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Vulkankrater Chinadega von oben

Vulkane in Mittelamerika

Sagenumwobene und spektakuläre Vulkanen entlang der Kolonialroute durch Mittelamerika

travel-to-nature / 03.12.2014 Blog author avatar

Wer hat noch nicht von ihnen gehört? Von den sagenumwobenen, spektakulären Vulkanen entlang der Kolonial- und Vulkanroute durch Mittelamerika. Wer nach Mittelamerika reist, kommt im Grunde nicht um sie herum. Um die vielen kleinen und großen, schlafenden und aktiven Feuerberge. Teilweise unspektakulär und oft  imposant, ragen sie empor in der zentralamerikanischen Vulkankette. Lest selbst welche Länder mit den spektakulärsten Vulkanen aufwarten.

Orientiert am alten Camino Real (Königsweg), den die Spanier entlang der bereits existierenden Wege der Ureinwohner gebaut hatten, verläuft die Vulkanroute durch Panama, Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und El Salvador. Über 1.000 km an Natur und Abenteuer in Form von Vulkanen, die ihr zu Fuß oder mit dem Pferd entdecken oder sogar mit dem Surfbrett hinabfahren könnt.

Höhenflüge mit Adrenalinkick

In Guatemala, weniger als 50km von Guatemala-Stadt entfernt, stehen vor allem um den Atitlán-See und im Hochland gleich mehrere beeindruckend große Feuerberge dicht beieinander. Alle überragend der Tajumulco mit einer grandiosen Höhe von 4220 Metern und damit der höchste Vulkan Mittelamerikas. Mit einer guten Fitness ist der Vulkan in einer Tagestour mit oder ohne Guide zu besteigen – am besten in den Wintermonaten, wenn Trockenzeit herrscht. Auf dem Gipfel angelangt, wird man für alle Strapazen beim Aufstieg belohnt. Auch wenn die Aussicht an manchen Tagen durch Nebel eingeschränkt ist, ist das Panorama den Aufstieg wert. Bei klarer Sicht habt ihr freien Blick auf den Atitlán-See und die Nachbarvulkane.

Der für Besucher zugänglichste Vulkan Guatemalas ist der Santa María. Unserer Meinung nach auch einer der Interessantesten. Um ihn zu besteigen reicht ein Fußmarsch von etwa 3 Stunden, der größtenteils relativ einfach zu bewältigen ist. Dabei kann man sich dem Krater auf bis zu 100 m nähern. Nach dem Besteigen des 3772 Meter hohen, aktiven Vulkans verschlägt es einem buchstäblich die Sprache bei dem Ausblick, der sich einem bietet. Denn an fast keinem anderen Ort könnt ihr so viele Vulkane gleichzeitig sehen, darunter unter anderem den Tacana, den Tajumulco, die Vulkane San Pedro, Tolimán und Atitlán rund um den Atitlán-See sowie Fuego, Acatenango und Agua.

Ein Mensch wandert auf einem Vulkan in Guatemala.
Panoramablick auf einen Vulkan in El Salvador

Ein Krater im Krater – wo gibt’s denn sowas?

Doch auch El Salvador lässt sich bei ihren Feuerspuckern nicht lumpen. Hier bestechen die Vulkane vielleicht nicht mit ihrer Größe, aber dafür mit etwas viel seltenerem. Der Vulkan Boquerón, nahe der Hauptstadt San Salvador, gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in die Umgebung. Er ist sehr einfach und in kurzer Zeit zu begehen. In seinem Krater sieht man dann aber etwas sehr Seltenes – einen zweiten, kleinen Krater im Inneren. Auf einem dschungeligen Pfad könnt ihr die rund 550 Meter in den Krater hinabsteigen. Zur Verpflegung finden sich rund um den Vulkan im Nationalpark Boquerón diverse Restaurants und Cafés mit Panoramaausblicken auf San Salvador und gutem Essen.

Auch die drei  Vulkane Santa Ana, Izalco und Cerro Verde, die direkt nebeneinanderliegen, sind über eine serpentinenreiche Straße mit dem Auto leicht zu erreichen, deshalb aber auch recht gut besucht. Vom Cerro Verde aus hat man einen tollen Ausblick auf den Kegel des jüngsten der dortigen Vulkane, den Izalco. Der 1770 entstandene Vulkan errichtet sich in der naturbelassenen Landschaft El Salvadors und unterscheidet sich mit seiner klassisch, eleganten Form von den anderen eher unauffälligen Vulkanen. 

Auf den Pfaden des Vulkangesteins

So unterschiedlich wie die Vulkane selbst sind sie auch zugänglich.  Anstiege auf den Tajumulco und Pacaya in Guatemala oder den Maderas auf der Insel Ometepe im Nicaragua-See sind eher in der Kategorie des Trekkings einzuordnen. Aufgrund der Dauer der Besteigungen, kommt ihr zum Teil um eine Übernachtung nicht herum. Andere Vulkane wiederum sind sehr leicht zu erkunden, obwohl sie nach wie vor sehr aktiv sind. Zum Vulkan Poás in Costa Rica oder zum Masaya in Nicaragua kann man fast bis zum Kraterrand auf einem geteerten Weg laufen. Etwas schwieriger gestaltet es sich dann jedoch bei dem jüngsten und aktivsten Vulkan in Costa Rica (und weltweit), dem Arenal. Er ist 1670 Meter hoch und  nur über erkaltete Lava zu erklimmen.

Einer ganz außergewöhnlichen Freizeitaktivität könnt iht zudem am Cerro Negro in Nicaragua nachgehen: nach einem ca. 1,5-stündigen, anstrengenden Anstieg über Geröll und Vulkangestein erreicht ihr den Kraterrand. Beim umrunden des Kraterrandes könnt ihr euch ganz auf die Landschaft und die Aussicht konzentrieren, denn dazu habt ihr beim Abstieg keine Zeit mehr. Warum? Auf der anderen Bergseite stürzt ihr euch den schwarzen Vulkansand entweder mit einem Ganzkörperanzug und Holzbrett, oder – wer kann – mit einem Sandboard den Vulkan hinunter. Im 45 Grad Winkel geht es steil nach unten. Egal wofür ihr euch entscheidet, ein Spaß ist es in jeden Fall!

Die Vielfältigkeit an Vulkanen ist also fast unbegrenzt. Wir können Ausflüge und Touren rund um die mittelamerikanischen Vulkane nur empfehlen. Denn jeder Vulkan ist anders und keine Besteigung gleicht einer anderen. Und wenn ihr jetzt Lust auf euer eigenes Vulkanabenteuer bekommen habt, ist bei den folgenden Reisebeispielen ja vielleicht was für euch dabei.

Panormaaufnahme eines Vulkans in Nicaragua.

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