Argentinien Reisen | Argentinien Urlaub - travel-to-nature
Argentinien Reisen | Argentinien Urlaub

Argentinien Reisen

Bienvenidos a Argentina - im Land der unglaublichen Kontraste!

In tropische Wasserfälle eintauchen, eisige Gletscher von ganz nah bestaunen, Wale, Pinguine und Seelöwen vom Strand aus beobachten. Regenbogenfarbene Mondlandschaften erkunden, auf einer Estancia den Gauchos bei der Viehzucht helfen, in den über 6.500 Meter hohen Anden wandern. Mal eben bis ans Ende der Welt reisen und dann, nach einem leckeren Rotwein aus der besten Weinregion, den Einheimischen beim Tango-Tanz aufmischen! Klingt das nicht großartig? Dann packen Sie schon mal ihre Sachen, denn die Reise geht nach Argentinien!

Mit offenen Armen werden Sie in Argentinien willkommen geheißen. So herzlich die Argentinier sind, so verschieden sind auch die Wurzeln der Einheimischen und noch viel abwechslungsreicher ist die Natur des zweitgrößten Staates Südamerikas. Die Palette an unterschiedlichen Landschaften, Klimas und Kulturen, in nur einem Land, könnte kaum bunter sein. Auf einer Größe von unglaublichen 3.700 Kilometern von Norden bis nach Süden und 1.400 Kilometern von Westen bis nach Osten, befindet sich eine weltweit einzigartig kontrastreiche Natur und Kultur, die unbedingt entdeckt werden will. 

Das ist Argentinien – das ist das Land der unglaublichen Kontraste! Machen Sie sich auf zu Ihrer Traumreise nach Argentinien. Ob in der Gruppe, mit dem Mietwagen oder als Individualreisende in der Familie, wir von travel-to-nature lassen Ihren Wunsch nach einer Argentinienreise Wirklichkeit werden. Wir freuen uns auf Sie!

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Tipps und Infos für den Argentinien Urlaub in Kürze

Reisezeit

Argentinien hat das ganze Jahr über hinweg Saison und kann bereist werden. Bei der Reiseplanung ist zu bedenken, dass die Jahreszeiten den europäischen entgegengesetzt sind. Das bedeutet, Argentinien ist im Juni und Juli am kühlsten und von November bis März am wärmsten. Innerhalb des Landes unterscheiden sich die Temperaturen während einer Jahreszeit aber auch nochmal deutlich. Deswegen ist es sinnvoll, den Aufenthalt in bestimmten Monaten zu planen, je nachdem wohin man im Land reisen möchte. Zusammengefasst sind die angenehmsten Reisezeiten für Argentinien von Oktober bis Dezember (Frühling und früher Sommer) und von April bis Mitte Juni (Herbst und früher Winter).

Impfungen

Als Reiseveranstalter dürfen wir keine Empfehlungen zu Impfungen aussprechen. Häufig wird jedoch empfohlen sich gegen Gelbfieber impfen zu lassen, wenn Reisen in Regenwaldgebiete geplant sind. Grundsätzlich empfiehlt das Auswärtige Amt die Reiseimpfungen wie Hepatitis A, Tollwut und Typhus sowie Hepatitis B, bei einem Langzeitaufenthalt. Für Kinder und Erwachsene sollte der Impfkalender, laut Auswärtigem Amt, mit den gängigen Impfungen wie Tetanus, Diphterie und Influenza stets überprüft und gegebenenfalls vervollständigt werden. Bitte lassen Sie sich zu den Impfungen von Ihrem Arzt beraten, damit Sie diese auf jeden Fall rechtzeitig vor Ihrem Aufenthalt in Argentinien vornehmen können.

Währung/Geld

Der Argentinische Peso (ARS) ist die offizielle Währung in Argentinien. Nachdem dieser seit 2008 nicht mehr mit dem US-Dollar im Verhältnis 1:1 künstlich aufrechterhalten wurde, hat sich ein Wechselkurs von etwa 1 USD = 6 ARS entwickelt. Banknoten gibt es im Wert von 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pesos. Münzen kursieren von 1, 5, 10, 25, 50 Centavos bis hin zu 1 und 2 Pesos-Stücken. US-Dollar, sowie auch Euro, kann man in den meisten größeren Städten des Landes umtauschen. Aber bitte Hände weg von illegalen Wechselstuben, so genannten Cuevas! Oftmals finden sich hier Touristen, mit Falschgeld auf den Straßen wieder. Es empfiehlt sich, immer genug Bargeld bei sich zu haben, da Reiseschecks, sowie Kreditkarten nicht immer angenommen werden.

Visum/Einreise

Die Einreise nach Argentinien gestaltet sich relativ einfach. Vorausgesetzt ist ein Reisepass, der mindestens 6 Monate nach Einreise ins Land gültig ist. Das gilt sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder. Deutsche Staatsangehörige können Argentinien bis zu 90 Tage visafrei bereisen. Bei der Einreise mit Kindern unter 14 Jahren, ist es notwendig, eine Bescheinigung über die Einwilligung aller Sorgeberechtigen mit sich zu führen. Reist ein Minderjähriger nur in Begleitung eines Sorgeberechtigten, so wird die Einwilligung des anderen Erziehungsberechtigten verlangt. Beachten Sie dazu bitte die Bestimmungen der Konsularabteilung Argentiniens und des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de.


Ausführliche Informationen rund um die Argentinien Reise

Must Do's

Tanzen Sie Tango im Club Gricel Milonga.

Tango und Evita - dafür steht die riesengroße Hauptstadt Argentiniens! Eine ausgiebige Stadtbesichtigung lohnt sich für jeden Besucher in Buenos Aires. Denn Buenos Aires ist anders, anders als die meisten Großstädte. Hier klingt Tangomusik durch die Gassen von La Boca, dem bunten und italienisch beeinflussten Hafenviertel der Stadt. Die Architektur in Recoleta hingegen erinnert an Paris. In San Telmo findet regelmäßig die traditionelle Feria statt, ein künstlerischer Straßenflohmarkt und Bühne feuriger Freiluft-Tango-Shows. Buenos Aires ist demnach ein wahres Erlebnis und absolut international. Die freundlichen Argentinier empfangen hier ihre Gäste, aus aller Welt, mit offenen Armen.

Das einmalige Farbschauspiel der bunten Felsen in der Quebrada de Humahuaca.

Leuchtend rote, grüne und violette Felsen, sowie tiefen Schluchten tun sich auf. Das ist die Quebrada de Humahuaca, die größte Attraktion für Mietwagenreisende in der Provinz Jujuy. Die Stadt Salta in der gleichnamigen Provinz ist meist Ausgangsort und bereits an Charme kaum zu übertreffen. Doch hat man erstmal die Provinzhauptstadt verlassen, wird man von einer eindrücklichen Felslandschaft überrascht. Die Anden und ihr Vorgebirge, zeigen sich in den vielfarbigsten Tönen. Man fährt durch schneeweiße Salzebenen, dürre Hochebenen und Täler mit großen Kakteen und herrlichen Weinbergen. Verständlich, dass dieses Tal im Nordwesten Argentiniens zum UNESCO Naturerbe der Menschheit ernannt wurde. Die einzigartige Kombination aus typischer Indianerkultur, Überbleibsel aus der Kolonialzeit und landschaftlicher Schönheit, ist ein absolutes Highlight einer jeden Argentinienreise.

Die volle Pracht der Iguazu Wasserfälle die sich auf der brasilianischen Seite des Parks befinden.

Eingebettet in tropischen Regenwald und umgeben von bunten Regenbogen, mag man meinen, im Paradies gelandet zu sein. Das sind die Wasserfälle von Iguazú, einer der beliebtesten Ausflugsziele in Argentinien! An der Grenze zu Brasilien und Uruguay, im Nordosten des Landes, stürzen hier nämlich massive Wassermassen, auf einer enormen Länge von etwa 2.700 Metern, in die Tiefe. Über die Köpfe der Besucher fliegen bunte Tukane hinweg, durch das Unterholz huschen die Gürteltiere und in den Bäumen wimmelt es von neugierigen Affen. Sogar der seltene Jaguar lebt im umliegenden Dschungel in freier Wildbahn. Dieses einzigartige Naturwunder, darf auf keinem Reiseplan in Argentinien fehlen!

Ein Wal an der Atlantikküste von Patagonien.

Wale in freier Wildbahn beobachten – ein Traum, der an der Atlantikküste Argentiniens, Wirklichkeit werden kann. Besonders gute Chancen die Riesen des Wassers zu sichten, hat man in den Monaten Juli bis Dezember vor der Halbinsel Valdés. Sowohl Zahnwale als auch Bartenwale haben vor der Küste Patagoniens ihren natürlichen Lebensraum gefunden. Mit dem Katamaran oder auch einem Schlauchboot, bietet sich eine Tour auf das weite Meer an, wo die die Giganten beobachtet werden können. Und nebenbei tummeln sich am Strand noch zahlreiche Seelöwen, Pinguine und See-Elefanten. Ein unvergessliches Erlebnis!

Eine Märchengleiche Landschaft, erwartet Sie bei einer Bootstour auf dem Lago Argentino in Patagonien. Auf dem mal tiefblau, mal leicht türkisfarbenen See, schwimmen nämlich riesige Eisberge, die sich von den umliegenden Gletschern abgelöst haben. Die warmen Strahlen der Sonne treffen auf klares Gletscherwasser und verzaubern die Landschaft in eine glitzernd, funkelnde Traumwelt. Mit dem Boot kommt man ganz nah ran an die eindrücklichsten Gletscher der Umgebung. Massive Eiswände münden direkt in den See. Ein unglaubliches Naturspektakel! Wer also im nahegelegenen Ort Calafate ist, der sollte sich eine Bootstour, auf dem Lago Argentino, auf gar keinen Fall entgehen lassen. 

Ushuaia bei Nacht.

Viel Südlicher geht nicht! Na gut, Ushuaia ist nicht ganz das Ender der Welt, jedoch besitzt die Hauptstadt von Feuerland den Titel der südlichsten Stadt der Welt. Weiter südlich kommt dann nur noch der chilenische Teil Feuerlands und die eiskalte Antarktis. Ushuaia ist vor allem durch seine außergewöhnliche Natur in der Umgebung der Stadt so bekannt. Direkt am Beagle-Kanal gelegen ist Ushuaia zum einen idealer Ausgangsort für Fahrten mit dem Katamaran. Denn bei einer solchen Tour können allerlei Meeresvögel, Pinguine und Seelöwen beobachtet werden. Zum anderen ist Ushuaia ganz nah am Nationalpark Feuerland. Die raue Natur ist hier geprägt von Märchenwäldern, massiven Gletschern und steilen Klippen. Biber und Guanacos huschen durch die Gräser. In den Gewässern macht es Spaß zu paddeln und Ausschau nach den Antarktischen Kormoranen, den Chileflamingos oder auch den großen Andenkondoren zu halten. Tier- und Naturfreunde, werden Ushuaia und seine Umgebung, als ganz besonderes Highlight in Argentinien empfinden.


Landesinformationen

Die angenehmsten Reisezeiten für Argentinien sind von Oktober bis Dezember (Frühling und früher Sommer) und von April bis Mitte Juni (Herbst und früher Winter). Die Jahreszeiten sind gegensätzlich zu denen in Europa. Das heißt, wenn in Europa Sommer ist, so ist es Winter in Argentinien. Regional unterscheiden sich die Klimabedingungen aber nochmal deutlich. Denn durch seine gewaltige Nord-Süd-Ausdehnung findet man in Argentinien fast alle möglichen Klimazonen der Erde vor. Sei es tropisches Klima mit viel Hitze und auch Regen bei den Iguazú Wasserfällen und rund um die Provinz Misiones im Nordosten, oder subtropisches und recht trockenes Klima in weiter nördlichen Landesteilen. Im Nordwesten bei Salta, Jujuy und Tucumán ist es hingegen sehr trocken und es kann im Sommer bis zu 30 °C warm und im Winter um die 10 °C kalt werden. Die hier liegende Hochwüste Puna, zählt sogar zu den wasserärmsten Gebieten der Erde! Vor allem die sich durch das Land ziehenden Anden tragen deutlich zu der kontrastreichen Klimaentwicklung in Argentinien bei. Im Süden Argentiniens ist das Klima wesentlich kälter. In Feuerland gibt es viel Niederschlag und die Temperaturen nehmen ab. Hier wird es selbst im Sommer nicht wärmer als 14 °C. Nordpatagonien ist aber ziemlich trocken, da es sich hinter dem Teil der Anden befindet, bei dem die Wolken sich bereits abregneten haben. 

Mit einer gigantischen Nord-Süd-Ausdehnung von circa 3.700 km sowie einer beachtlichen Ost-West-Ausdehnung von etwa 1.400 km, ist Argentinien das zweitgrößte Land Südamerikas. Schon allein wegen dieser enormen Größe, hat Argentinien geografisch extrem viel zu bieten. Deswegen wird Argentinien auch als Land der Kontraste bezeichnet. Denn regional gesehen, könnten die Landschaften kaum gegensätzlicher sein. Sei es die heiße Trockensavanne im mittlerem Nordwesten an der Grenze zu Bolivien und Chile, oder die im Nordosten liegenden Iguazú Wasserfälle, die sich bis nach Brasilien und Paraguay erstrecken und somit zu den Größten der Welt gehören. Auch bekannt ist Argentinien für seine weitläufigen Pampas – von hier stammen die weltberühmten argentinischen Rinder. Ganz im Süden, in Feuerland, gibt es im Gegensatz dazu, gigantische Gletscher, die das dortige Landschaftsbild prägen. Von hier ist es gar nicht mehr weit bis zum Südpol! Außerdem befinden sich riesige Berge in Argentinien, die dem Andengebirge angehören. Der Mächtigste unter ihnen ist der Berg Aconcagua, der mit über 6.795 Metern Höhe, der Höchste Südamerikas ist. Argentinien grenzt auch auf etwa 5.100 km an den Atlantik. Hier macht es rund um die Peninsula Valdés vor allem Spaß, Ausschau nach riesigen Meeressäugern und Pinguinen zu halten. 

Argentinien war wenig besiedelt, bis zum Eintreffen der Spanier auf dem Südamerikanischen Kontinent im Jahr 1515. Jedoch weisen archäologische Funde den Verdacht auf, dass es immer wieder verschiedene ethnische Gruppen, bereits seit dem 10. Jahrhundert vor Christus, im heutigen Argentinien, gab. Die ersten Siedlungen entstanden aber erst um das Jahr 600 nach Christus. Ab dem Eintreffen der Spanier an der Mündung des Rio de la Plata im 16. Jahrhundert, entwickelte sich Argentinien unter ansteigendem Einfluss der Kolonialherrschaft. Die Ureinwohner, vor allem Indianer, haben den Kampf um ihr Land verloren und wurden weitestgehend ausgerottet. So gehörte Argentinien lange dem spanischen Kolonialreich an. Im Gegensatz zu den Ländern Peru, Bolivien und Mexiko, die allesamt reich an Bodenschätzen sind, fand Argentinien allerdings relativ wenig Aufmerksamkeit von den spanischen Besatzern. Im frühen 19. Jahrhundert versuchten die Briten dann Buenos Aires zu besetzen. Das wurde aber erfolgreich von den argentinischen Criollos abgewehrt.

Im Jahr 1816 erlangte das Land seine Unabhängigkeit. Die Folge, ein Bürgerkrieg. Nachdem dieser in Frieden erlosch, kamen immer mehr europäische Einwanderer nach Argentinien. Außerdem verhielt sich Argentinien in den beiden Weltkriegen neutral und war ein Ort der Zuflucht. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde Juan D. Perón Staatschef und 1955 durch einen Militärputsch ins Exil geschickt. 1973 kam er wieder an die Macht. Nach seinem Tod 1974, kam dessen Ehefrau Isabel Martínez de Perón an die Führung und war somit die erste Staatschefin Südamerikas. 1976 wurde allerdings auch sie geputscht. Danach folgte eine Zeit, gespickt von militärischen Unruhen und politischen Wechseln, unter denen die Bevölkerung zu leiden hatte. Mit der Führung Néstor Kirchners, ab dem Jahr 2003, begann die stagnierende Wirtschaft wieder zu wachsen. Seine Ehefrau, Christina Kirchner, übernahm die Präsidentschaft am 10. November 2007. Seit 2015 ist Mauricio Macri Präsident in Argentinien.

Aufgrund der spanischen Kolonialgeschichte ist die Amtssprache Argentiniens Spanisch. Jedoch unterscheidet sich dieses deutlich von dem Spanisch, welches in Spanien gesprochen wird. Vor allem die Aussprache ist deutlich anders. So wird das "ll" in Argentinien wie das deutsche "sch" ausgesprochen und nicht wie sonst üblich als „lj“. Außerdem wird anstelle des Wortes „tú“ (Deutsch: Du), das Wort „vos“ benutzt. Der Plural „ihr“, wird nicht wie in Spanien mit „vosotros“ übersetzt, sondern mit den für Südamerika typischen „ustedes“.

Grundsätzlich kommt man beim Reisen aber auch gut mit Englisch aus. Neben Spanisch existieren auch noch einige weitere Minderheitssprachen, die von der indianischen Bevölkerung rühren. Die wichtigsten sind das Quechua und das Guaraní. Außerdem werden in einigen Teilen des Landes die Sprachen deutscher und englischer Vorfahren gesprochen, sodass man beispielsweise in einigen Stadtteilen Buenos Aires oder in den Pampas auch mal vertraute Klänge hört. 

Aufgrund dessen, dass die meisten Ureinwohner im Zuge der Kolonialzeit ausgerottet wurden und nun der Großteil der argentinischen Einwohner von Siedlern, aus vor allem Italien und Spanien abstammt, ist die Religion in diesem Land europäisch geprägt. Somit gehören rund 90 Prozent der Bevölkerung der römisch-katholischen Kirche an. Der Rest verteilt sich auf andere, etwa 2.500 Glaubensrichtungen. Dazu zählen zum Beispiel Juden, Protestanten, aber auch Mischformen aus dem Christentum und den verschiedenen Glaubensrichtungen der Ureinwohner.

Fragt man in die Runde: „Was fällt Dir zu Argentinien ein?“ So kommt doch häufig die schnelle Antwort: „Rindersteak!“. Genau, dafür steht Argentinien (auch!). Eine der weltberühmten Traditionen der Argentinier sind nämlich die Asados, großzügig zelebrierte Grillfeste, bei denen sich Freunde, Familie und Verwandte zusammenfinden und köstliches argentinisches Rindersteak essen. Jeder bringt etwas mit, sei es Bier, Salate oder andere Leckereien, so will es der Brauch. Aber auch anderes Grillgut wie Schwein, Ziege, oder Geflügel finden ihren Platz auf dem Grill. Am Abend wird meistens noch gesungen oder Gitarre gespielt, ein Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. 

Da Argentinien sehr europäisch angehaucht ist, werden dort die vorwiegend selben christlichen Feste gefeiert, wie in Europa. Daneben sorgen einige staatliche Feiertage wie der "Gedenktag an den Militärputsch" oder der "Tag der Unabhängigkeitserklärung von Spanien" dafür, dass die Argentinier einige freie Tage mit ausgelassenen Asados verleben können.

  • 1. Januar: Neujahrstag
  • Februar: Rosenmontag und Fastnachtsdienstag
  • März/April: Ostern und Karfreitag - Die Osterwoche (Semana Santa) zieht alle Einheimischen in die Andenregionen. Denn hier finden farbenfrohe Prozessionen auf den Straßen der alten Kolonialstädte statt
  • 24. März: Día Nacional de la Memoria por la Verdad y la Justicia - Tag der Erinnerung für Wahrheit und Gerechtigkeit – Gedenktag an den Militärputsch von 1976
  • 2. März: Día de la Soberanía sobre las Islas Malvinas - Tag der Hoheit über die Inselgruppen der Malwinen oder auch Falklandinseln genannt
  • 1. Mai: Día de los trabajadores - Tag der Arbeit
  • 25. Mai: Nationalfeiertag - Tag der Unabhängigkeitserklärung von Spanien von 1810
  • 20. Juni: Día de la Bandera - Tag der Flagge. An diesem Tag finden in ganz Argentinien Feierlichkeiten zu Ehren der Flagge und ihrem Schöpfer Manuel Belgranos statt.
  • 9. Juli: Tag der Staatswerdung - An diesem Tag wurden 1816 die „Vereinigten Provinzen von Südamerika“ gegründet
  • 17. August: Todestag von San Martín
  • 12. Oktober: Día de la Raza - Tag der Entdeckung Amerikas von 1492, als Columbus auf den karibischen Inseln am 12. Oktober landete
  • 20. November: Día de la Soberanía Nacional Nacional - Tag der nationalen Souveränität, der an die Schlacht bei Vuelta de Obligado von 1845 erinnert
  • 8. Dezember: Día de la Concepción Immaculada - Mariä Empfängnis
  • 25. Dezember: Navidad - Weihnachten
  • 31. Dezember: Celebración de la Noche de Año Nuevo - Silvester

In Argentinien leben etwa 40 Millionen Menschen, eine kleine Anzahl, wenn man bedenkt, dass das Land acht Mal größer ist, als Deutschland. Allein in Buenos Aires, leben mehr als 11,5 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungsdichte ist demnach extrem hoch in der Hauptstadt Argentiniens. Ganz im Gegensatz dazu ist das Berg- und Flachland sehr dünn besiedelt. Die Wenigsten Argentinier haben allerdings ihre Wurzeln im Land selbst, sondern stammen aus den Emigrationswellen die im 19. und 20. Jahrhundert von Europa aus starteten. Deshalb leben in Argentinien auch sehr viele Nachfahren von Italienern, Spaniern, Franzosen und Deutschen. Bis heute gilt Argentinien als beliebtes Migrationsland für andere Lateinamerikaner und Europäer, was auf die relativ flexiblen Immigrationsgesetzte zurückzuführen ist. Allerdings hat die von Präsident Kirchner geerbte Inflationsrate im Land auch dazu beigetragen, dass viele Einheimische in den letzten Jahren Ihr Land verlassen haben und in den Nachbarstaaten wie Chile und Peru versuchten, eine neue und stabilere Existenz aufzubauen.

An Vielseitigkeit in der Pflanzen- und Tierwelt ist Argentinien kaum zu übertreffen. Vor allem durch die enorme Größe Argentiniens und den damit verbundenen verschiedenen Klimas und Höhenlagen im Land, haben sich ganz unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten pro Region angesiedelt. 

Auffallend ist, dass in den immergrünen und niederschlagreichen tropischen und subtropischen Regenwäldern im Norden und Nordosten Argentiniens, die meisten Tiere leben. Raubkatzen wie Jaguare oder Ozelots haben hier genauso wie einige Kleinbären, darunter Nasen- und Waschbären, ihren natürlichen Lebensraum gefunden. Auch Ameisenbären kann man mit etwas Glück zu Gesicht bekommen. Des Weiteren streifen Pekaris, die Südamerikanischen Nabelschweine, sowie die größten Landsäugetiere des südamerikanischen Kontinents, die Tapire, durch das tropische Unterholz. Selbstverständlich gibt es in Argentinien auch eine Vielzahl an Reptilien, darunter Kaimane und Schlangen. Die Vogelwelt ist in diesem Gebiet aber auch wunderschön. Rund um die Iguazú Wasserfälle, verbreiten farbenprächtige Tukane ihre Klänge und es schwirren kleine Kolibris, die als die "Juwelen des Dschungels" bezeichnet werden, umher. In der Pampa hingegen, unweit der Hauptstadt Buenos Aires, trifft man eher auf Tiere, die offenes Terrain gewohnt sind. Besonders Nandus, straußenähnliche Laufvögel, streifen dort in einer Art Kultursteppe mit verschiedenen Gräsern, umher. Außerdem gibt es auch den seltenen Mähnenwolf, Pampafüchse sowie Pampahirsche. 

Hoch in den Anden und in der Puna, die weitestgehend durch trockene Wüstenlandschaft gekennzeichnet ist, trifft man auf die ganz besonders flauschigen Lamas, Guanakos und Vikunjas. Sogar der imposante Andenkondor lebt hier. In den Provinzen Salta, Jujuy und Tucumán, im Nordwesten Argentiniens, regnen sich die vom Flachland aufsteigenden Wolken regelmäßig an den großen Gebirgen ab, wodurch ein langer Streifen subtropischer Feuchtwälder entstanden ist. Lianen, Moose und Flechten dominieren die dichten Wälder. Affen, Wildschweine aber auch Jaguare und andere kleine Raubkatzen leben hier. 

Ganz im Süden in Feuerland und auch an der Atlantikküste in Patagonien, tummeln sich hingegen allerlei Meerestiere. Neben Pinguinen, macht es in diesen Gegenden besonders viel Freude, die neugierigen Seebären, Mähnenrobben und Seeelefanten, sowie Wale zu beobachten. Patagonien ist geprägt von unendlichen Weiten. Auf eine Fläche von mehreren Hundert Kilometern wechseln sich Büschelgräser und Trockenbüsche ab. In Feuerland ist es dann wieder um einiges grüner, mit vielen riesigen Gletschern und den Ausläufern der Anden.

Argentinien gilt als das Fleischland schlecht hin! Auf ausgedehnten, saftigen Weiden der Pampas, grasen hier Rinder, sowie auch Schafe, das ganze Jahr über draußen und liefern somit eine fantastische Fleischqualität. Die Fleischspezialitäten werden dann bei Asados, ausgedehnten Grillfesten mit der Familie und Freunden, nach aufwendiger Zubereitung, gegessen. Hier findet fast alles über dem offenen Feuer seinen Platz. Am berühmtesten sind jedoch die riesigen Rindersteaks. Leckere Grillgerichte kann man auch in sogenannten Parillas, dem bekanntesten Restaurant-Typ des Landes, zu sich nehmen. Dazu werden meistens scharfe Saucen und leckere Salate gereicht.

Jedoch hat die argentinische Küche noch einiges mehr zu bieten: Als Snack für zwischendurch werden oft Empanadas, unterschiedlich gefüllte Teigtaschen, gereicht. Zu den bekanntesten Füllungen zählen Fleisch, Gemüse, Käse mit Schinken, und Hühnchen. Empanadas werden direkt aus der Hand gegessen. Zu den weiteren traditionellen Speisen zählt der Eintopf. An den beiden Nationalfeiertagen wird das bekannte Lorco, ein Eintopf, gegessen. Dieser besteht aus Bohnen, Tomaten und gekochtem Mais und wird mit Würstchen, Fleischsorten, Paprika oder Zwiebeln verfeinert. Aber auch für Vegetarier ist meist etwas auf der Karte zu finden. Durch die vielen europäischen Einwanderer im Land, werden in den meisten Städten italienische Pizza und auch mal Pasta angeboten. Wein wird im Westen Argentiniens angebaut. Dieser hat eine ausgezeichnete Qualität zu günstigen Preisen.

Das Nationalgetränk ist jedoch der Mate, ein Kräutertee, der aus dem Kraut Yerba Mate gewonnen wird und viele gesunde Vitamine enthält. Gereicht wird er in den traditionellen Matebechern mit speziellen Strohhalmen. Ein Muss für jeden Argentinien-Reisenden!


Gut zu wissen

Für die Einreise nach Argentinien wird ein Reisepass verlangt, der mindestens noch 6 Monate nach Einreise gültig ist. Bei der Einreise aus Deutschland über den Flughafen Buenos Aires, erhält man eine Touristenkarte, die bei Ausreise wieder abgegeben werden muss. Zusätzlich wird im Reisepass ein Stempel und die Anzahl der Tage, die der Reisende im Land bleiben darf, eingetragen. Deutsche Staatsangehörige können maximal 90 Tage visafrei als Tourist im Land bleiben. Kinder müssen ebenfalls einen Reisepass mit sich führen. Von Minderjährigen, die mit nur einem Sorgeberechtigten einreisen, wird die Einwilligung aller Sorgeberechtigter verlangt. Diese muss vom argentinischen Konsulat beglaubigt werden. Wenn es nur ein Sorgeberechtigten gibt und dieser mit dem Kind einreist, so ist ein Nachweis für das alleinige Sorgerecht vorzuweisen. Da verbindliche Auskünfte darüber, ob und welche Dokumente ins Spanische übersetzt werden müssen, nur vom argentinischen Konsulat gemacht werden, verweisen wir an dieser Stelle auf die Konsularabteilung der Botschaft Argentiniens.

Persönliche Gegenstände dürfen zollfrei nach Argentinien eingeführt werden. Dazu zählen Kleidung, Toilettenartikel, Schuhe, etc. Es dürfen auch ein Fotoapparat, eine Videokamera, ein Handy und die passenden Ladegeräte eingeführt werden. Außerdem ist es erlaubt, dass Touristen aus Nicht-Nachbarländern Argentiniens mit bis zu 5 kg Lebensmitteln, 400 Zigaretten, 100 ml Parfum und 2 Liter alkoholischen Getränken, einreisen. Ebenso darf bei der Ein- und Ausreise bis zu 10.000 USD in bar mitgeführt werden. Alle höheren Summen müssen beim Zoll deklariert werden. Diese Vorschriften ändern sich auch mal. Bitte informieren Sie sich daher direkt beim Auswärtigen Amt, der argentinischen Botschaft sowie unter www.zoll.de.

Die Währung Argentiniens ist der Argentinische Peso (ARS). Häufig werden Preise aber auch in US-Dollar ausgewiesen. Wer in den großen Städten reist, der kann Euro mitbringen und in den örtlichen Wechselstuben oder auf der Bank in Peso bzw. in US-Dollar wechseln. In kleinen Orten werden meist keine Euro eingetauscht. Peso und US-Dollar werden beide mit dem Zeichen $ abgekürzt. Deshalb sollte immer geprüft werden, um welche Währung es sich handelt. Momentan entspricht etwa 1 USD = 6 ARS. Die Münzen kursieren von 1, 5, 10, 25, 50 Centavos, 1 Peso und 2 Pesos, die Banknoten gibt es im Wert von 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pesos. Mit Kreditkarten kann man in vielen Restaurants, Hotels und Geschäften bezahlen. Es gibt auch in allen Städten Bankautomaten, wo mit der Kredit- oder der ec-Karte (mit Maestro-Funktion) Geld abgehoben werden kann. Das Limit ist hier oft sehr niedrig und beträgt nur ca. 45 € pro Abhebung. Es kann mehrfach hintereinander abgehoben werden. Die Bezahlung mit Reisechecks ist bisher nicht gängig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt vor einer Argentinien Reise seinen Impfkalender auf den neusten Stand zu bringen und die gängigen Impfungen wie Tetanus, Influenza und Diphterie aufzufrischen. Reiseimpfungen wir Hepatitis A (bei kurzen Aufenthalten) und B (bei Langzeitaufenthalten) werden ebenfalls oft als sinnvoll beschrieben. Außerdem raten manche Ärzte, sich gegen Tollwut und Typhus impfen zu lassen. Eine Malariaprophylaxe ist nicht zwingend notwendig, da diese in den meisten Gebieten überhaupt nicht vorkommt. Und wenn, dann kommt die Malaria übertragende Mücke nur in den Provinzen Jujuy und Salta, während der Monate Oktober bis Mai und dann auch nur auf Höhen von 1.200 bis 1.500 Meter, vor. Eine Gelbfieberimpfung wird oft von Ärzten empfohlen, insbesondere, wenn man plant, zu den Iguacú Wasserfällen zu fahren. Diese Impfung muss mindestens 10 Tage vor Einreise nach Argentinien gemacht werden. Außerdem kann bei der Weiterreise in ein anderes Land, ein gültiger Nachweis über eine Gelbfieberimpfung verlangt werden. 

In dichter besiedelten Landesteilen, sind die Häuser direkt an das Stromnetz angeschlossen. Umso weiter man Richtung Süden kommt und das Land dünner besiedelt ist, decken die Häuser und Hotels ihre Stromversorgung über Generatoren, die jedoch meist nicht durchgehend laufen. Die Stromspannung beträgt 220Volt/50 Hz. Da die europäischen Stecker nicht passen, ist man auf Adapter angewiesen, die man fast überall problemlos bekommt.

Mit Internet ist man in Argentinien gut versorgt. Nicht nur in den Großstädten, sondern beinahe überall ist man an das Netz angeschlossen. Ein Ortsgespräch kostet umgerechnet etwa 10 Cent pro Minute, ein Ferngespräch etwa 20 Cent. Möchte man nach Deutschland telefonieren, so kostet das, je nach Anbieter etwa 35 Cent bis 2,50 € pro Minute. Jedoch hat man auch die Möglichkeit, aus Telefonzentralen heraus anzurufen, die einen weitaus günstigeren Tarif anbieten. Diese sind vor allem in Großstädten zu finden. Wenn man mit einer der drei lokalen Mobiltelefongesellschaften im Land einen Vertrag hat, kann man sein Smartphone dort durchaus nutzen. Außerdem lohnt es sich bei für das Auslandfreigeschalteten Geräten eine lokale SIM-Karte zu kaufen, um so nach Hause oder innerhalb des Landes auch mal telefonieren zu können. Man sollte jedoch auf die Roaminggebühren Acht geben und sich vorab über den jeweiligen Anbieter informieren.

Argentinien ist im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Südamerikas relativ sicher. Die Argentinier empfangen Besucher in ihrem Land grundsätzlich mit offenen Armen. Gastfreundschaft ist demnach eine der großen Stärken der Einwohner. Außerdem sind sie ein offenes, freundliches und vor allem lebensfrohes Volk. Jedoch, wie in den meisten Ländern Südamerikas, gibt es auch in Argentinien eine große Kluft zwischen Arm und Reich. Das kann der Grund sein, wieso es manchmal für unachtsame Touristen ungemütlich werden kann und es zu Diebstahl kommt. Vorsicht und Wachsamkeit ist vor allem an belebten Orten angebracht – auch in augenscheinlich sicheren Stadtvierteln.

Beliebt ist die Methode jemanden mit Flüssigkeit, wie einem Getränk, zu beschmutzen und danach hilfsbereit mit der Reinigung zu beginnen. Dabei werden dann alle greifbaren Gegenstände entwendet. Wertgegenstände sollten deshalb unbedingt versteckt oder im Rucksack getragen werden, es empfiehlt sich einen Teil des Geldes im Hotelsafe zu lassen und nur das Nötigste mitzunehmen. Am besten man trägt auch wenig bis keinen Schmuck unterwegs. Hilfreich sind Geldgürtel, die man unter der Kleidung tragen kann. Widerstand sollte bei Überfällen auf keinen Fall geleistet werden, da die manchmal auch bewaffneten Banden nach Opfern suchen! Grundsätzlich ist es besser in den großen Städten, in der Gruppe unterwegs zu sein, da diese meistens Kriminelle abschrecken.

Die Zeitverschiebung in Argentinien, beträgt nur minus 5 Stunden im Vergleich zur Deutschen Sommerzeit. In der deutschen Winterzeit liegt Argentinien sogar nur 4 Stunde hinter Deutschland. Somit ist der Zeitunterschied relativ leicht zu verkraften, sofern man sich der dortigen Tageszeit auf Reisen anpasst.

Wie in den meisten südamerikanischen Ländern, so ist es auch in Argentinien nicht erlaubt, Personen einfach ungefragt zu fotografieren. Vor allem in den noch recht urtümlichen Indio-Dörfern sollte man die Menschen fragen, bevor ein Foto oder Video von ihnen gemacht wird. Nicht selten wird im Gegenzug, von den Einheimischen, ein kleiner Geldbetrag verlangt. Es ist außerdem verboten, militärische und polizeiliche Einrichtungen zu fotografieren. Wer eine Speicherkarte kauft, der muss mit höheren Kosten als in Deutschland rechnen.

Außerdem ist es in Argentinien üblich in den Restaurants ein Trinkgeld zu bezahlen. Es liegt natürlich im Ermessen eines jeden Gastes, wie hoch dieses ausfallen soll. Eine Richtlinie ist aber ein Trinkgeld von 5 bis 10 % des Rechnungsbetrages zu geben. Besonders Reiseführer freuen sich aber auch über die Wertschätzung von Ihren Gästen nach getaner Arbeit und einer gelungenen Tour. 

Neben E-Mail- oder Handykontakt zu den Liebsten in der Heimat, ist es bis heute immer noch sehr beliebt Postkarten aus dem Urlaub nach Hause zu schicken. Da arbeitet die argentinische Post sehr zuverlässig. Jedoch sollte man nicht mit Geschwindigkeitsrekorden rechnen. Bis die Karte ankommt vergeht meist ein Weilchen. Ein Brief aus Argentinien nach Deutschland kostet etwa 3 €. Wer ein Paket aus Argentinien nach Europa schicken möchte, der muss entweder mit recht hohen Kosten rechnen (Luftpost) oder mit langen Lieferzeiten (per Schiff) von 6 bis 8 Wochen.

Auch in Argentinien ist der lateinamerikanische Machismo überall spürbar. So kommt es besonders in den Städten häufiger vor, dass einer schönen Frau hinterhergepfiffen oder nachgerufen wird. Auch wenn es schwerfällt, die beste Reaktion ist es, das Machogehabe zu ignorieren. Wer dann noch immer nicht in Ruhe gelassen wird, der kann gegebenenfalls etwas flunkern und von dem eigenen Ehemann, der im Hotel wartet, erzählen. 

Argentinierinnen reisen außerdem selten allein. Da kann es schon sein, dass sie mal neugierige Fragen von den Einheimischen zu ihrer Reise bekommen. Grundsätzlich gilt für Frauen und Männer gleichermaßen, sich nicht bei Dunkelheit oder Dämmerung in verlassenen Gegenden aufzuhalten. Wenn mal ein Taxi genommen wird, dann sollte man hinten einsteigen und sich nicht neben den Fahrer setzen. Allgemein ist es doch am Schönsten in Gemeinschaft zu reisen. Daher empfehlen wir allen Alleinreisenden sich einer unserer Gruppenreisen anzuschließen. 


Nationalparks

Die volle Pracht der Iguazu Wasserfälle die sich auf der brasilianischen Seite des Parks befinden.

Atlantischer Regenwald mit subtropischen Temperaturen und feuchtwarmem Klima – das beschreibt den Nationalpark Iguazú im Nordosten Argentiniens sehr genau. Auf einer Fläche von 555 Quadratkilometern, die sich bis über die Grenze von Brasilien erstreckt, schützt der Park das Areal um die riesigen Iguazú Wasserfälle und die hier lebenden Tiere. Hier lebt zum Beispiel auch der vom Aussterben bedrohte Jaguar. Im Nationalpark Iguazú leben aber auch viele andere exotische Tiere, wie etwa der Flachlandtapir, braune Brüllaffen, der Große Ameisenbär, Riesenotter und Ozelots. Außerdem haben sich alleine 44 % aller Vogelarten Argentiniens und 250 verschiedene Arten an Schmetterlingen in diesem schönen Gebiet angesiedelt. Der Park liegt in der Provinz Misiones, in der sich wunderschön angelegte Lodges befinden, von denen man gut den umliegenden Regenwald erkunden kann.

Die atemberaubende Landschaft des Beagle Kanals in Feuerland, umgeben von Kormoranen.

Der südlichste Teil Südamerikas ist Feuerland. Feuerland ist eine Region, die sowohl in Argentinien als auch in Chile liegt. Bei Feuerland handelt es sich um einige kleine Inseln die vom Festland durch die Magellanstraße getrennt sind. Die Hauptinsel ist Isla Grande de Tierra de Fuego, wo auch die argentinische Stadt Ushuaia liegt. Ganz in der Nähe von Ushuaia befindet sich der wunderschöne Nationalpark Feuerland. Märchenwälder dominieren hier das Landschaftsbild. Auf einer enormen Größe von 86 Hektar erstrecken sich gigantische Gletscher und schroffe Klippen. Zu Hause sind hier Tiere wie Guanacos und allerlei Vögel, die in den Wäldern leben. Auf den vielen Pfaden können ausgedehnte Wanderungen gemacht werden. In den Gewässern macht es Spaß zu paddeln und Ausschau nach den verschiedenen Tieren wie zum Beispiel den Magellangänsen, Ottern, Seelöwen und Pinguinen zu halten. Ganz besonders idyllisch ist die Bucht Lapataia, wo die frischen Gewässer des Beagle Kanals, des Ovando und des Lapataia Flusses zusammenfließen. Wer in raue, unberührte Natur eintauchen möchte, für den ist ein Besuch im Nationalpark Feuerland sehr zu empfehlen.

Einer der meist besuchten Nationalparks in Argentinien ist Los Glaciares im Süden Patagoniens. Der Name ist Programm. Los Glaciares bedeutet nämlich „Die Gletscher“ auf Deutsch. So dominiert eine Vielzahl von massiven Gletschern das Landschaftsbild im Nationalpark. Für Besucher aus der ganzen Welt ist der Aufenthalt im Nationalpark Los Glaciares einer der eindrücklichsten Stationen während einer Argentinien Reise. Denn so viel spektakuläre Naturschönheit, hat man in der Heimat sicherlich noch nie gesehen! Mehr zusammenhängende Eismassen, geballt auf einem Raum von 22.000 Quadratkilometern, gibt es sonst nur in den Polregionen. Zum Vergleich: das entspricht der Größe des deutschen Bundeslandes Hessen!

Zum Nationalpark Los Glaciares gehören auch die beiden großen Gletscherseen Lago Argentino und Lago Viedma. Wer sich in der Stadt Calafate aufhält, der sollte einen Ausflug mit dem Katamaran über den Lago Argentino in Erwägung ziehen. Denn dabei kommt man ganz nah an die bis zu 80 Meter hohen Eiswände der Gletscher heran, wo unter ohrenbetäubendem Dröhnen regelmäßig riesige Eisfelsen direkt in den See fallen und dann wie kleine Eisberge im Wasser treiben. Der größte Gletscher im Park ist der Upsala-Gletscher. Mehr bestaunt wird jedoch der Perito-Moreno, ein Gletscher, der sich 60 Meter hoch und 4 Kilometer breit, scheinbar direkt aus dem Lago Argentino erhebt. Ein nahezu unfassbares Naturbild! Außerdem befindet sich im Süden des Parks das gigantische Fitz-Roy-Bergmassiv. Ein Traumziel für geübte Bergsteiger.


Städte

Die Hauptstadt Argentiniens ist elegant, kontrastreich und hipp aber gleichzeitig auch sehr traditionell. Elegant, ist Buenos Aires, weil es geschmückt ist von wunderschönen Villen im französischen Stil, vor allem in dem Stadtteil Recoleta. Hier befindet sich auch der Friedhof „El Cementerio de la Recoleta“, wo neben monumentalen Figuren die Grabstätte der bekannten Evita Perón besucht werden kann. Kontrastreich ist Buenos Aires deswegen, weil in der 13 Millionenmetropole ein internationales Flair herrscht. Durch die große Einwanderungswelle des 19. Jahrhunderts, leben noch heute einige Nachfahren vieler Europäischer in Buenos Aires. So versprüht das Viertel La Boca, mit seinen bunten Häusern und vielen Südeuropäern, ein besonderes italienisches Flair. Hipp ist Buenos Aires, weil man sich in den Stadtteilen San Telmo und Palermo Soho tagsüber auf kreativen Märkten rumtreiben und dann abends in den Bars, die ganze Nacht durchfeiern kann. Vor allem bewahren die Einwohner der Stadt aber auch Ihre Traditionen. Dazu zählt mit Sicherheit der weltberühmte Tango, der von den Straßen der Innenstadt nicht wegzudenken ist.  

Am Fuße der argentinischen Anden gelegen, ist Salta eine der beliebtesten Provinzen für Urlauber in Argentinien. Die Region im Nordosten des Landes ist landschaftlich einzigartig, mal rau, mal lieblich, mal sehr farbenfroh. Viele koloniale Orte in der Umgebung machen die Gegend sehr interessant und abwechslungsreich. In den Bergen leben sogar noch einige der Nachfahren der indianischen Ureinwohner. Die Provinzhauptstadt, mit dem gleichen Namen Salta, ist stolz auf ihren Spitznamen „La Linda“ (die Schöne). Dieser ist sicherlich auf die große Zahl der eindrücklichen Kolonialbauten im Ort zurückzuführen. Ein Besuch in Salta lohnt sich also auf jeden Fall. Die Provinz lässt sich am besten mit dem Mietwagen erkunden.

Mendoza ist eine wahre Oase in der Buschsteppe, im zentralen Westen Argentiniens. Die Stadt, der gleichnamigen Provinz, ist vor allem so bekannt durch seine überaus köstlichen Weine, die aus dieser Region stammen. Nicht ohne Grund wird die Metropole häufig als schönste Stadt Argentiniens bezeichnet. Denn am Fuße der Andenkordillere gelegen, erstrahlt Mendoza bei gutem Wetter, in einem herrlichen Panoramabild, mit oft schneebestäubten Berggipfeln im Hintergrund und grünem Weinanbaugebiet im Vordergrund. Da lohnt sich eine Stadterkundungstour ganz bestimmt. Westlich vom Stadtzentrum liegt der Parque San Martín. Die grüne Lunge Mendozas, umfasst eine stolze Größe von 420 Hektar, mit einem Baumbestand von etwa 50.000 Stück. Ein Höhepunkt ist die Sicht auf den Cerro de la Gloria, der Ruhmeshügel. Hier erinnert ein riesengroßes Denkmal an die Heldentat von General José de San Martín und seine Überquerung über die Anden nach Chile.

Ein fester Bestandteil der Kultur der Argentinier ist der Fußball im Land. Da versteht es sich von selbst, dass der Stolz bei den Einheimischen der Region über das Mundialista Fußballstadion besonders groß ist. Es lohnt sich aber auch die Provinz Mendoza und somit die Umgebung der Stadt Mendoza zu erkunden. Das Wort „Cuyo“, beschreibt das Bild der Gegend sehr genau. Den Namen, welcher übersetzt „sandige Erde“ bedeutet, gaben einst die Ureinwohner dieser trockenen Region. Mit etwas Glück kann man wilde Lamas und Guanakos beobachten, die das Naturbild noch idyllischer erscheinen lassen. Nicht weit von hier befindet sich auch der höchste Berg Südamerikas. Mit seinen fast 7.000 Metern Höhe, zieht der Aconcagua viele Gipfelstürmer ins Land. 


Im Land der Kontraste - Argentinien

Wer nach Argentinien reist, der stellt fest, kein anderes Land dieser Erde bietet mehr Kontrast in Geographie und Kultur. Ganz besonders beeindruckend ist die bunte und vor allem riesengroße Palette der Naturspektakel in Argentinien. So ist Argentinien tatsächlich das einzige Land in Südamerika, bei dem heißes Tropen-, trockenes Wüsten- und sogar raues Subpolarklima herrscht. 

Tobend, brausend und rauschend – ein wahres Naturwunder, sind die paradiesischen Wasserfälle von Iguazú, einer der beliebtesten Ausflugsziele in Argentinien. Inmitten des wild-wuchernden Urwaldes, im Nordosten des Landes, stürzen hier nämlich massive Wassermassen auf einer enormen Länge von etwa 2.700 Metern, in die Tiefe. In dem von der UNESCO geschützten Areal, herrscht subtropisches Klima. Von großschnäbligen Tukanen und nahezu außerirdisch wirkenden Gürteltieren bis hin zu neugierigen Affen, leben bei den Iguazú Wasserfällen eine Vielzahl an Tieren. Mit etwas Glück erhascht man sogar einen Blick auf den seltenen Jaguar, der im umliegenden Dschungel lebt.

Ganz im Kontrast dazu steht die spektakuläre Natur in Feuerland. Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, ist idealer Ausgangsort für Tagesausflüge in den Feuerland Nationalpark oder sogar bis ans Ende der Welt, dem antarktischen Gebiet. Bei rauem Subpolarklima, wollen am Beagle Kanal, Pinguine, Seelöwen und allerlei Meeresvögel in herrlicher Natur beobachtet werden. 

Geprägt von unendlichen Weiten ist Patagonien mit wunderschönen, türkisfarbenen Seen und schwimmenden Eisbergen, eisblauen Gletschern und schneebedeckten Bergspitzen ein absoluter Höhepunkt einer jeden Argentinien Reise! Abenteuerliches Westernfeeling kommt bei einem Ausritt auf dem Rücken eines Pferdes über das Gelände einer Estancia (Landgut) auf, wo bis heute die argentinischen Gauchos der Tradition von Vieh- und Schafzucht nachgehen.

Überaus faszinierend ist das Tierleben in der Region Chubut, die zum zentralen Teil der argentinischen Seite Patagoniens gehört. Hier herrscht mildes Klima. Bei der Halbinsel Valdés, direkt an der Atlantikküste und umgeben von breiten Sandstränden, lassen sich die schönsten Meerestiere dieser Erde beobachten. In manchen Monaten sieht man sogar die 54 Tonnen schweren Bartenwale. Neugierige Seelöwen, sowie See-Elefanten, lassen sich das ganze Jahr durch gut beobachten. Pinguine und andere Seevögel nisten an den Ufern. Auf dem Festland sind oft Guanakos, Füchse und Ñandus zu sichten. 

Unweit der Grenze zu Chile und Bolivien, in Nordwestargentinien, macht es Spaß in eine ganz andere Welt einzutauchen. Die Provinzen Jujuy und Salta haben eine herrliche Lage, durch die hier liegende Andenkette und ihrem Vorgebirge. Besonders schön sind vor allem die vielen kleinen Kolonialstädte in der Region. Die wüstenartige und farbige Quebrada de Humahuaca ist die größte Attraktion in dieser Gegend. Wegen der einzigartigen Kombination aus uralten Kulturereignissen und landschaftlichen Attraktionen, ist sie sogar zum Welterbe der Menschheit erklärt worden.

Besonders für Wanderlustige aber auch für wahre Genießer lohnt sich ein Ausflug nach Mendoza im Westen Argentiniens. Das Wüstenklima der Provinz ist ideal für die hier vorherrschende und weltbekannte Weinproduktion. Im Hintergrund der gleichnamigen Stadt erheben sich die atemberaubend hohen Anden. Der höchste Berg Südamerikas, der Aconcagua, mit seinen unglaublichen 6.962 Metern Höhe ist selbst für erfahrene Bergsteiger eine wahre Herausforderung.

Heimatgefühle könnten hingegen in San Carlos de Bariloche aufkommen. Die Gegend wird auch die „Schweiz Argentiniens“ genannt. Und das zurecht! Denn Besucher erwartet eine Bilderbuchlandschaft, mit dem Gletschersee Lago Nahuel Huapi der umgeben von Alpenähnlicher Berglandschaft ist. Im Nationalpark Nahuel Huapi kann man traumhaft schöne und erholsame Wandertouren unternehmen.

Die Fülle an verschiedenen Kulturen, die Argentinien innehält, ist am meisten in den Städten zu spüren, wo sich Europäische Einwanderer schon vor vielen Jahren niederließen. So gibt es Städte wie zum Beispiel die Millionen Metropole Buenos Aires, die Hauptstadt Argentiniens, die als eine spannende Mischung aus Rom, Madrid und Paris beschrieben wird. In Nordwestargentinien, wo viele urige Orte bei Jujuy und Salta liegen, ist der besondere Reiz die hier noch stark vertretene Indio-Kultur. Urkulturen wie die Mapuche, Tehuelche und Guaranies werden geschützt und existieren weiterhin im Land der Kontraste.


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