Peru Reisen | Peru Urlaub - travel-to-nature
Peru Reisen | Peru Urlaub

Peru Reisen

Hoch und noch höher hinaus in den traumhaften Anden

El Cóndor Pasa – Wir alle kennen sie, die Musik Perus, die sanft und rhythmisch von Panflöten untermalt, durch unsere Fußgängerzone in der Heimat ertönt. Oder etwa nicht? Peru ist aber noch so viel mehr…! Denn Peru ist Gastfreundschaft. Peru ist so wunderbar farbenfroh. Peru ist leckeres Essen und auch mal ein Pisco Sour. Peru ist aber vor allem auch Heimat der vielen Lamas und Alpakas und der Inka-Stadt Machu Picchu, einem der 7 Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe. Im Land der Quechua, Aymaras und einigen hundert anderen indigenen Kulturen, gibt es Unzähliges zu entdecken.

Vor allem geprägt von der jahrtausendealten Inka Kultur und beeinflusst durch die Eroberung der römisch-katholischen Konquistadors, vereint Peru unglaublich interessante Geschichte, millionenschwere archäologische Funde, mit abwechslungsreicher Natur. Hier gibt es alles was eine spannende Reise nach Südamerika ausmacht. Die kilometerlange Küste, die atem(be)raubend hohe Anden-Gebirgskette und der tropisch-grüne Regenwald sind eine ideale Kombination für alle Besucher des Landes. 

Erkunden Sie Peru als Individualreisende oder unter Gleichgesinnten in der Reisegruppe. Lassen Sie sich bei einer Reise nach Peru mit travel-to-nature, von einem der mystischsten Länder der Welt verzaubern! 

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Peru in der Gruppe oder individuell


Tipps und Infos für den Peru Urlaub in Kürze

Reisezeit

Peru kann grundsätzlich das ganze Jahr über bereist werden. Die Sonne scheint fast täglich. Man kann jedoch in Trocken- und Regenzeit unterscheiden. Die Regenzeit, November bis März, ist auch gleichzeitig der Sommer in Peru. Die Küsten sind jedoch meist ganzjährig trocken. Besonders für Wanderfreunde ist die Trockenzeit, von April bis Oktober, eine beliebte Reisezeit. 

Impfungen

Aus eigener Erfahrung empfiehlt es sich die Standardimpfungen wie Tetanus, Influenza, Diphterie, Pertussis (Keuchhusten) zu überprüfen und zu vervollständigen. Außerdem kann es sinnvoll sein, sich gegen Hepatitis A im Vorfeld der Peru Reise impfen zu lassen. Wenn Sie eine Reise in das peruanische Amazonasgebiet planen sollten Sie ebenfalls über eine Gelbfieberimpfung nachdenken. 

Währung/Geld

Nuevos Soles ist die allgemein gültige Währung in Peru. Preise werden grundsätzlich in Nuevos Soles oder US-Dollar ausgezeichnet. In Restaurants und Hotels kann häufig mit Kreditkarte bezahlt werden. Achten Sie darauf immer etwas Nuevos Soles und US-Dollar in bar mit sich zu führen. In den ländlichen Regionen ist Kreditkartenzahlung nicht üblich. Wichtig ist auch immer etwas „Kleingeld“ (Banknoten bis 20 Nuevos Soles) in der Tasche zu haben.

Visum/Einreise

Deutsche Staatsbürger können sich bis zu 183 Tage in Peru aufhalten. Der Reisepass sollte bei Einreise nach Peru mindestens noch 6 Monate Gültigkeit haben. Ein Visum in Form einer Einreisekarte („Tarjeta Andina de Migración“) wird bei Einreise nach Peru erteilt. Gelegentlich wird bei Einreise auch nach einem Rückflug- bzw. Weiterreiseticket gefragt. Beachten Sie bitte die Bestimmungen des Auswärtigen Amtes. www.auswaertiges-amt.de. 


Ausführliche Informationen rund im die Peru Reise

Must Do's

Peru Machu Picchu

Eine Reise in Peru ohne Machu Picchu gesehen zu haben, ist für Viele eine unvollständige Reise im Land der Inkas. Als eines der 7 Weltwunder und somit UNESCO Weltkulturerbe zieht es doch fast jeden Peru-Reiselustigen auf die mystischen Inka-Ruinen. Erbaut um 1440, von dem Inkaherrscher Pachacútec Yupanqui, inmitten der Anden, auf einer Höhe von ca. 2350 m, ist Machu Picchu das beliebteste Ausflugsziel in Peru. Der „Alte Berg“ diente im 15. Jahrhundert als Ausgangsort für die Eroberung der heutigen Länder Peru, Chile und Bolivien. Wem Machu Picchu nicht genug Abenteuer ist, der kann auch den benachbarten steilen Berg, Huayna Picchu, erklimmen. Von dort aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Ruinen und das urwaldähnliche immergrüne Gebirgs-Tal.

Archäologen schätzen, die Nazca-Linien sind vor etwa 2000 Jahren entstanden. Doch wie sind diese mysteriösen Zeichnungen nur in den Boden gekommen? Noch heute also geben die berühmten Nazca Linien einige Rätsel auf. Sie erstrecken sich über eine 500 Quadratkilometer große Fläche, durch den trockenen Wüstenboden, bei der Stadt Nazca. 

Am besten lassen sich die kilometerlangen Zeichnungen, die in Form eines Affen, einem Vogel oder auch einem Wal, vorkommen, bei einem Rundflug über die Linien bestaunen. Einige Bilder lassen sich auch schon von einem Hügel oder Aussichtsturm erkennen. Wer die Nazca-Linien auf seiner Reise gesehen hat, wird sie mit Sicherheit als eines der Highlights des Peru-Besuches in Erinnerung behalten.

Peru Balltestas Inseln

Nicht ohne Grund werden die Ballestas Inseln, in der Nähe der Region Paracas, auch „Klein-Galapagos“ genannt. Denn hier leben über 200 Vogelarten. Schon vom Boot aus ist kaum zu überhören, wie die vielen Meeresvögel lautstark auf sich aufmerksam machen. Doch das ist noch längst nicht alles, was Sie auf den Inseln beobachten können. Bei der vom Wasser aus geführten Bootstour sind neben den verschiedenen Vögeln auch eine Vielzahl an Pinguine und Seelöwen zu sehen. Sie finden Ihren idealen Lebensraum im kühlen Pazifik, wo sich durch den kalten Humboldtstrom zahlreiche Fische ansammeln.

Wirtschaftlich gesehen, haben die Peruaner das Beste aus den natürlichen Abfällen der Vögel gemacht. Denn bereits seit dem 19. Jahrhundert gilt der Vogelkot, Guano genannt, als natürliches Düngemittel weltweit. So werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn die großen Mengen an Guano, die jährlich von den Vögeln auf den Felsen hinterlassen werden, dienen als Einkommensquelle der lokalen Bevölkerung. Durch das Abtragen des Guano werden die Fels-Inseln gleichzeitig sauber gehalten. Seit 1975 ist das Areal rund um die Halbinsel von Paracas, sowie die nahegelegenen Ballestas Inseln, zum Naturschutzgebiet benannt worden. 

Peru Titicacasee Uro Schilf Boot

Diese Erfahrung macht Ihre Reise zu einer ganz einzigartigen Erinnerung an Peru. Viele unserer Gäste sprechen noch Jahre nach ihrer Peru-Reise von den wundervollen Einblicken, Gesprächen und manchmal auch Freundschaften, die sie durch Ihren Besuch, bei einer Gastfamilie erhalten haben. Wenn nicht bei einer authentischen, noch ganz ursprünglich lebenden Peruanischen Familie, wo sonst, bekommt man Einblicke in das wahre Leben der Einwohner des Landes?

Die Übernachtung findet in einem kleinen Dorf auf der Insel Amantani statt. Hier, weit weg von jeglicher Zivilisation, haben einige der Dorfbewohner, deren Muttersprache Quechua ist, sich voll und ganz auf das Textilhandwerk spezialisiert. Wundersame, bunte Muster werden auf allerlei Stoffe genäht oder in die typische Alpakamode, mit eingestrickt. Lassen Sie sich diese schöne Erfahrung nicht entgehen und übernachten Sie bei einer peruanischen Gastfamilie in einem echten Bauernhaus, wo Ihnen einfache und saubere Zimmer zur Verfügung stehen.

Ein Condor über dem Colca Canyon

Für Vogelfreunde und auch die, die es nicht sind, lohnt sich ein Besuch im Reich des größten seiner Art. Am Cruz del Condor, direkt am Colca Canyon, nahe dem Anden-Städtchen Chivay, bekommt man an besonders guten Tagen, mehr als nur einen dieser außergewöhnlich großen und seltenen Vögel zu Gesicht. Der Colca Canyon ist gemessen vom höchsten Punkt der angrenzenden Berge bis hinunter ins Tal, die zweitgrößte Schlucht weltweit, nach dem Grand Canyon in Arizona. Umgeben von unterschiedlich bepflanzten Landwirtschafts-Terrassen, die noch aus der alten Inka-Epoche erhalten sind, offenbart sich vor dem Auge eines jeden Besuchers, ein atemberaubendes Naturbild, welches den puren Frieden ausstrahlt.

Blick auf einen Teil des Klosters Santa Catalina in Arequipa, Peru

Erst einmal in Arequipa angekommen, verzaubert die weiße Stadt schon alleine durch seine reinen Gassen, den wunderschönen mit Palmen geschmückten Plaza de Armas, sowie den Blick auf die im Hintergrund in den Himmel ragenden Vulkane Misti (5822 m), Chachani (6057 m), sowie den etwas Kleineren Picchu Picch. Die Hauptattraktion der Stadt ist jedoch unumstritten das weltberühmte Kloster Santa Catalina. Mit dem Einzug der Spanier im Land, wurde das Kloster im Kolonialstil erbaut. Für einige wohlhabende spanische Familien war es Tradition ihre zweite Tochter nur für das Himmelreich und Gott an das Kloster zu geben. So wurde das Kloster und ein Teil der Stadt komplett ummauert und zu einer autarken Siedlung gemacht.

Über viel Jahre hinweg, lebten dort bis zu 150 Nonnen, zusammen mit ihren Bediensteten, in strenger Klausur. Erst im Jahre 1970, kamen sich die Geheimnisse des Klosterlebens an die Öffentlichkeit. Hinter den Türen der Gemäuer schien die Zeit im 16. Jahrhundert stehen geblieben zu sein. Es tat sich eine Stadt in der Stadt auf, bestehend aus einer sehr edlen Ausstattung, mit feinstem Porzellan und Silber, gepolsterten Stühlen und spanischen Seidenvorhängen. Das müssen sie bei Ihrer Reise nach Peru sehen!

Ein Kaiman im Regenwald bei Puerto Maldonado

Wer die Natur liebt, der wird den Sandoval See im Reserva Nacional Tambopata, inmitten des Peruanischen Regenwaldes, auch lieben. Der See gilt weltweit als Paradies der Fauna. Umgeben von einer üppigen Vegetation, leben hier viele tausende Vogelgattungen, der Riesenotter, verschiedene Aras, Kaimane und mit ganz viel Aufmerksamkeit sieht man auch mal eine Anakonda durch die Büsche kriechen. Der See selbst zeichnet sich auch durch Vielzahl an Fischarten aus. Besucher erreichen den Sandoval-See über den Fluss Madre de Dios von Puerto Maldonado aus oder einer der umliegenden Dschungel-Lodges. Nach einer 30-minütigen Bootsfahrt, erreicht man den See zu Fuß in ca. 1.5 Stunden. Der Marsch durch den grünen Dschungel lohnt sich bestimmt!


Landesinformationen

Peru lässt sich in drei Klimazonen unterteilen: Costa (Küste), Sierra (Andengebirge) und Selva (Regenwald). An der Küstenregion herrscht im Sommer (November – März) ein trockenes und sonniges Klima, meist um 25°C. Im Winter (April – Oktober) ist es vor allem in der Region um Lima häufig neblig, die Temperaturen liegen aber auch meist über 15°C. 

Unmittelbar hinter der Küste dehnt sich das hohe Anden-Gebirge aus. Das Klima ist hier in den Wintermonaten (April – Oktober) meist trocken und nachts auch kühl. Die Tageshöchsttemperaturen liegen um die 22°C. Nachts kann es im Juli auch mal bis zum Gefrierpunkt abkühlen. Dies stellt jedoch eine Ausnahme dar. Die schönsten Fotos lassen sich gerade während der Wintermonate machen, denn dann ist es meist sonnig, der Himmel ist wolkenlos und es gibt eine grandiose Weitsicht. In den Sommermonaten sollte mit täglichen kurzen aber heftigen Regenschauern (v.a. im Februar) gerechnet werden. In den Anden-Regionen sind auf Grund der Höhe einige Berge immer mit Eis und Schnee bedeckt – so ragt z. B. die weiße Spitze des Huascarán (höchster Berg Perus mit 6.788 Metern) in die Höhe. Wir empfehlen in den Bergen mit einer für das Gepäck leichten aber wärmenden Jacke, der Kälte vorzubeugen. Auch lohnt es sich einen warmen Pyjama einzupacken. In Peru haben nur wenige Unterkünfte eine Heizmöglichkeit.

Ganz im Osten der Anden grenzt der Hochregenwald (Nebelwald) an die Gebirgskette. In dieser Region muss das ganze Jahr über mit zum Teil heftigen Regenfällen und feuchtwarmem Klima gerechnet werden. Mit Regenkleidung und auch einem Regenponcho lässt sich der Nässe vorbeugen. Je mehr man hier in den Tiefregenwald absteigt, desto höher steigen Temperaturen und auch Luftfeuchtigkeit an. Nicht selten erreicht das Thermometer hier 32°C tagsüber. Nachts kühlt es auf ca. 20°C ab.

Peru ist das drittgrößte Land in Südamerika und grenzt im Norden an Kolumbien und Ecuador, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifischen Ozean. Die Landesfläche beträgt 1.285.216 Quadratkilometer und somit ist es eines der 20 größten Länder weltweit. Zudem verfügt Peru über 200 Seemeilen. Das Land ist demnach sehr groß und ist im Vergleich größer als Frankreich und Spanien zusammen. Insgesamt hat Peru 11 Ökoregionen und einen sehr großen Reichtum an natürlichen Ressourcen wie z. B. Gold, Silber, Kupfer und Zink.

Das Land ist sehr vielfältig. Traditionell wird Peru in drei Regionen unterteilt: Küste, Hochland und Regenwald. Die Region an der Pazifikküste Perus nimmt etwa 10 % der gesamten Staatsfläche ein. Das Anden-Hochland, besteht aus drei Gebirgsketten, die parallel zur Küste verlaufen. Der höchste Berg heißt Huascarán und misst 6.768 Meter über dem Meer. Das Hochland Perus nimmt insgesamt etwa ein Viertel der Gesamtfläche des Landes ein. Im Bereich der Zentral- und Ostkordillere liegt der Titicacasee auf einer Höhe von 3.812 m, wobei der südöstliche Teil zu Bolivien gehört. Das immergrüne Waldland erstreckt sich bis auf eine Höhe von 3.500 Meter. Im Nordöstlichen Tiefland münden die beiden größten Flüsse Río Ucayali und Río Marañon ineinander und bilden mit vielen kleinen Flüssen den Amazonas. Das Waldland sowie das Amazonas-Tiefland vereinen sich zum Regenwald, welcher rund zwei Drittel der peruanischen Landesfläche einnimmt.

Aufgrund seiner zentralen Lage eignet sich Peru sehr gut um eine Reise durch mehrere Länder zu unternehmen. Wir empfehlen die Kombination mit Brasilien oder Bolivien. 

Peru Kombinationsreisen

Kaum ein anderes Land hat geschichtlich so viel zu bieten wie Peru. Archäologische Fundstücke lassen darauf schließen, dass bereits ab 12.000 v. Chr. erste Menschen in Peru lebten. Im Zeitraum von 1.500 v. Chr. bis hin in das 16. Jahrhundert n. Chr. haben sich viele indianische Kulturen entwickelt. Die bekanntesten sind die Nazca-Kultur, aus der vermutlich die berühmten Nazca-Linien hervorgingen, die Chavín-Kultur und die Paracas-Kultur. Doch die sicherlich eindrücklichste Kultur entstand ab etwa 1.200 – die Inka-Kultur. Zentral regiert vom Sohn des Sonnengottes, hierarchisch aufgebaut, entstanden zahlreiche Städte, wie die heutige weltberühmte Ruinenstadt Machu Picchu. Mit seinen zeitweise ca. zwölf Millionen Anhängern, umfasste das mystische Reich zu seiner Hochzeit fast alle der heutigen Andenstaaten. 

Was bei uns das Ende des Mittelalters war, stellte in Peru die Zeit der Ausrottung des Inka-Reiches durch die Spanier dar. 1532 zogen die ersten Spanier an der Küste Perus ein und zerstörten innerhalb von nur 40 Jahren die Inka-Kultur. Gefolgt von der Kolonialzeit, mit Führung der spanischen Kronen und immer wiederkehrenden Aufständen der indigenen Bevölkerung, gelang es dem Unabhängigkeitskämpfer Simon Bolivar erst 1821, Peru von der Kolonialherrschaft zu befreien. 

Noch bis zu den 50er Jahren gab es viele Wechsel zwischen Militärs und einer gewählten Regierung im Land. Peru war in den 80er Jahren geprägt von Terror der Guerillabewegungen. Im Anschluss kam Präsident Alberto Fujimori an die Spitze und führte das Land in einer autoritären bis hin zu einer diktatorischen Regierung. Ab 2001 fand Peru wieder auf den demokratischen Weg zurück. Unter der Leitung von Staatspräsident Alejandro Toledo gewann das Land an Armutsreduzierung, wirtschaftlichem Aufschwung und demokratischer Stabilisierung. Darauf folgte Ollanta Humala der die Demokratie, sowie die große Masse an Armut im Land noch weiter zu bekämpfen versuchte. 

Seit Juni 2016 weht ein frischer Wind in Peru. Pedro Pablo Kuczynski ist neuer Präsident. Er bringt viel Hoffnung ins Land. Kuczynski setzt auf eine Erleichterung der Auflagen für Investitionen. Sein Ziel ist es rasch neue Marktbereiche zu erschließen, die vorwiegend auf den Tourismus und die Agrarindustrie zielen. Seine Eltern stammen aus Frankreich und Deutschland. 

Die am häufigsten gesprochene Muttersprache in Peru ist Spanisch (rund 80 % der Bevölkerung). Vor allem in den Andenregionen sprechen einige Bewohner ausschließlich indigene Sprachen. Dazu gehören vermehrt Quechua (rund 13 %) und Aimara. Mit ca. 8 Millionen Sprechern, ist Quechua die größte indigene Sprache Südamerikas. Gut 60 % der Landesfläche besteht aus Amazonas-Regenwald. Hier leben viele kleine Stämme, wo etwa 150 weitere indigene Sprachen gesprochen werden. In den Unterkünften der Städte kommt man aber meist mit Englisch gut weiter.

Geschlagen von den spanischen Konquistadoren, präsentiert sich die peruanische Bevölkerung heute als eine einzigartige Mischung aus urtümlicher indigener Glaubens-Kultur gepaart mit strengem Römisch-Katholizismus. Seit dem Einzug der Spanier im Land, gehören heute etwa 80 % der Bevölkerung dem römisch-katholischen Glauben an. Ein ganz besonderes Spektakel, auch für Touristen, stellen die farbenfrohen Prozessionen zu Ehren der Heiligen im Land, in den verschiedenen Orten der Anden, dar. Nicht zu vergessen ist jedoch auch „Pacha Mama“, „Mutter Erde“. Sie ist die allmächtige Göttin der Anhänger der alten Inka-Kultur. Bis heute hat auch sie besonders in den Hochebenen des Landes großen Einfluss auf die spirituelle Lebensweise der Peruaner. Höhepunkt eines jeden Jahres ist die Feier Inti Raymi, zu Ehren der alten Inka Kultur. Sie findet jährlich am 24. Juni statt. Hier spielt sich in Cusco ein farbenfrohes, authentisches Schauspiel ab, welches die Inka jährlich wieder auferstehen lässt. Somit ist der christliche Glaube vielerorts mit Jahrtausende alten Bräuchen und Ritualen und auch oftmals Opfergaben durchsetzt. Diese einzigartige Mischung spiegelt sich auch in den vielen Kirchen wieder, die häufig auf die Ruinen der Steintempel der Inkas gebaut wurden. 

Gefeiert wird viel und gerne in Peru. Am liebsten mit farbenfrohen Trachten, rhythmischer Musik und ganz viel Tanz. Da kann es auch mal vorkommen, dass Büros, Läden und Märkte spontan geschlossen bleiben. Feiern geht vor bei den Peruanern!

Beeinflusst sind die Bräuche der Peruaner von den geschichtlichen Vorkommnissen der letzten Jahrhunderte im Land: Dazu gehören die Inka-Kultur, verschiedene indigene Kulturen und vor allem die Kolonialzeit im Land.

  • 1. Januar: Neujahrstag
  • Februar/März: Karneval und Diabalda: Bunte Umzüge, mit Masken verkleidete Einheimische und wilde Wasserschlachten auf den Straßen prägen, das Bild der Städte Puno und Cusco
  • 20. März: Paucawaray - Das Blumenfest im Hochland der Anden
  • März/April: Ostern und Karfreitag - die Osterwoche (Semana Santa) zieht alle Einheimischen in die Andenregionen. Denn hier finden farbenfrohe Prozessionen auf den Straßen der alten Kolonialstädte statt
  • 1. Mai: Día de los Trabajadors: Das ist der Tag der Arbeit in Peru.
  • Mai/Juni: Frohnleichnahm
  • 23./24. Juni: Inti Raymi - der höchste Feiertag zu ehren der Inka Kultur. Es finden Folkloreveranstaltungen, Schauspiele, bunte Umzüge und einstudierte Tanzvorführungen statt.
  • 29. Juni: San Pedro y San Pablo - Peter und Paul Feiertag
  • 28. Juli: Día de la Independencia - Unabhängigkeitstag
  • 29. Juli: Fiestas Patrias - Nationalfeiertag in Peru
  • 15. August: Virgen de la Asunción - Maria Himmelfahrt
  • 30. August: Santa Rosa de Lima - das Fest zu Ehren der heiligen Rosa von Lima
  • Ende September: Coya Raymi - das Mondfest im Hochland der Anden
  • 8. Oktober: Combate Naval de Angamos - der Feiertag zu Ehren des Seegefechtes von Angamos
  • 18. Oktober: Señor de los Milagros - katholisches Fest in Lima
  • 1. November: Día de Todos los Santos - Allerheiligen
  • 8. Dezember: Día de la Inmaculada Concepción - Maria Empfängis
  • 25. Dezember: Navidad - Weihnachten
  • 21. Dezember: Celebración de la Noche de Año Nuevo - Silvester

Grundsätzlich sind die Peruaner ein sehr freundliches Volk. Jedoch sind sie auch extrem patriotisch. Und sie lieben den Fußball. In Peru leben 30,97 Mio. Menschen. Davon sind rund 47 % Indigene, 37% Mestizen, 13 % Europäischer und etwa 3 % afrikanischer und asiatischer Herkunft. Das Land ist demnach voller Kontraste. Bis heute gibt es noch indigene Stämme im Manu National Park, die weit weg von jeglicher Zivilisation leben und sogar noch nie gesichtet wurden. 

Das Gefälle zwischen arm und reich ist sehr groß. Vor allem in der Hauptstadt Lima ist dies deutlich zu sehen. Der Zusammenhalt in peruanischen Familien ist aber stark. Besonders in den armen Familien bringt jeder einen ökonomischen und sozialen Anteil mit ein. 

Da in Peru fast alle Klimazonen der Erde vertreten sind, hat sich im Laufe der Jahre eine immens große Vielfalt an Pflanzen und Tieren angesiedelt. Viele Pinguine, Seelöwen und sogar, um bestimmte Jahreszeiten auch Wale, sind hier regelmäßig zu sehen. Im Vergleich wächst an der Küstenregion jedoch recht wenig. Neben dem als Baumaterial genutzten Schilfrohr gedeihen Reis, Baumwolle und Zuckerrohr in dieser Gegend. Auch Früchte wie Mango, Ananas, Papaya, Avocado und Pepino gedeihen hier. 

Peru beherbergt über 1.800 verschiedene Vogelarten. Dazu gehören an der Küste die Seeschwalben, Möwen und Meerespelikane. Durch den immer kühlen Humboldtstrom finden sich in den Küstengewässern stetig verschiedene Fischarten ein. In den andinen Höhen hat der König der Lüfte seine Heimat gefunden, der größte Vogel der Welt – der Condor. Auch die uns allen bekannten Lamas und Alpakas leben hier. In dieser Region Perus, wachsen über 300 Arten von Kartoffeln, ca. 35 Sorten Mais sowie Quinoa und Amarant. In den Hochtälern, wie z. B. dem Heiligen Tal der Inkas, wachsen Eukalyptusbäume. 

Mit massiven Temperaturschwankungen und starker Sonneneinstrahlung ist die Flora im Hochgebirge recht üppig. Das Hochgebirge namens Puna und Paramo ist durch viele Moosarten, Büschelgras und einige andere hauptsächlich kleine Pflanzen, wie die Yareta, gekennzeichnet. Die ein oder andere hochgewachsene Pflanzenart lässt sich doch auch im Hochgebirge finden. So auch die Riesenbromelie Pyua Raimondii.

So richtig grün ist es dagegen im tiefgelegenen tropischen Regenwald. Dieser deckt eine sehr große Fläche Perus ab und ist durch seine wilden Urwälder reich an bis heute unerforschten Pflanzen und Lebewesen. Die vielen Affenarten, Riesenotter, Jaguare, Reptilien, Tapire und Pumas haben in diesem Dschungel ihren perfekten Lebensraum eingenommen. Der Regenwald geht über ins Bergland und dann weiter in den Bergenwald zum Nebelwald. Die Bäume sind etwas niedriger als im Regenwald, jedoch scheint er dichter bewachsen. Hier gibt es auch einige Lianen, Bromelien und Orchideen. Auch der Nationalvogel Perus, der Rupicola Peruviana, ist hier am meisten gesichtet. Er ist unverkennbar, mit seinem scharlachroten, bogenförmigen Federkamm, der vom Schnabel bis zum Hinterkopf reicht.

Peruanische Gastronomie ist weltberühmt. Kaum eine Küche ist vielseitiger und regional verschiedener, als die, der Peruaner. An der Küste wird häufig Fisch gegessen. Eines der Nationalgerichte ist Ceviche. Das ist roher Fisch, in Stücke geschnitten, mit Sellerie, Zwiebeln und Limettensaft. 

Im Hochland locken vor allem Fleischgerichte. Hier steht nicht selten auch mal ein gegrilltes Meerschweinchen auf der Speisekarte. Gefüllt mit verschiedenen Anden-Kräutern wird es oft mit scharfem Rocoto und verschiedenen Kartoffelarten serviert. Ein zartes Alpaca-Steak oder auch das traditionelle Lomo Saltado, in Stücke geschnittenes Rindfleisch, wird häufig mit Reis und Kartoffeln angerichtet. Am liebsten ist den Peruanern aber Hühnchen mit Reis. Viel frisches Obst und Gemüse aller Art, werden auf den lokalen Märkten angeboten.

Ein schon fast medizinisches Getränk wird Ihnen vor allem in den Anden-Regionen gereicht. Der Mate de Coca, aus echten Coca-Blättern, regt den Kreislauf an und soll der Höhenkrankheit vorbeugen. Das wahre Nationalgetränk, laut der Peruaner, ist jedoch der Pisco Sour. Ein Destillat aus Traubenmost, gemischt mit saurem Limettensaft, Eiklar, Zuckersirup und Crushed Ice. Erfrischend lecker!


Gut zu wissen

Für die Einreise nach Peru benötigen Sie einen Reisepass, der mindestens noch 6 Monate nach Ihrer Einreise gültig ist. Auch Kinder benötigen einen eigenen Reisepass. Deutsche Staatsbürger müssen sich nicht im Voraus um ein Visum bemühen. Denn am Einreistag erhalten Sie noch am Flughafen in Lima eine Karte namens „Tarjeta Andina de Migración“. Dieses Dokument ersetzt das Visum und erlaubt Ihnen einen Aufenthalt von bis zu 183 Tagen in Peru. Die Aufenthaltsdauer liegt jedoch im Ermessen des jeweiligen Beamten vor Ort. Somit empfehlen wir darauf zu achten, dass Ihnen am Anreisetag ausreichend Tage für die Dauer Ihres Aufenthaltes gewährt werden. Die Anzahl der Tage wird auf der „Tarjeta Andina de Migración“ bei Einreise vom Personal der Migrationsbehörde am Flughafen eingetragen. Es kann immer zu kurzfristigen Änderungen der Einreisebestimmungen kommen. Daher sind die genannten Angaben ohne Gewähr. Beachten Sie bitte die aktuellen Angaben auf der Webseite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de.

Folgende Gegenstände des persönlichen Bedarfs dürfen zollfrei nach Peru eingeführt werden: 2 Kg Lebensmittel (keine Fleischwaren), 400 Zigaretten oder 50 Zigarren und 3 Flaschen Spirituosen. Diese Vorgaben können sich jedoch immer ändern. Die aktuellsten Zollvorschriften erhalten Sie auf der Webseite von SUNAT, der obersten Zollbehörde in Peru: http://www.sunat.gob.pe/.

Vor allem für die Rückreise nach Deutschland bitten wir Sie keinerlei Coca-blätter, Coca-Teebeutel oder ähnliche Produkte mit Coca in die Heimat einzuführen. Coca fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz und kann vom deutschen Zoll beschlagnahmt sowie das Mitführen oder Konsumieren der Coca-Produkte hoch bestraft werden.

Die Währung in Peru ist Nuveos Soles. Oftmals kann aber auch in US-Dollar bezahlt werden. In den meisten Orten gibt es Bankautomaten, an denen mit der Kreditkarte Geld in Nuevos Soles oder US-Dollar abgehoben werden kann. Euros können in den Städten in lokalen Wechselstuben eingetauscht werden. Reisechecks sind unüblich in Peru.

Es ist immer gut, etwas Kleingeld in der Tasche zu haben, denn in den kleineren Ortschaften werden ungern Geldscheine größer als 50 Nuevos Soles gewechselt. Wenn Sie mit US-Dollar bezahlen möchten, dann ist es wichtig, darauf zu achten, nur neue Geldscheine, die keine Risse haben, mit sich zu führen. US-Dollar-Scheine mit Rissen werden oft gar nicht angenommen oder gegen einen geringeren Kurs eingetauscht. Sollten Probleme mit der Geldversorgung auftreten, dann kann der Service von Western Union mit Schnellüberweisungen aus der Heimat, aushelfen.

Momentan sind keine Impfungen zur Einreise nach Peru aus Deutschland vorgeschrieben. Empfohlen wird dann eine Gelbfieberimpfung, wenn der Besuch in das Amazonasgebiet geplant ist. In diesem Fall muss die Gelbfieberimpfung mindestens 10 Tage vor Einreise erhalten werden. Auch kann es sein, dass bei Weiterreise in ein Drittland, wie z. B. Panama oder Costa Rica, nach einer Gelbfieberimpfung gefragt wird.

Standardimpfungen wie Tetanus, Influenza, Diphterie und Pertussis (Keuchhusten), sollten überprüft vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. Bei längeren Aufenthalten in Peru, empfiehlt das Auswärtige Amt die Impfungen gegen Tollwut, Typhus sowie Hepatitis A und B. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem Arzt oder dem Tropeninstitut über notwendige Maßnahmen.

Die Netzspannung in Peru beträgt 220 Volt. Die meisten Deutschen Geräte sind mit 220 oder 110 Volt Wechselspannung gekennzeichnet. Reisestecker-Adapter sind meist notwendig, da einige Steckdosen mit flachen Kontakten versehen sind.

Die meisten Unterkünfte bieten W-LAN an. In manchen Fällen ist dies kostenpflichtig. Einige Hotels haben auch Computer mit Internetanschluss, die gegen eine Gebühr genutzt werden können. In vielen Cafés, Restaurants und an öffentlichen Plätzen gibt es häufig kostenfreies W-LAN. 

Wenn Sie ein Triband Handy besitzen, können Sie ohne Probleme in Peru telefonieren. Um hohen  Roaming-Kosten zu entgehen, ist es empfehlenswert, sich bereits in Deutschland eine international gültige Prepaid Karte (z. B. Telekom) zu besorgen. Mit dieser können Sie in Peru telefonieren. Eine andere Möglichkeit zum Telefonieren bieten die öffentlichen blauen Telefone, meist angeschlossen an kleine Läden. Wer möchte, kann hier schon ab 1 Nuevos Soles nach Deutschland telefonieren.

Peru hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem recht sicheren Reiseland entwickelt. Nicht nur in der Gruppe, auch alleine können Sie durch Peru reisen. Jedoch wie in allen Dritte Welt Ländern, herrscht auch in Peru eine hohe Armutsrate, die als Konsequenz, Raub mit sich ziehen kann. So kommt es vor, dass Touristen Opfer von Überfällen und Diebstählen werden. 

Besonders in den großen Städten wie Lima, Arequipa und Cusco, sollten Taxis mit Vorsicht gewählt werden. Am sichersten ist es, Taxis zu benutzen, die auch offiziell registriert sind. Dazu gehören Taxis mit einem Schild und einer Telefonnummer einer Taxizentrale auf dem Dach. Besonders in Lima empfiehlt es sich, ein Taxi zu nehmen, wo der Fahrer sich ausweisen kann bzw. ein Ausweis des Fahrers sichtbar im Auto angebracht ist. Nach abendlichen Barbesuchen oder nächtlichen Disco-Touren sollte immer ein Taxi, empfohlen von der besuchten Location, genommen werden. Sollte es zu einem Überfall kommen, dann  leisten Sie keine Gegenwehr oder provozieren sie auch nicht die Täter.

Grundsätzlich empfehlen wir ohne Wertgegenstände zu reisen. Tragen Sie Geldkarten, Bargeld, Fotokameras und Reisepässe immer verdeckt am Körper, wenn sie in öffentlichen Bussen oder anderen Verkehrsmitteln reisen. Auch bei Tagesausflügen ist es sicherer den Rucksack oder die Handtasche vor der Brust zu tragen, um so eine bessere Kontrolle über das Mitgeführte zu haben. Hängen Sie Ihre Rucksäcke und Handtaschen nicht über Rückenlehnen von Stühlen in Restaurants. Das würde einen Diebstahl erleichtern. Auf Märkten, öffentlichen Plätzen oder auch einfach nur auf vollen Straßen, sollte nicht mit Geld hantiert werden. Auch empfehlen wir, nur das nötigste Bargeld mit zu nehmen und große Geldmengen, Geldkarten, Smartphones und den Reisepass im Hotelsafe zu lassen. Es empfiehlt sich eine Kopie des Reisepasses bei Ausflügen dabei zu haben. Eine Ausnahme stellt der Besuch bei Machu Picchu dar. Hier muss der originale Reisepass vorgelegt werden.

Wenn es in Deutschland Sommerzeit ist, dann beträgt die Zeitverschiebung nach Peru -7 Stunden. So ist es z. B. erst 11:00 Uhr in Peru, wenn es bereits 18:00 Uhr in Deutschland ist. In der Deutschen Winterzeit hingegen, beträgt die Zeitverschiebung zu Peru nur -6 Stunden.  

Peru ist ein Land voller Gastfreundschaft, neuer Eindrücke und vielseitiger Kulturen. Vor allem im Anden-Hochland hat sich die lokale Bevölkerung an die Besucher angepasst und ihren Lebensstil auf den Tourismus ausgerichtet. 

Neben den typischen, handgewebten Alpaka-Kleidern wird in den Gassen der Altstädte auch häufig angeboten Fotos zu machen. Gemeinsam mit Frauen aus der Region in ihren farbenfrohen Trachten, langen, schwarzen Flechtzöpfen und nicht selten mit einem Babyalpaka auf dem Arm, können Sie sich gegen einen kleinen Obolus ablichten lassen. Werden Ihnen keine Fotos angeboten, sollten Sie beim Fotografieren von Menschen zuvor um Erlaubnis fragen. Nicht selten wird auch hier im Gegenzug etwas Trinkgeld verlangt. Hier liegt es in Ihrem Ermessen wieviel Trinkgeld sie pro Foto geben möchten. Grundsätzlich kann man sich aber an dem Richtwert von 1 bis 5 Nuevos Soles pro Person orientieren. In guten Restaurants darf mit etwa 7 - 10 %  Trinkgeld gerechnet werden. Einige Angestellte sind auf das Trinkgeld ihrer Gäste angewiesen, denn häufig verdienen sie nur den Mindestlohn von 750 Nuevos Soles (etwa 200 Euro) pro Monat. Auch Reisführer freuen sich über ein angemessenes Trinkgeld nach einer gelungen Tour.

In Peru als Frau zu reisen, ist nicht weniger gefährlich, als wenn ein Mann alleine reist. Für Männer und Frauen gilt gleichermaßen, sich nicht bei Dunkelheit oder Dämmerung in einsamen Gassen aufzuhalten. In den Taxis sollte man hinten einsteigen und sich nicht neben den Fahrer setzen. Reisen macht besonders viel Spaß, wenn man unterwegs neue Leute kennen lernt. Daher empfehlen wir allein reisenden Frauen (und Männern), sich einer unserer Gruppenreisen anzuschließen.

Wer den Liebsten zu Hause eine Postkarte schicken möchte, der kann dies tun. Am besten ist es jedoch, die Karten direkt am Postamt abzugeben. Der Versand kann bis zu vier Wochen dauern. Reisende haben häufig auch die Möglichkeit Ihre Karten an der Hotelrezeption zum Versand in die Heimat aufzugeben. Allerdings kommen diese oft nicht an. Wir raten dringend davon ab, elektronische Ersatzteile, wie Kamerazubehör, nach Peru zu senden. Die Kosten für den Zoll sind sehr hoch und der Versand sehr zeitaufwendig. 


Nationalparks

Der Nationalpark Huascarán liegt im Andengebiet, in der Region Ancash, im Herzen Perus. 1985 wurde er zum Schutz seiner Artenvielfalt und vor allem seiner außergewöhnlichen Schönheit zum Weltnaturerbe erklärt. Seine dramatische Kulisse verdankt der Nationalpark vor allem der Gebirgskette Cordillera Blanca, sowie seinen von Himmelblau bis türkisfarbenen Lagunen, die von Gletschern geformt sind. Das Gebiet erstreckt sich mit etwa 600 Gletschern und 300 Lagunen auf 3.400 km².

Der höchste Berg Perus, der Huascarán, befindet sich im gleichnamigen Nationalpark. Der höchste tropische Gipfel im Land misst 6.768 Meter über dem Meer und ist beliebtes Reiseziel für Wanderurlauber, Outdoor-Freunde und Befürworter des Ökotourismus. Direkt am Fuße des Huascarán, gehören die Llanganuco-Lagunen, Chinancocha und Orconcocha, zu den meist besuchten Zielen des Nationalparks. Den Besuchern der Lagunen, eröffnet sich ein atemberaubendes Naturbild, mit den sich um das türkisfarbene Wasser reihenden Queña-Bäumen. 

An den Ausläufern des Amotape-Massivs, direkt an der Küste im Norden Perus, liegt der Nationalpark Cerros de Amotape. Wer Vögel liebt, der wird dorthin reisen wollen. Denn in dieser Oase des Lebens, in der Region um Piura und Tumbes, haben sich knapp 300 Vogelarten angesiedelt. Dazu zählen u. a. der Baerkolibri, der Rotkopfguan und die Feuerbürzeltangare. 

Der Fluss Río Tumbes, der sich durch das Gebiet zieht, wird an seinem Ostufer von pazifischem Regenwald umringt. Hier leben einige der gefährdeten Spitzkrokodile, Fischotter, Ozelots und Jaguare. An der Westseite des Flusses befindet sich äquatorialer Trockenwald. Auf dieser Seite des Flusses, hat sich eine einzigartige Landschaft, mit einer großen biologischen Vielfalt an Pflanzen und Tieren, entwickelt. 


Städte

Blick über Cusco und die umliegenden Berge

Sicherlich eine der schönsten Städte in Peru. Die Altstadt, besonders im Stadtteil San Blas, verzaubert jeden Besucher durch seine kleinen Gassen, durchzogen von so vielen alten, auch mal etwas schiefen Gebäuden – Relikte aus der Inka-Zeit. Häufig aber sind die schönen Bauten ab dem zweiten Stockwerk mit kleinen Balkonen im Kolonialstil verziert. Diese Bauart stammt noch aus der Zeit des Umbruchs in Peru, als die Spanischen Konquistadors das Land eroberten.

Cusco ist bekannt durch seine vielen Kirchen, deren Fundamente einst als Tempel der Inka genutzt wurden. So z. B. auch die alte Kathedrale und Qoricancha, der Sonnentempel der Inka-Kultur, die einst komplett mit Blattgold verziert erstrahlten. Ein Muss für jeden Reisenden in der Stadt Cusco, ist der Besuch auf dem lokalen Stadtmarkt San Pedro. Hier gibt es nicht nur frische Früchte, Gemüse, Fleisch und andere kulinarische Gaumenfreuden, sondern auch kunterbunte Stände, wo traditionelle farbenfrohe typische Tücher, Decken und handgestrickte Alpaca-Kleidung angeboten werden. In Cusco gibt es auch unzählige Museen, Cafés und Restaurants, wo wahrlich für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Cusco ist auch perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. So lohnt sich ein Fußmarsch auf den benachbarten Hügel, wo man neben Christo Blanco, einer weißen Jesusstatue, und dem ein oder anderen Alpaca vor Ort, einen atemberaubenden Blick, weit über die roten Ziegeldächer Cuscos hat. Saqsayhuamán, die einst als Festung der Inkas diente, ist eine der attraktivsten Sehenswürdigkeiten direkt neben Christo Blanco. Auch die immer-weißen Salzterrassen von Maras und vielen Ruinen im heiligen Tal der Inkas sind ideales Ausflugsziel von Cusco aus. Ein Besuch in Cusco lohnt sich also ganz bestimmt!

Blick auf den Vulkan und die Stadt Arequipa, Peru

Die weiße Stadt, gleichzeitig auch Zweitgrößte nach Lima, lohnt sich zu besichtigen. Wer in Arequipa ist, der wird sich in der Stadt mit den vielen weißen Häusern, den reingefegten Gassen rund um den anmutigen Plaza de Armas, sehr wohl fühlen. Bekannt ist Arequipa hauptsächlich durch das Kloster Santa Catalina. Noch bis vor wenigen Jahren, war der Außenwelt verschwiegen worden, was sich hinter den Mauern der Stadt, verborgen hält. Santa Catalina - ein bis ins 20. Jahrhundert weitergelebtes Überbleibsel aus der streng römisch-katholischen Kolonialzeit. 

Wer Arequipa besucht, der hat die Möglichkeit, sich von den tausend leckeren Speisen, in den zauberhaften Restaurants, den Gaumen verwöhnen zu lassen. „Restaurantes Fusión“ heißt das Zauberwort, was Arequipas Küche so besonders macht. Denn hier haben sich viele internationale Köche eingefunden und den lokalen peruanischen Speisen eine ganz individuelle Note, durch den Einfluss Ihrer Heimatländer, verliehen. So kommt es vor, dass man neben einem typisch peruanischen Alpaka-Steak, auch Sushi aus Japan mit Crêpe-Dessert aus Frankreich, als Menü serviert bekommt. Arequipa hat auch einen ganz wunderbar farbenfrohen Markt, wo Tag ein Tag aus, das Handeln und Feilschen um Essen und allerhand anderer verschiedener Artikel, den Alltag der Einheimischen beschreibt. Wen es aber in die Natur zieht, der kann in direkter Umgebung Wandertouren auf dem Vulkan Misti, Chachani oder Picchu Picchu buchen. Ein atem(be)raubender Ausflug, ist Ihnen beim Besuch im nahegelegenen Colca Canyon, garantiert.


Peru – das ist Costa in Lima, Sierra bei Machu Picchu & Selva im Amazonas!

In Peru reiht sich ein Reisehighlight an das Nächste. Na klar, zweifellos angeführt wird die Liste der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Perus von der alten Inka-Stadt Machu Picchu! Machu Picchu wird von einer unglaublich kraftvollen Aura umgeben, die für so viele Besucher aus aller Welt eine magische Anziehung hat. Jährlich kommen etwa 600.000 Reisende an den wohl bekanntesten Ort Perus. Ein Foto für die Lieben zu Hause, mit dem steil in die Höhe ragenden Huayna Picchu Berg im Hintergrund, ist für alle Besucher das Ziel einer jeden Reise. Die mysteriösen Steinruinen wurden im Jahr 1911 von dem Forscher Hiram Bingham entdeckt. Damals noch völlig zugewachsen und mit tropischen Pflanzen übersäht, ist die Stadt heute komplett freigelegt und restauriert. 

Einmal auf dem Titicacasee sein, das ist auch der Wunsch der meisten Peru-Besucher. Ein See, so nah dem Himmel, so weit wie das Meer, mit seinen Inselbewohnern, so farbenfroh wie der Regenbogen. Gastfreundschaft ist das höchste Gut der Inselbewohner auf dem Titicacasee. Unsere Gäste bei travel-to-nature werden herzlich von den Einwohnern der Schilf-Inseln eingeladen, das einfache Leben kennen zu lernen. Auf Amantani haben Sie sogar die Möglichkeit am wahren Leben Perus, im Bauernhaus einer Gastfamilie, teilzunehmen. 

Aber auch archäologisch gesehen, hat Peru ganz Hervorragendes zu bieten. Die wohl bekanntesten Funde sind die Nazca Linien. Durch Zufall, erst im 20. Jahrhundert, wurden die mysteriösen kilometerlangen Einkerbungen, bei einem Rundflug über die Wüste nahe der Stadt Nazca, entdeckt. Wie die Linien in den Boden kamen ist bis heute nicht geklärt. Sie bilden aus der Luft ganze Bilder wie z. B. einen Affen und einen Astronauten. 

Wer gerne wandert, der ist in Peru genau richtig. Neben klassischen mehrtägigen Wander-Routen wie den Inka Trail, gibt es sogar die Möglichkeit einen mehrtägigen Fußmarsch mit spritzigem White-Water-Rafting im Urubamba Fluss oder auch mit einer actionreichen Radtour, zu verbinden. Bei den Höhenmetern kann einem die Reise schon mal, im wahrsten Sinne des Wortes, den Atem rauben. Da bietet es sich an, anstelle von wandern, entspannt vom Pferd aus, die Natur Perus zu erkunden. Wer es klassisch mag, der nimmt den Zug von Cusco nach Aguas Calientes, mit dem Ziel am Ende Machu Picchu zu erklimmen. 

Tierfreunde kommen aber auch auf ihre Kosten in Peru. Die Ballestas Inseln werden nicht zu Unrecht heute „Klein Galapagós“ genannt. Denn hier können Urlauber neben zahlreichen Vogelarten auch Pinguine und Seelöwen beobachten. Im Anschluss bietet sich Erholung, in der Oase Huacachina, an. Umgeben von Meterhohen Sanddünen, inmitten der Sandwüste Perus, hat sich rund um die Oase bei der Stadt Ica, ein Paradies für Urlauber entwickelt. Kleine aber feine Unterkünfte mit Pool, laden zum Sonnenbaden und Relaxen ein. Wer es actionreich mag, der kann sich beim Sandboarding oder einer rasanten Sand-Buggy Tour in den Weiten der peruanischen Dünen, den Wind um die Ohren wehen lassen. 

Wer die Wärme und das Tropische liebt, der wird im Manu Biosphere Reserve, welches einen Großteil des Peruanischen Amazonas-Regenwaldes abdeckt, den Spuren der zahlreichen exotischen Tiere folgen. Mit etwas Glück, sehen Sie neben kunterbunten Vogelarten, den brüllenden Howler-Affen, Kaimanen und Faultieren auch mal einen wilden Jaguar, am Amazonas-Flussbett, durch das nasse Schilf huschen.

Und im Anschluss an die schönen Erlebnisse, da heißt es Salud! Mit einem traditionellen Pisco Sour wird auf das Erlebte angestoßen. Übrigens noch bis heute streiten sich die Chilenen mit den Peruanern, wem der Titel Pisco als Nationalgetränk zugute steht. 

Neben Pisco verlocken die vielen kulinarischen Köstlichkeiten in den verschiedenen landestypischen Restaurants zum Schlemmen. Ceviche, Pachamanca und Cuy (Meerschweinchen), sowie die über 3.000 verschiedenen Kartoffelarten, sind nur wenige Beispiele für die Vielseitigkeit, welche die peruanische Küche in seinem weltbekannten Geschmacksportfolio hervorgebracht hat. Peru bietet tatsächlich alles, was Ihren Traumurlaub Wirklichkeit werden lässt!


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