Wie geht es eigentlich unseren Freunden in...Kuba?
05.10.2020 | Autor: Jara Schreck

Wie geht es eigentlich unseren Freunden in...Kuba?

Im heutigen Blogbeitrag erfahrt ihr mehr über den Alltag und die aktuelle Corona-Situation in Kuba. Hierzu haben wir Andrea von unserer Partneragentur Green Alligator aus Kuba befragt. Wie die Kubaner mit den Hygieneregeln umgehen und wie die wirtschaftliche Lage in Kuba ist, könnt ihr weiter unten lesen. 


Zu den Kuba-Reisen

Wie sieht euer Alltag aus?

Wir schlafen fast jeden Morgen aus, machen Sport und gehen dann ins Büro. Dort arbeiten wir an schon ewig liegengebliebenen Projekten. Gegen 15 Uhr verlassen wir das Büro wieder und erledigen Sachen außerhalb des Büros. Einkaufen ist in Kuba ein großes Thema und man muss ewig Schlange stehen, für eigentlich leere Regale. Ist also eine große Challenge. Kubaner verbringen damit den Großteil ihrer Zeit. Wir haben ein relativ großes Vorratslager angehäuft. Dann gehen wir nach Hause und haben da neue Hobbys wie kochen, backen etc. mit lokalen Produkten. Gehen dann relativ früh wieder ins Bett.

Wie ist der Lockdown in Kuba gestaltet? Kann man normal rausgehen, einkaufen? Mit Maske? Zu bestimmten Zeiten?

Auf ganz Kuba ist Maskenpflicht. Wer diese nicht einhält bekommt eine Buße. Ansonsten können wir uns wieder frei bewegen. Im September hatten wir eine zusätzliche Sperrstunde von 19 Uhr bis 05 Uhr. Diese wurde seit dem 01. Oktober allerdings wieder aufgehoben. Je nach Provinz sind die Regelungen anders, ganz entsprechend der Anzahl Corona-Fälle. Havanna und ein paar wenige andere Orte sind noch "geschlossener" als andere Provinzen. Wir dürfen rausgehen und die Läden funktionieren auch wieder zu normalen Öffnungszeiten. Die Restaurants dürfen 50% ihrer Plätze besetzen, allerdings sind Discos und Bars noch geschlossen. Seit dem 03. Oktober gibt es wieder öffentliche Transporte und die Schule soll zum 01. November wieder losgehen.

  • Kuba Havanna pinker Oldtimer

Wie gehen die Einwohner Kubas mit der Situation um?

Kubaner sind solche Situationen eher gewohnt als wir. Durch die Hurricanes und andere Krisensituationen haben sie gelernt sich in außergewöhnlichen Lagen zusammenzuhalten, das spürt man. Hinzu kommt, dass hier die Regierung den Notfall-Fahrplan vorgibt und dieser befolgt wird, zwar manchmal murrend, aber doch ohne großen Einwände ein Einsprachen, wie es teilweise in Europa vorkommt.

Welche Auswirkungen hat es auf die Menschen in Kuba, sind viele arbeitslos und steigt dadurch die Gefahr, dass das Virus sich schneller verbreitet?

Es sind viele zu Hause und das neue Modell mit "Home Office" wird auch von der Kubanischen Regierung gefördert. Arbeitslose gibt es zurzeit sehr viele im Tourismus. Die Infektions-Zahlen hat Kuba schon seit Beginn der Pandemie sehr gut unter Kontrolle, somit ist das Land eine TOP Destination, sobald Kuba die Grenzen wieder öffnet (wir hoffen auf Ende des Jahres 2020). Hier die Zahlen per 01. Oktober:

11 Mio. Einwohner / ca. 620'000 getestete Personen
nur ca. 5500 Corona-Ansteckungen / 122 Todesfälle

  • Kuba Havanna Kubanerinnen
  • kuba-hanabanilla-einheimische-auf-boot

Wie geht es euch, der Partneragentur, und all den anderen Leistungsträgern (Reiseleiter, Hotels, Fahrer,...)?

...gesundheitlich gut, finanziell und wirtschaftlich schlecht. Auch muss man ständig an der eigenen Motivation arbeiten, denn der doch schon lange Lockdown ist nicht einfach zu ertragen. Auch nicht unter den Palmen der Karibik, die sehen wir leider nicht sehr oft.

Was sind eure Hoffnungen, Ziele für 2021?

Dass man wenigstens wieder etwas besser reisen kann und die Quarantänenvorschriften der Länder gemässigt werden.

  • Strand an der kubanischen Südküste

Gibt es besondere Projekte, die unsere Gäste durch Spenden unterstützen können?

Wieder reisen wäre die größte Hilfe für uns. 


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