Mission Erde - die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen
Buchrezension Mission Erde

Rezension des Buches "Mission Erde" von Robert Marc Lehmann

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!

Irgendwann mitten in der Zeit, als Corona unser Leben beherrschte, bekam ich einen Anruf eines TV Senders, der gehört hatte, dass ich Reisen nach Costa Rica auch in Zeiten von Corona organisiere. „Klar, mache ich“, war meine Antwort. Und dann telefonierte ich irgendwann mit dem Protagonisten, Robert Marc Lehmann. Das war ein sehr kurioses Telefonat, denn ich kannte ihn damals noch nicht und dachte zuerst, das sei irgendein – Influencer, der unbedingt ein Tapir sehen will, weil er schon mal ein Sumatra-Nashorn gesehen hat... Der Eindruck hat sich wärend des Gesprächs schnell geändert. Robert kennt sich unglaublich gut in der Natur aus - sicher besser als ich. Ich habe ihn dann über unsere Reisephilosophie aufgeklärt, dass wir Rücksicht auf die Natur nehmen, dass ich das nur mache, wenn er die Tiere nicht stört u.s.w., dass ich bei genügend Vorlaufzeit aber die Einreise seines Teams und auch das Tapir garantieren kann. 

Heute ist mir das fürchterlich peinlich, denn ich wusste wirklich nicht, dass sich Robert Marc Lehmann unglaublich intensiv für Artenschutz einsetzt. Asche auf mein Haupt.

Ich konnte dann Robert zum Glück auch noch überreden, nach La Tigra zu gehen, um sich unser Artenschutzprojekt anzusehen, das beweisen will, dass man mit Tourismus auch Artenschutz machen kann. Auf den Fernsehbeitrag bin ich gespannt.

Irgendwann, lange nachdem Robert wieder zurück war, habe ich seine Aktivitäten auf den Sozialen Medien (Instagram, Youtube) verfolgt und war richtig fasziniert. Jetzt habe ich mir sein Buch „Mission Erde“ gekauft und will das hier besprechen.

Soviel vorab: Es ist ein Hammer, ich habe es in zwei Tagen verschlungen.

Ich arbeite seit 25 Jahren ehrenamtlich im Naturschutz, helfe Kröten über die Straße, passe auf Kiebitze auf, lege Amphibienteiche an u.s.w., aber dass Naturschutz auch anders, radikaler geht, ja gehen MUSS, habe ich eigentlich erst aus Lehmanns Buch erfahren. Robert Marc Lehmann lebt Artenschutz. Mit Leib und Seele, mit Feuer und Flamme und das kann man aus jeder Zeile lesen. Die Sprache kommt einem vertraut vor, wenn man in den Sozialen Medien unterwegs ist. Damit spricht man junge Leute an, aber auch ich mit inzwischen 57 Jahren auf dem Buckel komme damit klar. Was ein Hashtag ist, weiß ich schließlich auch #zwinkersmiley. Feuilliton-Leser mögen sich davon abgeschreckt fühlen, ich nicht. Mir gefällt es, wie er den Leser für Naturschutz begeistert, wie er spannende Geschichten erzählt und durchaus auch mal mit erhobenem Zeigefinger mehr Rücksicht für die Natur einfordert. Lehmann zeigt auch, dass man sich einmischen soll, dass du durch deinen eigenen Lebensstil mehr Fäden in der Hand hat, als dir eigentlich lieb ist. Er fordert auf – und das hat mich am meisten begeistert – dass man auch unbequeme Wahrheiten ansprechen soll: „Warum trägst du ein totes Tier um den Hals“ oder „Du solltest Deine Katze nicht frei herumlaufen lassen“. Er schildert das auf witzige und auch spannende Weise, denn er hat viele - durchaus reichlich gefährliche – Naturschutz-Expeditionen hinter sich gebracht und weiß, wovon er redet. Und er macht uns damit vertraut, dass am Ende immer ein Naturschützer da stehen muss, der mit der Waffe in der Hand z.B. das Sumatra-Nashorn verteidigt oder den Orca von der Sandbank holt. Von solchen Menschen gibt es im Buch viele und das ist das, was mir Hoffnung macht: dass unser Planet und seine Artenvielfalt noch nicht ganz verloren ist. Mission Erde ist ein gutes und wichtiges Buch, das ich gerne empfehle.

Kaufen könnt Ihr es hier.

Viele Spaß beim Lesen!

Rainer

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