Quoc-Pagode auf einer kleinen Insel.

Mauer Hanoi
Thang Loang

Ein bisschen Kultur

Für einen weiteren Einblick in das Land lohnt sich das Vietnam Museum of Ethnology. Dort bekommt man einen guten Eindruck von den verschiedenen ethnischen Gruppen Vietnams. Besonders interessant fanden wir den Außenbereich mit traditionellen Häusern.

Und natürlich darf in Hanoi das Essen nicht fehlen. Wir haben uns durch kleine Restaurants und Garküchen probiert und natürlich auch Bun Cha gegessen. Dazu gehört für mich mittlerweile auch ein vietnamesischer Egg Coffee. Klingt erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber überraschend gut.

Das Wetter war Mitte März übrigens sehr angenehm. Im Süden war es zu dieser Zeit bereits deutlich heißer. Wenn ihr keine große Hitze mögt, können März und April deshalb für den Norden Vietnams eine gute Reisezeit sein.

Frau mit Tempel im Hintergrund Vietnam
Museum of Ethnology, frau steigt indigenes Baumhaus hoch

 

Ninh Binh: Es wird felsig! (Tag 3-5)

Nach Hanoi ging es für uns weiter nach Ninh Binh. Und ehrlich gesagt war das eine der Regionen, auf die ich mich besonders gefreut hatte.

Die Gegend wird oft als „Ha Long Bay an Land“ bezeichnet. Und wenn man einmal zwischen den riesigen Kalksteinfelsen unterwegs ist, versteht man auch warum. Zwischen den Bergen liegen Reisfelder, Flüsse und kleine Dörfer. Für uns war das genau die Mischung aus Landschaft und Ruhe, die wir gesucht hatten.

Trang An und die Kalksteinfelsen

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, in Trang An zu übernachten und nicht direkt in Tam Coc. Trang An ist etwas ruhiger und für uns deshalb die schönere Ausgangsbasis gewesen.

Ein absolutes Highlight war die Bootstour durch Trang An. Mit kleinen Ruderbooten fährt man durch die Karstlandschaft, durchquert mehrere Höhlen und kommt immer wieder an kleinen Tempeln vorbei. Die Landschaft ist dabei eigentlich der Hauptgrund für die Tour. Die steilen Kalksteinfelsen ragen direkt aus dem Wasser und dazwischen ist es erstaunlich grün.

Ein kleiner Tipp von uns: Wenn möglich, früh morgens losfahren. Mittags waren deutlich mehr Boote unterwegs und dann verliert die Landschaft ein bisschen von ihrer Ruhe.

Ninh Binh Bootsfahrt
Ninh Binh Tempel

Hang Mua und der Blick über die Landschaft

Einen weiteren Blick auf die Landschaft bekommt ihr am Hang Mua. Der Aufstieg ist mit rund 500 Stufen nicht ganz ohne, aber oben angekommen hat man einen tollen Blick über die Reisfelder, Flüsse und die umliegenden Karstberge.

Gerade wenn ihr gerne wandert und Landschaften nicht nur vom Boden aus anschauen möchtet, lohnt sich der Aufstieg.

Mit dem Fahrrad durch die Reisfelder

Was wir in Ninh Binh besonders schön fanden, war aber gar nicht unbedingt eine einzelne Sehenswürdigkeit. Wir haben uns Fahrräder geschnappt und sind einfach losgefahren.

Rund um Tam Coc und Trang An führen kleine Wege durch die Reisfelder und vorbei an den Kalksteinbergen. So bekommt man viel mehr von der Landschaft und vom Alltag der Menschen mit, als wenn man nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fährt.

Und genau dafür würde ich Ninh Binh auch mindestens zwei bis drei Tage einplanen. 

Hoa Lu und Van Long

Wenn ihr euch für Geschichte interessiert, könnt ihr außerdem Hoa Lu besuchen. Die ehemalige Hauptstadt Vietnams war im 10. und 11. Jahrhundert ein wichtiges politisches Zentrum. Heute stehen dort unter anderem historische Tempel.

Für uns war aber vor allem noch ein anderer Ort interessant: das Van Long Nature Reserve. Das Feuchtgebiet ist deutlich ruhiger als die bekannteren Orte rund um Tam Coc und Trang An. Mit dem Boot geht es durch die Landschaft und mit etwas Glück lassen sich dort auch Tiere beobachten, darunter der seltene Delacour-Langur.

Wer also wie wir gerne Natur und Kultur verbindet, kann in Ninh Binh problemlos mehrere Tage verbringen.

Als Anmerkung zu den Bildern: Teilweise sehen sie etas grau aus und regenerisch. Das täuscht, wir hatten keinen regen und das Wetter war super angenehm.. Wenn die SOnne ganz draußen wär, wäre es vermutlich viel zu heiß gewese.

Ninh Binh Natur

Ha Long Bay und Cat Ba (Tag 6-10)

Von Ninh Binh ging es mit einem Shuttlebus weiter Richtung Ha Long Bay. Die Gegend rund um Ha Long ist stark touristisch geprägt und teilweise auch von viel Bauaktivität bestimmt. Deshalb hat uns die Weiterfahrt nach Cat Ba besonders gut gefallen.

Die Landschaft rund um Ha Long Bay und den Cat-Ba-Archipel gehört zu den großen Naturhighlights im Norden Vietnams. Überall ragen die typischen Kalksteinfelsen aus dem Wasser und bilden kleine Buchten und Inseln.

Mit dem Kajak durch Lan Ha Bay

Statt nur eine klassische große Bootstour durch Ha Long Bay zu machen, würden wir euch deshalb empfehlen, euch auch Lan Ha Bay anzuschauen.

Lan Ha Bay liegt direkt bei Cat Ba und ist landschaftlich sehr ähnlich, wirkt aber vielerorts ruhiger. Mit dem Kajak kann man zwischen den Felsen hindurchfahren, kleine Buchten erkunden und teilweise sogar in Lagunen hineinpaddeln.

Gerade vom Wasser aus bekommt man ein ganz anderes Gefühl für die Landschaft. Und für uns war das eine der schönsten Möglichkeiten, die Karstlandschaft wirklich zu erleben.

Cat Ba National Park

Cat Ba selbst ist aber ebenfalls einen Besuch wert. Ein großer Teil der Insel gehört zum Cat-Ba-Nationalpark. Dort gibt es Wälder, Feuchtgebiete und verschiedene Wanderwege.

Wer gerne wandert, kann hier also auch einmal weg vom Wasser und hinein in die Natur.

Besonders interessant fanden wir außerdem das kleine Viet Hai Village. Das Dorf liegt abgeschiedener im Inselinneren und lässt sich unter anderem mit dem Fahrrad erkunden. Genau solche Orte haben uns auf der Reise immer wieder besonders gut gefallen, weil man dort einen anderen Eindruck vom Leben auf der Insel bekommt.

kayaking in cat ba .. frau im Kayak
Cat ba
Cat Ba
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Sapa- Fast an der Chinesischen Grenze (Tag 11-13)

Nach Cat Ba ging es für uns weiter nach Sapa im Norden Vietnams.

Sapa ist vor allem für seine riesigen Reisterrassen und die Berglandschaft bekannt. Wir waren Anfang April dort und hatten tatsächlich jeden Tag gutes Wetter.

Reisterrassen und Wanderungen

Allerdings waren wir zu einer Zeit dort, in der die große Reissaison noch nicht richtig begonnen hatte. Die Landschaft war trotzdem unglaublich grün und überall blühte es, aber die typischen Reisfelder, wie man sie von den Bildern kennt, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht in ihrer spektakulärsten Form.

Wenn ihr genau wegen der Reisterrassen nach Sapa reist, solltet ihr deshalb die Reisezeit etwas genauer planen. Besonders schön sind die Terrassen rund um die Pflanz- und Erntezeiten.

Sapa Wandern mit Indigener Frau
Sapa

Eine Nacht im Homestay

Für uns war Sapa trotzdem ein echtes Highlight. Wir haben nicht in einem großen Hotel übernachtet, sondern in einem authentischen Homestay.

Und genau dadurch wurde der Aufenthalt viel persönlicher. Wir waren sogar bei einer Familienfeier dabei und haben dort selbstgemachten Schnaps getrunken. Naja, sagen wir es mal so: Nach ein paar Gläsern war die Stimmung auf jeden Fall sehr ausgelassen.

Solche Erlebnisse sind für mich auch ein Grund, warum ich lieber etwas individueller reise und nicht nur von einer klassischen Sehenswürdigkeit zur nächsten fahre.

homestay sapa, viele menschen die was essen

Zurück nach Hanoi

Zum Abschluss unserer Reise ging es noch einmal zurück nach Hanoi.

Nach all den Wanderungen, Bootstouren und langen Tagen unterwegs haben wir die letzte Nacht etwas ruhiger angehen lassen. Wir haben noch einmal richtig gut gegessen, sind durch die Straßen geschlendert und haben die letzten Eindrücke der Reise auf uns wirken lassen.

Denn genau das war für mich das Schöne an unserer Reise durch Vietnam: Es war nicht nur eine Reise von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit.

Wir hatten große Landschaften wie die Karstberge von Ninh Binh und die Buchten rund um Cat Ba, waren mit dem Fahrrad durch Reisfelder unterwegs, saßen in kleinen Restaurants, haben Tempel besucht und Menschen in ihrem Alltag kennengelernt.

Und vielleicht war genau diese Mischung aus Natur, Kultur, Essen und den kleinen ungeplanten Momenten das, was diese Reise für meine Mutter und mich so besonders gemacht hat.

Zu den Vietnam Reisen


Reisevorschlag

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  • Pro Teilnehmer spenden wir 25€ an unser Moorschutz-Projekt in Litauen
  • Transparentes Engagement für den Natur- und Artenschutz

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