Bolivien Reisen | Bolivien Urlaub - travel-to-nature
Bolivien Reisen | Bolivien Urlaub

Bolivien - der Andenstaat im Herzen Südamerikas

Im Hochland von Bolivien kann man Lamas und Alpakas beim genüsslichen grasen zuschauen, sich über das warmherzige Lächeln der freundlichen und bunt gekleideten Bolivianer freuen und in weiter Ferne die schneebedeckten Gipfel der Anden in den blauen Himmel ragen sehen. Bolivien, ein faszinierendes und kontrastreiches Land, zieht Reisende insbesondere durch abwechslungsreiche Landschaften in seinen Bann und lässt das Herz naturbegeisterter Menschen höher schlagen.

Beeindruckende Gebirgslandschaften, karge und endlos wirkende Wüsten, sowie mystischen Regenwald - das alles gibt es in Bolivien zu sehen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch der bekannte Titicacasee und die endlos wirkende Atacama-Wüste mit den vielen Salzseen, in denen sich tausende rosa Flamingos tummeln.
Bolivien ist neben Uruguay das einzige südamerikanische Binnenland und kann daher, nach einer Reise in die faszinierende Welt der Andenbewohner, optimal mit einem Abstecher in die Nachbarländer ergänzt werden.

Begleiten Sie travel-to-nature auf einer Reise durch das kontrastreiche Bolivien und lassen Sie sich von der Schönheit des Landes im Herzen Südamerikas verzaubern!




Tipps und Infos für den Bolivien Urlaub in Kürze

Reisezeit

Das Wetter Boliviens kann als abwechslungsreich beschrieben werden, denn das Klima variiert je nach Region und Höhenlage. Da das Land komplett in den Tropen liegt, kann es während der Regenzeit zu ergiebigen Niederschlägen kommen und es empfiehlt sich zum Reisen eher die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober. Der bolivianische Winter, der viele trockene und klare Tage verspricht, ist ideal um Bolivien zu erkunden. Das Klima des Hochlands ist im April/Mai und im Oktober besonders mild und angenehm, da die Tagestemperaturen dann bei ca. 20°C liegen, nachts aber auch mal unter 0°C sinken können. Das feuchtheiße Regenwald- und Amazonastiefland kann man das ganze Jahr über gut bereisen. Die Temperaturen liegen meist über 30°C und es kommt zu regelmäßigen Regenfällen.

Impfungen

Tropenmediziner und das Auswärtige Amt empfehlen Impfungen wie Tetanus, Hepatitis A (bei längeren Aufenthalten auch B), Diphterie, Typhus und Tollwut. Reisen Sie aus einem Gelbfiebergebiet ein oder nach der Reise in ein solches aus, ist bei der Ein-/Ausreise in Bolivien ein Gelbfieber-Impfschutz nachzuweisen. Reisen Sie direkt von Deutschland ein, so ist dies nicht unbedingt notwendig, aber empfehlenswert. Bei Reisen in den bolivianischen Regenwald kann der Gelfieber-Impfnachweis verlangt werden. Die Impfung sollte mind. zehn Tage vor Reisebeginn erfolgen. Konsultieren Sie als Vorbereitung auf Ihre Bolivien Reise einen Arzt oder Tropenmediziner. Da es zu kurzfristigen Änderungen der Vorschriften kommen kann, sollten Sie sich unter www.auswaertiges-amt.de über den aktuellen Stand informieren.

Währung/Geld

In Bolivien wird in der offiziellen Landeswährung, dem Peso Boliviano (PBO), bezahlt. In den größeren Städten Boliviens können Sie die Landeswährung direkt in Banken vom Geldautomaten abheben oder in Wechselstuben mitgebrachte US-Dollar in bolivianische Pesos umtauschen. Dabei ist dringend darauf zu achten, dass die US-Dollar-Scheine keine Risse haben, da sie sonst gar nicht oder gegen einen schlechten Kurs eingetauscht werden. Auf Reisen zu abgelegenen Regionen, sollten Sie ausreichend gewechseltes bolivianisches Bargeld mitnehmen, da es hier oft keine Bankautomaten gibt.

Visum/Einreise

Deutsche, Schweizer und Österreicher können ohne ein vorab beantragtes Visum für bis zu 90 Tage als Tourist nach Bolivien einreisen. Zur Einreise wird ein noch mind. 6 Monate gültiger Reisepass und bei der Einreise in ein Gelbfieber-gefährdetes Gebiet in Bolivien der Nachweis einer Gelbfieberimpfung benötigt. Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass manchmal bei der Einreise nach einem Ausreisedokument (wie z.B. das Rückflugticket) gefragt wird, um sicher zu gehen, dass die Touristen das Land wieder verlassen. Informieren Sie sich vor Reisebeginn beim Auswätigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de über den aktuellen Stand.


Ausführliche Informationen rund im die Bolivien Reise

Must Do's

Straße auf dem Salzsee von Uyuni

Schier endlos, glitzernd weiß, mit vereinzelten Bergsilhouetten am Horizont – das ist der Salar de Uyuni, ein einzigartiges Naturspektakel! Mit über 10.000 km2 Fläche ist es der größte Salzsee der Erde, der zudem durch seine Lage auf 3.653 m der höchst gelegenste ist. Vor über 10.000 Jahren war hier der Tauca See, welcher austrocknete und eine bis zu 10 m dicke Salzkruste hinterließ. Schätzungsweise befinden sich hier rund 10 Milliarden Tonnen Salz, von denen jedes Jahr 25.000 Tonnen von Salzarbeitern abgebaut werden. Diese schaufeln konische Salzhaufen damit das Salz trocknet und später von LKWs abtransportiert werden kann. Die grenzenlose Weite des Salzes lässt Fotos mit optischen Täuschungen entstehen und Sie können so Ihren Mitreisenden auf der Nase herumtanzen oder sie auf Händen tragen, zumindest auf den Fotos. Nach Regenfällen spiegeln sich die Wolken, der blaue Himmel und die umliegenden Berge in den Pfützen und man kann so die Welt doppelt sehen. Auf der Insel Inkahuasi können Sie jahrhundertalte Säulenkakteen und Stromatolithen, versteinerte Mikroorganismen, bestaunen.

Blick von der Sonneninsel auf den Titikakasee

Der berühmte Titicacasee mit der sagenumwobenen Sonneninsel dürfen auf einer Bolivien Reise nicht fehlen. Der riesige See liegt auf 3.800 m Höhe und ist somit der höchste schiffbare See der Welt. Schilfboote, Holzboote, sowie Yachten und Passagierschiffe schippern hier täglich über das Gewässer. Bolivien und Peru teilen sich den imposanten, strahlend blauen See mitten in den Anden, der etwa der 15-fachen Größe des Bodensees entspricht. Besucher beschreiben die Atmosphäre hoch oben in den Anden als mystisch und für die Naturvölker, die auch heute teilweise noch hier leben, spielt der See eine zentrale, spirituelle Rolle.

Die bezaubernde Insel Isla del Sol auf der bolivianischen Seite des Titicacasees, umgeben von tiefblauem, klarem Wasser und einer tollen Berglandschaft ist mit einem Boot von der kleinen Stadt Copacabana zu erreichen. Die traumhafte Landschaft der Isla del Sol lädt zu kleinen Wanderungen ein und bietet eine wunderbare Aussicht auf das blaue Andenmeer. Bei guter Sicht kann man sogar die schneebedeckten Gipfel der imposanten Cordillera Real erblicken. Wanderwege führen auch an einigen alten Inkaruinen vorbei und ermöglichen den Besuchern Einblicke in die Kultur der Inkas. Durch die besondere Lage der Insel kann es hier auch in den Sommermonaten ziemlich kalt werden. Deshalb sollte man beim Besuch der Isla del Sol unbedingt warme Kleidung dabei haben.

In der Nähe des bolivianischen Regierungssitzes La Paz, liegt eines der größten geschützten Gebiete der Welt, der Madidi Nationalpark. Die Größe entspricht etwa der Fläche Sloweniens. Durch die Lage vom Fuße der Anden bis zum Amazonas hat dieser Nationalpark eine unvergleichbar hohe Pflanzen- und Tiervielfalt zu bieten. Tierbeobachter können hier viele verschiedene Tierarten zu Gesicht bekommen. Mit etwas Glück erhaschen Besucher einen Blick auf die scheuen Brillenbären, die bunten und lauten Aras, einen wilden Jaguar und andere Urwaldtiere, wie zum Beispiel lauernde Kaimane. Besonders gut sind die Tiere vom Wasser aus zu sehen, denn sie kommen zum Trinken zu den Wasserstellen. Der noch sehr unbekannte Madidi Springaffe hat hier am Fuße der Anden ebenfalls seinen Lebensraum.

Abendstimmung in La Paz

Die atem(be)raubende Stadt La Paz, als höchstgelegenster Regierungssitz der Welt und gleichzeitig größte Stadt Boliviens, ist durchaus einen Besuch wert. Die Stadt liegt im Talkessel und daher herrscht in La Paz ein angenehmes Klima. La Paz hat mit seiner Unter- und Oberstadt ein außergewöhnliches Stadtbild. In diesem Mix aus Neu und Alt finden Besucher viele indigene Märkte, die koloniale Altstadt aber auch moderne Wolkenkratzer und Boutiquen. In El Alto, der ehemaligen Vorstadt von La Paz, liegt auf etwa 4.100 m der internationale Flughafen, der weltweit der höchste Zivilflughafen ist. Aus diesen Höhen und auch von der Seilbahn, der Teleférico, die die fast 1.000 m Höhenunterschied zur Altstadt überwindet, hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Häusermeer im Andental mit den schneebedeckten Berggipfeln des majestätischen Illimani, Mururata und Huayna Potosí im Hintergrund.

Ein besonders interessantes Ausflugsziel ist der Hexenmarkt in der Altstadt, wo Einheimische unter anderem getrocknete Schlangen und Lamaföten für die Opfergaben an die Pachamama anbieten. Für Kulturinteressierte ist das Museo de la Coca, welches die Tradition des Kokablätterkauens erklärt, zu empfehlen. Und für Museumsliebhaber ist auch die Calle Jaén besonders interessant, denn hier reihen sich verschiedene Ausstellungen aneinander. Nur ein paar Blocks entfernt liegt die Plaza Murillo, das politische Herz der Stadt, mit den Parlamentsgebäuden und dem Präsidentenpalast. Hier herrscht das bunte bolivianische Treiben. Denn an der Plaza Murillo treffen sich die Einheimischen um Blumen, Kräuter, Kokablätter oder Zeitschriften von Händlern zu kaufen, sich die Schuhe putzen zu lassen oder um sich mit Bekannten zu treffen. Im Stadtkern finden Sie auch viele Restaurants mit internationaler oder regionaler Küche, die etwa gebratenes Meerschweinchen servieren. Oberhalb der Kathedrale San Francisco finden Sie sicherlich ein Mitbringsel für sich oder die Daheimgebliebenen.

Durch Wind und starke Regenfälle ist unweit vor den Toren von La Paz eine beeindruckende Mondlandschaft entstanden. Niederschläge tragen den Lehmboden ab und lassen bizarre Felsformationen mit Türmen, Kratern und Säulen zurück. Zudem sind Schattierungen in den Felswänden in kräftigen Rot und dunklem Violett entstanden. Die Vegetation ist eher karg und nur vereinzelt findet man Kakteen. Die eindrucksvollen Steingebilde verändern sich ständig und besonders nach der Regenzeit beeindruckt das Valle de la Luna mit seiner faszinierenden Landschaft. Ein beschilderter Fußrundweg führt die Besucher durch das Mondtal und mit Brücken lassen sich die Schluchten überqueren. Mit etwas Glück bekommen Sie Echsen oder Viscachas, eine Unterart der Chinchillas, zu Gesicht.

Auch die archäologische Stätte Tiahuanaco oder Tiwanaku, welche etwa 70 km von La Paz entfernt liegt, ist einen Ausflug wert, denn diese ist neben Machu Picchu die bedeutendste Ausgrabungsstätte Südamerikas. Die ersten Siedlungsspuren gehen hier bis auf das 15. Jahrhundert v. Chr. zurück.
Die Aymaras, die sich um etwa 300 v.Chr. hier niederließen, nannten ihr spirituelles Verwaltungszentrum „setz dich hin, kleines Lama“. Sie versorgten sich hier mit einem fortschrittlichen Bewässerungssystem bis sie wegen einer lang andauernden Dürre die Stadt verlassen mussten. Heutzutage finden sich hier sehenswerte Ruinen von Bauten aus der Zeit der Aymaras, wie etwa das Sonnentor (oder auch Intipunku), welches aus nur einem Andesitblock (vulkanisches Gestein) gemeißelte wurde. Filigrane Verzierungen sind in die obere Hälfte des Tores eingearbeitet. In der Mitte des Tores steht eine Menschenfigur, an deren Kopf Sonnenstrahlen mit Pumaköpfen an den Spitzen angebracht sind, denn so stellten sich die Inkas den Schöpfer der Menschheit vor. Neben dem Sonnentor gelten auch die Akapana-Pyramide und der Kalassaya-Komplex, welcher der Mittelpunkt des Lebens der Aymaras war, als besonders eindrucksvoll in dieser alten Stätte aus der Prä-Inka-Kultur.

Das charmante Städtchen im östlichen Andengebirge Boliviens hat atemberaubende Natur und eine einzigartige archäologische Inka-Stätte ganz in der Nähe zu bieten. Durch die idyllische, bergige Umgebung wird die Region auch häufig als „la peqeñnasuiza“ (dt. die kleine Schweiz) bezeichnet. Samaipata kommt aus dem Quechua und bedeutet „Ruhe in der Höhe“, was ziemlich gut die Atmosphäre des Ortes beschreibt, der als idealer Ausgangspunkt für einen Besuch im Amboró Nationalpark gilt. Das Naturparadies lässt sich wunderbar auf Wanderungen und Vogelbeobachtungstouren erkunden. Die vielen natürlichen Becken und Wasserfälle laden zu einem erfrischenden Bad ein. Etwa 8 km außerhalb liegt die Ruinenstätte El Fuerte, welche den Inkas für Zeremonien diente. Diese ist auf einem roten Sandsteinplateau erbaut, welcher der größte bearbeitete Stein der Welt ist. Zudem können Sie hier auf den Spuren des bekannten, kubanischen Revolutionär Che Guevara wandeln, denn hier in Bolivien verbrachte er die letzten Tage seines Lebens.

Ein Ausflug zu den Geysiren Sol de Mañana im Hochland Boliviens, dem Altiplanoist in den morgendlicher Stunden ist ein Reiseerlebnis der besonderen Art. Die Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne tauchen die Vulkane und die mondähnliche Landschaft in ein einzigartiges Licht. Die dampfenden Geysire tragen mit ihrem typischen Schwefelgeruch, der auf vulkanischen Ursprung hinweist, zur mystischen Atmosphäre bei. Die heiße Quellen hoch oben auf fast 5.000 m Höhe laden zum Entspannen ein.

Landschaft Laguna Colorada

Mitten im Altiplano im Südwesten Boliviens befindet sich ein weiterer Salzsee, der Besucher mit seiner beeindruckenden Farbe in seinen Bann zieht. Die Lagune schimmert je nach Tageszeit und Lichteinfall in verschiedenen Rottönen. Diese intensive Farbe entsteht durch das Zusammenwirken der roten Algen und kupferroten Mineralien in dem flachen, salzhaltigen Wasser. Besonders kräftig ist die Färbung am Nachmittag, denn dort sind die Algen und Mineralien aktiv. Die farbenfrohen Flamingos, die sich vom Plankton im Wasser ernähren, verleihen dem außergewöhnlichen Naturspiel eine magische Stimmung und einen wunderschönen Farbkontrast zu der Laguna Colorada und den Bergen im Hintergrund.

Die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens erstreckt sich wie die italienische Landeshauptstadt über sieben Hügel und beeindruckt ihre Besucher mit strahlend weißen Hausfassaden. Daher trägt die Stadt auch den Beinamen der „weißen Stadt“ Boliviens. Sucre hat ihren Ursprung in der Kolonialzeit, da sie 1538 von den Spaniern gegründet wurde. Durch die Nähe zur Stadt Potosí, welche in der Blütezeit der Silberminen die reichste Stadt der Kolonialherren war, wurde Sucre auch häufig La Plata (dt. das Silber) genannt. Nach der Unabhängigkeitserklärung, die 1825 in der Casa de la Libertad (dt. Haus der Freiheit) in Sucre unterschrieben wurde und das Dokument auch bis heute noch ausgestellt ist, wurde die Stadt nach dem Freiheitskämpfers José Antonio de Sucre umbenannt. UNESCO erkannte die Altstadt Sucres mit ihren Kolonialbauten und dem Schachbrettmuster der Straßen 1991 als Weltkulturerbe an, denn es sei die am besten erhaltende Kolonialstadt Südamerikas. Es lohnt sich durch die Gassen der schönen Altstadt zu schlendern und die Sehenswürdigkeiten wie die Catedral Metropolitana de Sucre und eines der vielen Museen, wie etwa das Museo de Arte Indígena zu besuchen. Besonders empfehlenswert ist ein Ausflug zum Franziskaner Kloster La Recoleta, von dessen Terrasse man einen wunderbaren Blick auf die Stadt mit ihrer beeindruckenden Kolonialarchitektur hat. Ein Besuch im Kloster San Felipe de Neri lohnt sich außerdem gegen Abend zum Sonnenuntergang für einen spektakulären Blick über die Dächer Sucres und die weißen Kirchtürme, die im warmen Sonnenlicht erstrahlen.

Etwas außerhalb der Stadt findet man in Cal Orcko Fußabdrücke von Dinosauriern und in dem dazugehörigen Freizeitpark Parque Cretatico sind lebensgroße Modelle der Saurier ausgestellt. Wer einen (noch) nicht so touristischen traditionellen Markt erkunden möchte, der sollte am Sonntag nach Tarabuco fahren, denn dort versammeln sich die Indigenen aus der Umgebung, um ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Kunsthandwerk zu verkaufen oder zu tauschen. Wer gerne in der Natur entspannen möchte, der kann dies etwas außerhalb in einem der dampfenden Becken der Thermaltherme in Tarapaya tun.


Landesinformationen

Als gute Reisezeit für Bolivien sind die Monate von Mai bis Oktober zu empfehlen, da zu dieser Zeit für gewöhnlich Trockenzeit ist und in den meisten Regionen wenig Regen fällt. Diese Zeit eignet sich sehr gut für Wanderungen oder Bergbesteigungen in den Anden. Von Juli bis August wird das Land von den meisten Touristen besucht. Das Klima in Bolivien ist sehr unterschiedlich, da das Land durch die Anden verschiedene Höhenlagen hat. Je nachdem in welcher Region man sich befindet können tropische, aber auch sehr kalte Temperaturen herrschen. 

Die Höhenzüge der Anden ragen bis zu 6.100 Meter empor, die Schneegrenze liegt allerdings schon bei 2.500 Metern. In den Tiefebenen im Norden und im Zentrum Boliviens, ist das Klima feuchttropisch und ganzjährig warm. Generell kommt es hier immer mal wieder zu Regenfällen, zwischen den Monaten Mai und September ist es in den Tiefebenen aber recht trocken. Die Temperaturen im Tiefland, östlich der Anden, sind das ganze Jahr über hoch und liegen oft bei über 25°C. Jedoch fällt auch hier vermehrt Regen und dadurch kommt es in Verbindung mit den warmen Temperaturen zu einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Nachts kann es dann wieder kalt werden und die Temperatur auf bis zu wenige Grad über Null fallen. 

Bolivien ist ein sehr vielseitiges Land und hat geografisch einiges zu bieten. Zwei Besonderheiten des Landes sind zum einen das Altiplano, die Hochebene der Anden und der Titicacasee, der größte See Südamerikas. Das Land lässt sich in 3 geografische Zonen unterteilen, das Gebirge und das Altiplano, die Täler und Yungas (Region aus zwei langgestreckten Tälern) und die tropischen Tiefebenen, wozu auch der Amazonas gehört.
Die Fläche Boliviens ist etwa dreimal so groß wie Spanien und beträgt 1.098.580 Quadrat Kilometer, wovon alleine 14.190 Quadrat Kilometer aus Wasser bestehen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 8,9 Bewohnern pro Quadratkilometer.

Bolivien liegt im Herzen von Südamerika und grenzt insgesamt an 5 Länder. Im Norden und Osten an Brasilien, im Osten und Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien, im Südwesten an Chile und im Nordwesten an Peru. 

Laut wissenschaftlichen Funden wurde Bolivien schon ca. 8.000 v. Ch. besiedelt. Die ersten Menschen in dem Gebiet stammten aus Asien, danach entwickelten sich verschiedene Kulturen die von Landbau und Fischfang lebten. Eine davon ist die Tiahuanaco Kultur, die häufig als Beginn der kolumbianischen Geschichte bezeichnet wird. Im Laufe der Zeit bildeten sich auch weitere Kulturen, wie Beispielsweise die der Aymara, die im 13. Jahrhundert das Land beherrschten. Fast zeitgleich eroberten auch die Inka Bolivien. Diese Zeit hat Bolivien sehr geprägt, denn bis heute wird die Sprache der Inka (Quechua) von der Mehrheit der Bolivianer gesprochen. Während der Kolonialzeit wurde das Land 1536 endgültig von den Spaniern erobert. Die Indigene Bevölkerung wurde unterdrückt und zu der Arbeit in den Silberwerken gezwungen, bei der viele krank wurden und ums Leben kamen. In dieser Zeit sank die Bevölkerungszahl der Einheimischen um die Hälfte. Ein weiterer Punkt der Unterdrückung bestand darin, dass die Einheimischen Ihre Religion nicht frei ausleben durften. Troz dieser religiösen Unterdrückung blieb die bisherige Kultur und der Glaube an Pachamama (Mutter Erde) bis heute bestehen.

Ende des 18. Jahrhunderts kam es immer öfter zu Aufständen von kleinen indigenen Gruppen. Am 25. Mai 1809 wurde durch den Freiheitsruf „Grito de la Libertad“ der Befreiungskampf gegen die Spanier eingeleitet und es folgten Kämpfe in vielen Ländern Südamerikas. Der Anführer dieser sogenannten Freiheitskämpfe war Simon Bolivar. Am 6. August 1825 entstand die „Republica de Simon Bolivar“, worfür später die Abkürzung „Bolivien“ als Bezeichnung des Landes verwendet wird. Die darauffolgenden Jahre waren sehr turbulent für das Land. Bis zum Jahr 1975 durchlebt Bolivien ca. 200 Revolutionen und mit 80 Machtwechseln auch unzählige Präsidenten. Die nächsten Jahre musste Bolivien einige Kriege überstehen. Einer davon war der Salpeterkrieg gegen Chile, bei dem Bolivien 1884 die Provinz Antofagasta an Chile verlor und was zur Folge hatte, dass Bolivien nun keinen Zugang mehr zum Meer besaß und deshalb bis heute ein Binnenstaat ist. Aufgrund dieser Ereignisse gibt es auch heute noch Spannungen zwischen Chile und Bolivien.

1964 kam es nach großer Unzufriedenheit der Landbevölkerung und Mienenarbeiter zu einem Militärputsch. 1982 herrschte durch den Präsidenten Hernan nach langer Zeit erstmals wieder Demokratie im Land. In den Folgejahren kam es zu einer Inflation und zu vielen Präsidentenwechseln. 1993 bis 1997 fordert Präsident Lozada die Einführung der indigenen Sprachen Quechua und Aymara in den Schulen. Heutzutage wird das Land von Evo Morales regiert, der nach vielen Prosteten wegen Korruption und dem Kampf gegen die USA, die den Coca-Anbau verhindern will, zum ersten Indigenen Präsidenten Boliviens gewählt wurde.

Bolivien hat eine sehr interessante Sprachkultur, da mehrere Sprachen im Land gesprochen werden. Der Großteil der Bevölkerung spricht Spanisch. Die Sprache ist im Land am meisten verbreitet und als Tourist versteht man die Leute in La Paz am besten, da die Menschen dort fast ohne Akzent sprechen. Quechua, die Sprache der Inka, wird heute hauptsächlich in Cochabamba, Tarija, Chuqusaca und Potosi gesprochen.
Die vorkoloniale Sprache Aymara, die von den andinen Ureinwohnern stammt, wird heute größtenteils in Oruro und La Paz gesprochen. In Teilen des Landes werden vereinzelt auch noch andere indigene Sprachen gesprochen. Die englische Sprache ist in Bolivien so gut wie gar nicht verbreitet und deshalb ist es gut, wenn man sich vor dem Besuch des Landes ein paar Wörter auf Spanisch aneignet.  

Der Großteil der bolivianischen Bevölkerung ist katholisch, ein etwas kleinerer Teil gehört dem Evangelium an. In weiten Teilen des Landes haben die Naturreligionen noch starke Einflüsse auf die Einwohner. Die Menschen, die diesen Religionen angehören, glauben an alte Götter und Geister und an Magie. Die Naturreligionen und der Katholizismus werden häufig miteinander vereint, denn an kirchlichen Feiertagen werden auch die alten Götter geehrt.
Wie es in den meisten südamerikanischen Ländern üblich ist, wird auch hier Pachamama (Mutter Erde) verehrt. Noch heute werden zu Ehren der Pachamama verschiedene Zeremonien und Riten mit Opfergaben, die aus Essen oder etwas Selbstgemachten bestehen, abgehalten. 

Wie in ganz Südamerika üblich, feiern auch die Bolivianer gerne und ausgelassen. Das bolivianische Kalenderjahr bietet daher genug Anlässe zum gemeinsamen Feiern. Der Großteil der Bevölkerung in Bolivien ist sehr arm und so sind die zahlreichen Feste eine schöne Abwechslung, um den harten Alltag für einige Stunden zu vergessen, fröhlich miteinander zu tanzen und zu trinken. Häufig haben die Feiertage einen religiösen Hintergrund, an vielen Feiertagen der katholischen Kirche werden auch oft Pachamama (Mutter Erde) und alte Gottheiten geehrt. Teilweise finden an diesen Tagen Rituale oder Opferungen statt. Grund dafür ist der bei vielen Bolivianern immer noch bestehende Glaube an Naturreligionen. Folgende Feste und Feiertage finden jährlich in Bolivien statt: 

  • 01. Januar: Neujahrstag 
  • 06. Januar: Heilige Drei Könige (Fest/ Brauch) 
  • 22. Januar: Gründung des plurinationalen Staates (Nationaler Feiertag)
  • 02. Februar: Fest der Candelaria (Fest/ Brauch) 
  • 08. -09. Februar: Karneval (Nationaler Feiertag) 
  • 19. März: Vatertag (Fest/ Brauch)
  • 20. März: Frühlings- Tag-und-Nachtgleiche 
  • 23. März: Tag des Meeres (Jahreszeit)
  • 24. März: Gründonnerstag (Fest/ Brauch Christlich)
  • 25. März: Karfreitag (Nationaler Feiertag Christlich) 
  • 12. April: Kindertag (Fest/Brauch)
  • 01. Mai: Tag der Arbeit (Nationaler Feiertag)
  • 26. Mai: Fronleichnam (Nationaler Feiertag) 
  • 27. Mai: Muttertag (Fest/Brauch)
  • 20. Juni: Sommersonnenwende (Jahreszeit) 
  • 21.-22. Juni: Aymara Neujahrstag (Nationaler Feiertag) 
  • 06. August: Unabhängigkeitstag (Nationaler Feiertag)
  • 17. August: Tag der Flagge (Fest/ Brauch) 
  • 22. September: Herbst- Tagundnachtgleiche (Jahreszeit) 
  • 12. Oktober: Tag des Widerstandes der Eingeborenen (Fest/Brauch) 
  • 02. November: Allerheiligen (Nationaler Feiertag) 
  • 21. Dezember: Wintersonnenwende (Jahreszeit)
  • 25. Dezember: Weihnachten (Nationaler Feiertag Christlich) 

So vielseitig wie Boliviens Klima und die geografische Lage des Landes, sind auch dessen Einwohner. Fremden gegenüber sind die Bolivianer ein bisschen zurückhaltender, aber wenn man einmal mit Ihnen ins Gespräch kommt sind sie sehr hilfsbereit und geduldig. Man kann sich als Reisender auch gut mit Händen und Füßen mit Ihnen verständigen. Bolivien hat eine Einwohnerzahl von ca. 10 Millionen Menschen. Davon sind 65% Indios (Nachfahren der Urbevölkerung), 35 % Mestizen und Weiße, die sogenannten Criollos. In der Zeit der spanischen Eroberung gab es über 80 indigene Volksgruppen, heute ist die Zahl auf ca. 40 Gruppen im gesamten Land geschrumpft. Die unterschiedlichen Gruppen besitzen 35 verschiedene Sprachfamilien.

Ein weiterer Aspekt der das Land prägt, ist der große Unterschied zwischen Arm und Reich. Der Armutsanteil im Land liegt bei 60 %. Die Oberschicht lebt einen Lebensstandard, der mit dem westlichen Lebensstil zu vergleichen ist. Die arme Gesellschaft führt ein hartes Leben, meist in einfachen Hütten ohne Wasser und Strom. Die Wachstumsrate der Bevölkerung liegt derzeit bei ca. 1,7 % pro Jahr.

Bolivien gehört zu den artenreichsten Ländern der ganzen Welt. Zu verdanken ist das der speziellen geografischen Lage des Landes und den damit verbunden unterschiedlichen Klimazonen. Im Land sind fast alle Vegetationen vertreten und so besitzt Bolivien eine einzigartige Flora und Fauna. Von baumlosen Flächen, die von Gräsern und Zwergsträuchern bewachsen sind, über trockene Wüsten-Teile und trockenes Buschland, bis hin zu dem tropischen Regen- und Bergwald, der nahezu über 2.000 Baumarten zählt.
Die subtropischen Berg- und Nebelwälder findet man an den Andenabhängen, den tropischen Regenwald in der Amazonasregion und die Trockenwälder liegen im Südosten des Landes. Im nördlichen Teil des Amazonasbeckens findet man die beliebten Paranüsse, Mahagoni und Gummibäume. In den südlichsten Gebieten des Landes, an den Stellen mit viel Wasser, werden Baumwolle, Reis, Zuckerohr, Soja und Weizen angepflanzt. In den Yungas an den Ost-Abhängen der Anden, wird der Anbau von Kaffee, Kakao, Zitrusfrüchten und Coca betrieben.

Auch Boliviens Tierwelt hat einiges zu bieten. Im Hochland Boliviens findet man am häufigsten Lamas, Alpakas, Guanakos und Vikunas, die zu den Wildkamelarten gehören. In den Höhen bis zu 4.000 Metern findet man die seltenen Pumas und Andenschakale. In Boliviens Flachland trifft man auf eines der ältesten Säugetiere der Erde, den Tapir. Dessen Vorfahren lebten bereits vor 40-50 Millionen Jahren auf der Erde. In dieser Gegend hat auch die größte Schlange der Erde Ihr Zuhause, die berühmt berüchtigte Anaconda. Den majestätischen Andenkondor bekommt man meistens bei seinem Ausflug in den Anden zu Gesicht. Die männlichen Tiere haben eine Länge von ca. 120 cm und eine Flugspannweite von bis zu 320 cm. Das sind nur einige von den vielen Tieren die man im schönen Bolivien findet.

Hauptnahrungsmittel der bolivianischen Küche sind Reis, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch. Bolivien verfügt über eine Vielfalt verschiedener Kartoffelsorten. Eine der beliebtesten Kartoffelsorten sind die „Chunos“, hier werden die Kartoffeln vor dem Verzehr luftgetrocknet.
Die bolivianische Küche bietet außerdem viele exotische Spezialitäten, die je nach Landesregion unterschiedlich sind. In den ländlichen Regionen werden beispielsweise auch häufig Gerichte mit Meerschweinchen- und Lamafleisch zubereitet. Im Tiefland Boliviens werden die Mahlzeiten eher aus süßen Früchten und knackigem Gemüse, zusammen mit frischen Süßwasserfischen, zubereitet. Die Quinoa Suppe wird landesweit in den kleinen, einfachen Restaurants, angeboten und ist eine von vielen typisch-bolivianischen Spezialitäten.
In Bolivien wird viel Kaffee und Tee getrunken. Sehr empfehlenswert ist der „Mate de Coca“ (Cocatee), der aus frischen Coca-Blättern, übergossen mit heißem Wasser, hergestellt wird. Dieser Tee wirkt auch vorbeugend gegen die Höhenkrankheit, die vor allem bei zu schnellem Anstieg in die Höhenlagen Boliviens, vorkommen kann.


Gut zu wissen

Deutsche, österreichische oder schweizer Staatsbürger benötigen zur Einreise als Tourist kein Visum und können Sich mit dem Touristenvisum für bis zu 90 Tagen im Land aufhalten. Ein Reisepass oder auch ein vorläufiger Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten ist als Einreisedokument vorzulegen. Auch Kinder müssen ein eigenes Ausweisdokument vorweisen, da ein Vermerk im Pass der Eltern nicht ausreichend ist.
Bei der Ankunft erhalten Sie einen Einreisestempel in Ihren Pass, diesen benötigen Sie als Nachweis für die legale Einreise. Es wird empfohlen sich vor der Reise gegen Gelbfieber impfen zu lassen, da es vorkommen kann, dass bei der Einreise ein Gelbfieber- Impfzertifikat vorgezeigt werden muss. Ansonsten sollten Sie immer darauf achten ein Ausweisdokument (kann auch eine Kopie des Ausweises sein) im Land bei sich zu tragen, da Sie in Bolivien verpflichtet sind, sich ausweisen zu können. 

Volljährigen Personen ist es erlaubt maximal 200 Zigaretten oder maximal 50 Zigarren nach Bolivien einzuführen. Zusätzlich darf ein Liter alkoholischer Getränke mitgebracht werden. Es wird Reisenden stark von der Ausfuhr von dem, in Bolivien so beliebten und dort legalen Mate de Coca (Coca- Tee) oder die dort häufig verwendeten Kokablättern abgeraten, da die Einfuhr nach Deutschland gegen das deutsche Betäubungsmittelgesetzt verstößt.
Bei der Einfuhr von Medikamenten, die Sie dringend benötigen, sollten Sie unbedingt eine übersetzte ärztliche Verordnung  bei sich haben. Es kann nämlich vorkommen das auch Medikamente die Sie im Land rezeptfrei erhalten nicht für die Einfuhr zugelassen sind.
Wenn Sie Divisen in Form von Bargeld im Wert zwischen 50.000,- und 500.000,-US Dollar (oder den gleichen Wert in einer anderen Währung) einführen, muss das Einverständnis der bolivianischen Zentralbank eingeholt werden. Genaue Informationen zu diesen Bestimmungen finden Sie hier www.bcb.gob.bo . Detaillierte Information zu den deutschen Zollbestimmungen können Sie hier Nachlesen www.zoll.de .

Boliviens offizielle Währung ist der Boliviano (BOL). Geldscheine im Wert von 5, 10, 20, 50,100 und 200 Bolivianos sind im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 10, 20 und 50 Centavos sowie 1 und 2 Bolivianos. Mitgebrachtes Bargeld können Sie am besten am Flughafen, in Wechselstuben oder in Banken in der Stadt in die Landeswährung wechseln lassen. Mit einer Kreditkarte, wie Visa oder MasterCard können Sie bequem Bargeld abheben.
Sollten Sie Ihrer Reise in ländlichen Regionen Boliviens führen, empfiehlt es sich Bargeld mitzunehmen, denn dort gibt es nicht immer Bankautomaten, die genügend Scheine haben. 

Zur Einreise nach Bolivien werden zurzeit keinerlei Impfungen vorgeschrieben, jedoch kann ein Nachweis für eine Gelbfieberimpfung bei der Einreise verlangt werden. Besonders bei Besuchen im bolivianischen Regenwald ist diese Impfung Pflicht. Dann sollten Sie die Gelbfieberimpfung mindestens 10 Tage vor Reiseantritt bei einem entsprechendem Arzt erhalten.
Zudem empfehlen Tropenmediziner eine Polio/Tetanus- und Diphterie Auffrischungimpfung und laut des Auswärtigen Amtes wird zu einer Hepatitis A Impfung geraten. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei Ihren Arzt oder einen Tropenmediziner bezüglich der Impfungen und individueller Arzneiausstattung.

In Bolivien beträgt die Netzspannung 220 Volt Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hertz. Ländliche Regionen oder die Umgebung von La Paz haben teils nur eine Netzspannung von 110 Volt. Daher sollten Sie ein Reise-Adapter für 110 Volt des Flachsteckertyps A auf eine Bolivien Reise mitnehmen.

Die meisten Hotels, Restaurants, Cafés und Shoppingcenter in Bolivien bieten WLAN an, welches teilweise kostenpflichtig ist. Zudem gibt es in fast allen bolivianischen Städten Internetcafés.
Wer während seines Urlaubs nach Übersee telefonieren möchte, kann dies in einem der zahlreichen Teleshops, die oft preisgünstige Angebote haben, oder mit einem lokalen Kartentelefon tun. Alternativ können Sie auch ihr eigenes Handy mit einer international gültigen Prepaid Karte verwenden oder wenn Ihr Handy ein tribandfähiges Gerät ist, mit einer bolivianischen SIM-Karte.

Generell gilt das südamerikanische Land als ein sicheres Reiseland, denn Bolivien hat sich in Hinsicht auf Sicherheit in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Dennoch ist Kriminalität immer noch ein Thema, womit sich Touristen vor der Reise auseinandersetzen sollten. Wie in vielen ärmeren Ländern finden auch in Bolivien Raubüberfälle und Diebstähle statt, bei denen auch Touristen zu Opfern werden können.
Reisende sollten während der Reise möglichst auf Schmuck und Wertgegenstände verzichten und auch wichtige Dokumente, wie Pässe, Geldkarten, Kameras und Bargeld verdeckt am Körper tragen oder wenn möglich im Safe des Hotels lassen. Es empfiehlt sich auch, den Rucksack oder die Tasche vor der Brust zu tragen, da man so eine bessere Kontrolle hat. Im Falle eines Überfalles sollte kein Widerstand geleistet und die geforderten Wertsachen ausgehändigt werden.

In der letzten Zeit kommt es in Bolivien immer wieder zu sozialen und politischen Spannungen innerhalb der Bevölkerung, die sich in Streiks, Demonstrationen und Blockaden äußern. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Reisenden sich von solchen Menschenansammlungen fernzuhalten um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen und sich zudem im Vorfeld der Reise ausführlich über die aktuelle Lage in Bolivien zu informieren.
Neben möglichen Protesten sollten Reisende besonders in größeren Städten darauf achten nur in sichere Taxis zu steigen. Bestellen Sie eines der Radio Taxis (Funk Taxis) oder lassen Sie im Restaurant, Hotel oder Café eins für Sie rufen. Besonders an Flughäfen, Busterminals und touristischen Attraktionen sollten Sie darauf achten in sichere, seriöse Taxen zusteigen.
 

Da in Bolivien die Zeit nicht umgestellt wird, variiert die Zeitverschiebung zu Deutschland. Während der Sommerzeit ist Bolivien 6 Stunden hinter der deutschen Zeit, in der Winterzeit beträgt der Unterschied dementsprechend nur 5 Stunden zur deutschen Uhrzeit.

Die Bolivianer sind ein sehr gastfreundschaftliches und einladendes Volk, das sich jedoch noch nicht in allen Regionen an den Tourismus gewöhnt hat. Daher sollten Reisende in Bolivien den Einheimischen mit Respekt und Verständnis begegnen. In Bezug auf das Fotografieren sollten Touristen wissen, dass man grundsätzlich überall Fotos machen kann. Man sollte jedoch bedenken, dass einige Bolivianer glauben, dass durch Fotos die Seele des Menschen, Tieres oder Gegenstandes geklaut wird. Deshalb empfehlen wir unseren Reisenden, dass sie zunächst um Erlaubnis fragen, welches meistens mit einem Lächeln bejaht wird. Dieses wird natürlich noch viel strahlender, wenn Sie mit den kontaktfreudigen Bolivianern etwas Spanisch sprechen können, denn nur sehr wenige verstehen Englisch.

Da Bolivien ein sehr katholisch geprägtes Land ist, sind den Einwohnern ihre Kirchen sehr wichtig und Touristen sollten sich angemessen kleiden (Knie und Schultern bedeckt), um den entsprechenden Respekt dem Glauben der Bolivianer gegenüber zu zeigen.
Im Allgemeinen sind Trinkgelder in Bolivien gern gesehen und daher ist es üblich im Restaurant oder Café dem Kellner etwa 5-10% der Rechnung als Trinkgeld zu geben. In manchen Restaurants ist dieses bereits als „servico“ (Service) schon auf der Rechnung enthalten. Gepäckträger, Taxifahrer oder Guides freuen sich ebenfalls über ein paar Bolivianos Trinkgeld als Anerkennung ihrer Dienste.


Nationalparks

Im Westen von Santa Clara de la Sierra vereint der Nationalpark Amboró drei verschiedene Zonen, das Vorgebirge der Anden, das Chaco und das Amazonasbecken. Dadurch beherbergt der Park eine Vielzahl faszinierender Pflanzen und Tiere. Dieser Nationalpark Boliviens zählt zu den artenreichsten Gebieten und bietet für Aktivitäten, wie etwa Wandern, Mountainbiking, Reiten oder Vogelbeobachtungen, viele Möglichkeiten.
Die Flusslandschaft Cojones del Ichilo lädt zum Baden, Kanu- und Kajakfahren ein. Für Wanderungen bietet sich vor allem der Weg zum Jardín de las Delicias, mit seinen Wasserfällen von 80 -100 m Höhe, oder das Örtchen Volcanes an.

Einige Kilometer südlich von Cochabamba und nördlich von Sucre liegt dieser beeindruckende Nationalpark. Wander- oder Dinosaurierbegeisterte Reisende kommen hier auf ihre Kosten, denn die spektakulären Landschaftsformen,  gigantischen Canyons und Höhlen sind ideal für Erkundungen zu Fuß. Die Umakalanta Höhle mit ihren Stalagmiten und Stalagtiten ist die größte Tropfsteinhöhle Boliviens. In der Zeit der Dinosaurierer lebten hier die Riesenechsen und daher findet man dort viele Dinosaurierspuren und Meeresfossilen. 

Im Westen Boliviens, an der Grenze zu Chile, liegt der Nationalpark Sajama mitten in den bolivianischen Anden. Besucher können hier die bemerkenswerte Flora und Fauna der Hochanden bestaunen. Der Nationalpark ist geprägt von vulkanischer Gebirgslandschaft mit dem vergletscherten Vulkankegel des Sajamas.
Für Wanderlustige bietet sich eine Wanderung zum Gipfel an, die meist vom gleichnamigen Ort startet oder aber man unternimmt eine Rundfahrt um den Vulkangipfel mit dem Auto. An den Hängen des Vulkans wachsen die typischen Queviña- oder Queñuabäume, die den höchst gelegensten Wald der Welt bilden.
Ein weiteres lanschaftliches Highlight sind die vielen Bergseen und die “Yareta-Polster”, die mit Moos bewachsenen Steine, in der sonst eher felsigen Gegend. Neben der beeindruckenden Natur findet man hier in den Höhlen auch verschiedene Höhlenmalereien.

Jaguar-Liebhaber haben bestimmt schon vom Kaa-Iya del Gran Chaco Nationalpark gehört, denn hier lebt die größte bekannte Einzelpopulation des Jaguars. Etwa 1.000 Exemplare dieser faszinierenden Großkatze haben sich in den Tiefen des Waldes angesiedelt.
Die Chaco Trockenwälder im Südosten Boliviens, direkt an der Grenze zu Paraguay, nehmen eine Fläche etwa so groß wie Belgien ein und bieten neben dem Jaguar auch noch vielen anderen Tierarten einen geeigneten Lebensraum. Zu den seltenen Tieren, die hier leben, gehören unter anderem die schwarzen Brüllaffen, Riesengürteltiere, Mähnenwölfe, die südamerikanischen Flachlandtapire, Schlangen, Ozelots und viele verschiedene Vögel. Auch die zweitgrößte Wildkatze, der Puma, streift durch diese Wälder.

Der touristisch wenig erschlossene Nationalpark an der Grenze zu Brasilien, liegt im Amazonasbecken und bietet seinen Besuchern vom tropischen Regenwald über Trockenwälder bis hin zu Savannen unterschiedliche Landschaften und damit auch viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf relativ kleiner Fläche. Das ehemals als Huanchaca Nationalpark bekannte Naturgebiet wurde nach dem Biologen Noel Kempff Mercado benannt, der die Besonderheit des Parks schon früh erkannte.
Das Gebiet ist sehr wasserreich und kann mit vielen Seen, Flüssen und spektakulären Wasserfällen punkten. Besonders imposant sind die Wasserfälle Alfeld und Arco Iris (88 m) in der Regenzeit. Im Norden des Noel Kempff Mercado Nationalparks, in Flor de Oro, können Besucher sehr gut Vögel beobachten und zu Flussfahrten aufbrechen, auf denen sie Riesenotter und Flussdelfine in der freien Wildbahn bestaunen können. Für die Trekking-Begeisterten lohnt sich der Weg hoch zu den Schutzhütten Las Torres und Lago Caimán.


Städte

Das ist das Juwel des spanischen Reiches, das bolivianische Potosí war einst die reichste Stadt des lateinamerikanischen Kontinents. Daher besteht auch heute noch der Ausdruck „valeun Potosí“ (dt. wertvoll wie Potosí) in Bolivien. Den Reichtum verdankte die 1545 gegründete Stadt dem enormen Silbervorkommen des Zauberbergs Sumaj Orcko, dem Cerro Rico (dt. Reicher Hügel). Nach der Blütezeit im 17. Jahrhundert sind prunkvolle Kolonialgebäude, unzählige Kirchen und die Geschichten der Mineros geblieben.
Besonders eindrucksvoll ist die Kathedrale an der Plaza de Armas. Hier empfiehlt es sich auf den Glockenturm hinaufzusteigen und die Aussicht auf die Stadt zu genießen. In den Minen am Cerro Rico, die ehemals reich an Silber waren, wird auch heute noch unter schlechten Bedingungen gearbeitet, jedoch wird nur noch Zinn abgebaut. Touristen haben die Möglichkeit mit einem ehemaligen „Minero“, einem lokalen Mienenarbeiter, die noch funktionierenden Minen zu erkunden. Besuchern sollte bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um ein Museum handelt, da auch heute noch Metall abgebaut wird und dass die Touren durchaus durch enge und dunkle Wege und Räume führen.
Außerdem lohnt sich ein Besuch auf dem Mercado de los Mineros, wo neben Erzen aus den Minen auch 96% haltiger Alkohol und Dynamit ganz legal erworben werden können. Die Stadt auf 4.100 m gehört zu den höchstgelegenen der Welt und liegt in den Kalttropen, was vor allem tagsüber ein angenehm warmes Klima mit sich bringt, obwohl es nachts durchaus sehr kalt werden kann. Kulinarisch ist die Stadt bekannt für ihre „Salteñas“ (gefüllte Teigtaschen), die hier besonders lecker sein sollen oder auch für das Bier aus der höchstgelegenen Brauerei der Welt.

Auch die Umgebung von Potosí hat so einiges zu bieten: Die für die Wasserversorgung künstlich angelegten Kari Kari Lagunas, ebenso wie die heißen Quellen von Tarapaya, sind einen Ausflug wert. Im Umland der Silberstadt liegt die Hacienda Cayara, der älteste Landsitz Südamerikas, welcher 1557 von Don Juan de Pendones gegründet wurde und heute ein koloniales Museum und ein gehobenes Hotel beherbergt.
 

Die ehemalige Stadt des Bergbaus in den bolivianischen Anden ist heute als die Hauptstadt der Folklore bekannt. Durch die Zinnförderung war die 1606 gegründete Stadt ein bedeutendes Bergbauzentrum Boliviens. Etwa 90 % der Bevölkerung haben indigene Wurzeln, weshalb die indianische Kultur auch heute noch sehr präsent ist. Einmal im Jahr feiert die ganze Stadt gemeinsam mit Besuchern aus ganz Bolivien und der ganzen Welt die sogenannte „Diablada“, den bolivianischen Karneval. An diesen Tagen wird die Stadt geschmückt, bunte Kostüme getragen, bolivianische Tänze aus dem Hochland aufgeführt und Trommel- und Trompetenmusik erklingt aus den Straßen der Karnevalhochburg Boliviens.
Besonders an diesen Tagen ist die Verbindung des prä-kolumbianischen Erbes, des Inkabrauchtums und der Traditionen aus der Kolonialherrschaftdeutlich zu spüren, weshalb die UNESCO diese Tradition der Diablada 2001 als Weltkulturerbe anerkannte.

Wegen des angenehm milden Klimas, wird Cochabamba auch die „Stadt des ewigen Frühlings“ genannt. Mit ihrer geringen Höhe ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für eine Bolivien Reise. Das fruchtbare und dicht besiedelte Cochabamba Tal gilt als die Kornkammer Boliviens, denn hier werden unter anderem Mais, Weizen, Gerste, Obst und Zitrusfrüchte angebaut. Diese landwirtschaftlichen Produkte werden auf vielen bunten Märkten verkauft und Besucher können hier in das rege, bolivianische Marktreiben eintauchen.
Auf dem Mercado de La Cancha bringen die Verkäufer Alltagsgegenstände und Kunsthandwerk an den Besucher. Neben der Plaza Principal mit dem Convento Santa Teresa ist der Palacio de los Portales, die imposante Altersresidenz des Zinnbarons Simón Patiño, einen Besuch wert. Ein ganz besonderes Highlight der Stadt ist wohl die Christus Statue, der Cristo de la Concordia (dt. Christus der Eintracht). Hoch oben auf dem Cerro de San Pedro thront er über der Stadt und von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf das Häusermeer Cochabambas. Obwohl der Cristo von Rio de Janeiro der bekanntere ist, ist der bolivianische Cristo hier in Cochabamba, mit seinen stolzen 40 m, der höchste der Welt.

Neben der Stadt Cochabambas sind auch die umliegenden Dörfer mit ihren Märkten und kolonialen Bauten einen Besuch wert, da hier die bolivianischen Traditionen, wie etwa töpfern und backen, gelebt werden. Für Musikinteressierte ist der Ort Aiquile besonders interessant, denn er ist bekannt für die Charangos, ein Zupfinstrument, welches ähnlich wie die Ukulele aussieht. Im November jeden Jahres findet hier das Festival zu Ehren des Charangos statt.
In Sipe Sipe sollten Sie den Guarapo, einen traditionellen jungen Traubenwein, probieren. Und die Inkaruinen Inkaráqay bieten Einblicke in die Kultur der Inkas und einen fantastischen Blick auf die umliegende Landschaft. Legenden zufolge eignete sich die Festung besonders gut, um die sich nähernden Feinde früh zu erspähen.
Im Nationalpark Torotoro, der südlich von Cochabamba liegt, sind rund 2.000 Dinosaurierspuren zu finden. Die felsige Landschaft beherbergt die tiefste Höhle Boliviens und Tiere wie die Andenkatze oder der Andenfuchs haben hier ihr Zuhause gefunden. Der nördlich von Cochabamba gelegene Nationalpark Tunari eignet sich besonders für Wanderungen und Trekkingausflüge.
 

Santa Cruz de la Sierra unterscheidet sich sehr von den anderen Städten Boliviens, denn sie liegt nicht im Hochland, sondern kurz vor dem Regenwald und wird daher auch häufig das „Tor zum Regenwald“ genannt. Die Stadt ist nach dem Vorbild eines Spinnennetzes aufgebaut und im Zentrum des Netzes befindet sich der Plaza Principal de 24 de Septiembre mit der imposanten Metropolitan-Kathedrale. Auf dem Marktplatz mit den vielen Palmen und Bäumen findet man einige kleine Tische mit Schachbrettern, an denen sich die alten „Cruceños“, die Einheimischen der Stadt, zum Spielen verabreden. Für Kunsthandwerkliebhaber lohnt sich an einem Sonntag der Besuch auf dem Markt hinter der Kathedrale.

Die pulsierende Studentenstadt gilt als die wohlhabendste Boliviens, was sie wohl dem Erdgasvorkommen und der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu verdanken hat. Neben den Indigenas leben in dieser Region Boliviens auch die Mennoniten. Diese sehr religiöse Täuferbewegung niederländisch-norddeutscher Abstammung lebt abseits in ländlichen Regionen, wie vor etwa 150 Jahren in Deutschland, von der Landwirtschaft. Auf den Märkten in Santa Cruz verkaufen sie ihre Produkte, wovon besonders der Hartkäse, der Queso Menonita zu empfehlen ist.

Nur unweit der Stadt liegt der Parque Lomas de Arena, ein Naturgebiet mit imposanten Sanddünen, Savannenlandschaft und Wäldern. Für aktive Reisende bietet sich hier Sandboarding auf einer der immensen Sanddünen an. Aber auch Naturliebhaber kommen nicht zu kurz, denn am See tummeln sich viele der Wandervögel Boliviens. Für Wanderungen, Kanufahrten oder Reitausflüge bietet sich der Amboro Nationalpark an. Zwischen Sandsteinformationen breitet sich Nebenwald aus und Quellen vieler Flüsse laden zum Schwimmen ein. Auch im größten Nationalpark Boliviens, dem KaaIya del Gran Chaco Nationalpark, können viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten bestaunt werden.
 

Die südlichste Großstadt Boliviens liegt eingebettet in der einzigen Weinregion des Landes, umgeben von andinen Gebirgszügen. Das Stadtbild ist geprägt von europäischen Einwanderern und den Gauchos aus Argentinien, die hier ihre neue Heimat fanden. Die Stadt am Fluss Guadalquivir wird wegen der vielen Häuser mit den charakteristischen Dachziegeln auch die „rote Stadt Boliviens“ genannt. Die Sternwarte der Stadt lässt die Besucher abends in die Sternenbilder über Bolivien eintauchen.

Die Umgebung von Tarija ist geprägt vom Obst- und Weinanbau. Der Wein dieser touristisch nicht sehr erschlossenen Gegend um Tarijawird, wird als Höhenwein vermarktet, da die Anbauflächen auf etwa 2.000 m liegen. In Europa ist der bolivianische Wein noch sehr unbekannt, obwohl er im Inland als wunderbar aromatisch gilt.
 



Bolivien – Beeindruckende Naturschauspiele für Entdecker!

Lamas und Alpakas streifen durch die bizarre, etwas karge Landschaft der bolivianischen Anden und verleihen der atemberaubenden Kulisse eine ganz besondere Atmosphäre. Schwer beladen und in unzählige Faltenröcke eingehüllt, mit einem kleinen schwarzen Hut auf dem Kopf und mit kleinen Kindern in farbenfrohe Tücher auf den Rücken gebunden, laufen Frauen über steile Hänge in tiefere Höhen zu ihren fruchtbaren Feldern hinunter. Hoch über ihnen kreist der berühmte Andenkondor.

Neben den atemberaubenden Anden hat Bolivien landschaftlich noch so einiges mehr zu bieten. Von schneebedeckten Gipfeln im Westen, über fruchtbare Täler bis hin zu tropischem Urwald und Savannen im Osten, gibt es in Bolivien sehr viel schöne Natur zu entdecken. Auf dem riesigen, weißschillernden Salar de Uyuni, dessen Oberfläche einem Bienenwabenmuster gleicht, entstehen die bizarrsten Urlaubsfotos inklusive optischer Täuschungen.
Ein besonderes Highlight in andiner Lage ist der tiefblaue Titicacasee, der höchste schiffbare See der Erde. Und dann gibt es auch noch die schönen, kolonialen Städte mit viel kulturellem Erbe wie die Hauptstadt Sucre und Potosí. Die Großstadt La Paz, in der die längste Seilbahn der Welt, die verschiedenen Höhen überwindet, verbindet bolivianische Tradition mit Moderne und lässt ihre Besucher auf den Märkten in das rege Treiben eintauchen.

Neben der faszinierenden Landschaft sind es die fröhlichen und sehr gastfreundlichen Bolivianer, die einen Urlaub in diesem Land zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Bolivien ist das Land mit dem höchsten Anteil an indigener Bevölkerung in Südamerika und gilt daher als besonders ursprünglich und traditionsverbunden. Eine der wohl bekanntesten Traditionen Südamerikas ist der Karneval, welcher in Oruro besonders bunt und lebendig ausfällt. Von hier aus bietet sich auch eine Zugfahrt nach Uyuni an, welche die schönste Zugstrecke Südamerikas sein soll, denn die Fahrt verspricht eine traumhafte Aussicht auf das Altiplano Boliviens.


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